Willkommen unterm Regenbogen

Damit haben auch Biber jetzt voll zu tun…er klatscht schon mit der Kelle (seinem Schwanz) auf das Wasser und warnt seine Familie damit vor dem Nahen des Winters… nein, natürlich nur vor anderen Gefahren. 😉
Denn der Biber hält keinen Winterschlaf, sondern bewegt sich nur viel langsamer. Denn Eile frisst Energie, die wieder angefuttert werden müsste!
Ein mega-dickes Fell haben sie auf alle Fälle. Auf dem Rücken haben sie pro Quadratzentimeter 12.000 Haare, am Bauch sogar 23.000. Da können Menschen mit ihrem Kopfschmuck nur vor Neid erblassen. Wir bringen es gerade auf 300 Haare pro Quadratzentimeter.
Wir fällen Bäume und lagern das Holz ein, damit wir es verheizen können. Biber fällen sie, damit sie beim „Fernsehen“ was zum knabbern haben. Und natürlich keine Kopfschmerzen… Weidenrinde enthält Salicylsäure, den Wirkstoff aus dem Aspirin. Das ist natürlich mit Augenzwinkern gemeint!
Bei Bibers gibt es auch „Sommer-und Wintergerichte“… im Sommer Gräser und Kräuter, die gibt es im Winter nicht, also Baumrinde. Die ihnen zudem gut schmeckt!
Fern sehen ist bei ihnen nicht drin, sie sind kurzsichtig. Farb-Fernsehen schon gar nicht, farbenblind sind sie noch dazu.

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Dafür riechen und hören sie (auch die Gefahr) um so besser. Und damit sie beim Schwimmen sehen, hören und atmen können, liegen Nase, Ohren und Augen auf einer Höhe. Die Schönheit ist ihnen dabei schnurz-biber-egal… Liegt Gefahr in der Luft, tauchen sie unter, notfalls bis 20 Minuten. Zwei bis fünf Minuten sind es sonst. Wasser in den Ohren und der Nase ist blöd, damit er beim Tauchen nicht die (Taucher-) Brille auf hat, kann er sie verschließen. Sein Schwanz ist dabei das, was bei einem Schiff das Ruder ist. Er steuert damit im Wasser und weil die Kelle so breit ist, kann er auch darauf sitzen und eine Vorratskammer für den Winter ist sie auch. Was dem Kamel die Höcker, ist dem Biber seine Fettreserve in der Kelle! Quasi seine tägliche Kelle „Energy-Drink“ … 😉

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Der Biber besitzt gleich eine ganze „Burganlage“, sein Revier ist bis 7 km lang, aber schmal. Denn weit weg vom Wasser geht er nicht. Darin gibt es mehrere Burgen. Dort verdösen die nachtaktiven Tiere oft den Tag. Abends werden die „Faulen“ fleißig. 😉 Aber es gibt nur eine Burg mit „Winterausrüstung“. Sprich nur eine „Kemenate“… 😉 Sie können bis zu drei Meter hoch und 10 Meter breit sein. Ist der Wasserstand zu tief, ist es dem Biber nicht zu hoch, seine Dämme auszubauen. Bis zu einer Länge von 100 Metern.
Obwohl sie keine natürlichen Feinde haben, vermehrt sich ihre Population nicht unkontrolliert. Maximal um 15 bis 20%!
Es gibt nicht genügend „Bauland“, sie brauchen schon viel Platz, um ein ausreichend großes Revier zu haben.
Löcher in Dämmen stammen übrigens oft von Nutria und Bisam und weniger vom Biber!

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Biber sind „Saubermänner“, denn ihre Teiche halten Sedimente zurück und Nährstoffe ab, dadurch wird das Wasser gereinigt.
Durch ihre „Stauanlagen“ fließt das Wasser bei Starkregen langsamer ab und somit wird das Hochwasser etwas ausgebremst.
In Trockenzeiten können die Bauern die von den Bibern angelegten Wasserreserven, zum beregnen der Felder nutzen.
Und durch den Rückstau entsteht auch Grundwasser, mit dem hohem Wasserstand steigt auch dieses!

Und das legendäre „Bibergeil“, macht nicht nur Biber „geil“. Das Sekret aus den Drüsen, die zwischen After und den Geschlechtsteilen, sowohl der männlichen, wie auch der weiblichen Biber liegen, wurde früher in der Medizin, wie auch zur Parfümherstellung genutzt. Medizinisch dürfte nur die darin auch enthaltene Salicylsäure wirksam sein.
Die Biber nutzen das fetthaltige Sekret zur Fellpflege und als leuchtend orange „Textmarker“ zur Kennzeichnung ihres Reviers.
Wegen des Bibergeils und weil Biber früher fälschlich als Fisch eingestuft und somit von der Kirche als Fastenspeise frei gegeben wurden, wurden sie in weiten Teilen Europas ausgerottet. Auch wegen ihres dichtem, glänzenden Fells. Kanadische Biberfelle sind immer noch zu haben! 😦
Auch heute wird noch Bibergeil genutzt, allerdings synthetisch hergestellt. Den Parfüms gibt es die harzige, ledrige und „animalische“ Note.
Laut Wikipedia ist es in den USA als Zusatzstoff in Nahrungsmitteln zugelassen. Vor allem in Speisen mit Vanille-, Erdbeer- und Himbeer-Aroma. Dabei muss es nur als natürliches Aroma gekennzeichnet sein.
Noch mehr Interessantes über Bibergeil und auch in welchen Düften es heute verwendet wird, kann man HIER nachlesen.

