Willkommen unterm Regenbogen

Archiv für November, 2012

Schneeflöckchen, Weißröckchen….

Jetzt kommst du geschneit….

Und die hier…standen schon eine Weile in den Startlöchern….. 😉

Und schon pfeifen es die Vögel von den Bäumen…er ist da…

Wenn auch (noch) nicht viel…

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Der Schnee… für Schneemann und Frau hat er auf alle Fälle gereicht… 😉

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Wir wünschen allen Lesern ein schönes Wochenende und einen besinnlichen 1. Advent!

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Briefe eines Soldaten…-letzte Worte-

Nachwort:
Der Brief vom 1.1.1943 war der letzte Brief von ihm. Die an ihn gesendeten Briefe kamen alle zurück.
Der innige Wunsch des Soldaten, einmal Urlaub zu haben und seine Lieben in die Arme schließen zu können, ist leider nicht mehr in Erfüllung gegangen, ebenso nicht der, den Frieden zu erleben.
Er hat seine letzte Ruhe und (hoffentlich) seinen Frieden, irgendwo in oder um Stalingrad gefunden. Wo genau, weiß niemand. Er wurde nie gefunden.

Seine Angehörigen sind übrigens nicht wütend auf die „Russen“ und auch nicht auf englische Bomberpiloten, die Städte wie Dresden in Schutt und Asche gelegt und tausenden Menschen Tod und Leid gebracht haben.
Sondern auf diejenigen, die das wirklich zu verantworten haben, wie z.B. General Paulus, der sich erst den Engländern ergeben hat (etwas, was er seinen Soldaten nicht zugestanden hat) und von ihnen anständig behandelt wurde. Und sich später den Russen „angedient“ und bis zu seinem Lebensende, in einer Villa auf dem „Weißen Hirsch“ (Prominentenviertel oberhalb von Dresden) gut gelebt hat.
Und auch so einige deutsche Großunternehmen stehlen sich bis heute heimlich, still und leise aus der Verantwortung, die sie eigentlich hätten. Und leben gut vom damals verdienten Geld.

Die Aussage der Angehörigen, dass Deutschland sich “ versündigt“ hat, kann man nur unterstreichen. Die nachfolgenden Generationen können daran nichts mehr ändern, aber haben sehr wohl die Pflicht und Schuldigkeit dafür zu sorgen, dass solche Leute nie wieder das Sagen haben!!!
Denn Krieg kennt keine Sieger, sondern nur Verlierer!

Zur Mahnung und gegen das Vergessen! für nachfolgende Generationen, zur Erinnerung und zum Gedenken aller, die durch Krieg und Gewalt um’s Leben gekommen sind oder ihnen schweres Leid zugefügt wurde.

Von guten Mächten treu und still umgeben,
behütet und getröstet wunderbar,
so will ich diese Tage mit euch leben
und mit euch gehen in ein neues Jahr.

Kehrreim: Von guten Mächten wunderbar geborgen,
erwarten wir getrost, was kommen mag.
Gott ist bei uns am Abend und am Morgen
und ganz gewiß an jedem neuen Tag.

Noch will das alte unsre Herzen quälen,
noch drückt uns böser Tage schwere Last.
Ach Herr, gib unsern aufgeschreckten Seelen
das Heil, für das du uns geschaffen hast.

Und reichst du uns den schweren Kelch, den bittern
des Leids, gefüllt bis an den höchsten Rand,
so nehmen wir ihn dankbar ohne Zittern
aus deiner guten und geliebten Hand.

Doch willst du uns noch einmal Freude schenken
an dieser Welt und ihrer Sonne Glanz,
dann wolln wir des Vergangenen gedenken,
und dann gehört dir unser Leben ganz.

Laß warm und hell die Kerzen heute flammen,
die du in unsre Dunkelheit gebracht,
führ, wenn es sein kann, wieder uns zusammen.
Wir wissen es, dein Licht scheint in der Nacht.

