Willkommen unterm Regenbogen

Archiv für März, 2014

Gehen wir zur (alten) Schule?

Mal wieder etwas aus Sonthofen… heute gehen wir mal zur „Schule“… und zwar zur alten Schule…

Sie befindet sich am Ende der Fußgängerzone… das Gebäude rechts im Foto…

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Foto zum Vergrößern anklicken…

Das Haus wurde 1472 vom Augsburger Fürstbischof  Johann Graf von Werdenberg, dem Markt Sonthofen leihweise überlassen und von Bischof Christoph Freiherr von Stadion mit Wein-und Salzstadel geschenkt.

Im Untergeschoß war das Korn-und Waaghaus. Im Allgäu wurde früher Flachs angebaut. Deswegen gab es einen Garnmarkt (Leinwandschauen), der auch dort stattfand. Das Gebäude diente der Gemeindeverwaltung und an Markt-und Blutgerichtstagen, war an ihm die Marktfahne ausgehängt. Aus dem Jahr 1557 gibt es Berichte über eine Bürgeschenke in den Ratsstuben. Ein im 18. Jahrhundert angebauter, tief gelegter Gefängnisturm wurde 1830 abgebrochen. 1884 der 50 Jahre alte, hölzener Theateranbau zum Abbruch versteigert. Später war rückwärts die Turnhalle. Seit 1821 diente das Haus auch als Schule.

1919 wurde das Rathaus wegen Schulraumnot in das Kronenbräuanwesen (ehemaliger Gasthof Krone, schräg gegenüber, heute gibt es dort eine Info-Säule) verlegt.

1957 wurde die Fassade erneuert. 1968/69 wurde das Gebäude renoviert und umgebaut. 1969 und 1970 wurde dort das 1968 gegründete Gymnasium aufgenommen.

Im Untergeschoss war bis 1952 das Feuerwehrgerätehaus. Und seit1969 die Stadtbücherei, die 1982 erweitert wurde.

Seit 1974 war in dem Gebäude die Fachoberschule und ab 1982 bis heute, die Musikschule.

Also eine sehr „lehrreiche“ Nutzung. 😉

Und noch etwas ist „lehrreich“ ….

Am Giebel befindet sich eine Wandmalerei. Sie zeigt für Sonthofen wichtige geschichtliche Ereignisse.

Das Wappen, die Markterhebung 1429 und den „Sonthofer Tag“, den 14. Februar 1525. Hier ein wichtiger Tag im Bauernkrieg .

Veränderungen brauchen manchmal nach menschlichem Ermessen, längere Zeit.

Eine „Truppe“ war der „Allgäuer Haufen“…

Die Geschichte des Allgäuer Haufens ist eng mit der Geschichte des Stift Kempten verknüpft. 1491 gab es eine Missernte, die eine schwere Hungersnot unter der Bevölkerung nach sich zog. Bereits am am 15. November 1491 versammelte sich, unter der Führung von Jörg Hug aus Untrasried, das gemeine Volk vor dem Stift.

Am 14. Februar 1525 versammelten sich Untertanen des Fürststifts von Kempten in Sonthofen und beschlossen das nun sogenannte göttliche Recht gegen die Geistlichkeit, den Schwäbischen Bund und den Kaiser in Wien durchzusetzen. Der Allgäuer Haufen war zwischen 7000 und 9000 Mann stark, verstärkt um Landsknechte. Am 20. Februar 1525 erschien Bartholme Frey in Tübingen und rief Schmid ins Allgäu zurück. Man bedürfe keines Rechts mehr.

Am 6. März 1525 trafen sich in Memmingen etwa 50 Vertreter der oberschwäbischen Bauerngruppen (des Baltringer Haufens, des Allgäuer Haufens und des Bodensee-Haufens), um sich über das gemeinsame Auftreten gegenüber dem Schwäbischen Bund zu beraten. Nach schwierigen Verhandlungen verkündeten sie einen Tag später die Christliche Vereinigung der Bauern, auch als oberschwäbische Eidgenossenschaft bezeichnet. Am 15. und am 20. März 1525 trafen sich die Bauern wieder in Memmingen und verabschiedeten nach weiteren Beratungen die Zwölf Artikel und die Bundesordnung.

