Willkommen unterm Regenbogen

Archiv für 29/11/2012

Briefe eines Soldaten…-letzte Worte-

Nachwort:
Der Brief vom 1.1.1943 war der letzte Brief von ihm. Die an ihn gesendeten Briefe kamen alle zurück.
Der innige Wunsch des Soldaten, einmal Urlaub zu haben und seine Lieben in die Arme schließen zu können, ist leider nicht mehr in Erfüllung gegangen, ebenso nicht der, den Frieden zu erleben.
Er hat seine letzte Ruhe und (hoffentlich) seinen Frieden, irgendwo in oder um Stalingrad gefunden. Wo genau, weiß niemand. Er wurde nie gefunden.

Seine Angehörigen sind übrigens nicht wütend auf die „Russen“ und auch nicht auf englische Bomberpiloten, die Städte wie Dresden in Schutt und Asche gelegt und tausenden Menschen Tod und Leid gebracht haben.
Sondern auf diejenigen, die das wirklich zu verantworten haben, wie z.B. General Paulus, der sich erst den Engländern ergeben hat (etwas, was er seinen Soldaten nicht zugestanden hat) und von ihnen anständig behandelt wurde. Und sich später den Russen „angedient“ und bis zu seinem Lebensende, in einer Villa auf dem „Weißen Hirsch“ (Prominentenviertel oberhalb von Dresden) gut gelebt hat.
Und auch so einige deutsche Großunternehmen stehlen sich bis heute heimlich, still und leise aus der Verantwortung, die sie eigentlich hätten. Und leben gut vom damals verdienten Geld.

Die Aussage der Angehörigen, dass Deutschland sich “ versündigt“ hat, kann man nur unterstreichen. Die nachfolgenden Generationen können daran nichts mehr ändern, aber haben sehr wohl die Pflicht und Schuldigkeit dafür zu sorgen, dass solche Leute nie wieder das Sagen haben!!!
Denn Krieg kennt keine Sieger, sondern nur Verlierer!

Zur Mahnung und gegen das Vergessen! für nachfolgende Generationen, zur Erinnerung und zum Gedenken aller, die durch Krieg und Gewalt um’s Leben gekommen sind oder ihnen schweres Leid zugefügt wurde.

Von guten Mächten treu und still umgeben,
behütet und getröstet wunderbar,
so will ich diese Tage mit euch leben
und mit euch gehen in ein neues Jahr.

Kehrreim: Von guten Mächten wunderbar geborgen,
erwarten wir getrost, was kommen mag.
Gott ist bei uns am Abend und am Morgen
und ganz gewiß an jedem neuen Tag.

Noch will das alte unsre Herzen quälen,
noch drückt uns böser Tage schwere Last.
Ach Herr, gib unsern aufgeschreckten Seelen
das Heil, für das du uns geschaffen hast.

Und reichst du uns den schweren Kelch, den bittern
des Leids, gefüllt bis an den höchsten Rand,
so nehmen wir ihn dankbar ohne Zittern
aus deiner guten und geliebten Hand.

Doch willst du uns noch einmal Freude schenken
an dieser Welt und ihrer Sonne Glanz,
dann wolln wir des Vergangenen gedenken,
und dann gehört dir unser Leben ganz.

Laß warm und hell die Kerzen heute flammen,
die du in unsre Dunkelheit gebracht,
führ, wenn es sein kann, wieder uns zusammen.
Wir wissen es, dein Licht scheint in der Nacht.

Wenn sich die Stille nun tief um uns breitet,
so laß uns hören jenen vollen Klang
der Welt, die unsichtbar sich um uns weitet,
all deiner Kinder hohen Lobgesang.

Geschrieben von Dietrich Bonhoeffer
Einem Theologen, der das Gebet (und später auch Lied), seiner Verlobten aus der Haft, zum Jahreswechsel 1944/45 schickte. Geschrieben in auswegloser Situation, er wurde wegen „Wehrkraftzersetzung“ von der Gestapo festgenommen und später hingerichtet.

Und hier noch ein Beispiel, wie manch (studierter!) Zeitgenosse, heute über Dietrich Bonhoeffer denkt…

Am 24.11.2012 wurde auf dem Sonderburschentag in Stuttgart, der Chefredakteur der Verbandszeitung, Norbert Weidner, abgewählt.
Dies geschah auf Betreiben des national-liberalen Flügels. Und hier von der Münchner Burschenschaft Arminia-Rhenania, der auch der innenpolitische Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag, Herr Uhl (CSU) angehört. Beim letzten Treffen scheiterten sie noch damit. Es gibt auch noch einen rechtsextremen -ultranationalen Flügel.

Weidner hatte Dietrich Bonhoeffer als „Landesverräter“ und seine „Hinrichtung als rein juristisch gerechtfertigt“! bezeichnet.
Es besteht ein Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Bonn gegen ihn. Weidner wehrt sich dagegen, im Januar soll es zum Prozess kommen.

Hans Peter Uhl sitzt im Bundestag und wo (auf welchen gut bezahlten Posten in Wirtschaft etc.)  sitzen die Rechtsradikalen-Ultranationalen?

Zurück zu Briefe…-12-

Die „Eiszeit“ spitzt schon ihre „Eiszapfen“ an… ;-)

Und sie scheint kein „zahnloser“ Tiger zu sein… 😉

Jetzt kann man sogar auf sumpfige Wiesen gehen und „kleine Seen“ anschauen…

Und beim näher hinschauen, sieht man… der Frost hat richtig tolles „Eisglas“ gezaubert…

Schöne Muster ins Gras gemalt…

Und das Wasser in kleinen Bächlein, kann man ganz in Ruhe anschauen, ohne dass es gleich wegläuft…  😉

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