Willkommen unterm Regenbogen

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Wie Blumen zu Blumen-Sternen wurden

Wenn der Himmel am Abend, sein nachtblaues Kleid mit den glitzernden Sternen und der silbernen Mondsichel angezogen hat, dann schlafen die meisten Menschen.
Aber die Sterne am Himmel schlafen nicht.
Es gibt große Sterne und kleinere und alle senden ihr blinkendes Licht zur Erde. Gerade so, als ob sie den Menschen blinzelnd eine gute Nacht wünschen wollten.

Wenn ein großer Stern den Zenit seines Lebens erreicht hat, endet er in einem wahren Feuerwerk aus hellem Licht. Der Stern leuchtet dann millionen- bis milliardenfach heller, als in seinem ganzen vorherigem Leben.
Er stirbt durch eine Explosion und ist plötzlich durch die großen Fernrohre der Menschen sichtbar. Wie ein neuer Stern, sie nennen ihn deshalb Nova oder Supernova. „Neuer Stern“.
Der Sternenstaub, der sich vorher im Stern gebildet hat, wird in die unendlichen Weiten geschleudert und der Sternwind trägt ihn als planetarischen Nebel davon. Der Nebel in dem die Träume wohnen.
Im Nebel sind Millionen kleiner Teilchen, die auch viele Elemente der glitzernden Edelsteine enthalten, die man auf der Erde findet.

Die kleinen Sternenteilchen führen im Traumnebel ein Schattendasein und die blinkenden Sterne schauen hochnäsig auf sie herab. Sie sagen:

Euch sieht kein Mensch. Uns hingegen bewundern sie. Die Menschen richten sich nach uns, wenn sie mit ihren Schiffen die Meere befahren oder auf „Wüstenschiffen“, den Kamelen, die Wüste bereisen.
Sie richteten berühmte Bauwerke, wie die ägyptischen Pyramiden, nach uns aus. Und selbst die Vögel bestimmen nachts ihren Zugweg nach uns Sternen.
Liebespaare sitzen engumschlungen, schauen versonnen zu uns hoch und bewundern unser Funkeln.
Menschen sehen in uns Figuren und Tiere. Sie nennen sie Tierkreiszeichen und werden unter diesem Zeichen geboren, wenn es die Sonne in ihrem Lauf gerade durchwandert.
Manche glauben auch, mit unserer Hilfe und unserer Stellung am Firnament zueinander, die Zukunft vorhersagen zu können.

Das machte die Sternenteilchen sehr traurig. Sie kamen sich nutzlos und übersehen vor. Deshalb beschlossen sie, zur Erde zu reisen, damit die Menschen auch sie sehen und bewundern könnten.
Sie verabredeten sich, den nächsten Kometen zu nehmen und in seinem Schweif reisten sie mit Lichtgeschwindigkeit zum nächsten galaktischen Treffpunkt, wo sie in in einen Meteoriten in Richtung Erde umstiegen.
Ehe sie es sich versahen, war die Erde in Sicht und der Meteorit kündigte sein Kommen durch ein großes Leuchtfeuer an. Auf einer freien Landebahn, in einer großen Wiese, bekam er Landeerlaubnis. Der Meteorit war kaum gelandet, schon stoben die Sternenstaubteilchen aus ihm hervor und verteilten sich wie eine Nebelwolke in der Umgebung.

Einige in das Geäst der umliegenden Bäume, wie Tautropfen an Gräser, manche auf die Oberfläche vom nahen See und wieder andere, setzten sich auf den Rücken von kleinen Käfern, damit sie abends leuchten konnten. Manche auch auf Steine und mit Kieseln bestreute Wege. Als der Mond aufging, flimmerten sie auf der Wasseroberfläche, blinkten in Bäumen, dienten Elfen und Zwergen als Laterne und die Käfer, die durch sie zu Glühwürmchen geworden waren, flimmerten ihren Angebeteten Liebesbotschaften zu.
Menschen die das alles sahen, freuten sich und waren ganz verzückt davon.