Diese beiden sind die einzigen der vielen Programme des Bauernkrieges, die gedruckt wurden. Besonders die Zwölf Artikel wurden innerhalb der nächsten zwei Monate mit einer für die damalige Zeit ungeheuren Auflage von insgesamt 25.000 Exemplaren gedruckt und verbreiteten sich in ganz Deutschland. Da die beiden Texte im Laufe des Bauernkrieges nicht weiter entwickelt wurden, spricht der Historiker Peter Blickle von einer „verfassungsgebenden Bauernversammlung“ in Memmingen.

Die Zwölf Artikel gehören zu den Forderungen, die die Bauern 1525 in Memmingen, gegenüber dem Schwäbischen Bund erhoben.

Sie gelten als erste Niederschrift von Menschen und Freiheitsrechten in Europa!

Und die Versammlungen, die zu den 12 Artikeln führten, gelten als erste verfassungsgebende Versammlung auf deutschem Boden.

Diese und ausführlichere Informationen über den „Allgäuer Haufen“ und über die Zwölf Artikel, gibt es bei Wikipedia…

Allgäuer Haufen…

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Die Zwölf Artikel…

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Fünf ***** für den Frühling….

Heute startet er offiziell, der Frühling… und er bringt das tollste Wetter zum Vorstellungsgespräch mit…
Seine besonderen Kenntnisse sind viele Blumen, grüne Bäume und Vogelgezwitscher, bei Temperaturen, die auch einen Hauch von Sommer haben können.
Aber er kann auch Regen, Graupel und manchmal auch Schnee und Frost. Der Frühling entspricht voll dem Anforderungsprofil für diese Jahreszeit.
Willkommen bei uns Herr Frühling!
Heute ist übrigens der offizielle Tag des Glücks. Dann wünschen wir allen doch gleich viel (Frühlings-) Glück!
Hier ein paar Blumen und ein Gedicht. 😉

Frühling

Auf, ihr Distichen, frisch! ihr muntern, lebendigen Knaben!
Reich ist Garten und Feld! Blumen zum Kranze herbei!

Reich ist an Blumen die Flur; doch einige sind nur dem Auge,
Andre dem Herzen nur schön; wähle dir, Leser, nun selbst!

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Rosenknospe, du bist dem blühenden Mädchen gewidmet,
Die als die Herrlichste sich, als die Bescheidenste zeigt.

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Viele der Veilchen zusammengeknüpft, das Sträusschen erscheinet
Erst als Blume; du bist, häusliches Mädchen, gemeint.

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Eine kannt‘ ich, sie war wie die Lilie schlank, und ihr Stolz war
Unschuld; herrlicher hat Salomo keine gesehn.

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Schön erhebt sich der Aglei und senkt das Köpfchen herunter.
Ist es Gefühl? oder ist’s Mutwill? Ihr ratet es nicht.

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Viele duftende Glocken, o Hyazinthe, bewegst du;
Aber die Glocken ziehn, wie die Gerüche, nicht an.

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Nachtviole, dich geht man am blendenden Tage vorüber;
Doch bei der Nachtigall Schlag hauchest du köstlichen Geist.

Tuberose, du ragest hervor und ergötzest im Freien;
Aber bleibe vom Haupt, bleibe vom Herzen mir fern!

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Fern erblick‘ ich den Mohn; er glüht. Doch komm ich dir näher,
Ach, so seh‘ ich zu bald, dass du die Rose nur lügst.

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Tulpen, ihr werdet gescholten von sentimentalischen Kennern;
Aber ein lustiger Sinn wünscht auch ein lustiges Blatt.

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Nelken, wie find‘ ich euch schön! Doch alle gleicht ihr einander,
Unterscheidet euch kaum, und ich entscheide mich nicht.

