Willkommen unterm Regenbogen

Berliner Pfingsten

Heute sah ich ein Gesicht,
Wonnevoll zu deuten:
In dem frühen Pfingstenlicht
Und beim Glockenläuten
Schritten Weiber drei einher,
Feierlich im Gange,
Wäscherinnen, fest und schwer!
Jede trug `ne Stange.

Mädchensommerkleider drei
Flaggten von den Stangen;
Schönre Fahnen, stolz und frei,
Als je Krieger schwangen,
Blau und weiß und rot gestreift,
Wunderbar beflügelt,
Frisch gewaschen und gesteift,
Tadellos gebügelt.

Lustig blies der Wind, der Schuft,
Lenden auf und Büste,
Und von frischer Morgenluft
Blähten sich die Brüste!
Und ich sang, als ich gesehn
Ferne sie entschweben:
Auf und laßt die Fahnen wehn,
Schön ist doch das Leben!

(Gottfried Keller)

Der Schriftsteller Gottfried Keller wohnte übrigens ein Jahr unweit der Alten Brücke in Heidelberg…

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Kommentare zu: "Berliner Pfingsten…." (4)

  1. Ein fröhliches sommerliches Pfingstgedicht.
    Mal wieder typisch Mann, lach.

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  2. danke für das Gedicht von Gottfried Keller, das Bild passend dazu, ich danke dir, kommen gerade von Fahrt nach Hause, also schnell meinen Gruß

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