Willkommen unterm Regenbogen

Archiv für 02/03/2014

Wort (e) zum Sonntag… (Hans-) Wurst oder nicht Wurst?

Das ist hier die Frage!

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Man merkt, wir sind mitten in der närrischen Zeit ….ein kräftiges Helau…oder Hallo? an die Landtags-Abgeordneten in Baden Württemberg…

Denn auch Abgeordnete werden alt und wichtig, ihre Altersvorsorge!

Sie machen nicht nur eine „Frühjahrsdiät“, nein, sie erhalten das ganze Jahr monatlich 7199€. Ein „Pfund“ mit man schon wuchern kann und bei dem man sicher nicht am Hungertuch nagen muss. Man kann sicher auch nicht unbedingt von einem abnehmenden Gehalt und über purzelnde Pfunde sprechen.

Mit der Parlamentsreform im Jahr 2008, erhielten sie einen kräftigen Nachschlag von 28! % auf ihren „Diäten-Teller“. Dafür sollten sie selbst für die Essensrationen im Alter sorgen und bekommen somit im Monat nochmals zusätzlich 1587! Pfunde auf die Rippen! Das entspricht nach Abzug der Steuern, dem Höchstbetrag, den man in die gesetzliche Rentenkasse einzahlen kann.

91 der 138 Abgeordneten fallen  unter die Neureglung, die anderen erhalten ihre Portionen noch aus dem anderen großen Steuertopf.

Die Teller in der Landtags-Kantine scheinen ziemlich groß zu sein, denn die Abgeordneten sind mit diesem Gourmet-Menü nicht zufrieden und wollen ein besseres. Sie wollen wieder das alte, gut abgehangene Stück Fleisch. Die größte gesetzliche Wurst ist ihnen zu klein und es ist dann auf einmal wohl nicht mehr Wurst, wenn es an die eigene Wurstpelle geht. Was ist mit der selbst angepriesenen, privatwürstlichen Küche? So als Zusatzspieß?

Da reibt sich Hanswurst Steuerzahler doch verwundert die vom Pfefferspray getrübten Augen. Schaut auf den Kalender und meint, es wäre schon der 1. April. Aber nein, wir hatten erst den 1. März!

Denn es gibt ziemlich viele Hanswürste, die wesentlich weniger als 1587 Pfunde im Monat auf den Rippen haben. Aber nicht um sich einen Altersbauch anzuessen, sondern um überhaupt ein Essen zu haben, die „Wohnküche“ zu bezahlen etc. Ihnen wird aber von den Altersunterversorgten und Anderen pfeffermühlenartig vorgebetet, sie müssten davon noch für’s Alter vorsorgen! Und haben als Rente, trotz lebenslangem „Wurschtelns“, gerade so den Sozialsatz. Ziemlich gepfeffert, oder?

Und eigentlich nicht verwunderlich, dass so manch‘ beleidigte Leberwurst die es sich leisten kann, nicht auf dem Diäten-Teller landen möchte, sondern seine Wurstfülle lieber in eines der Wurstparadiese bringt.

Vielleicht sollte in Baden Württemberg (und anderswo) mal nicht gegen Toleranz-Unterricht auf die Straße gegangen werden, sondern gegen derartige Völlerei. Toleranz-Unterricht schadet keinem, Völlerei aber schon. In dem Fall aber den Hans-und Leberwürsten, die dann ziemlich schlaff und leer am Haken im Selbstbedienungsladen hängen. Denn aus welchem Topf das Essen auch kommt, sie zahlen immer dafür.

Bleibt zu hoffen, dass sich keiner am Haken verschluckt!
Denn alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei…oder nicht?

Nicht satirisch nachzulesen bei der Stuttgarter Zeitung >>>>

In ebenso nicht satirischen Zahlen… wenn alles so bliebe wie es ist, müsste Baden Württemberg im Jahr 2040, allein für die Beamtenversorgung bis zu einem Viertel! des Staatshaushaltes ausgeben. Alle anderen „Versorgungsempfänger“ kämen dann noch hinzu.
Genaue Zahlen nachzulesen in der Wirtschaftswoche >>>>

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