Willkommen unterm Regenbogen

Archiv für Februar, 2014

Der (Mühl-) Weg zum Möggenriedhaus…

Nochmals zum Möggenried-Haus >>>>>
Ann schrieb uns, dass sie es gar nicht gesehen hat, als sie in Sonthofen war. Es ist zwar mitten im Zentrum, liegt aber etwas versteckt in einer Seitenstraße.
Wir haben noch ein paar Fotos, bei denen man den Weg dorthin, halbwegs erkennen kann. Allerdings waren wir in die Gegenrichtung unterwegs.

Also die Fußgängerzone (sieht man im Hintergrund) bis zum oberen Markt hoch gehen. Geradeaus in die Hindelanger Straße (zwischen Gasthof Löwen und Gasthof Germania) weitergehen. Nach wenigen hundert Metern, geht der Mühlweg dann links ab und man läuft direkt auf das Möggenried-Haus zu.
Geht man den Mühlweg weiter, kommt man direkt zum Eingang der Marktanger-Garage. Also wer dort parkt, läuft keine fünf Minuten.

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Am Haus hinter dem Gasthaus Löwen ist eine interessante Lüftl-Malerei

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Fotos zum Vergrößern anklicken…

Rechts neben dem Gasthof Germania befindet sich die alte Schule, jetzt Bibliothek und Musikschule. Das Gebäude ist auch recht interessant und dazu posten wir mal extra etwas.

Bei „GeoHack“ gibt es die Koordinaten und eine Karte…

HIER KLICKEN >>>>

Sonnige Frühlings- (Kro-) Küsse…

Gibt es heute, an „Weiberfastnacht“ oder hier am „gumpigen“ (schmutzigen) Donnerstag….

Und nicht nur „Kroküsse“, wird es wohl beim Faschingsumzug in Fischen  geben. Deswegen sind wir wohl heute eher „offline“ . 😉

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DISKRIMINIEREN UND LEGALISIEREN

Auch wenn es Einige sicher schon gelesen haben…Ein  sehr engagierter und guter Artikel von Sammy, mit dem sie uns aus dem Herzen spricht.

Ganz zu schweigen von dem, was zur Zeit in Uganda passiert. Dort können Homosexuelle auf Grund eines neuen Gesetzes, lebenslang im Gefängnis landen!

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also manchesmal muss ich nur noch mit dem kopf schuetteln. was ist bloss aus unserem Bundesstaat hier geworden?

hier in  Ohio wird gerade darueber diskutiert, ob man homosexuellen und lesben den service verweigern darf, egal ob im restaurant oder sonstwo.

wenn das  durchkommt und unterzeichnet wird, dann geht man meiner meinung nach direkt wieder ins mittelalter zurueck.

ich hasse vorurteile und ich hasse diskrimination. herkunft, hautfarbe, religion, sexuelle orientation muesste heutzutage doch so was von egal sein. das sollte doch eigentlich gar kein thema mehr sein.

wir sind doch alle nur menschen. wir wollen doch alle so leben wie wir es uns wuenschen und vorstellen. wer hat das recht anderen vorzuschreiben wie sie ihr leben zu leben haben? es wuerde jedem einzelnen von uns doch auch nicht gefallen wenn uns aufgezwungen wuerde, wer wir sein muessen, wie wir leben muessen, was wir zu denken und zu fuehlen haben. ich betone…

Ursprünglichen Post anzeigen 440 weitere Wörter

Ausflug ins Blaue… ;-)

Und blauer geht es wohl nicht…

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Und wer ins folgende Foto klickt, bekommt „Chima“ mit „Ausflug ins Blaue“ auf die Augen und Ohren. (Youtube-Video)

Das Video und die Musik machen wirklich Lust auf einen Ausflug…also lasst die Maus einen Ausflug auf das Foto machen und mal Pick-klicken.. 😉

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Wer will noch was zu lesen haben? Dann fragen wir den Frühling doch mal, ob er sein „blaues Band“ in den Lüften flattern lässt …

Frühling läßt sein blaues Band

Frühling läßt sein blaues Band
Wieder flattern durch die Lüfte
Süße, wohlbekannte Düfte
Streifen ahnungsvoll das Land
Veilchen träumen schon,
Wollen balde kommen
Horch, von fern ein leiser Harfenton!
Frühling, ja du bist’s!
Dich hab ich vernommen!

