Willkommen unterm Regenbogen

Archiv für August, 2012

Kunstmomente im Alltag…

Manchmal fällt einem erst nach einem Anstoß Dritter etwas ins Auge…

Bei mir ist es dieses ganz normale Wohnhaus (an dem ich schon unzählige Male vorbeigegangen bin), mit einem Wandfries, der die ganze Höhe der Außenwand einnimmt.

Es stellt die siegreiche Schlacht auf dem Lechfeld, im Jahre 955, unter Otto I. Kaiser des Heiligen Römischen Reiches und Deutscher Nation (römisch-deutscher Kaiser) und Bischof Ulrich von Augsburg, gegen die Ungarn dar.

Auf dem kleinen runden Bild auf der linken Seite, befindet sich die katholische Pfarrkirche von Fischen, St. Verena mit Frauenkapelle.
Rechts, auf dem kleinen viereckigen Bild, Augsburg mit St. Ulrich und Afra und dem Dom Unserer Lieben Frau.

Afra ist die Stadtheilige von Augsburg, es hält sich hartnäckig die Sage, dass sie eine römische Venuspriesterin war, zum Christentum konvertiert ist und deswegen hingerichtet wurde. Aber das ist schon wieder eine andere Geschichte.

St. Ulrich und Afra

Eine sehr schöne Geschichte darum, hat die Autorin Angela Dopfer Werner gesponnen.
„Myrrha“
Über das Leben von Afra gibt es wenig geschichtlich nachweisbare Daten, aber so wie in der Geschichte, könnte es fast gewesen sein. 😉
Zudem erfährt man noch viel über Leben und Denken im alten Rom. Was dann wieder historisch belegt ist.
Und erlebt eine Reise durch Italien, über die Alpen, bis nach Augsburg. Selbst der alte Mythos von Myrrha ist wundervoll eingeflochten. In ihm vernachlässigt Myrrha ihren Tempeldienst und wird von Venus dazu gebracht, ihren Vater zu verführen. Als Strafe wird sie zum Myrrhenbaum. Nach 10 Monaten springt endlich die Rinde des Baumes auf und sie schenkt Adonis, dem schönsten Mann der Antike, das Leben.
Für Leser die überhaupt nichts mit Glauben und den alten Mythen anfangen können, wahrscheinlich eher nichts, sonst aber ein sehr gut zu lesendes Buch.

Ein Wohnhaus mit einem Gemälde mit diesem Thema zu verzieren, finde ich schon etwas ungewöhnlich.

Hier noch einige Hintergrundinfos zu Bischof Ulrich von Augsburg und der Schlacht auf dem Lechfeld. (Quelle: Bistum Augsburg)

Wenige Monate später drohte größere Gefahr dem schwäbischen Land. Die Ungarn fielen wieder in Bayern ein, verbrannten die Dörfer und Klöster und metzelten alles nieder, was sich ihnen in den Weg stellte. Die Stadt Augsburg aber, durch die Vorsorge Ulrichs mit einer Steinmauer umgeben, leistete Widerstand. Hoch zu Ross, jedoch ohne Rüstung, nur bewehrt mit der Stola, ermunterte der Bischof die Verteidiger, welche die wütenden Angriffe der Reiterscharen am 8. und 9. August erfolgreich zurückweisen konnten, bis das königliche Heer eintraf. Am Laurentiustag 955 fiel die Entscheidung auf dem Lechfeld südlich von Augsburg. Die Ungarn wurden vernichtend geschlagen, ihre Stoßkraft endgültig gebrochen. Der Sieg war teuer erkauft; Ulrich, der sich an der Schlacht selbst nicht beteiligt hatte, verlor in diesem Kampf seinen Bruder Dietpald und seinen Neffen Reginbald.

Im Waffenstreit bewährt, war Ulrich dennoch kein kriegerischer Bischof. Er fühlte sich in erster Linie als der Hirte, der Gott gegenüber für das Bistum verantwortlich war. In den Friedensjahren vor und nach dem Ungarneinfall bemühte er sich vor allem um den Aufbau der Diözese. Er ordnete die Wiederherstellung des durch Brand vernichteten Mariendoms an, ließ die Johanneskirche südlich der Kathedrale errichten, in der er oft die Messe feierte, und baute das zerstörte Gotteshaus, das St. Afra geweiht war, wieder auf.

Ob das nicht etwas „heldenhaft verklärt“ dargestellt ist, können wir nicht beurteilen. Möglich ist es schon.

Zumindest hätten die vielen anderen Toten bei dieser Schlacht, auch eine Erwähnung verdient.

Weitaus weniger mit Ruhm bekleckert, hat sich ein Augsburger Bischof in der jüngsten Vergangenheit.