Wenn sich die Stille nun tief um uns breitet,
so laß uns hören jenen vollen Klang
der Welt, die unsichtbar sich um uns weitet,
all deiner Kinder hohen Lobgesang.

Geschrieben von Dietrich Bonhoeffer
Einem Theologen, der das Gebet (und später auch Lied), seiner Verlobten aus der Haft, zum Jahreswechsel 1944/45 schickte. Geschrieben in auswegloser Situation, er wurde wegen „Wehrkraftzersetzung“ von der Gestapo festgenommen und später hingerichtet.

Und hier noch ein Beispiel, wie manch (studierter!) Zeitgenosse, heute über Dietrich Bonhoeffer denkt…

Am 24.11.2012 wurde auf dem Sonderburschentag in Stuttgart, der Chefredakteur der Verbandszeitung, Norbert Weidner, abgewählt.
Dies geschah auf Betreiben des national-liberalen Flügels. Und hier von der Münchner Burschenschaft Arminia-Rhenania, der auch der innenpolitische Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag, Herr Uhl (CSU) angehört. Beim letzten Treffen scheiterten sie noch damit. Es gibt auch noch einen rechtsextremen -ultranationalen Flügel.

Weidner hatte Dietrich Bonhoeffer als „Landesverräter“ und seine „Hinrichtung als rein juristisch gerechtfertigt“! bezeichnet.
Es besteht ein Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Bonn gegen ihn. Weidner wehrt sich dagegen, im Januar soll es zum Prozess kommen.

Hans Peter Uhl sitzt im Bundestag und wo (auf welchen gut bezahlten Posten in Wirtschaft etc.)  sitzen die Rechtsradikalen-Ultranationalen?

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Die „Eiszeit“ spitzt schon ihre „Eiszapfen“ an… ;-)

Und sie scheint kein „zahnloser“ Tiger zu sein… 😉

Jetzt kann man sogar auf sumpfige Wiesen gehen und „kleine Seen“ anschauen…

Und beim näher hinschauen, sieht man… der Frost hat richtig tolles „Eisglas“ gezaubert…

Schöne Muster ins Gras gemalt…

Und das Wasser in kleinen Bächlein, kann man ganz in Ruhe anschauen, ohne dass es gleich wegläuft…  😉

Briefe eines Soldaten…-12-

Rußland den 30.12.1942

Meine liebe Mutti!
Heut erhielten wir endlich wieder einmal Post seit langer Zeit. Es sind nun schon 7 bis 8 Wochen her, da ich keine Post mehr von Euch erhalten habe. Heut erhielt ich nun endlich einen Brief vom 18.11. worüber ich mich sehr gefreut habe…..
Päckchen habe ich leider noch keines erhalten können….

Rußland den 31.12.1942

Meine liebe Mutti!

Heut schnell noch ein kleines Brieflein zur Jahreswende. An solchen Tagen denkt man oft und gern an die Heimat. Wie geht es Euch denn sonst?
Mir geht es soweit noch ganz gut. Bloß die Verpflegung, wenn die etwas besser sein würde. Wir sind alle schon mächtig runtergekommen. Aber das ist ja kein Wunder.
Als Mittagverpflegung bekommen wir eine Wassersuppe und nichts weiter drin, als ein Stückchen Pferdefleisch, durch den Wolf gedreht. Und das muß man noch mit der Lupe suchen.

Als Abendkost gibt es eine Scheibe Brot, 2cm dick und eine Fingerkuppe Butter und ein Stückchen Pferdewurst.
Das ist die Verpflegung für einen Tag.
Kannst du dir vorstellen, was wir für einen Kohldampf schieben?

Für nochmals alles Gute zum Jahreswechsel und wir wollen hoffen, daß uns das nächste Jahr bessere Zeiten bringt.

Rußland den 1.1.1943

Meine liebe Mutti!