In so einer Sternenstaubwolke sind aber sehr viele Sternenteilchen und noch lange nicht alle, hatten einen Platz gefunden.
Tagsüber hatten sie mitbekommen, dass die Menschen die Blumen auf ihrer Wiese und an den Wegrändern bewunderten und sich darüber freuten.
Die Blumen bekamen auch immer Besuch von Bienen, Hummeln und Schmetterlingen. Die hielten brummend ein Schwätzchen mit ihnen und tranken den angebotenen Nektar.

Die übrigen Sternenteilchen dachten sich, „Das würde uns auch gefallen“.
So setzten sie sich auf die Blütendolden, die sie auf der Wiese und an den Wegrändern fanden.
Aus den Blumen wurden Blumen-Sterne.
Seitdem kann man auf der Erde, die Sterne auch am Tage leuchten sehen.
Man muss nur am Wegesrand und auf den Wiesen genau hinschauen.
©regenbogenlichter

Der nächste große „Sternenregen“ wird die Erde in der Nacht vom 12. auf den 13. August, ab der Abenddämmerung, mit den Perseiden erreichen. Vielleicht findet ihr ja auch ein paar glitzernde Sternenstaubkörnchen.

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Kommentare zu: "Zeit für….Ein Sommernachtsmärchen…" (27)

  1. Liebste Ute wünsche dir einen schönen Abend und sei ganz lieb gegrüßt Klaus

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  3. Was für ein schönes Sommernachtsmächen wünsche dir einen schönen Sonntag Nachmittag.Morgen geht’s auch wieder nach Köln genug gewandert.Lieber Gruß und einen guten Wochenstart.Gislinde

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  4. Du hast ein großes Talent nicht nur für Fotografieren, sondern auch für das Schreiben.
    LG Daniela

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    • Danke liebe Daniela. Aber ich glaube, dir gelingen die noch schöneren Fotos. Wenn ich mir dein Spätzchen so anschaue. 😉
      Ich hoffe, es hat den Text so übersetzt, dass der Sinn nicht ganz verloren ging. 😉
      LG
      Ute

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      • Ich habe mir mit dem Google Translator geholfen 🙂 Dein Text war sehr lang für mich. Schade, dass man in WordPress Blogs keinen Widget mit automatischen Translator eingelogt kann. Ich hoffe, dass du verstanden hast 🙂 Wortfolge in den Seitensätzen ist für mich eine Katastrophe.

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      • Ja klar hab ich verstanden. 🙂
        Und yep, aber vielleicht richten sie es ja irgendwann mal noch ein.

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  5. Das mußte ich jetzt noch lesen..ist so wunderschön!!!!!!!!

    Grüßle ♥ Mathilda

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  6. Hi Ute,
    die Geschichte gefällt mir auch sehr gut, und ich sehe oft Sternenblumen am Wegesrand. Heute habe tausende kleiner Sterne am Himmel, aber ganz nah über mir gesehen….Das Feuerwerk versprühte sie über der Alten Brücke in Heidelberg – und sie tanzten und glitzernden in allen erdenklichen Farben. Die Menschen freuten sich, riefen aaaaaaah und ohhh und fielen sich einander in die Arme über diese Pracht!
    Liebe Grüssle kalle

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  7. Wunderwunderschön…ich danke dir!

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  8. Liebe Ute, du kannst so etwas so wunderschön erzählen. Dir liegt sowas einfach.
    Genial!

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  9. Was für eine schöne Geschichte, liebe Ute!

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  10. andrea schrieb:

    SCHÖNe GESCHICHTE…..der STERNchenBLÜTE(n)……bin jetzt mich am hinWEG träumen…….so schön war es hier bei dir…….wünsche dir einen schönen bunten TRAUM heute NACHT…..HERZlichste GRÜßE sendet dir ANDREA:))

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  11. Was für ein wunderschönes Märchen, liebe Ute! ♥

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