Willkommen unterm Regenbogen

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Für die Rauhnächte hatte ich mir Lesestoff gesucht, den ich auch schon ein Weilchen liegen habe…

„Das Hexenbuch von Salem“ von Katherine Howe…

Klappentext:

„Ein geheimnisvolles Buch.

Eine mutige Frau. Ein dunkles Geheimnis,

das Jahrhunderte zurückreicht.

Connie Goodwin ist fasziniert von den Hexenvefolgungen  im Neuengland des 17. Jahrhunderts. Auch ihre Doktorarbeit befasst sich mit diesem Thema und in den Kirchenregistern von Salem hofft sie, Originaldokumente aus dieser Zeit zu finden. Bei ihren Recherchen lernt Connie den jungen Restaurator Sam kennen, der ihr prompt seine Hilfe anbietet.

Doch den eigenartigsten Fund macht Connie im Haus ihrer verstorbenen Großmutter, das in der Nähe von Salem etwas abgelegen, in einem kleinen Küstenstädtchen liegt. Hier entdeckt Connie ein vergilbtes Pergament, das sie auf die Spur eines alten Buches  mit sonderbaren Formeln und Rezepturen bringt. Als sich Connie näher mit dem Buch beschäftigt, kommt es plötzlich zu rätselhaften Ereignissen. Offenbar wohnt den Rezepten eine magische Kraft inne – und das bringt nicht nur Connie, sondern auch Sam in höchste Gefahr.

Ein großer Frauenroman mit magischen Elementen. „

„Das Hexenbuch von Salem“ ist ein sehr spannendes und zugleich faszinierendes Buch.  Die Autorin hat eine Reihe historisch belegter Figuren eingebaut, deren beschriebenes Leben selbstverständlich nur fiktiv sein kann. Das Leben der Personen ist aber sehr gut, nach vorhandenen historischen Fakten beschrieben. Auch einige Gegenstände gibt es, wie ein beschriebener magischer Grenzstein. Zauberformeln hat sie zum Beispiel  aus noch existierenden Grimoires im „British Museum“.

Connies Suche nach dem Buch, das Leben im Haus ihrer Großmutter und letztendlich ihre Beziehung zu Sam ist sehr lebendig beschrieben und beileibe nicht „von gestern“.

Die Handlung spielt sich in der Jetzt-Zeit und immer wieder in Rückblicken auf das Leben der Vorfahren im 17. Jahrhundert ab.

Einzige kleine Länge im Buch, sind für mich die „wissenschaftlich, philosophischen Vorträge“, die Connies Doktorvater ihr manchmal hält. Sie sind aber nie lang und stören somit den Lesefluss wenig. Und es gibt sicher viele, die sich auch Gedanken darüber machen.

Und letztendlich zeichnet  die Autorin ein etwas anderes Bild der „Hexen“, die oft nur weise Frauen waren, die sich mit Kräutern, ihrer Wirkung bei Krankheiten und auf den Körper gut auskannten. Vieles von diesem Wissen ist uns leider verloren gegangen. Wenn man manche Riten und Zaubersprüche betrachtet, haben sie vielleicht in gewisser Weise „Hexerei“ betrieben, aber nicht das, was wir jetzt darunter verstehen!!! Eines haben sie sicher – kranken Menschen geholfen – sicher manchmal besser, als es die damalige Medizin verstand.

Und mancher Zauber hat überhaupt nichts mit Hexerei zu tun, sondern mit menschlicher Gier und Geltungssucht von Heute!

Mit ihrer warmherzigen Beschreibung, macht die Autorin wenigstens etwas an dem Unrecht und dem Ruf gut, welches man den Frauen damals angetan an. Denn auch ihre Familien waren noch sehr viele Jahre danach „verschrieen“, wurden gesellschaftlich nicht anerkannt und mussten somit oft in Armut leben.

Das Buch ist ein guter Mix aus „Wahrheit und Dichtung“… und zugleich ein wenig Ahnenforschung in der Familiengeschichte von Katherine Howe. Ich kann sie gut verstehen, ich würde an ihrer Stelle auch wissen wollen, was damals geschah und wie die Menschen gelebt und gedacht haben.

„Die Autorin schreibt (schrieb) derzeit an ihrer Doktorarbeit an der Universität von Boston. Sie hat sich eingehend mit dem Thema Hexen befasst. Ihre Familie stammt aus der Nähe von Salem, einer kleinen Stadt in Massachusetts, die traurige Berühmtheit durch die Hexenverfolgung im späten 17. Jahrhundert erlangte. Zu den Vorfahren von Katherine Howe gehören Elizabeth Proctor, die der Hexerei angklagt wurde, aber überlebte und Elizabeth Howe, die in Salem als Hexe gehängt wurde.“

Fazit: Ein sehr lesenswertes Buch, welches den Blickwinkel auf die sogenannten „Hexen“ verändert.

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Unbedingt empfehlenswert ist auch das Nachwort der Autorin!!! Es erklärt viele Hintergründe aus dem Buch und dieser Zeit.

Erschienen 2009 bei Page&Turner/Wilhelm Goldmann Verlag München, in der Verlagsgruppe Random House GmbH.

ISBN 978-3-86800-596-7

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Kommentare zu: "Bücherwurm… „Das Hexenbuch von Salem“…" (5)

  1. Danke für den Lesetipp! 🙂 Dieses Buch werde ich mir ganz fest vormerken, als Lesestoff während langer Garderoben-Einsätze. Als Bettlektüre habe ich immer noch mit der sehr umfangreichen „Angelique“-Reihe zu tun.
    Liebe Grüße!

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  2. Wow, das war wohl genau das Richtige für diese Rauhnächte.
    deine Bärbel

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  3. SCHÖNer BÜCHERwurm SALEM……..habe mal einen gestrickt…salamaleikum………hihihi…..schönen ABEND…..HERZlichst ANDREA:))

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