Äußerungen unter der Gürtellinie und anderen „Wasser predigen“ und selbst „Wein trinken“, gehen irgendwie gar nicht.
Womit wir wieder in der Neuzeit angekommen wären. 😉

Auf die Idee, mal genauer hinzuschauen, hat mich Sarah Maria mit ihren „Kunstmomenten“ gebracht…

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Einer spinnt immer….

In dem Fall eine Spinne…dachte ich…

Damit hier niemand gleich erschrickt, schreibe ich in dem Fall den Text zuerst…dann kann jeder schauen, ob er schauen will oder nicht… 😉

Vormittags  saß eine Spinne an unserer Balkonbrüstung. Von den „lieben Tierchen“ bin ich eigentlich nicht wirklich begeistert, aber auf dem Balkon dürfen sie sein, es gibt allerhand Mücken etc. zum fangen. Ohne sie, wäre die Erde zentimeterhoch mit Insekten bedeckt, das fände ich dann auch nicht prickelnd. Und eigentlich sind sie ja Tiere für Frauen…manche spinnen sieben verschiedene Sorten Seide. Ist das kein Angebot?
In Papua Neuguina lebt die Spinne, die die weltgrößten Netze webt. Diese verwenden die Fischer dort sogar, um Fische zu fangen.

Also auch was für Männer… 😉

Und in dem besonderen Fall, fand ich sie eher „dekorativ“, vor allem ihre „laszive Beinhaltung“. 😉

Bis wir von der Spätschicht zurück waren, hatte sie doch tatsächlich einen Weg gefunden, vom Wohnzimmerbalkon  ins  Schlafzimmer zu gelangen.

Ich wollte ihr gerade erzählen, dass der Balkon auch angenehm temperiert und auch trocken wäre, außerdem könnte sie da auch auf einen Spinnenmann treffen, den sie zum fressen gern hat. 😉

Unser Schlafzimmer hätten wir gern für uns und  meinen „Spiderman“ knabbere ich ganz allein an…

Davon abgesehen, „Big Spider is watching you“, ist auch nicht so unser Ding. Schließlich haben sie acht, aber mindestens sechs Augen, an verschiedenen Stellen des Körpers.

Das sind Beobachtungspotentiale…. *gg*…

Aber alle  Gedanken waren vergebene Liebesmüh, sie war nicht mehr am Leben, hatte wohl keinen Spinnenmann, sondern ein ruhiges Plätzchen gesucht. Das durfte sie dann schon haben.

Also hier dann das letzte Foto von der schon „attraktiven“ Spinne… jetzt ruht sie im Blumenbeet. R.I.P

Platzhalter…

Platzhalter….

Platzhalter…

😉

Galerie

Bienchen beim shoppen….

Einkaufstag war heute und…

Sensation…konnte ich doch eine Biene beim Nektareinkauf fotografieren… natürlich nur heimlich „gefilmt“, wer will beim Einkaufen schon fotografiert werden.

Und unter ihre Flügel konnte ich leider nicht schauen…bei so einer hübschen „Biene“ hätte sich das sicher gelohnt. 😉

Wo sind denn nur wieder die Honigkuchen, schließlich ist schon in knapp 4 Monaten Weihnachten…die Zeit wird knapp

Ach hier… Schau mir in die Augen… Kleine(s)er Honigkuchen…

Der Nektar ist natürlich wieder am anderen Ende…

Warum sind die günstigen Artikel nur immer ganz unten… „Bückware“ oder so… suuuummmm

So, genug…jetzt aber schnell zur Kassenwabe…

Die Geschichte ist natürlich frei erfunden und Ähnlichkeiten mit tatsächlichen Begebenheiten wären rein zufällig… 😉

Galerie

Das Leuchten in den Augen des Sommers….

Er gibt nochmal alles…ist er nicht schön der Spätsommer…

Sich auf Glitzerwellen treiben lassen…

Streichelweich und alle Sinne kitzelnd…

Himmelblau im warmen Wind….

Leuchtend, wie tausend gelbe Sonnen…

Reife Früchtchen ernten…

Und „grüne „Igel“ …

Wer früh am Morgen oder nachts unterwegs ist, sollte nicht versäumen, mal in den Himmel zu schauen. Der Sternenhimmel zur Zeit, ist einfach atemberaubend und einmalig schön. Aber eine Jacke nicht vergessen, 7 Grad am frühen Morgen (hier zumindest), sind nicht wirklich viel. Und ab Donnerstag, soll der Sommer über das Wochenende pausieren. Auch hier zumindest… 😉

„Frau Linde“ hat Geburtstag…

Gestern sah ich im Vorbeigehen, dass die Friedenslinde in Fischen, dieses Jahr ja einen „runden Geburtstag“ hat. Seit 140 Jahren steht sie dort und hat sich zu einem prächtigen Baum entwickelt und sicher schon viel erlebt. Da sie ein Naturdenkmal ist, hat sie hoffentlich die Chance, noch recht lange zu stehen, bis ihre natürliche Lebenszeit abgelaufen ist.

Noch jemand, der anscheinend Bäume, ihren Sinn und ihre Bedeutung liebt… er hat ein wunderbares Video gemacht. Mit einer Musik, die der Seele schmeichelt.

Bei der Gelegenheit kann man auch gleich schauen, wie sie aussehen.

Gerade richtig, um vielleicht nach einem anstrengenden Montag runterzukommen und zu schauen, für was unsere einheimischen Bäume so „stehen“.  Sehenswert.

„Bruder Eiche-Schwester Linde“

Was sonst noch im Jahr 1872 Bedeutsames geschah, kann man hier nachlesen. Chronik 1872

Kreatives „Montagsherz“…

Kreativ, Gäste so herzlich zu begrüßen. 😉

Unser Gaisbock-Herz fürFrau Waldspecht

Auf unsrer Wiese gehet was…

Die anderen, so schönen „Storchenbilder“ , die wir von einer lieben Bloggerin geschenkt bekommen haben *liebdrück*, müssen wir natürlich auch noch zeigen.

Irgendwie sind die Fotos fast wie für das alte Kinderlied gemacht… 😉

Auf unsrer Wiese gehet was, watet durch die Sümpfe.
Es hat ein schwarzweiß Röcklein an und trägt auch rote Strümpfe.

Fängt die Frösche, schnapp, schnapp, schnapp.
Klappert lustig, klapperdiklapp. Wer kann das erraten?

Ihr denkt: das ist der Klapperstorch, watet durch die Sümpfe.
Er hat ein schwarzweiß Röcklein an und trägt auch rote Strümpfe.

Fängt die Frösche, schnapp, schnapp, schnapp.
Klappert lustig, klapperdiklapp. Nein, das ist die Störchin.

Und so geht es:

Alle Kinder stellen sich im Kreis auf. Einige werden zu Störchen und schreiten im Storchenschritt innerhalb des Kreises umher.

Bei „fängt die Frösche …“ bilden die Störche mit ihren Armen die großen Storchenschnäbel und fangen damit die Frösche aus dem Kreis. Die gefangenen Frösche hocken sich in die Mitte des Kreises. Die Störche dürfen in der zweiten Strophe weitere Frösche fangen. Danach beginnt das Spiel von vorne.

Die Melodie dazu, gibt es hier

Die Zahl der Storchenpaare geht schon seit Jahren zurück. Vermutlich Einfluss darauf, hat auch widriges Wetter im Winterquartier und auf dem Vogelzug. Vor allem die „Ostzieher“ haben mit der Trockenheit in den Savannen Afrikas zu kämpfen. Die „Westzieher“ fliegen meist nicht mehr nach Afrika, sondern nur bis zu den offenen Müllkippen Spaniens.

Bei widrigen Wetter kommen die Störche zu spät zurück, um erfolgreich Junge großziehen zu können. Bis jetzt passiert das aller paar Jahre, welche Einflüsse der Klimawandel und die damit einhergehende Trockenheit hat, bleibt zu beobachten.

Der größere Teil der Vögel, fliegt übrigens über die „Ost-Route“, über die Türkei. Dort gibt es genügend Feuchtgebiete, außerdem sind sie durch den islamischen Glauben großer Teile der Bevölkerung, weitesgehend geschützt.

Für 2012 ist die Bilanz gemischt. Im Westen gab es mehr Brutpaare und Junge. Im Osten Deutschlands weniger oder gleichbleibend viele.

Störche sind große Mäusevertilger. Eine 3 bis 4 köpfige Storchenfamilie fängt während einer Brutperiode etwa 11 000 Mäuse.
Archivbilder Storchennest/Webcam

Viele unserer Singvögel treten bald wieder ihre weite und gefährliche Reise gen Süden an… um sie ein weniger sicherer zu machen, kann man beim Nabu auch Vogelzug-Pate werden.

Hier der sehr sehenswerte Film, mit faszinierenden Aufnahmen vom Vogelzug dazu…

Beim Nabu kann man die Zugrute einiger, mit Sendern ausgestatteter Tiere, auf einer interaktiven Karte verfolgen.

Storchenwanderung

Wer noch andere Zugvögel sehen möchte, sollte auf den Darß (Ostseeküste) fahren. Dort machen an mehreren Orten, die Kraniche aus dem Norden und Osten Europas, Zwischenstation. U.a. in einem Naturschutzgebiet nahe Zingst. Beeindruckendes Naturschauspiel. Dieses Jahr sind sie sehr früh und die ersten schon im Anflug, habe ich gelesen.

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