Prangt mit den Farben Aurorens, Ranunkeln, Tulpen und Astern!
Hier ist ein dunkles Blatt, das euch an Dufte beschämt.

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Keine lockt mich, Ranunkeln, von euch, und keine begehr‘ ich;
Aber im Beete vermischt sieht euch das Auge mit Lust.

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Sagt! Was füllet das Zimmer mit Wohlgerüchen? Reseda,
Farblos, ohne Gestalt, stilles, bescheidenes Kraut.

Zierde wärst du der Gärten; doch wo du erscheinest, da sagst du
Ceres streute mich selbst aus mit der goldenen Saat.

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Deine liebliche Kleinheit, dein holdes Auge, sie sagen
Immer: Vergiss mein nicht! immer: Vergiss nur nicht mein!

Schwänden dem inneren Auge die Bilder sämtlicher Blumen,
Eleonore, dein Bild brächte das Herz sich hervor.

(Der) „Frühling“ aus „Vier Jahreszeiten“

von Johann Wolfgang von Goethe

Ich „starte“ heute offiziell in die Wochenend-Spätschichten. Der Reader hat wohl schon Wochenende. Ich habe nur sehr wenige Artikel im Reader, die aber gleich viele Male. Mal schauen, wie ich zu euch komme… 😉

Die Fotos können wieder einzeln angeklickt oder in der Galerie größer angeschaut werden… für alle im Gedicht erwähnten Blumen, hatten wir leider kein passendes Foto. 😉

Er wirft seine Schatten voraus…

Heute wirft der Frühling seine Schatten vorraus…. noch ist es schattig….

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Aber die Sonne hat ihn schon entdeckt und wirft seinen Schatten an die Wand… 😉

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Schöne und gar nicht schattige Aussichten… oder?

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Für „noch mehr“ Licht und Schatten die Fotos anklicken, dann werden die Aussichten größer!

Sehnsucht nach dem Frühlinge…

Komm lieber Mai und mache, die Bäume wieder grün

und lass uns an dem Bache, die kleinen Veilchen blüh`n…

„Sehnsucht nach dem Frühlinge“ nannte  Mozart seine zauberhafte Melodie. Der Dichter, Jurist und späteren Lübecker Bürgermeister Christian Adolph Overbeck schrieb den Text dazu. Und es fällt mir immer ein, wenn ich wie gestern auf einer Wiese, ganz viele der hübschen, kleinen Veilchen sehe.
Das superschöne Frühlingswetter mit warmer Sonne, machte das Feeling perfekt.

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Foto zum Vergrößern anklicken…

Es handelt von einem Kind, dass sich den Frühling herbei wünscht, damit es draußen spielen kann.

Eigentlich ist es aber ein „Winterlied“, dass in der Tradition mittelalterlicher Lieder steht, die die Sehnsucht nach dem ersten Veilchen ausdrücken.

Wie das (Winter-) Lied vom bekannten Minnesänger Neidhart von Reuental. Er lebte ca. von 1180 bis 1240.
Er war ein bayrischer Ritter mit Beziehung zum Landshuter Hof und zum erzbischöflichen Hof in Salzburg.
Um 1230 verliert er sein bayrisches Lehen und tritt nach Österreich über.

Sein Grab soll sich im Wiener Stephansdom befinden und in Wien-Tuchlauben kann man Neidhart-Fresken bewundern.

Näheres über sein Leben findet man HIER >>>>

Dort kann man auch das Winterlied „Das Veilchenlied“ -Ein Schwank nachlesen.
In Strophe 2 hinterlässt der Bauer einen übelriechenden Haufen, statt eines Frühlingsveilchens.
Minnegesänge hatten oft sehr deftige Texte… zum Beispiel über das Liebesleben der Bauern. 😉

Keinen Minnegesang hört, es gibt auch keinen „Haufen“, aber einen „haufen“ schöner Bilder sehen und die kleine Sissy singen hören kann, wer in das folgende Foto klickt.

„Komm lieber Mai und mache…“

(Youtube-Video)

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HIER KLICKEN >>>>

„Beschwerde“…. ;-)

Jetzt muss ich mich glatt mal „beschweren“ und zwar über das Wetter… jawoll ja!

Es ist viel zu schön! Um tagsüber am Computer zu sitzen….. deswegen schieb ich das auch noch ein wenig auf den Abend.  😉

Wenn sich die Sonne hier nur noch in einem rosa Abendwölkchen spiegelt und Helios seinen Sonnenwagen über andere Teile der Erde lenkt.

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Und zwischenrein, gibt es natürlich noch Abendessen. Geplant ist heute…

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Das Hauptgericht ist natürlich der GOUrmet-GOUlasch… oder so….“internationale Küche“….

In anderen Ländern heißt es  Goulasch, Goulash, Gulyas, Gollasch oder Gujasch…;-)

Das Original stammt aus Ungarn. Der Name ist vom ungarischen Gulyás hergeleitet. Was eigentlich der Begriff für Rinderhirte ist.

Deswegen auch Rinderhirten(-fleisch)… es ist auch der Oberbegriff für verschiedene lokale Eintopfgerichte.

In Ungarn heißt Gulasch „Pörkölt“ oder „Paprikás“. Das erste bedeutet „angeröstetes Fleisch“.

Paprikás enthält trotz des Namens weniger Gewürzpaprika und wird mit saurer Sahne verfeinert.

Bis später dann mal…so ein Menü gibt es natürlich nicht. 😉

Mir fiel nur die hier schon etwas ungewöhnliche Schreibweise auf.

Die Fotos können wieder einzeln angeklickt und größer angeschaut werden.

Wir zwitschern euch…

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Ein Vogellied… 😉

Damit wir einen „zwitschern“ können, hat uns Klaus >>>> freundlicherweise das klasse Foto von dem hübschen Rotkehlchen ausgeliehen.
Herzlichen Dank lieber Klaus! Das Copyright für das Foto bleibt selbstverständlich bei ihm!!!

Vogellied

Es ist zwar sonsten nicht der Brauch,
Daß man ’s Nestchen baut,
Bevor man erst ein Weiblein auch
Sich angetraut:
Zirri Zirrli!
Erst ein Schätzchen,
Dann ein Plätzchen,
Zirri!
Am Birnbaum oder am Haselstrauch.
Allein ich dacht, du baust einmal
Auf gut Glück.
Schaden kann es auf keinen Fall;
Zirrwick Zirrliwick!
Gefällt’s Ihr nicht, meine Jungfer Braut,
Es ist gleich wieder umgebaut.
Eduard Mörike

Ziemlich viel gezwitschert haben auch Andere in der letzten Zeit…die einen „Zirri, Zirrli“, andere nur „Zirri“ und manche auch „Zirrwick, Zirrliwick“.
Wie man sieht, kann man vom vielen Zwitschern auch ein „rotes Kehlchen“ bekommen. 😉
Und wir haben heute die (Qual der) Wahl… Kommunalwahlen in Bayern… mal schauen, ob was „umgebaut“ wird. 😉
Also wir sind dann nach der Arbeit, nein, keinen zwitschern, sondern mal beim Kreuz-worträtsel lösen…

Wer nicht weiß wie und noch Hilfe beim „Lösen“ braucht, findet sie HIER >>>>
Der BR zwitschert ganz gut aus, wie das mit dem Ankreuzen geht. Das „Lösungswort“ und wer sich nach seiner Wahl ins gemachte Nest setzen darf, muss aber jeder selbst wissen. 😉

„Honigsüße“ Kro-Küsschen im Doppelpack…

Heute lassen wir mal nur Bilder sprechen… ein paar sonnige Erinnerungen, an einem nur fast sonnigem Wochenende… 😉
Allen ein schönes Wochenende mit viel Sonne im Herzen….

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Die Fotos können wieder einzeln angeklickt oder in der Galerie größer angeschaut werden…

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