Eduard Mörike

Die Fotos können wieder einzeln angeklickt oder in der Galrie größer angeschaut werden.

Der (Frühlings-) Knoten ist „geplatzt“…

Von der hübschen Frühlings-Knotenblume (Leucojum Vernum)… oder auch als Märzenbecher, Märzglöckchen oder großes Schneeglöckchen bekannt.

Ein wenig Sonne und schon läutet es…

Sie gehören in die Familie der Amaryllisgewächse, auch Narzissengewächse genannt und zur Ordnung der Spargelartigen.

Ihr latainischer Name  setzt sich aus den griechischen Worten leukos (weiß) und ion (Veilchen) zusammen. Also weißes Veilchen. Und sie duften auch so.
Und „Ver“ für Frühling….

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In ihrer Zwiebel, dem Speicherorgan, befinden sich Wasser, Nährstoffe und ein spezielles Frostschutzmittel. Somit können sie auch bei Frost blühen.

Und lassen mit ihrer „Eigenwärme“ sogar Schnee schmelzen…

Die „wild“ blühenden Märzenbecher sind besonders geschützt und nach der roten Liste gelten sie als gefährdet!

Also bitte dort „bechern“ lassen, wo sie stehen! Märzenbecher sind giftig und außerdem zählen sie zu den ersten Nektarspendern für die Insekten.

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In einigen Gegenden werden auch die Osterglocken, „Märzenbecher“ genannt. HIER NACHZULESEN>>>>

Und als hübsche, zarte Zugabe…  Die kleine Schwester der Frühlings-Knotenblume…

Das kleine Schneeglöckchen… Galanthus nivalis

gála für Milch und ánthos für Blüte (…im Schnee)

Nach Linné zeigt das öffnen der Blüten, den Beginn des Vorfrühlings an…

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Das Schneeglöckchen steht für die weiße und jugendliche Göttin, die Mutter der Erde und/oder Gaia, die nach der Geburt des Sonnenkindes am 21. Dezember,

jetzt wieder ihre weiße und unschuldige Form annimmt, um mit dem fortschreitenden Frühling wieder zu reifen.

Es gilt als Imbolc-oder (Maria) Lichtmess-Pflanze (2.Februar), die uns aus der Dunkelheit des Winters herausführen soll. Deswegen auch manchmal Lichtmess-Glöckchen genannt.

Aus der ebenfalls giftigen und geschützen Pflanze werden Essenzen gewonnen, die der Niedergeschlagenheit entgegenwirken sollen.

Essenzen werden ebenfalls dafür eingesetzt, um das Fortschreiten von Alzheimer zu bremsen oder auch dauerhaften Schäden bei Kinderlähmung entgegenzuwirken.

Ja wenn das kein helles und freundliches Glöckchen ist… 🙂

Tausendmal… mindestens…!

Vorbeigelaufen, davor gesessen, den Birkenstamm angeschaut und gestern erst gesehen…

Die zwei „Hundchen“, die da am Stamm (in der Rinde) sitzen… wuff, wuff…

Seht ihr sie auch? Oder sehen das nur Hundebesitzer?

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Foto zum Vergrößern anklicken…

Und rechts davon, marschiert noch aufrecht ein Igel und hält sich den Bauch. 🙂

Das hat sich die Natur gut ausgedacht, „reserviert“ für den Hundetreff und Hundebadestelle… 😉

Und wohl auch für Verliebte. Irgendjemand hat versucht, ein Herzerl hinein zu schnitzen.

Dafür muss man aber wirklich schon genau hinschauen.

Und was würde besser dazu passen…*sing* 1000 mal berührt, 1000 mal ist nichts passiert…

Von Klaus Lage… schon ein ziemlicher Oldie, aus dem Jahr 1984…(Youtube-Video)

HIER KLICKEN >>>>

Und wir sind es inzwischen wohl auch, seit dem Jahr 1984 (aber nicht dem Tag) sind wir zusammen und bei uns war es ähnlich… 😉

Also quasi „unser“ Song!

So viel Herziges, ist natürlich auch ein „Montagsherz“.  Oder?

Bücherwurm…“Eine Handbreit Hoffnung“

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Heute möchte ich euch ein Buch empfehlen, das beeindruckendsde, welches ich je in meinem Leben gelesen habe.

