Willkommen unterm Regenbogen

Der (noch) neueste historische Roman von Astrid Fritz… jetzt im September 2012, soll erneut einer erscheinen…

(Hier das Cover von der Weltbild-Ausgabe)

Aus dem Klappentext:

Freiburg, 1348: Unaufhaltsam wälzt sich die Pest von Süden heran. Schuld an der Seuche sollen die Juden sein. Als Clara, die Frau eines Wundarztes, herausfindet, dass ihr Sohn das jüdische Nachbarsmädchen Esther liebt, versucht sie mit allen Mitteln, ihn vor der gefährlichen Verbindung zu schützen. Es kommt zu einem Zerwürfnis zwischen Mutter und Sohn und in der gleichen Nacht zu Esthers Verhaftung.
Unterdessen erkennt Claras Mann, dass sich der schwarze Tod durch Ansteckung verbreitet und schickt seine Familie aus der Stadt.
Als er bald darauf selbst an Lungenpest stirbt, kehrt Clara zurück und tritt sein Vermächtnis an. Wagemutig lässt sie alle Ressentiments hinter sich und sagt nicht nur der Pest, sondern auch dem Hass gegen die Juden den Kampf an.

Wie alle ihre Bücher, kein historischer Roman von der „Stange“….
menschlich, gesellschaftskritisch, einfühlsam…
Durch ihre fundierten geschichtlichen Kenntnisse (Historikerin), versteht es die Autorin wie kaum jemand anderes, ihre Leser auf eine spannende Reise ins mittelalterliche Leben Freiburgs mitzunehmen. Wer in Freiburg war und die Gassen kennt, dem wird einiges bekannt vorkommen. Bei uns haben ihre Bücher übrigens keinen kleinen Anteil daran, dass wir Freiburg kennenlernen wollten. 😉
Die „fein gezeichneten“ Charaktäre, lassen die Menschen in ihren Büchern zum Leben erwachen.
Auf der Reise begegnet man großen Gefühlen, Liebe, inniger Zuwendung, aber auch den tiefsten Abgründen der menschlichen Seele, die einen manchmal auch sehr betroffen machen.

Die Figuren in ihrem Buch sind „Charaktäre“, starke Frauen und Männer, von denen mancher vermuten würde, dass sie „machtlos“ sind und trotzdem in mehr als schweren Zeiten, mutig und stark genug sind, anderen zu helfen. Auch unter Einsatz ihres eigenen Lebens. Und damit mehr vollbringen, als sie sich vielleicht selbst zugetraut hätten.

Obwohl die Figuren im Roman erfunden und Fiktion (ausgenommen Stadtobrigkeiten und Freiburger Grafen) sind, solche Menschen hat es zu allen Zeiten gegeben. Sie erscheinen nur in keiner Chronik, weil sie keine legendären Schlachten geschlagen haben, keine Schlösser gebaut (bauen lassen) haben etc. Ihre Leistungen waren aber eigentlich viel größer und menschlicher, als die aller Kriegs-und Schloßherren zusammen.

Den vielen Namenlosen hat Astrid Fritz nun mit ihrem Buch indirekt ein Denkmal gesetzt, welches sie mehr als verdient haben!

Weiterhin lehrt das Buch, selbst in einer anscheinend ausweglosen Situation sollte man nie die Hoffnung verlieren. Es gibt immer einen neuen Anfang. Und hin und wieder meint es das „Schicksal“ ja auch gut und es passieren Dinge, die man nicht erwartet hätte.

Mein Fazit:
Wieder ein mehr als lesenswerter historischer Roman. Der durchaus auch seine Parallelen in unsere Zeit hat.

Denn die Zeiten haben sich geändert…die grundlegenden Eigenschaften der Menschen nicht…

So einige Aussagen und Handeln der Romanfiguren, kommen sicher vielen, auch aus unserer Zeit bekannt vor… 😉

Am Ende des Buches ist ein sehr informatives Nachwort der Autorin…

Von mir gibt es dafür “ 10 von 10 Punkten“…. Lesestoff der Spitzenklasse!

Mehr Hintergrundinformationen über ihre Bücher, kann man auf der Internetseite von Astrid Fritz finden.

Und ich freue mich schon auf ihren neuen Roman!

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Kommentare zu: "Der Pestengel von Freiburg… Buchtipp" (6)

  1. Ich les eigentlich fast ausschließlich Fantasy & Horror, aber das wäre mal wieder ein historischer Roman ganz nach meinem Geschmack 🙂

    Liebe Grüße

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    • Ja ein wenig Fantasy (in Form von Träumen) und „Horror“ ist auch drin…der „Horror“ war leider traurige Wirklichkeit…
      Liebe Grüße zurück und vielleicht viel Freude beim lesen…die Bücher der Autorin sind alle lesenswert… 😉

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  2. ich kenne das Buch nicht, danke für die Info, mal sehen, rein schauen werde ich schon und wenn erstmal im Internet, mein Bücherschrank ist doch noch so voll, KLaus

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  3. Liest sich echt gut.
    Ich werds mir merken. Obwohl wir nicht mehr so viele Bücher kaufen wollen….
    Ganz liebe Grüße an dich, liebe Ute
    deine Bärbel

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