Und jetzt wünschen wir frohes Bib(b)ern und Zähne klappern. Aber nicht den Bibern, den nach dem in Südamerika lebenden Capybara (Wasserschwein) die zweitgrößten (bis 1.30m lang und 36kg schwer) Nagetiere der Erde, bei denen wachsen die Zähne nach!
Und…sie stehen in Deutschland unter Schutz und dürfen nur in ganz seltenen Einzelfällen bejagt werden, wenn sie wirklich großen Schaden anrichten.
Die Biber finden es sicher „geil“, denn damit werden sie hoffentlich nicht wieder zum „Jägerschnitzel“ oder „Holzfäller- Steak“!

© Posted by regenbogenlichter

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Kommentare zu: "Wintervorbereitungen der „Holzfäller“…" (30)

  1. Hatte im letzten Jahr auch viele Bilder von Biber-Fällarbeiten bei mir im Blog. Ist wirklich sehr informativ und interessant was du hier nun darüber schreibst liebe Ute! Danke dir dafür!!
    Liebe Grüße und noch einen wunderschönen Tag wünsche ich ♥

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  2. Danke, liebe Ute, für diesen informativen Artikel. Die Tierwelt hat so manch schöne Geschichte zu erzählen. Mit dem Holz und Etikettenschwindel hast Du Recht. Das entwickelt sich Schritt für Schritt zum Luxusprodukt.
    Dir wünsche ich einen kuschelig warmen Abend ohne Bibbern 🙂
    Liebe Grüße
    Stefan

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  3. Danke für die tolle Info, liebe Ute.
    Echt interessant.
    Dir ein gutes Wochenende ohne bibbern und Zähneklappern.

    Da fällt mir was aus unserem Konzert ein: Sie zagen! Sie beben!
    deine Bärbel

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  4. Ute da hast du dir ja wieder besonders Mühe gegeben, ich weiß jetzt fast alles über Biber!
    Danke dafür!
    Lg. S.

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  5. Das ist hochinteressant, liebe Ute! Ich bin begeistert! Aber mal echt jetzt: Diese Haaranzahl pro Quadratzentimeter ist einfach sagenhaft!

    Liebe Grüße und schöne Wochenende!
    Michèle

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    • Ja gell, die haben eine „Matte“. 😉
      Aber die werden sie, mit Bibergeil wasserfest gemacht, auch brauchen, wenn sie im eisigen Wasser rumpaddeln.
      Selbst unser „Wasserhund“ geht jetzt nur noch mit „spitzen Pfoten“ zum trinken rein. 😉

      Liebe Grüße zurück und dir auch ein schönes Wochenende
      Ute

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  6. Wünsche dir einen schönen Tag die fleißigen Tierchen habe ich noch nie gesehen.schöner Beitrag wünsche dir ein schönes Wochenende Morgen gehts wieder nach Köln.Lieber Gruß Gislinde

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    • Danke liebe Gislinde, dir auch einen schönen Tag. Da Biber dämmerung-und nachtaktiv sind, sieht man meist nur ihre Spuren. 😉
      Dann für morgen eine gute Heimfahrt nach Köln und liebe Grüße
      Ute

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  7. ich habe mich noch nie so intensiv mit dem Leben der Biber befasst, danke für die Info, möchte dir ein gutes Wochenende wünschen, Klaus

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  8. Hier in München soll an der Isar in Nähe des Deutschen Museums auch ein Biberpärchen hausen. Während der sogenannten Renaturierung des Flusses ist man tunlichst darauf bedacht gewesen, die fleißigen Holzarbeiter nicht übermäßig zu stören… Leider habe ich diese sowohl interessanten als auch possierlichen Tierchen bislang noch nicht gesehen. 😉
    Ich wünsche dir ein wundervolles und entspanntes Wochenende!

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    • Da Biber dämmerungs-und nachtaktiv sind, ist es schwierig sie zu beobachten. Da müsste man sich schon auf die Lauer legen. Nur ihre Spuren müsstest du jetzt so langsam wieder entdecken können.
      In Wörishofen ist letztes Jahr übrigens mal einer am hellen Nachmittag im Kurpark durch den Teich gepaddelt. Also gewöhnen sie sich offensichtlich auch an viele Menschen und manchmal auch an andere Tageszeiten.
      Im Grundbach (Entenbilder) ist jetzt auch einer. Hatte im Sommer früh im Dunkeln schon mal was paddeln sehen. Jetzt sind unweit davon Bäume angenagt und kürzlich war er 4.30 Uhr gleich an der Straße, so dass ich ihn im Licht der Staßenlaterne sehen konnte.
      Liebe Grüße und dir auch ein entspannendes Wochenende
      Ute
      Ps.: Bei der Arbeit ist es meist nur fast entspannend, aber für deine Geschichten reicht die Pause meist. 😉

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  9. Uii, das ist sehr informativ!!!!!!!!!

    LG Mathilda ♥

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    • Danke liebe Mathilda und ich hoffe, du bib(b)erst nicht zu sehr bei den Temperaturen. Hier ist es zumindest ziemlich ungemütlich. Bei Hochnebel und gestern Nacht nassem Schnee.
      Ganz liebe Grüße
      Ute

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  10. Die haben JA eine schwere ARBEIT die HOLZfäller…doch es ist schön wenn das HOLZ so schön im KAMIN knistert liebe UTE…..hab du einen schönen kuscheligen TAG….HERZLichst ANDREA:))

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    • Das ist es… allerdings das Geschwafel von nachwachsenden Rohstoffen und umweltfreundlich ist Etikettenschwindel. Bäume sind gut für die Umwelt, wenn sie im Wald wachsen. Dann speichern sie CO2… im Ofen geben sie es wieder ab.
      Schaun wir mal, ob es auf Arbeit gemütlich wird.
      Liebe Grüße
      Ute

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