Eigentlich nicht nur ein Buch, sondern ein wohl ziemlich einmaliges Zeugnis der Geschichte. Der Geschichte im Osten Europas. In einer kleinen Stadt namens Zólkiew, damals Polen, heute Ukraine, mit dem Namen Schowkwa Wikipedia>>>> .

Von 4400 jüdischen Einwohnern lebten bei der Befreiung am 24. Juli 1944 noch 70. Alle anderen starben im Vernichtungslager Belcek, im Ghetto oder wurden in der Nähe der Stadt erschossen.

Das Städtchen liegt nahe der bekannten Stadt Lemberg, Austragungsort der Fußball-EM 12 und jetzt wieder in den Schlagzeilen.
Ab 1867 unter der Doppelmonarchie Österreich/Ungarn hatten die Lemberger die österreichische Staatsbürgerschaft und wurden vorher auch schon von den Habsburgern regiert. Das und mehr nachzulesen bei Wikipedia>>>>

Und ist etwa 150km entfernt vom Vernichtungslager Auschwitz.

Clara Kramer

Eine Handbreit Hoffnung 

Die Geschichte meiner wunderbaren Rettung vor den Nazis

Klappentext:

Claras Tagebuch

Polen 1942: Ausgerechnet der Nazi Beck versteckt Clara und ihre jüdische Familie in einem Erdloch unter seinem Haus. Clara gelingt es, dort Tagebuch zu führen.

Sie beschreibt die fürchterlichen Lebensbedingungen, die fürchterliche Enge, das grausame Stillhalten-Müssen

und die Todesangst, wenn über ihren Köpfen- kaum eine Handbeit entfernt- die deutschen Besatzer ihre Reden schwingen, die Dielenbretter unter den polternden

Stiefeln ächzen.

Mehr als sechzig Jahre danach erzählt Clara nun ihr Schicksal: wie trotz des Krieges stets die Hoffnung in ihrem Herzen weiterlebte – und sie gerettet wurde.

Und wie letzten Endes ihre Aufzeichnungen bei Kriegsende auch zum Rettungspfand für die Familie Beck wurden.

Claras Erzählungen gehen tief unter die Haut und treffen mitten ins Herz. Berührend, aufwühlend und erschreckend. Sie erzählt von Stalins Schreckensherrschaft und vom Leben mit dem Krieg.

Polen, die ihre jüdischen Nachbarn verraten, oft für nur eine Ration Schnaps. Von der antisemitischen ukrainischen Bevölkerung und Polizisten, die schießwütiger waren als die Nazis. Von Juden, die sich nur um sich gekümmert haben und die wohl auch das Verhungern von Kindern in Kauf genommen hätten, obwohl es ihnen anders möglich gewesen wäre.

Und natürlich von den Gräueltaten der Nazis. Deren Grausamkeiten schon beim lesen oft kaum zu ertragen sind. Hin-und wieder war eine Pause nötig, um das alles zu verarbeiten.
Manchmal kann man sich aber auch irren und der großmäuligste Nazi hat doch ein Herz, das zeigt sich in der Geschichte auch.

Was Menschen ertragen mussten und können, wenn ihnen keine andere Wahl bleibt und was Menschen anderen antun können, ist schier unfassbar.

Manchmal meint man, sie müssten daran verzweifeln.

Und dann sind da noch Becks, die allen Widerständen zum Trotz und unter Einsatz ihres Lebens, diese Menschen verstecken. Obwohl der Volksdeutsche Beck, Juden hasst.

Sie sind die Handbreit Hoffnung und das zeigt mal wieder mehr als deutlich, dass es vollkommen egal ist, aus welchem Land jemand kommt und welchen Glauben die Menschen haben. Jetzt immer noch ein aktuelles Thema.

Die Becks waren ihnen nach dem Krieg näher, als Blutsverwandte.

Den Schluss des Buches, musste ich gleich mehrmals lesen. So wie einem vorher aus jeder Zeile der Schrecken und die Todesangst fast fühlbar „entgegen sprangen“, „entströmt“ den letzten Zeilen ein unglaubliches Glücksgefühl, überlebt zu haben und Menschen bei sich zu haben, denen man näher ist, als sonst jemandem auf der Welt.

