Willkommen unterm Regenbogen

Oder besser nur mit den Augen geniessen!

Sollte man viele Blumen und Pflanzen, bei denen vielen garnicht bekannt ist, dass sie überhaupt giftig sind…viele sind in der richtigen Dosis aber auch Heilmittel…

Oder wie Giacomo Casanova (!725 bis 1795) in seinen Memoiren gesagt hat:

Gift in den Händen eines Weisen ist ein Heilmittel,

Heilmittel in den Händen eines Toren, ist Gift.

Zu den giftigen Pflanzen jetzt im Frühling zählen die Gelbe Narzisse (Osterglocke), die Tulpe und die im vorherigen Post bereits schon genannten Ranunkel, Winterlinge und alle Hahnenfußgewächse.

Zu erwähnen wären auch noch die Blätter der (schönen) Herbstzeitlosen, die im Herbst blühen, die Blätter aber jetzt wachsen und schnell mit dem beliebten Bärlauch verwechselt werden können. Ebenso wie die Blätter der Maiglöckchen, bei denen auch alle Pflanzenteile giftig sind.

Ebenso giftig der Seidelbast, Wolfsmilchgewächse wie Christrose oder Weihnachtsstern, Rittersporn, Lupine, der „Wunderbaum“ eine beliebte Zimmerpflanze…ebenso wie die Dieffenbachie, der gefleckte Aronstab, Eibe, Efeu, Goldregen, Oleander und viele andere…

„Giftig“ sind auch so einige Nachtschattengewächse, die wir gern essen. Bei Kartoffeln, Tomaten (grüne Tomaten und Triebe sehr giftig!) und Auberginen, enthalten die grünen Teile Solanin. Bei Kartoffeln die im Licht gelegen haben und aussen grün sind, alles was grün ist, gut abschneiden!

Dann gibt es noch die sogenannten Bio-Drogen aus Giftpflanzen, wie ua….

Alpenveilchen (Cyclamen)

Alraune (die „sagenhafte Wurzel“)

Engelstrompete

Schwarze Tollkirsche (Atropa belladonna)

Stechapfel

Tabak

Auch nicht zu vergessen der Rote Fingerhut (Digitalis), aus dem ein Herzmittel hergestellt wird.

Was Tiere angeht, nicht alles was für uns ungiftig ist, muss auch für Tiere ungiftig sein…

Hier kann man mal nachschauen… Giftpflanzen für Tiere

Ein schönes „Giftmischer-Museum“ ist das Apotheken-Museum im Heidelberger Schloss. Dort kann man von den Anfängen der Medizin, dem Wissen über Kräuter und der Herstellung von Essenzen daraus, alles anschauen und nachlesen.

Und jetzt wünschen wir allen viel Freude an den schönen Blumen, Pflanzen und der Natur überhaupt. Man sollte nur ein wenig aufpassen, was man so anfasst, wohin man etwas pflanzt oder in den Salat schneidet oder woran unsere Haustiere schnüffeln oder rumknabbern… 😉

Kommentare zu: "Schön, aber mit Vorsicht zu „geniessen“…" (6)

  1. Ich mag es gern, einen Salat mit Blüten zu genießen.
    Aber aufpassen sollte man auf alle Fälle.
    Ich selbst pflücke keine Blumen, fotografiere sie nur.
    Liebe, gesunde Grüße an dich, liebe Ute
    deine Bärbel

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    • Dann wären die Samentütchen die wir kürzlich geschenkt bekommen haben, ja genau richtig für dich… 😉 Auf die Bärlauchzeit freue ich mich… Lecker! Ich sammle aber bestimmt nicht das falsche ein. 😉 Da hast du recht, die Blumen sind da am schönsten, wo sie wachsen.

      Ganz liebe Grüße
      Ute

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  2. Also Bärlauch und die jungen Blätter der Herbstzeitlosen sehen schon ziemlich anders aus und zudem wachsen die an ganz unterschiedlichen Orten. Wir haben hier von beiden Pflanzen sehr viele. Im Kanton Zürich haben sie aber wegen dieser Gift-Paranoia beinah alle Herbstzeitlosen ausgerottet.. Bei uns kann nun schon wieder Bärlauch geerntet werden. Der Thur entlang wächst der in den Auenwälder so weit das Auge reicht…

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    • Lieber Blue Rainbow, stimmt, die Blätter sehen anders aus, auch die von Maiglöckchen. Aber wer es nur flüchtig kennt. In Immenstadt im Auwald wachsen sehr viele Herbstzeitlose, das sieht superschön aus. Sie rotten sie höchstens mit irgendwelchen Bauarbeiten aus. Ansonsten sollten Menschen halt einfach wieder lernen oder ansonsten die Finger davon lassen. In Sonthofen sind übrigens immer Kräuterwanderungen..
      LG
      Ute

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  3. Danke für die Infos, vieles kannte ich schon und Bärlauch habe ich noch nie gesehen, also auch noch nicht gepflückt, obwohl schon öfter gegessen, ist total lecker.
    Den werde ich dann wohl eher kaufen.

    LG Mathilda ♥

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    • Liebe Mathilda, Bärlauch wächst gern an halbschattigen, etwas feuchten Stellen. Vielleicht im Süden noch etwas öfter. Ihn erkennst du gut am Duft… Wildknoblauch. Maiglöckchenblätter haben sie letztes Jahr irgenwo im Südwesten eben als Bärlauch auf dem Markt verkauft. Da kam eine Warnung im Radio. 😉
      LG
      Ute

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