Willkommen unterm Regenbogen

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Der Brunnengeist

Ein Mann und eine Frau hatten einen Knaben. Weil sie aber so arm waren, dass nicht einmal die Asche in der Feuerstelle ihnen gehörte, sprach der Knabe, ich will dienen gehen und damit mich und euch ernähren.

Die Eltern begleiteten ihren Sohn ein Stück des Weges und an einem Brunnen mit klarem Wasser, setzten sie sich nieder um zu essen.
Dem Mann blieb ein Stück vom Kuchen, den die Mutter für den Sohn gebacken hatte, im Hals stecken und brachte es nur mit Mühe hinunter. Dabei seufzte er: „Hei, hei“!

Kaum hatte er das ausgesprochen, schlug das Wasser im Brunnen hohe Wellen und ein Brunnengeist stieg aus dem Brunnen. Dabei sprach er: „Ich bin Haihai, warum rufst du mich?“.
Vater und Sohn hatten erst Angst, erzählten ihm, nachdem er ihnen Mut zugesprochen hatte, doch Umstände und Zweck ihrer Reise.

Der Brunnengeist sagte: „Und wenn du 100 Jahre suchst, kannst du einen besseren Dienst nicht finden. Mein Jahr währt nur 3 Tage und wenn die verstrichen sind, will ich dich ganz in Kupfer kleiden“.
Nach einigem Zögern willigten sie ein und schon verschwand der Brunnengeist mit dem Knaben im Brunnen.

Nach 3 Tagen wartete der Vater schon ungeduldig und rief den Brunnengeist. Das Wasser im Brunnen schlug wieder hohe Wellen und der Geist erschien. Links und rechts hatte er einen Knaben, beide ganz in Kupfer gekleidet, die sich vollkommen ähnlich sahen.
Der Brunnengeist sprach: „Einer der beiden ist dein Sohn, vermagst du ihn zu erkennen, so mag er mit dir ziehen. Sonst muss er mir noch ein Jahr dienen“.
Der Vater glaubte schon sein Kind zu verlieren, dann sah er, dass einer die Haare nach rechts gekämmt trug, trat auf ihn zu…“Das ist mein Sohn!“.
Der Brunnengeist antwortete: „Er ist’s, aber wenn du ihn mir noch ein weiteres Jahr dienen lässt, will ich ihn ganz in Silber kleiden.“.
Der Vater wollte erst nicht, stimmte dann aber doch zu.

Als das Jahr um war, rief er wieder den Brunnengeist, der wieder mit zwei vollkommen gleich aussehenden Knaben erschien. Diesmal waren sie ganz in Silber gekleidet.
Der Vater glaubte wieder, sein Kind verloren zu haben, erkannte dann aber, dass einer den Gürtel enger geschnallt hatte und sagte: „Das ist mein Sohn“.
Und wieder antwortete der Geist: „Er ist’s, aber wenn du ihn mir noch ein weiteres Jahr dienen lassen willst, will ich ihn ganz in Gold kleiden“.

Das wollte der Vater dann aber doch nicht, zog mit dem Knaben heim und waren reiche Leute.
(Nach einem Märchen aus Siebenbürgen)

Und die Moral von der Geschicht‘, lässt sich gut mit einem Sprichwort erklären…“Besser den Spatz in der Hand, als die Taube auf dem Dach“.

In einer Zeit, in der es oft nur um das Geld und immer mehr Geld geht, sollte so mancher mal darüber nachdenken, ob es denn jetzt nicht mal „gut“ ist. Bei zu großer Gier, kann man auch alles verlieren.

Und es zeigt, das Märchen nicht nur Geschichten für Kinder sind. Sondern auch mal von Erwachsenen gelesen werden sollten. Da sie immer einen tieferen Sinn und eine, durchaus oft aktuelle, Botschaft enthalten, über die es sich nachzudenken lohnt.

Wir wünschen allen Lesern einen märchenhaften Abend.

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Kommentare zu: "Märchenhafter „Fingerzeig“ der Woche… ;-)" (21)

  1. ein schönes Märchen mit gutem Ausgang, im normalen Leben hätte man auch Menschen gefunden, die vor lauter Gier nicht aufgehört hätten, wie zum Beispiel bei der Sendung „wer wird Millionär“ da freue ich mich immer, wenn die alles verlieren, weil sie nicht genug bekommen können, eine gute Woche, KLaus

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  2. Eine wunderbare Geschichte mit sehr viel Aussagekraft.