Claras Schilderung vereint alle menschlichen Stärken und Schwächen und zeigt, wie Menschen in Extremsituationen reagieren. Das ist bis heute so.

Clara Kramer schreibt als Widmung:

Für meine Eltern,

die mich Mitgefühl und Anstand lehrten;

für meine kleine Schwester,

die mir zeigte, was wahrer Mut ist;

und für die Becks,

die mir das Leben retteten und mir den

Glauben an die Menschheit zurückgaben.

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Die 1927 geborene Clara Kramer, lebt jetzt in den USA und hält selbst in ihrem hohen Alter, noch viele Vorträge vor Schülern und Studenten und liest aus ihrem Buch (zumindest vor 5 Jahren noch).

Ihr Tagebuch wird im Holocoust Memorial Museum in Washington D.C. aufbewahrt.

Das Haus mit dem Kellerversteck, gibt es auch noch. Es gehört jetzt einem ukrainisches Paar, das den Besuchern aus den USA freundliche Aufnahme gewährte.

Offensichtlich Menschen, die sich der Tragweite der Dinge die dort geschehen sind, bewusst sind. Und somit helfen, das Vermächtnis und die Erinnerung daran, zu bewahren.

Die Becks wurden 1995 in der Gedenkstätte Yad Vashem in Israel geehrt. Ihre Tochter Ala pflanzte im Garten der Gerechten einen Baum.

Mein Fazit:

Man kann sich vor Clara Kramer und dem, was sie tut, nur tief verneigen. Und ihr (Tage-) Buch, ihr Vermächtnis, sollte keinesfalls ungelesen bleiben!

Es ist Erinnerung, Mahnung und Geschichtsunterricht, wie er lebendiger nicht sein kann. Mahnung, so etwas nie wieder geschehen zu lassen!!!
Heute jährt sich auch der Bombenangriff auf Pforzheim. 17 000 Menschen starben dabei. Fast das ganze Stadtzentrum wurde zerstört. Und die Rechten haben einen Fackelzug angekündigt! Die Toten werden sich im Grab umdrehen.

Die Originalausgabe erschien 2008 unter dem Titel „Clara`s War“ bei Ebury Press.

Und die deutsche Originalausgabe 2009 im Droemer Verlag, Ein Unternehmen der Droemerschen Verlagsanstalt Th. Knaur Nachf. GmbH & Co. KG, München

ISBN 978 -3-86800-387-1

Die drei Spatzen….

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Copyright und lieben Dank für das Foto an: Daniela von FAREBNÝ SVET

Die drei Spatzen

In einem leeren Haselstrauch,
da sitzen drei Spatzen, Bauch an Bauch.
Der Erich rechts und links der Franz
und mittendrin der freche Hans.
Sie haben die Augen zu, ganz zu
und obendrüber schneit es, hu!
Sie rücken zusammen dicht an dicht,
so warm wie Hans hat’s niemand nicht.
Sie hör’n alle Drei ihrer Herzlein Gepoch.
Und wenn sie nicht weg sind, so sitzen sie noch.

Christian Morgenstern

Dieses Gedicht liebe ich schon seit der Schulzeit. Und wenn ich Fotos wie das von Daniela sehe, fällt es mir gleich wieder ein. 🙂

Und heute pfeifen es schon die Spatzen aus den Sträuchern…das Wochenende ist fast da…mit „Geflöckel“ erst mal, haben die Meteorologen zumindest angekündigt…  🙂

Und gestern haben sie sie auch schon was „gepfiffen“ Happy Blog-Birthday“ regenbogenlichter. 🙂

Bei dem tollen Frühlingswetter haben wir den aber lieber draußen verbracht.

Der Friseur hat uns „Lichtlein“ eine „frühlingsfrische“ Frisur auf den Kopf gezaubert und ansonsten haben wir die Sonne und das Gezwtischer der Vögel genossen. 😉

Sprichwörtlich kopflos….

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Wird hier Mode und/oder Kleidung präsentiert… was von beiden es ist, ist Ansichtssache…

Und nicht „Jacke wie Hose“, ein Sprichwort, welches aus dem 17. Jahrhundert stammt… wie man sehen kann, sind sie nicht gleich, sondern aus unterschiedlichem „Tuch“. Früher war es nicht üblich, Jacke und Hose aus einem Stoff zu fertigen. Als dies in Mode kam, war das der „Fachbegriff“ der Schneider.