Heut ist nun der erste Tag im neuen Jahr und ehe er sich zum Ende neigt, will ich ihn mit einem Brieflein an dich, liebe Mutti, enden.

Wie seid ihr denn ins neue Jahr hinein gekommen?
Hoffentlich gut. Bin gerade zu dieser Zeit auf Posten gewesen und habe meine Gedanken bei euch schweifen lassen.
Aber als ich 1 Uhr abgelöst wurde, habe ich mir noch einen schönen Grog gebraut.

Nun wollen wir hoffen, daß uns das neue Jahr bessere Zeiten bringt. Vor allen Dingen den gewünschten Frieden.

Wie geht es Euch Lieben sonst noch? Mir geht’s soweit noch gut, was ich von Euch ebenfalls hoffe.

Für heut empfangt nun recht herzliche Grüße von Euerm lieben…

Herzliche Grüße an meine lieben Geschwister!

GOOD NEWS…Sonne aus Sizilien..

Unsere Lieferung „Sonne“ aus Sizilien ist eingetroffen… 🙂

Süß, saftig, lecker…
Da tropft nicht nur der Zahn, sondern auch die Clementinen beim schälen… 🙂

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Solche Früchtchen gefallen uns…unbehandelt, ungespritzt und frisch vom Baum.

Brothers in Arms

Freiedenkerin hat mir heute Abend eine große Freude gemacht. Dieser Song macht mir auch nach vielen Jahren eine Gänsehaut… man hört ihn leider viel zu selten.

Briefe eines Soldaten…-11-

Rußland den 25.12.1942

Meine liebe Mutti!

Heut ist nun 2. Feiertag bei Euch, wir merken ja nichts davon. Ihr werdet bei Kaffee und Kuchen sitzen, wir haben nicht mal unsere Weihnachtspäckchen erhalten können.
Wir haben schon 2 Monate keine Post mehr bekommen, aber die Lage in der wir uns befinden, erlaubt es nicht.

Als Weihnachtsgeschenk haben wir ein halbes Brot und einen Wiegebraten bekommen. Aus Pferd, was jetzt unsere Hauptnahrung ist.
Ferner bekamen wir noch 3 Zigaretten. Aber wir waren froh, daß wir uns wenigstens an diesem Tage, einmal satt essen konnten.

Sonst geht es mir noch gut, was ich von Euch ebenfalls hoffe.

Nun sei sehr herzlich gegrüßt von
Deinem lieben Jungen….

Rußland den 29.12.1942

Meine liebe Mutti!

Heut wieder ein paar Zeilen an Dich. Ich weiß nicht, ob wieder eine Postsperre eintritt.
……
Jetzt ist eine schlechte Zeit für uns, aber es wird auch wieder eine bessere für uns kommen. Deswegen mache Dir keine Sorgen wegen mir geht es soweit noch ganz gut.

Bloß ist jetzt durch die Lage, in der wir uns befinden, das Essen sehr knapp.
Wenn wenigstens die Päckchen ankommen würden, dann wäre uns schon geholfen.
Der Mensch muß vieles aushalten, so werden wir auch das aushalten. Aber nieder kriegt uns der Russe doch nicht.
…….
Nun ist bald wieder ein Jahr herum und wir wollen hoffen, daß uns das neue Jahr den gewünschten Frieden bringt.
Aber Mutti, ich glaube fest, daß wir ehe das Frühjahr kommt, zurückkommen. Vielleicht nach der Ukraine oder sogar Deutschland oder Frankreich.
Glaube kaum, daß wir noch eine Offensive machen. Uns gehen alle Pferde kaputt, weil wir kein Futter haben. Unsere Kompanie hat noch von 150 Pferden, 10 Stück.

Und wer weiß, wie lange die noch leben werden. Ist bloß gut, das wir die haben, sonst sähe es mit dem Essen ganz mies aus.
……
Nun seid für heut recht herzlich gegrüßt
Euer…..

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