Willkommen unterm Regenbogen

Dass die Bundeswehr als Berufsarmee um Nachwuchs werben muss, ist einleuchtend. Aber unter Kindern? Und das Ganze auch noch als Abenteuer-Camp verkaufend?

Und das in der „Bravo“?

Die Kinder meinen am Ende noch, dass Krieg ein „Abenteuer“ ist und werden irgendwann sehr böse erwachen.  Selbst wenn ihnen dort Soldaten von ihren Auslandseinsätzen erzählen.

Bis jetzt sind die auch noch „freiwillig“, aber wird das immer so bleiben?
Hier ein Artikel in Spiegel Online dazu>>>>

In diesem Artikel ist u.a. zu lesen…

Für das Kinderhilfswerk Terre des Hommes ist diese Form der Nachwuchswerbung „absolut inakzeptabel“. „Diese irreführende Reklame in Jugendmedien verletzt die Prinzipien der Uno-Kinderrechtskonvention und die besonderen Schutzpflichten des Staates gegenüber Kindern“, sagt Ralf Willinger, Kinderrechtsexperte bei Terre des Hommes.

Die Werbungsgegner stört besonders, dass die Kampagnen der Bundeswehr in eine Lücke an den Schulen stoßen. „Wir sind der Meinung, dass die Friedenserziehung gestärkt werden sollte“, sagt Willinger – so wie es die Kinderrechtskonvention vorsieht. „Denn zurzeit findet diese, je nachdem an welcher Schule Sie schauen, gar nicht oder nur sehr wenig statt.“

Aufgrund eines Zusatzprotokolls zur Kinderrechtskonvention verpflichtet sich Deutschland, keine Minderjährigen für die Armee anzuwerben, wenn sie nicht mindestens 17 Jahre alt sind und „über die mit dem Militärdienst verbundenen Pflichten umfassend aufgeklärt“ wurden.

Kinderrechtler zweifeln an der Aufklärungsarbeit der Bundeswehr. Die Werbeaktionen suggerierten, dass es sich bei Bundeswehr-Einsätzen um Abenteuerausflüge handele, sagt Roland Blach.

Er ist Landesgeschäftsführer der Deutschen Friedensgesellschaft Baden-Württemberg, die die Aktion „Schulfrei für die Bundeswehr“ ins Leben gerufen hat.

Und von Soldaten, die jahrelange psychologische Betreuung brauchen, damit sie das Erlebte verarbeiten können, erzählt man den Kindern mit Sicherheit nichts!

Aber eigentlich braucht man nur entsprechende Filme aus den USA anschauen. Dort gibt es genügend gebrochene Soldaten aus dem Vietnamkrieg. Der auf beiden Seiten unzählige Tote und Leid,

sowie für die Vietnamesen, die vom Entlaubungsmittel Orange getroffen wurden, bis heute genetische und gesundheitliche Schäden brachte.

Dass es heute schon Jugendliche gibt, die Krieg für ein Spiel halten, sowie Briefe aus dem „Abenteuercamp“ Stalingrad (die meisten Soldaten dort, waren übrigens auch nicht viel älter),

kann man  HIER NACHLESEN>>>

Zum (darüber) Nachdenken, einer der berührendsden Anti-Kriegs-Songs,

Brothers In Arms von den Dire Straits>>>>

(Vimeo-Video)

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Kommentare zu: "Von allen guten Geistern verlassen?" (15)

  1. ich betrachte das als gefährlich, super schönen Tag für dich

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  2. Einen schönen Tag liebe Ute ja mit den Kindersoldaten ist schon schlimm,aber was soll man dagegen Tun?? Jeder will sich ins Licht setzen von unseren Politikern würden keine Waffen geliefert wäre viel Unheil von der Welt.Liebe Grüße von mir Gislinde

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    • Liebe Gislinde,
      da hast du genau den Finger drauf! Die Gier von so manchem, kommt noch dazu.
      Ich wünsche dir auch einen ganz schönen Tag!
      Liebe Grüße
      Ute

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      • Was man dagegen tun soll bzw. kann? Darüber schreiben, zum Thema bloggen. Petitionen unterzeichnen. Demonstrieren gehen. Ein kritisches, politisches Bewusstsein entwickeln. Und sich vor Wahlen nicht von großmundigen Versprechen einlullen lassen. Das sind nur einige Dinge, die mir jetzt ganz spontan eingefallen sind, liebe Gislinde.

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    • Erstaunlich, erstaunlich… und vielleicht der Beweis, dass ich mich einmal mehr, auf mein Bauchgefühl verlassen konnte… ich hab mich nie mit ihm befasst… „Pfaffen“ sind mir relativ egal, außer, sie fallen durch außergewöhnliche Taten auf… egal ob positiv oder negativ… sonderlich symphatisch war er mir aber noch nie …

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  3. Das habe ich neulich irgendwo im Gesichtsbuch gelesen, daß der „Zonen-Jesus“ sich weder bei den Montags-Demos noch anderen Aktionen vor der Wende irgendwie beteiligt hatte, daß er es aber sehr geschickt verstanden hat, sich nach dem Fall der Mauer ins rechte Licht zu setzen…

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  4. Mit den Fingern auf Länder zeigen, in welchen Kindersoldaten ausgebildet werden und zum Einsatz kommen – aber selber kein Deut besser sein… Erst kürzlich wurde bei „Planet Wissen“ eine Sendung mit einem ehemaligen Afghanistan-Soldaten ausgestrahlt, der heute noch schwer traumatisiert ist, und viele Jahre nach seiner Dienstzeit dort immer noch Mühe hat, sich im Alltag zurecht zu finden… Aber das scheint unsere Kriegstreiber – „Zonen-Jesus“ Gauck, „Flinten-Uschi“ von der Leyen und „Sedierte Eule“ Steinmeier nicht zu tangieren…

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    • Ich denke mal, wenn es ihre eigenen Kinder wären, würden sie auch anders reden.

      Liebe Grüße
      Ute

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      • Die würden doch nie und nimmer ihre eigenen Kinder in so einen „Brückenbohr- und Brunnenbau-Einsatz“ schicken! Dafür gibt es hier in Deutschland schließlich etliche Milliönchen „Kanonenfutter“ genug… Mir fällt grad Michael Moore’s Film „9/11“ ein, jene Sequenz, in welcher er auf den Stufen des amerikanischen Kongresses Abgeordnete, Minister und Senatoren/innen befragt, ob sie ihre Söhne und Töchter schon für den Einsatz im Irak-Krieg gemeldet haben, und die unverschämte Arroganz, mit der diese Volks(ver)treter zum großen Teil auf ihn reagiert haben…

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      • Das passt dazu…sehr gut sogar und jetzt war gerade der „Freiheitskämpfer“ in den Nachrichten, der die DDR mit befreit hat… fast wären wir in der Mattscheibe gelandet…aaarrghhhh… der hat schnell noch die Fahne in den Wind gedreht, als es absehbar war… befreit in dem Sinne, hat der nichts… Trittbrettpfarrer… nichts trifft es besser!

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