Trotzdem sollte man sich nicht von Verkäufern in „Grund und Boden“ reden und sich etwas aufschwatzen lassen.

Nicht dass man dann am liebsten in der Versenkung verschwinden möchte, weil man sich nicht gefällt. Das kann auch im Theater sein, woher der Begriff der „Versenkung“ stammt. Von der Öffnung im Bühnenboden, in der man schnell Schauspieler oder Requisiten „versenken“ (oder auftauchen lassen) kann, wenn es die Handlung nötig macht.

Mit jeder Kleidung sollte man sich auch nicht Hals über Kopf in ein Abenteuer stürzen. Solch übereilte Entschlüsse, haben oft keine guten Folgen. Deswegen sollte man auch den Kopf nicht in den Sand stecken, sondern der „Gefahr“ ins Auge oder ins Knopfloch blicken.
Das 17. Jahrhundert scheint ein sprichwortreiches gewesen zu sein. Denn auch „Hals über Kopf“ stammt aus diesem Jahrhundert. Vorher war es noch etwas deftiger, da hieß es „Arsch über Kopf“, gemeint der Purzelbaum.

Auch beim Purzelbaum ist man kopfüber, das stimmt. Und wenn man sich kopfüber in etwas stürzt, ist das schon risikoreich und unvorsichtig. Die „Verletzungsgefahr“ (für den Kopf) ist hoch und die Folgen unabsehbar.
Dafür braucht man schon Fledermausärmel, die in der Mode auch immer wieder auftauchen. Und deren Vorbilder hängen ja auch kopfüber und sind des Fliegens (mit ihren „Fledermausärmeln“) mächtig.

So, aber ehe wir uns um „Kopf und Kragen reden“, werden wir damit aufhören. Was mit dem Kopf gemeint ist, dürfte klar sein und mit dem Kragen ist logischerweise der Hals gemeint. Das Sprichwort stammt, nein, mal nicht aus dem 17. Jahrhundert, sondern aus der mittelalterlichen Rechtssprechung. Bei der man anschließend oft (am Hals) aufgehängt oder um „einen Kopf kürzer“ gemacht wurde. Das auch wieder am Hals… schluck…

Und wir möchten auch nicht, dass unsere Leser deswegen „Hals über Kopf“ (übereilt) das Weite suchen, schließlich ist (hoffentlich) niemand so zum stillstehen verdonnert, wie diese Kleiderständer.
Das Geschäft, vor dem sie standen, hat mit unseren (Sprich-) Wortspielereien aber nichts zu tun und wäscht seine Hände (und hoffentlich auch Kopf und Hals) in Unschuld… 😉

Es ist doch fast ein „Kreuz“, was man aus Sprichwörtern sprichwörtlich „rausholen“ kann..

Und das ist eindeutig das älteste Sprichwort. Es soll vom römischen Präfekten Pontius Pilatus stammen, der Jesus ans Kreuz schlagen ließ. Er soll nicht von der Schuld Jesu überzeugt gewesen sein oder wollte zumindest die Verantwortung dafür nicht übernehmen und ließ sich der Legende nach, eine Schale Wasser bringen, um sich die Hände darin zu waschen, um nicht am Tode Jesus schuld zu sein. Ob das auch wahr ist, ist fraglich.
US-Wissenschaftler haben aber herausgefunden, dass hinter dem Waschen der Hände, um sich von Schuld reinzuwaschen , eine tiefe psychologische Bedeutung steckt. Menschen haben offensichtlich danach wirklich das Gefühl, frei von Schuld zu sein.
Hier nachzulesen >>>

Und man muss nicht „von Pontius zu Pilatus laufen“, um mehr über Pontius Pilatus und die Hintergründe der Kreuzigung zu erfahren…

Das kann man gut bei Religion und Ethik nachlesen.

Dort ist auch die Legende zu lesen, dass Pontius Pilatus Leichnam in die Rhone geworfen wurde und im sagenumwogenen Pilatussee (im Schweizer Kanton Luzern) bestattet wurde. Der See wurde trockengelegt und ist heute ein Hochmoor in den Emmentaler Alpen. Er steht inzwischen unter Schutz.
Aber das ist sprichwörtlich eine sagenhafte und ganz eigene Geschichte… wer schon mal nachlesen will, Wikipedia weiß was… Pilatussee >>>>

Bei so vielen sprichwörtlichen Dingen muss man wirklich schon fast aufpassen, dass man nicht kopflos wird.

„Ente“ und eine sprichwörtlich schöne Zeit, wünschen…
eure regenbogenlichter

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Ein „denkwürdiges“ Haus mit Geheimnissen…

Ist das Möggenried-Haus im Mühlenweg in Sonthofen…  nach Untersuchungen des Holzes, 1586 im frühen Barock erbaut.

In der Zeit, als in der Region Sonthofen Hexenprozesse stattfanden. 21 Menschen wurden verurteilt und starben auf dem Scheiterhaufen.

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In einer Tür aus der Bauzeit befinden sich Intarsien. Ob sie ein Hinweis auf den Erbauer sind oder im Zusammenhang mit der Hexenverfolgung stehen, ist noch nicht geklärt.

Links oberhalb der Eingangstür befindet sich ein starker Brandfleck
(als dunkler Fleck zu sehen).

Es wird vermutet, dass er von Pechpfannen stammt, die früher zur Beleuchtung nur! an öffentlichen Gebäuden aufgehängt wurden.

Das Möggenriedhaus war früher eine Nagelschmiede, die im Zusammenhang mit dem Erzbergbau am Grünten entstanden.

Erzabbau am Grünten hier Klicken >>>>

Das Erz wurde viele Jahre im Sonthofer Hüttenwerk verhüttet und im bäuerlichen Nebenerwerb zu Nägeln geschmiedet.

Darauf weisen auch die zwei Schmiedehämmer im Sonthofer Wappen hin…

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Um 1750 erfolgten Erhaltungsarbeiten. Bei denen Holzausbesserungen vorgenommen wurden und Fenster verändert.

Damals war die Holzkonstruktion mit Holznägeln und Armierungen aus Haselnuss um die Fenster, mit einer dicken Schicht Putz bedeckt.

Jetzt sind sie wieder gut zu sehen…

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Im Inneren des Hauses findet sich ebenfalls Einiges, was (noch) nicht erklärt werden kann. Wie ein Kellerraum, der unter dem ehemaligen Stall /Werkstatt versteckt ist.

Er besitzt einen Lichtschacht, der aber ins Innere des Hauses führt. In einem anderen Keller befindet sich eine Art Brunneneinfassung. War es ein Brunnen?

Ebenso gibt es eine tragende Wand, die nach unten ungestützt ist.

Nachzulesen Fotos und Erklärungen gibt es hier >>>

Manche Besitzer waren sicher auch wohlhabend.
Was eine Kasettendecke mit barocken Elementen in der Stube beweist.

Fotos aus dem Inneren des Hauses sind hier zu finden >>>

Eventuell ist das Möggenried- Haus auch auf den Fundamenten eines anderen Hauses erbaut worden. Der Mühlenweg war damals noch im Randgebiet von Sonthofen. entlang des Weges befanden sich die Rossfelder oder auch Hengstäcker genannt, Pferdekoppeln für Transporttiere. In der Nähe müsste auch ein Hengstehaus gestanden haben. Vielleicht sind es ja die Fundamente desselben.

Näheres darüber… hier klicken >>>

Das Haus ist inzwischen gesichert und es gibt Bemühungen, es zu restaurieren und öffentlich zu nutzen. Vorschläge dafür, kann man auf der unten genannten Website machen.

Noch wesentlich mehr historische Details, viele Fotos, auch vom Inneren des Hauses und historische Fotos aus Sonthofen,
findet man unter www.moeggenried.de

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Übrigens auch ein Foto vom „Zwilling“ des Möggenried-Hauses, welches in der Marktstraße stand.

Das Möggenried-Haus ist das beste Beispiel, dass alte Häuser nicht nur altes „Glump“ (unnützes Zeug) sind und abgerissen gehören, sondern viele Geschichten erzählen können. Und ob die Häuser, die wir jetzt bauen, nach so vielen Jahrhunderten auch noch Geschichten erzählen können, ist doch sehr fraglich. Viele sind nach einigen Jahrzehnten schon fast abbruchreif.

Die Fotos können wieder einzeln angeklickt und größer angeschaut werden.

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