Willkommen unterm Regenbogen

Archiv für 10/05/2013

Die EI(S)-Schnee-Heiligen ;-) sind im Anmarsch…

Die Annahme beruht auf den jahrhundertealten Erfahrungen und Beobachtungen der Bauern, bereits lange vor Beginn jeglicher, offizieller Wetteraufzeichnung.
Allerdings, das hat einige Haken….
Die gregorianische Kalenderreform war zwar schon 1582, aber nur in katholischen Gebieten. In den nicht katholischen, flächendeckend erst in den Jahren 1700 bis 1752. Sprich, es wurden die Tage verschoben, aber nicht die der Heiligen. Es ergibt sich ein Unterschied von 11 Tagen, in denen die Bauern das Wetter wahrscheinlich über viele Jahre nach dem alten, julianischen Kalender beobachtet haben. Es war schon immer wichtig, auf dem neuesten Stand zu sein. 😉
Somit erreicht der Kühlschrank erst etwa ab dem 23. Mai die „volle Dröhnung“…was sehr oft zu beobachten ist.
Die Sonne heizt uns im Mai schon ganz gut ein, schafft es aber schneller, das Land zu erwärmen, als den Altlantik. An der Westflanke der Luftmassengrenze bilden sich Tiefs, die dann kühle Luft nach Mitteleuropa bringen. Wenn der Wind dann nachts auch mal schlafen will und sich (auf’s Ohr) legt, kann es schon mal Frost geben.
Da in Deutschland sehr unterschiedliche klimatische Bedingungen herrschen, ist eine flächendeckende Vorhersage nicht wirklich möglich.
Nichts desto Trotz, kühler wird es trotzdem oft um diese Zeit. Wie dieses Jahr auch….

Außerdem ziemlich fies, alles den Heiligen in die Schuhe zu schieben, die da gerade Gedenktag haben… was können sie für Petrus „Werkelei“ in  seiner Wetterküche… 😉

Frostnächte soll es diesmal keine geben, deswegen behelfen wir uns mal mit einem „EI(S)-Schnee-Heiligen“, der letztens beim Kuchenbacken entstanden ist. Das Eiweiß, aus dem man Eischnee schlägt, will auch ehrenvoll behandelt werden. Bei Eigelb darin, ist die „Schneekanone kaputt“… und wer so „geschlagen“ wird, ist auch ein „Märtyrer“… 😉

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Die Heiligen mögen uns verzeihen, dass wir sie hier schon etwas „Unheilig“ „verwurstet“ haben…das ist natürlich mit Augenzwinkern zu lesen.
Als „Abbitte“ wenigstens ihre Gedenktage, wann und wo sie gelebt haben und für was sie Patrone sind. Soweit das bekannt ist. Manches ist auch nur Vermutung. Ihre Geschichten und Legenden sind eigentlich auch interssant, manchmal auch ziemlich gruslig. Sie haben sehr oft mit der Christenverfolgung im römischen Reich zu tun. Und zimperlich waren Menschen noch nie. Bis heute…

Fangen wir mit dem 11. Mai und dem Heiligen Mamertus von Vienne an. Dieser gilt in Norddeutschland als erster Eisheiliger. Wieder eine Frage des (unterschiedlichen) Klimas, die kühle Luft zieht langsam von Nord nach Süd…

Sein Name ist vom Kriegsgott Mars abgeleitet…
Geboren um 400 in Frankreich, also ein Gallier… 😉
Gestorben 477
Ab 461 war er Bischof von Vienne, setzte Marcellus im Jahre 463 als Bischof ein und geriet deswegen mit Papst Hilarius in Streit.

Er ist Patron der Ammen, Hirten und der Feuerwehr. Gegen Krankheiten der Brüste, Fieber und Dürre.

Der Patron vom 12. Mai ist Pankratius, „der alle Besiegende“…
Geboren 289 in Phrygien in der heutigen Türkei.

Verwaister Sohn eines reichen Römers, der mit seinem Onkel nach Rom reist und dort zum christlichen Glauben übertritt…sich mit seinem ererbten Geld für verfolgte Christen einsetzt und als er mit 14 Jahren nicht von seinem Glauben ablässt, hingerichtet wird. Sein Grab ist in den Katakomben unter der Kirche S. Pancrazio , in der Via Aurelia. Wohin eine Christin den Leichnam, unter Einsatz ihres eigenen Lebens, gebracht hatte.

Er ist Patron der Erstkommunikanten und Kinder, der Ritter, der jungen Saat und Blüte, gegen Meineid, falsches Zeugnis, Krämpfe, Hautkrankheiten und Kopfschmerzen.

Der 13. Mai ist der Gedenktag für Servatius von Tongern, „Der Gerettete“…
Angeblich jüdischer Sohn aus Armenien, der der „Heiligen Sippe“ entstammen soll.

Geboren Anfang des 4. Jahrhunderts in Armenien (ist umstritten)
Gestorben am 13. Mai 384 in Maastricht

Manche Legenden erzählen, dass er mit einem Holzschuh erschlagen wurde, andere, dass er seinen Tod ahnend, nach Maastricht gegangen sei, weil er dort begraben werden wollte.
Sein Grab befindet sich tatsächlich in Maastricht, vor den Mauern der damaligen Stadt, an der Straße nach Köln. Die Servatius Kirche steht auf seinem Grab und ist die älteste der Niederlanden.

Er ist der Patron der Lahmen, Schlosser und Tischler. Gegen Fußleiden, Rheumatismus, Todesfurcht, Frostschaden! Mäuse-und Rattenplagen und das Lahmen von Tieren.
Patron der Städte Maastricht, Goslar, Limburg an der Lahn und Quedlinburg.
Sein Grab soll 70 Jahre lang nie mit Schnee bedeckt gewesen sein, obwohl die Umgebung schneebedeckt war. So erfüllte sich seine Weissagung. 😉

Am 14. Mai ist Gedenktag für Bonifatius von Tarsus „Der gutes Schicksal bringende“…

Geboren ? In Rom…
Gestorben um 306 in Tarsus in Kilikien, in der heutigen Türkei.
Er musste durch siedendes Pech sterben…

Bonifatius war kein Christ, er sollte Reliquien der christlichen Märtyrer aufspüren und zurückholen.  Beeindruckt durch die zu Tode gefolterten, ließ er sich selbst taufen.

Der Priester und Missionar Wynfreth (geboren um 673) benannte sich nach ihm. Er ist  Patron der Bierbrauer, Feilenmacher, Schneider, Thüringens und des Bistums Fulda.

Und… eine Blume für die Dame…

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15. Mai Der Gedenktag der Sophia von Rom

Geboren ? in Rom
Gestorben 304 in Rom

Sie ist die Patronin gegen Spätfröste und für das wachsen der Feldfrüchte.
Sie starb wahrscheinlich den Martertod während der Christenverfolgung.

Und dann gibt es noch die „Klappernde Ute“, wie ein Freund immer sagt. Die ist aber keine Heilige und klappert an allen Tagen, bis es wieder wärmer ist. 😉

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„Gesegnete“ Tür…. ;-)

Diesmal gibt es bei uns für Kalles

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Eine Tür oder fast schon ein „Portal“ aus der  „Welt der Kirchen“…  😉

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Man könnte meinen, es ist die Tür einer Stadtkirche. Die Kirche steht aber in einem kleinen Dorf namens Strahwalde…

Dies ist der dritte Kirchenbau an dieser Stelle.

Die älteste Kirche wurde erstmals 1436 in einem Matrikel des Bischofs von Meissen erwähnt.

Sie wurde wahrscheinlich in den Hussitenkriegen weggebrannt.

Die darauf neu gebaute Kirche stand an derselben Stelle, wie die jetzige.

Zu dieser wurde  am 17. Mai 1695 der Grundstein gelegt.

Der Turm wurde im Jahre 1730 erbaut.

Quelle und weitere Infos: Willkommen in Strahwalde

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