Willkommen unterm Regenbogen

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Wird hier Mode und/oder Kleidung präsentiert… was von beiden es ist, ist Ansichtssache…

Und nicht „Jacke wie Hose“, ein Sprichwort, welches aus dem 17. Jahrhundert stammt… wie man sehen kann, sind sie nicht gleich, sondern aus unterschiedlichem „Tuch“. Früher war es nicht üblich, Jacke und Hose aus einem Stoff zu fertigen. Als dies in Mode kam, war das der „Fachbegriff“ der Schneider.

Trotzdem sollte man sich nicht von Verkäufern in „Grund und Boden“ reden und sich etwas aufschwatzen lassen.

Nicht dass man dann am liebsten in der Versenkung verschwinden möchte, weil man sich nicht gefällt. Das kann auch im Theater sein, woher der Begriff der „Versenkung“ stammt. Von der Öffnung im Bühnenboden, in der man schnell Schauspieler oder Requisiten „versenken“ (oder auftauchen lassen) kann, wenn es die Handlung nötig macht.

Mit jeder Kleidung sollte man sich auch nicht Hals über Kopf in ein Abenteuer stürzen. Solch übereilte Entschlüsse, haben oft keine guten Folgen. Deswegen sollte man auch den Kopf nicht in den Sand stecken, sondern der „Gefahr“ ins Auge oder ins Knopfloch blicken.
Das 17. Jahrhundert scheint ein sprichwortreiches gewesen zu sein. Denn auch „Hals über Kopf“ stammt aus diesem Jahrhundert. Vorher war es noch etwas deftiger, da hieß es „Arsch über Kopf“, gemeint der Purzelbaum.

Auch beim Purzelbaum ist man kopfüber, das stimmt. Und wenn man sich kopfüber in etwas stürzt, ist das schon risikoreich und unvorsichtig. Die „Verletzungsgefahr“ (für den Kopf) ist hoch und die Folgen unabsehbar.
Dafür braucht man schon Fledermausärmel, die in der Mode auch immer wieder auftauchen. Und deren Vorbilder hängen ja auch kopfüber und sind des Fliegens (mit ihren „Fledermausärmeln“) mächtig.

So, aber ehe wir uns um „Kopf und Kragen reden“, werden wir damit aufhören. Was mit dem Kopf gemeint ist, dürfte klar sein und mit dem Kragen ist logischerweise der Hals gemeint. Das Sprichwort stammt, nein, mal nicht aus dem 17. Jahrhundert, sondern aus der mittelalterlichen Rechtssprechung. Bei der man anschließend oft (am Hals) aufgehängt oder um „einen Kopf kürzer“ gemacht wurde. Das auch wieder am Hals… schluck…

Und wir möchten auch nicht, dass unsere Leser deswegen „Hals über Kopf“ (übereilt) das Weite suchen, schließlich ist (hoffentlich) niemand so zum stillstehen verdonnert, wie diese Kleiderständer.
Das Geschäft, vor dem sie standen, hat mit unseren (Sprich-) Wortspielereien aber nichts zu tun und wäscht seine Hände (und hoffentlich auch Kopf und Hals) in Unschuld… 😉

Es ist doch fast ein „Kreuz“, was man aus Sprichwörtern sprichwörtlich „rausholen“ kann..

Und das ist eindeutig das älteste Sprichwort. Es soll vom römischen Präfekten Pontius Pilatus stammen, der Jesus ans Kreuz schlagen ließ. Er soll nicht von der Schuld Jesu überzeugt gewesen sein oder wollte zumindest die Verantwortung dafür nicht übernehmen und ließ sich der Legende nach, eine Schale Wasser bringen, um sich die Hände darin zu waschen, um nicht am Tode Jesus schuld zu sein. Ob das auch wahr ist, ist fraglich.
US-Wissenschaftler haben aber herausgefunden, dass hinter dem Waschen der Hände, um sich von Schuld reinzuwaschen , eine tiefe psychologische Bedeutung steckt. Menschen haben offensichtlich danach wirklich das Gefühl, frei von Schuld zu sein.
Hier nachzulesen >>>

Und man muss nicht „von Pontius zu Pilatus laufen“, um mehr über Pontius Pilatus und die Hintergründe der Kreuzigung zu erfahren…

Das kann man gut bei Religion und Ethik nachlesen.

