Willkommen unterm Regenbogen

Archiv für 23/06/2013

Ein Holder Tag mit Holderblütenbowle (Holunderblütenbowle)

Der 24. Juni ist auch „Holdertag“ (Holundertag)….

20130622_125210 (800x480)

Zur Feier des Tages, haben wir einige Leckereien für euch…

Holunderblütenbowle

5 bis 8 Holunderblütendolden,
Wer hat und möchte, auch ein paar Rosenblätter
1 Liter klaren Apfelsaft
1 Flasche Mineralwasser mit Kohlensäure
Saft einer Zitrone

Blütendolden und Rosenblätter kurz waschen/ abbrausen,
für mindestens 2 Stunden in den Apfelsaft geben, zugedeckt ziehen lassen.
Danach durch ein Sieb gießen.
Sprudel (Mineralwasser) und Zitronensaft dazu geben.
Apfelsaft kann auch durch Wein ersetzt werden und Sprudel durch Sekt.
Oder die „halbstarke“ Variante wäre… Wein statt Apfelsaft und Sprudel zum prickeln.
Apfelsaft und Sekt oder Prosecco gehen natürlich auch. 🙂

Zum Wohle!

20130623_132816 (800x480)

Die passende romantische Deko ist auch ganz einfach gemacht.

Ein oder mehrere Holunderblütendolden (je nach Größe des Gefäßes) in eine Schale / Schüssel mit Wasser geben.
Teelichte oder Schwimmkerzen dazu, Kerzen anzünden und fertig ist die duftende und leuchtende, romantische Tischdeko.
Eine durchsichtige Glasschüssel dürfte am schönsten aussehen, da der Schein der Kerzen, auch durch das Glas leuchtet.

Das geht natürlich auch mit anderen Blüten!

Und was zu feines zu essen, darf natürlich auch nicht fehlen…

Holunderküchlein

Zutaten für 4 Personen

150 gr. Mehl
1 Pr. Salz
3 Eigelb
250 ml Milch
250 ml Wasser
3 Eiweiß
1 Pck. Vanillezucker
12 Holunderblütendolden
100 gr Butter oder Butterschmalz

Zum Bestreuen: 50 gr. Zucker, 1Tl. Zimt mischen

Zubereitung

Mehl in eine Schüssel sieben, in die Mitte eine Mulde drücken.
Salz, Eigelb, Milch und Wasser in einer Schüssel verquirlen.
Mischung mit dem Schneebesen, von der Mitte aus, nach und nach unter das Mehl rühren.
30 Minuten ruhen lassen, damit das Mehl quellen kann.
Eiweiß und Vanillezucker steif schlagen und unter den Teig heben.

Holunderblüten abbrausen und mit Küchenpapier vorsichtig trocken tupfen.
Butter in einer Pfanne erhitzen, Blüten in den Teig tauchen und jeweils vier Küchlein,
mit dem Stiel nach oben, backen.
Auf einem Teller anrichten, mit Zimtzucker bestreuen und heiß servieren.

Guten Appetit!

20130622_125139 (800x480)

Mathilda gab noch einen wertvollen Hinweis: Gut aufpassen, dass die kleinen Tierchen aus den Blüten sind. Die haben auch gern ein weißes, duftendes Hollerbett…. wie bei Frau Holle. 😉

Zumindest, wer gerne fleischlos essen möchte.

Über den Holunder haben wir schon mal geschrieben. Er ist auch ein „heiliger Baum“ der Kelten. Nachzulesen HIER

Bis gestern habe ich es noch nicht gewusst, aber wohl den richtigen Post für heute geplant….
Juzicka hat heute Geburtstag. 🙂
Deswegen sind unsere Blumen und Leckereien heute, ganz besonders für dich, liebe Juzicka.
Alles Gute zum Geburtstag!
Ich hoffe, du magst Holunder! 🙂

– Magischer Johannistag –

20130704_124620 (800x479)

Ist morgen, am 24.6., auch Johanni oder Johannestag genannt…

Menschen haben schon sehr lange und zu vorchristlicher Zeit, die Gestirne und den Lauf der Sonne beobachtet. Und danach ihr Leben eingerichtet. Beweise dafür, sind Bauwerke wie das englische Stonehenge oder das irische Newgrange.
„Mittsommer“ und den höchsten Stand der Sonne, als Lebensspender, haben sie schon damals gefeiert.

Es ist eines der Feste, welches die Kirche „übernommen“ hat. Sie hat es auf den 24. Juni verschoben. Zu Ehren der Geburt, Johannes des Täufers. Die Sonnenwendfeuer sollten nun die (von Johannes) angekündigte Geburt Jesu (das Licht) verkünden.

Immer noch lebendige, alte Mythen und Glauben vermischen sich an diesem Tag.

