Willkommen unterm Regenbogen

Archiv für Juni, 2014

Wasser (-farbe) marsch…

Sagte der Himmel und hat seine Schleusen immer noch weit geöffnet…
Und in Bad Wörishofen soll auch das Löschwasser aus besonders schönen Hydranten kommen…

Dort kann (konnte) man (ich weiß nicht, ob immer noch, die Hydranten gibt es aber auf alle Fälle noch) ab 20 Euro im Jahr „Hydranten-Pate“ werden.

Eine Idee von Vera Kloeter, die dann entrosten und bemalen geht (ging).

Hier sind drei davon…
Nicht für die Katz‘, sondern den Hund… 😉

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Für durstige Nachteulen…. 😉

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Und zum Füße waschen… 😉

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Und weil alle gerade Fußballverrückt sind… in Südtirol, in der Gemeinde Deutschnofen, gibt es den FC. Hydranten….   Hier klicken>>>

„Freizeitfußballmannschaft“…. Vielleicht hat man sie deswegen noch nicht bei der WM  gesehen?  Oder sie spielen Wasserball, wäre doch naheliegend bei dem Namen. 😉
Aber die Freizeitfußballer sind wenigstens noch Sportler. Bei den anderen ist er leider als Mittel zum Zweck verkommen. 😦

 

Regenwetter? Hier kommt das Gegenmittel…

Wir „liefern“ sonniges Gelb frei Haus…!

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Schon ein Date für heute? „Sie“ ist wohl mit dem Radl da. Die Vögel pfeifen es schon vom Blumenkübel. 😉

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Hier bräuchte die junge Dame allerdings einen Regenmantel. Es schüttet wie aus Kübeln. 😉
Wir wünschen allen Lesern einen möglichst sonnigen Sonntag!

Die Fotos können wieder einzeln angeklickt oder in der Galerie größer angeschaut werden!

Im Dornröschenschlaf geträumt…

Hier war wohl die 13. Fee auch nicht eingeladen mitzufahren und zur Strafe hat sie einen Zauber verhängt, dass die Bahnstrecke fortan in tiefen Schlaf fallen soll.
Schrankenwärter gibt es schon lange keinen mehr und sein ehemaliger Arbeitsplatz, wäre nicht mehr nur ein einfaches Holzhäuschen, sondern ein sehr luftiges, einfaches Holzhäuschen. Der Zahn der Zeit nagt an allem.

Aber wer genauer hinhört, kann sie noch hören die Bahn. Die Bahn aus längst vergangenen Zeiten…Man hört sie schon aus der Ferne pfeifen, das Geräusch des Dieselmotors oder gar noch das rhythmische Schnaufen einer Dampflok.
Wer kommt mit auf eine kleine Bahnreise in die Vergangenheit?
Bitte einsteigen und die Türen schließen (das ging damals noch nicht selbsttätig), unser Zug fährt ab.

An einem schönen Sommermorgen…
Es läutet und Schrankenwärter Paul geht zur Schranke…
Er fängt an, an der Kurbel zu drehen. Bimm, bimm…
Herr Müller, der jeden Tag in die Stadt zur Arbeit fährt, kommt schnellen Schrittes herbei und schwenkt dabei seinen Hut. „Halt, halt, ich muss noch durch damit ich den Zug erreiche“. Dicht gefolgt vom kleinen Franz, dessen Schultasche beim laufen auf dem Rücken auf und ab wippt. „Ich aaauuuch!“. Sonst bekomme ich wieder einen Eintrag, weil ich zu spät komme. Der Schrankenwärter hält beim drehen kurz inne und die Zwei schlüpfen noch durch.
Nun muss er aber die Schranke schließen. Bimm, bimm die Bäume schließen sich, fallen mit leisem Scheppern auf den Schrankenbock und wippen etwas nach…. Klack, tock tock, tock..
Herr Kunze flucht am Lenkrad seines Autos…“Mist… hoffentlich kommt der Zug bald, sonst komme ich zu spät zu meinem Termin“.

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Die Schienen flüstern schon mit leisem Singsang, „Bald kommt der Zug und Räder aus Stahl putzen uns blitzblank. Hallo Schotter und ihr Schwellen, ist unser Bett auch fest genug und seid ihr bereit, sein Gewicht zu halten?“ Die Schwellen antworten mit einem leisen Knarren und die warme Morgensonne entlockt ihnen den altbekannten Terpentingeruch.
Der Schrankenwärter ist in seinem Häuschen verschwunden, um zu melden, dass die Schranken geschlossen sind.
An der Schranke stehen inzwischen etliche Leute. Oma Lenz, die zum einkaufen will und die Meiers, mit zwei großen Koffern, diversem Handgepäck und ihren Zwillingen an der Hand. Sie wollen in Urlaub fahren. Müssen aber erst zum Zug aus der Gegenrichtung. Herrn Meier ist von der Kofferschlepperei warm geworden und er wischt sich mit einem riesigen karierten Taschentuch den Schweiß von der Stirn. Die Zwillinge sind schon ganz aufgeregt, und nerven ihre Mutter. „Mama, wann kommt jetzt der Zug?“. Die ist aber in Gedanken woanders und sinniert darüber, ob sie nicht doch noch das geblümte Kleid hätte mitnehmen sollen. Und brummt nur ein „gleich, gleich“.
Lärmend und lachend findet sich noch eine Schulklasse ein, die heute Wandertag hat. „Hurra, gleich kommt ein Zug! Fahren wir heute auch noch Zug?“
Aus dem nahen Bahnhof ertönt ein langgezogener Pfiff. Man kann hören, wie die Lok sich mühen muss, ihre Last am Zughaken, bergauf in Bewegung zu setzen.