    Schönen Sonntag und liebe Grüße
    Eva

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  3. Endlich mal eine gute Geschichte in diesen Tagen.
    Endlich mal ein Vater, der zufrieden ist mit seinem Sohn.
    Ja, die Gier, die viele ausleben, ist oft schon schlimm.
    Sie kann Freundschaften zerstören, und nicht nur das….
    Ganz liebe Grüße an dich, liebe Ute
    deine Bärbel

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    • Liebe Bärbel,
      ja das mit der Zufriedenheit ist in vielen Fällen wohl doch wieder eher ein Märchen. Aber es zeigt, wie es besser geht. Vielleicht denkt der eine oder andere doch mal drüber nach. Und das ist das Allerwichtigste an solchen Geschichten, finde ich.
      Ganz liebe Grüße zu dir ♥
      deine Ute

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  4. Dieses Märchen sollte Pflichtlektüre bei allen Bankern und Managern sein…

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  5. Ein schönes Märchen mit gutem Ausgang.
    Das Streben nach immer mehr hat schon manchem das Genick gebrochen.
    Wir sind alle zu oft unzufrieden und sollten uns häufiger daran erinnern das Weniger oft mehr ist.
    Liebe Grüße, zum Wochenende, Anette

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  6. Hallo zusammen,

    eine schöne Geschichte, gut illustriert mit dem Foto, und passend zum heutigen Streben nach immer mehr. Endlich durfte ich erleben, was ein richtiger Föhn ist ;). Wunderbar, so konnten wir einen herrlichen Ausflug nach Bad Tölz machen! Hält der bis morgen?

    Liebe Grüsse Kalle

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    • Hallo ihr Lieben,
      hat euch der Föhn gut durchgepustet, der macht schön warm, oder? Und ist cool für einen schönen Ausflug. Wenn einen nicht gerade Kopfschmerzen plagen. 😉
      In Tölz waren wir auch schon…
      Nach den Vorhersagen soll er eigentlich nicht halten, aber schaun wir mal, vielleicht hat er heute gut Sonnenenergie getankt und kann doch noch blasen. 😉
      Ihr habt wirklich „genug“ Wetter… 😉
      Habt ganz lieben Dank für die schönen Grüße. *freu*
      Nun drück ich euch die Daumen für nochmals Schönwetter morgen und euch ganz lieb ♥
      Ute

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  7. Das ist aber eine schöne Geschichte. Wer wäre da wohl nicht gierig gewesen und hätte sein Kind noch einmal für 3 Tage weggegeben… …wenn ich da so an manche denke, die ihre Kinder dressieren und pimpen um sie dann bei Talent- oder Schönheitswettbewerben mitmachen zu lassen. Und dann auch noch böse sind, weil die Kinder nicht gewinnen.

    Danke für den Denkanstoß… 🙂

    Liebe Grüße

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    • Bitteschön, gern geschehen… 🙂
      Mit den „dressierten“ Kindern gebe ich dir recht, nicht nur die bei den Shows. Manche haben vor lauter Terminen gar keine Zeit mehr, Kind zu sein. Aber es liegt an jedem selbst, es besser zu machen. ♥
      Ich wünsche dir einen schönen Abend
      LG
      Ute

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  8. Das ist ja eine wunderschöne Geschichte von Brunnengeist ist wirklich sehr schön,ab und an habe ich ja mal auch eine eine gute Gesichte aber so toll ist mir noch keine eingefallen.Wünsche dir noch einen schönen Abend und eine gute Nacht Gruss von mir Gislinde.

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    • Liebe Gislinde,
      die Geschichte ist mir (leider) nicht selbst eigefallen. Das ist ein Märchen aus Siebenbürgen (Rumänien). Das hast du wahrscheinlich überlesen.
      Du hast doch immer richtig schöne Geschichten. ♥
      Hab einen ganz schönen Abend!
      Liebe Grüße
      Ute

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  9. Das ist eine wahrlich sehr schöne Geschichte und paßt doch auch gut in die heutige Zeit.

    Dir wünsche ich ein schönes Wochenende und sollte der Regen aus Silber sein, dann fang ein paar Tropfen davon auf….nur ein paar!!

    LG Mathilda ♥

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    • Liebe Mathilda,
      also heute hätte ich ein paar goldene Sonnenstrahlen für dich. Nimmst du die auch. 😉
      Der Föhn hat alle Wolken weggeblasen und es richtig schön warm gemacht. Nur habe ich Spätschicht…seufz…
      Wenn du gerne silberne Tropfen haben möchtest, dann warte nur bis morgen. Ich fang sie gern für dich ein. 🙂

      Dir auch einen ganz schönen Abend.
      Ganz liebe Grüße
      Ute ♥

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      • Lieber ein paar Sonnenstrahlen, denn hier ist es grau, dunkel, keine Sonne 😦
        Keine silbernen Tröpfchen für mich, verdiene mir meine Taler mit Arbeit….und das ist doch Gold wert 😉

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      • Das ist es wirklich… 😉
        Also dann schicke ich mal die Sonnenstrahlen los, vielleicht sind sie ja früh da. 😉
        Ich wünsch dir nur sonnige Gedanken…
        *liebdrück*
        Ute

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