Wie der Tanz um das Johannisfeuer. Es wird in der Nacht vor dem Johannistag entzündet.
Es hat mit der Symbolik von Sonne und Feuer und der Sonnenwende zu tun.

Im 12. Jahrhundert ist der Brauch des „Sonnenwendfeuers“ zum ersten Mal und ab dem 14. Jahrhundert häufig belegt.

Im Glauben des Volkes, sollte das Feuer böse Dämonen abwehren, die Krankheiten oder Viehschäden hervorrufen.
Hagelschäden sollten auch abgewehrt werden. Bei den schweren Unwettern, die es jetzt manchmal gibt, keine so schlechte Idee, oder?

In manchen Gegenden wird auch eine Strohpuppe ins Feuer geworfen.

Liebespaare springen durch das Feuer, mit einem Sträußchen Beifuß oder anderer geweihter Kräuterbuschen am Gürtel.
Das sollte reinigen und Glück in der Liebe bringen.

„Zu binden Kreuther zur Sonnenwend“

Kann man in alten Büchern lesen. Diesen Brauch der Kräuterbuschen gibt es immer noch, allerdings nicht zur Sonnenwende, sondern an Mariä Himmelfahrt, am 15. August.

Große Feuerräder wurden den Berg hinuntergerollt.

Es gab auch die Johanniskrone, die aus grünen Zweigen und Blättern geflochten wurde, auf dem Dorfplatz aufgehängt und abends mit Kerzen beleuchtet.
Ähnlich wie die Krone, die es jetzt noch in Schweden gibt. Dann wurde so viele Tage getanzt, wie die Krone grün war. Sind alle fit? 😉

20130704_124624 (800x480)

Der Johannistag ist auch „Lostag“…

Das Johanniskraut blüht, Johannisbeeren werden reif und in der Zeit rund um die Johannisnacht,
kann man besonders viele Johanniskäfer oder auch Glühwürmchen genannt, sehen.

Und ihr romantisches „Licht“, bringt sicher viele Augen und Herzen zum Leuchten.  Ich weiß von was ich rede. Wir haben mal ziemlich nahe an einem Bahndamm gewohnt, dort gab es sehr viele. Das Geheimnis ihrer Leuchtkraft, sind fluoreszierende Stoffe. Sie sind nicht nur fluoreszierend, sondern auch faszinierend. Das ist aber mal ein extra Thema.

Wenn man im Sommer das Schlafzimmerfenster auf hatte, haben uns auch manchmal welche ins „Bett gebracht“… Ganz romantisch…*träum*

Stichtag oder besser nicht mehr Stichtag ist auch. Ab dem 24. wird kein Spargel mehr gestochen und kein Rhabarber mehr geerntet. Der Rhabarber enthält dann zuviel Oxalsäure, die schädlich für den Magen ist.

20130704_124630 (800x467)

Wer gut hinhört, kann vielleicht im Meer oder in Seen, versunkene Glocken hören.
Oder am Mittag des Johannistages, können auch verwunschene Jungfrauen erlöst werden. Wer kennt eine? 😉

Die Sage von den Blumen unterm Kofkissen, ist auch hier wieder zu finden.

In vorchristlichen Zeiten kamen um Mitternacht, der keltische Cernunnos oder der römische Silvanus ( Götter der Wälder) vom Himmel gestiegen, um Korn und Wein zu segnen. Jetzt hat den “ Job“ der heilige Johannes „übernommen“.

Die Nazis bildeten (und bilden noch) sich ein, die Kelten wären ihre ureignen Urahnen, auch vom Geiste her, sie ordneten Feuer und Feiern staatlich an. Und haben es damit in Verruf gebracht. Zumindest für Deutschland. Die Kelten würden wohl meinen, all ihre bösen Dämonen wären unterwegs, wenn sie sehen würden, wer sich mit ihren Bräuchen brüstet.
Leider helfen gegen diese Dämonen, ihre magischen Bäume und Blumen nicht! 😦

Johanniskraut ist übrigens ein sonniges Pflänzchen. Es macht ein sonniges Gemüt… es macht empfindlicher für Licht. Deshalb Sonnenschutz nicht vergessen!

Und Kalle hat uns geschrieben, dass es zwar gelb blüht, aber rot färbt und damit an das Blut Johannes des Täufers erinnern soll. Ich habe nochmals nachgelesen…

Wenn man die Knospen des Johanniskrautes zerreibt, tritt ein Inhaltsstoff namens Hypericin aus, der rot färbt und „Blut des heiligen Johannes“ genannt wird.

Die Fotos können wie immer, einzeln angeklickt und größer angeschaut werden.

Schlagwörter-Wolke

%d Bloggern gefällt das: