Willkommen unterm Regenbogen

Archiv für 19/02/2014

Sprichwörtlich kopflos….

20140214_132841 (460x800)

Wird hier Mode und/oder Kleidung präsentiert… was von beiden es ist, ist Ansichtssache…

Und nicht „Jacke wie Hose“, ein Sprichwort, welches aus dem 17. Jahrhundert stammt… wie man sehen kann, sind sie nicht gleich, sondern aus unterschiedlichem „Tuch“. Früher war es nicht üblich, Jacke und Hose aus einem Stoff zu fertigen. Als dies in Mode kam, war das der „Fachbegriff“ der Schneider.

Trotzdem sollte man sich nicht von Verkäufern in „Grund und Boden“ reden und sich etwas aufschwatzen lassen.

Nicht dass man dann am liebsten in der Versenkung verschwinden möchte, weil man sich nicht gefällt. Das kann auch im Theater sein, woher der Begriff der „Versenkung“ stammt. Von der Öffnung im Bühnenboden, in der man schnell Schauspieler oder Requisiten „versenken“ (oder auftauchen lassen) kann, wenn es die Handlung nötig macht.

Mit jeder Kleidung sollte man sich auch nicht Hals über Kopf in ein Abenteuer stürzen. Solch übereilte Entschlüsse, haben oft keine guten Folgen. Deswegen sollte man auch den Kopf nicht in den Sand stecken, sondern der „Gefahr“ ins Auge oder ins Knopfloch blicken.
Das 17. Jahrhundert scheint ein sprichwortreiches gewesen zu sein. Denn auch „Hals über Kopf“ stammt aus diesem Jahrhundert. Vorher war es noch etwas deftiger, da hieß es „Arsch über Kopf“, gemeint der Purzelbaum.

Auch beim Purzelbaum ist man kopfüber, das stimmt. Und wenn man sich kopfüber in etwas stürzt, ist das schon risikoreich und unvorsichtig. Die „Verletzungsgefahr“ (für den Kopf) ist hoch und die Folgen unabsehbar.
Dafür braucht man schon Fledermausärmel, die in der Mode auch immer wieder auftauchen. Und deren Vorbilder hängen ja auch kopfüber und sind des Fliegens (mit ihren „Fledermausärmeln“) mächtig.

So, aber ehe wir uns um „Kopf und Kragen reden“, werden wir damit aufhören. Was mit dem Kopf gemeint ist, dürfte klar sein und mit dem Kragen ist logischerweise der Hals gemeint. Das Sprichwort stammt, nein, mal nicht aus dem 17. Jahrhundert, sondern aus der mittelalterlichen Rechtssprechung. Bei der man anschließend oft (am Hals) aufgehängt oder um „einen Kopf kürzer“ gemacht wurde. Das auch wieder am Hals… schluck…

Und wir möchten auch nicht, dass unsere Leser deswegen „Hals über Kopf“ (übereilt) das Weite suchen, schließlich ist (hoffentlich) niemand so zum stillstehen verdonnert, wie diese Kleiderständer.
Das Geschäft, vor dem sie standen, hat mit unseren (Sprich-) Wortspielereien aber nichts zu tun und wäscht seine Hände (und hoffentlich auch Kopf und Hals) in Unschuld… 😉

Es ist doch fast ein „Kreuz“, was man aus Sprichwörtern sprichwörtlich „rausholen“ kann..

Und das ist eindeutig das älteste Sprichwort. Es soll vom römischen Präfekten Pontius Pilatus stammen, der Jesus ans Kreuz schlagen ließ. Er soll nicht von der Schuld Jesu überzeugt gewesen sein oder wollte zumindest die Verantwortung dafür nicht übernehmen und ließ sich der Legende nach, eine Schale Wasser bringen, um sich die Hände darin zu waschen, um nicht am Tode Jesus schuld zu sein. Ob das auch wahr ist, ist fraglich.
US-Wissenschaftler haben aber herausgefunden, dass hinter dem Waschen der Hände, um sich von Schuld reinzuwaschen , eine tiefe psychologische Bedeutung steckt. Menschen haben offensichtlich danach wirklich das Gefühl, frei von Schuld zu sein.
Hier nachzulesen >>>

Und man muss nicht „von Pontius zu Pilatus laufen“, um mehr über Pontius Pilatus und die Hintergründe der Kreuzigung zu erfahren…

Das kann man gut bei Religion und Ethik nachlesen.

Dort ist auch die Legende zu lesen, dass Pontius Pilatus Leichnam in die Rhone geworfen wurde und im sagenumwogenen Pilatussee (im Schweizer Kanton Luzern) bestattet wurde. Der See wurde trockengelegt und ist heute ein Hochmoor in den Emmentaler Alpen. Er steht inzwischen unter Schutz.
Aber das ist sprichwörtlich eine sagenhafte und ganz eigene Geschichte… wer schon mal nachlesen will, Wikipedia weiß was… Pilatussee >>>>

Bei so vielen sprichwörtlichen Dingen muss man wirklich schon fast aufpassen, dass man nicht kopflos wird.

„Ente“ und eine sprichwörtlich schöne Zeit, wünschen…
eure regenbogenlichter

20140214_132835 (479x800)

Schlagwörter-Wolke

<span>%d</span> Bloggern gefällt das: