Willkommen unterm Regenbogen

Archiv für 07/01/2013

Ein Biber räumt auf…

An unserm Sonthofer See…. im Winter sieht man, dass er da ist…

„Biss“ zum letzten Stämmchen, welches das Ufer zu wuchert… geeignet auch für lebensmüde Vampire oder so… sich einfach mal fallen lassen 😉

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Gleichzeitg „Verkehrsberuhigung“…

„Umleitung“  auf der Wassr-(vögel)straße…schnatter…

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Da fehlt noch ein kräftigeres Lüftchen… Puuuuusssst…

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Das gibt mal eine Sonneninsel… mit Kleiderständer… 😉

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Biber-Gezwitscher…

Abgemessen: Bis 100 cm plus 30 cm breiter, beschuppter Schwanz…

Abgewogen: 30 bis 40 kg, Sie stecken damit das Reh in ihre Burg… 😉

(Fast) die Größten (Nagetiere), auf unserer Welt ist nur das südamerikanische Wasserschwein größer…

Verweildauer auf der Erde: durchschnittlich 10 Jahre, Methusalems im Einzelfall 25 Jahre….

Familien-Bande…sie besteht normalerweise aus dem Elternpaar mit zwei Generationen Jungtieren.

Männer sind ab und zu aber auch untreu und dann gibt es alleinerziehende Mütter und moderne Patchworkfamilien,
weil die Mütter mit ihren Kindern in anderen Biber-Burgen aufgenommen werden.

Klettern…. nicht möglich mit dem Gewicht…das Winterfutter (Baumrinde, weiche Äste) wird kurzerhand gefällt.

Baumeister Biber… verwendet die Äste der gefällten Bäume eventuell auch zum Burgenbau, viele ziehen aber auch
in Fertighäuser, wie vom Menschen gebaute Dämme.

Sommerdiät… Wasserpflanzen, Kräuter, Gräser…oder auch mal Gemüse vom Feld…was nur Familie Reh und Hase dazu sagen? Und erst der Bauer… Der mag seine „Fressfeinde“ wahrscheinlich alle nicht…

Abends werden die Faulen fleißig…. Biber auch, sie sind Dämmerungs-und Nachtaktiv.

Haare auf den Zähnen?….Nein, aber am Bauch…an manchen Stellen bis zu 20.000 pro Quadratzentimeter.
Beim Menschen sind es etwa 300 pro Quadratzentimeter!

Deswegen sind sie auch keine Winter-Schlafmützen…ihr Haarkleid schützt sie vor Kälte…

Zum Fellstyling und zum markieren seines Reviers, benutzt er das Bibergeil,ein Sekret aus den Drüsensäcken.
Auf Schnee könnte man die markierten Stellen auch Textmarker nennen, sie färben sich leuchtend orange…

„Geil“ auf Bibergeil waren auch die Menschen…Lonicerus nannte in seinem 1679 veröffentlichem „Kreuterbuch“ Anwendungsvorschriften gegen nahezu alle menschlichen Gebrechen…
Die Heilwirkung erklärt man sich heute mit der in Weidenrinde reichlich vorhandenen Salicilsäure…dem Aspirin unserer Urväter. 😉

„Geil“ auch der Preis…noch im 19. Jahrhundert, lag der Preis für ein paar Duftdrüsen bei 720 Mark!

Gierig auf Gourmet waren die Menschen schon früher….gedämpfter Biberschwanz und Fischotter in Johannisbeergelee zählten zu den mittelalterlichen Gaumenfreuden.

Blind…war Justizia schon immer… gerichtlich erklärt durch die medizinische Fakultät Paris und in Folge entschied die katholisch Theologische Fakultät, dass der Biber bezüglich seines Schwanzes ganz Fisch und somit hochoffiziell Fastenspeise sei….

Überlebenschancen ….hatten nur 1000 bis 2000 Stück im südlichsten Teil der Rhone, in Südnorwegen und an der Elbe in Tschechien.

Großer Auftritt…jetzt leben wieder 500.000 bis 700.000 Biber in Europa…

Den letzten Auftritt …hatte allerdings schon eine in Zentraleuropa lebende Altbiberart. Es gibt nur noch diverse Skelettfunde…leider sind sie keine Saurier, die man in Filmen wieder zum Leben erweckt…

Unser Biber ist noch in der Übungsphase… den „Meister“ im Fällen, kann man im Video sehen.

Es gibt auch eine Biber Post, allerdings nicht bei uns. Ich weiß nicht, ob die Biber Post die Sendungen nur auf Wasserstraßen befördert?. 😉

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