Dort ist auch die Legende zu lesen, dass Pontius Pilatus Leichnam in die Rhone geworfen wurde und im sagenumwogenen Pilatussee (im Schweizer Kanton Luzern) bestattet wurde. Der See wurde trockengelegt und ist heute ein Hochmoor in den Emmentaler Alpen. Er steht inzwischen unter Schutz.
Aber das ist sprichwörtlich eine sagenhafte und ganz eigene Geschichte… wer schon mal nachlesen will, Wikipedia weiß was… Pilatussee >>>>

Bei so vielen sprichwörtlichen Dingen muss man wirklich schon fast aufpassen, dass man nicht kopflos wird.

„Ente“ und eine sprichwörtlich schöne Zeit, wünschen…
eure regenbogenlichter

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Kommentare zu: "Sprichwörtlich kopflos…." (12)

  1. Danke liebe Ute muss nächste Woche ihn Krankenhaus daher wünsche ich dir jetzt schon ein gutes Wochenende bin aber bis Sonntag noch am P.C. legt was ab.Liebe Grüße von mir.Gislinde

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  2. Herrlich geschrieben 🙂
    Liebe Grüsse
    Elke

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  3. Ohwaiohwai…….. so viel Sprichwörtliches macht mich nun auch fast kopflos liebe Ute! 😀
    Liebe Grüße von Herzen ♥

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  4. Liebe Ute, noch habe ich meinen Mann dabei, wenn ich neue Kleidung bekomme.
    Er sucht mir die Sachen aus. Wir lassen uns wohl mal Vorschläge machen, aber ob wir die annehmen, sei dahingestellt. Wie gesagt, mein Mann hat seinen Geschmack, und der ist gut.
    Um Kopf und Kragen habe ich mich früher ab und zu mal geredet. Das hat sich aber zum Glück inzwischen fast ganz gegeben.
    deine Bärbel

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    • Na da hast du Glück liebe Bärbel… frag den meinen, „ja, von der Farbe passt es“… das ist genau das, was ich wissen will… 😉 lach..
      Aber macht nichts… meist gehe ich schnell allein…
      Liebe Grüße
      deine Ute

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  5. ich denke immer, wie froh ich bin, wenn wir aus diesen Läden heraus sind,Kaus

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  6. Bei sehr schwer traumatisierten Menschen findet sich ja häufig der sogenannte Waschzwang – durch die teilweise höchst ungesunde ständige Wiederholung der Körperreinigung wird unbewusst versucht, sich von etwas rein zu waschen…
    Wenn ich beflissene Verkäufer/innen nach dem Betreten eines Ladens zielstrebig auf mich zusteuern sehe, ergreife ich sehr oft die Flucht. :mrgreen: Ich hasse es, wenn man versucht, mir etwas aufzuschwatzen… Meine Mutter kann das allerdings anders ‚rum, die hat das Talent, Verkaufspersonal so lange dermaßen schwindelig zu reden, bis diese armen Menschen entnervt mit den Augen rollend ihr einen Rabatt gewähren. 🙂
    Liebe Grüße!

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    • Stimmt, an den Waschzwang habe ich in dem Moment gar nicht gedacht. Der kann wirklich höchst ungesund und schädlich sein.
      Das Talent deiner Mutter kann allerdings sehr hilfreich sein, ein Schnäppchen zu machen. Ich gehöre aber auch zu den Nicht-Talenten. 😉

      Liebe Grüße
      Ute

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