Willkommen unterm Regenbogen

Der Holunder ist hier fast reif… und dieses Jahr hat er viele und dicke Dolden…

Der „Holler-oder Holderbusch“ soll früher Frau Holle geweiht gewesen sein…vor allem in Bayern, wurde sie sehr als „Hausheilige“ verehrt. Die meisten werden sie aber aus dem Märchen kennen.
Bekannt auch unter Holla, Hulda und Göttin, die mit der „wilden Jagd“ unterwegs ist. Das wäre jetzt aber eine eigene Geschichte.

Schon vor sehr langer Zeit wurde die Heilkraft des Holunders geschätzt.
Unter anderem von Hippokrates (460 bis 377 v. Chr.).
In unserm Erkältungstee, falls uns mal sowas erwischt hat, ist meist auch Holunder drin. Neben Lindenblüten, gut für eine Schwitzkur.

Für die Kelten und Germanen galt er als heiliger Baum, der die Göttin verkörperte. In ihm sollen die guten Hausgeister wohnen und das Haus vor Schaden bewahren.

Holunder soll(te) man weder beschneiden noch fällen, denn durch die Entfernung des Holunders, werden (wurden) die guten Hausgeister ihrer Wohnstätte beraubt.

Konnte man das Fällen nicht vermeiden, musste man den Baum (Strauch) mit folgenden Worten um Verzeihung bitten:

„Frau Ellhorn, gib mir von deinem Holz, so will ich dir auch von meinem geben, wenn es wächst im Walde.“

Nur Witwen und Waisen durften wohl ungestraft Holunderholz schneiden, da sie schon „vom Tode gezeichnet“ waren.

In Schweden gibt es die Sage, das man den Elfenkönig und sein Gefolge sehen kann, wenn man sich in der Mittsommernacht unter einen Holunderbaum setzt.

Selbst ein „Reigenlied“ für Kinder, gibt es vom Holunder…

Ringel, Ringel, Reihe,
sind der Kinder dreie,
sitzen unterm Hollerbusch,
machen alle: Husch, husch, husch!

Früher stand an vielen Häusern ein Holunderbusch, auch an meinem Elternhaus.

Ich vertrage sie nicht wirklich gut und bekomme gern Kopfschmerzen davon, aber dieses Rezept für
Holundersuppe mit Grießklößchen
hat es mir angetan… 😉

Zutaten für 6 Portionen:

Saft von 2 Zitronen
2 säuerliche Äpfel
50 g Zucker
Stückchen Zimtstange
1 l Holunderbeersaft
150 g Zucker
2 EL Speisestärke

Für die Grießklößchen:

30 g Butter
250 ml Milch
80 g Weichweizengrieß
1 EL Zucker

Zubereitung:

Die Hälfte des Zitronensafts mit Zucker in einen Topf geben. Äpfel schälen, vierteln, Kerngehäuse entfernen, in dünne Scheiben schneiden, mit Zitronensaft beträufeln. Mit der Zimtstange bei mittlerer Temperatur dünsten, bis der Zucker karamellisiert.

Holundersaft und 150 g Zucker mischen und zu den Äpfeln geben. Zum Kochen bringen. Speisestärke mit etwas kaltem Wasser verrühren und unter die Suppe geben, aufkochen lassen, bis die Suppe wieder klar wird. Dabei kräftig mit dem Schneebesen rühren. Von der Kochstelle nehmen.

Butter und Milch in einem kleinen Topf zum Kochen bringen. Grieß einrühren und unter ständigem Rühren aufkochen lassen. Zucker einrühren. Grießbrei vom Herd nehmen und etwas erkalten lassen, dann mit einem Teelöffel in die noch heiße Suppe geben.

Zimtstange entfernen und Suppe warm oder kalt servieren

Zubereitung etwa 20 Minuten
Kochzeit: 10 Minuten

Guten Appetit!
Vielleicht auch was für Winnie, relativ schnell würde es gehen… 😉

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Kommentare zu: "Wir sitzen unterm Hollerbusch…" (13)

  1. Danke für den Link hierher. In deinem Artikel steckt ja schon wieder eine neue Geschichte. Ach was, mehrere. Die Natur erzählt ja so viele …
    Lieber Gurß
    Elke

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    • Bitte gerne doch und freut mich, dass du her gefunden hast und es dir gefällt. Na vielleicht wird ja eine schöne Geschichte draus. Ich komme dann mit Vergnügen lesen. Das kann ich besser, als schreiben. 😉
      Liebe Grüße
      Ute

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  2. Definitiv auch was für die Winnie, … hab das letzte Mal vor 4 Jahren mit Holunderbeeren gekocht, … *Rezept kopier* ♥♥♥ DANKE

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  3. Das Lied kenne ich auch.
    Deine Infos sind immer wieder erstaunlich und echt informativ.
    Danke dafür
    deine Bärbel

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  4. Was für eine herrliche *Holler*-Info……danke dir!!!!!

    Liebe Grüße
    Eva

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  5. Liebe Ute bis vor Jahren habe ich noch Holundergelee gemacht mit Brombeeren gemischt und auch Saft ,der soll ja gut sein für Erkältunggen,und so manderlei.Aber habe mich einmal beim schneiden des Holunders so in die Hand geschnitten,seit der Zeit was Schluss mit Pflücken.Grüsse und schönen Tag Gislinde

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    • Liebe Gislinde,
      hmmm ja, Gelee ist auch lecker. In die Hand schneiden allerdings nicht. 😦 Ungefährlicher zum schneiden ist wahrscheinlich auch eine Gartenschere.
      LG
      Ute

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  6. kommt mir alles so bekannt vor aus meiner Kinderzeit einschließlich des REimes, das Rezept habe ich meiner Frau weiter gereicht, schönen Tag für dich, KLaus

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