Willkommen unterm Regenbogen

Archiv für 15/02/2013

Funken(der) Sonntag….

funken

Immer der Sonntag nach Fastnacht ist hier „Funkensonntag“. An diesem Tag endet die alte Fastnacht.
An diesem Tag gibt es im schwäbisch-alemannischen Raum – Vorarlberg, Schweiz, Allgäu, Oberschwaben, Schwarzwald – den Brauch des Funkenabbrennens.
Dass damit nach einem alten Brauch der Winter ausgetrieben werden soll, ist wissenschaftlich aber nicht belegt.

Traditionell am Faschingsdienstag, wird die Funkentanne geschlagen. Um sie herum werden Abfallholz und Christbäume
geschichtet. Auf der Spitze thront eine Strohpuppe, die „Funkenhexe“.
Die „Funken“ (also Holzhaufen) werden gut bewacht, damit sie nicht von der „Konkurrenz“ aus den Nachbarorten, vorher angezündet werden.

Am Feuer wird Glühwein getrunken und  die „Funken-Kiechla“ (Eine Art Krapfenteig, der rund so weit ausgezogen wird, dass die Mitte ganz dünn ist und dann in heißem Fett ausgebacken) gegessen.
Der Höhepunkt ist natürlich das Abbrennen der Funkenhexe, als symbolische Verabschiedung des Winters und Vertreibung der bösen Geister.

Bei uns „funkt“ es allerdings meist eher bei der Arbeit, deswegen können wir leider kein eigenes Foto bieten.
Aber Hier… kann man Funkenfeuer anschauen.

Heute scheint die Sonne auch den Winter „vertreiben“ zu wollen… leider habe ich Spätschicht und kann sie nur von drin anschauen. 😉

Das Rezept für die Funken-Küchle haben wir aber…

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Zutaten:

1/8 l Milch
500 gr. Mehl
40 gr. Hefe
80 gr. Zucker
70 gr. Butter
2 Eier
1 Prise Salz und Zucker oder Zimtzucker zum Bestreuen

Die (zerbröckelte) Hefe in ein wenig lauwarmer Milch kurz gehen lassen, sie dann mitten in das mit dem Zucker vermischte Mehl geben und den Teig 30 Minuten gehen lassen.
Dann die Butter, Eier, die übrig gebliebene Milch und die Prise Salz dazu geben.
Alles gut miteinander verkneten, bis der Teig Blasen wirft. Nochmals 1 Stunde gehen lassen.
Dann große, ovale Stücke abschneiden, auf ein bemehltes Brett setzen und wieder eine halbe Stunde gehen lassen.

Anschließend den Teig unter ständigem Drehen, von der Mitte her nach außen ziehen, so dass sich ein gewölbter Rand bildet, das „Innenfeld“ aber hauchdünn bleibt. Sieht aus wie ein Fenster. 😉

Die Küchle müssen sofort in heißem Fett, schwimmend ausgebacken werden. Noch heiß mit Zucker oder Zimtzucker bestreuen.

Die Funken-Kiechla gibt es nur am Funkensonntag, sie schmecken „verboten“ gut….
Aber da sie doch ziemlich aufwändig sind, lasse ich lieber backen. 😉

Wer es trotzdem versuchen möchte…Gutes Gelingen und Guten Appetit!

Frei wie ein Vogel…

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Wenn einer, der mit Mühe kaum
gekrochen ist auf einen Baum,
schon meint, dass er ein Vogel wär,
so irrt sich der.

(Wilhelm Busch)

Wir wünschen unsern Lesern ein schönes Wochenende

und sich frei wie ein Vogel fühlen zu können.

Aber besser nur so  fühlen und nicht sein wollen, sonst könnte es schief gehen. 😉

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