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Der Schrankenwärter steht inzwischen wieder draußen und schaut in Richtung Bahnhof. Er mahnt einige übermütige, besonders neugierige Buben, nicht auf der Schranke zu lümmeln. „Davon kommt der Zug auch nicht schneller und davor, seht ihr genauso viel.“ brummt er in seinen Bart.
Und schon kann man die Lok auch sehen, die Schienen summen, die Sträucher und Gräser neben dem Gleis, weht der Fahrtwind zur Seite, als wolle er sich den Weg frei blasen. Der Lokführer gibt einen kurzen Pfiff, um Schrankenwärter Paul und die Wartenden zu grüßen. Als der Zug über den Bahnübergang fährt, winken die Kinder jubelnd. Und die Leute im Zug, unterwegs zu Arbeit, zur Oma oder zu einem Ausflug, winken lachend zurück.
Nachdem der Zug über den Bahnübergang gefahren ist, geht der Schrankenwärter wieder zur Kurbel und öffnet die Schranken.

Die Schulklasse stürmt los, Herr Meier hebt ächzend die Koffer an und die Zwillinge hüpfen an Frau Meiers Hand. Oma Lenz nimmt ihren Einkaufskorb und nun kann endlich auch Herr Kunze losfahren, er gibt Gas und braust los, eine dicke Wolke aus seinem Auspuff hinterlassend.

Der Schrankenwärter schaut ihnen nachdenklich hinterher, um dann in seinem Häuschen auf den Anruf für den nächsten Zug zu warten.

Wieder senkt sich Stille über Schwellen, Gleise und die Schranken. Und auch über das luftige Holzhäuschen.

Und von nun an schlafen die Schienen wieder und träumen davon, dass sie Stahlräder blitzblank putzen und die Schranken, dass sie jemand schließt, damit der Zug vorbeifahren kann. Und der Schrankenwärter? Vielleicht ja von den vielen unterschiedlichen Menschen vor seiner Schranke.

Ob ihr Traum wohl in Erfüllung geht?

Ziemlich sicher bleibt es ein Traum!
Denn heute brausen wir Computergesteuert in klimatisierten Zügen dahin, auf speziell dafür gebauten Strecken, durch Tunnel und ohne Bahnübergänge. Die wären bei den Geschwindigkeiten viel zu gefährlich. Vereinzelt gibt es sie noch, die Schrankenwärter Paul. Aber auch ihre Arbeitsplätze werden irgendwann nur noch „luftige Häuschen“ sein.
Aber den Traum von der Eisenbahn, die Menschen zusammenbringt, um sie letztendlich am gewünschten Ziel, wieder in ihr eigenes Leben und vielleicht in neue Träume zu entlassen, träumen noch viele. Und er wird auch heute noch wahr.

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Und für Eisenbahninteressierte aus dem „Jetzt und Heute“… das „Teil“, welches  über den Wegweiser zum Supermarkt hinausragt, ist ein gelbes „W“, Ra 11,  das „Wartesignal“ für Rangierfahrten…nähere Infos….HIER KLICKEN >>>>
Dieses Signal gibt es auch heute noch.

Die Fotos können wieder zum Vergrößern angeklickt werden.

 

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Voll Blumenlust aufgetafelt…

Hat der Kochverein Bad Wörishofen für „Blumenlust statt Alltagsfrust“…

Diese alles andere, als alltägliche  Tafel, war einfach nur genial… da möchte man doch am liebsten sofort zugreifen…  Wir wünschen Guten Appetit beim anschauen!

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Bis zum 29. Juni kann sie noch im Original angeschaut werden!

Eigentlich hätte ich heute etwas anderes posten wollen, aber gestern Abend las ich bei Moma, dass sie ihrer ❤ Liebsten einen Heiratsantrag ❤ gemacht hat, weil das in Luxemburg jetzt auch möglich ist. 🙂

Ich habe mich von ❤ für die Zwei gefreut und postwendend die Fotos von der schönen Tafel rausgesucht. Gäbe es einen schöneren Anlass für so eine festliche Tafel?

Also liebe Moma (unbekannterweise), die regenbogenlichter freuen sich mit euch und wünschen euch von Herzen, dass das Gesetz bald umgeschrieben ist. Und vielleicht ist bei der Tafel ja was Feines für euch dabei! 😉

Einen Regenbogen (im letzten Urlaub fotografiert) haben wir natürlich auch für euch…

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Wenn ihr genau hinschaut, es sind zwei Bögen… 😉

 

Die Fotos können wieder einzeln angeklickt oder in der Galerie größer angeschaut werden.

 

Balkon-Dschungel… Teil 2

Wie versprochen geht es weiter mit der „anderen Ecke“ des „Balkon-Dschungels“… ganz in lila…

Die mauretanische Malve (die inzwischen doch schon etwas müde wirkt, kein Wunder, schon das zweite Jahr) … und dahinter ein „Stockwerk“ höher, die „Waldrebe“….

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Auf einem Regal, in einer kleinen Schubkarre, noch die hübsche Dahlie, die letztens mal mit musste…

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Und natürlich die vor einer Zeit schon gepostete rosa Nelke auf dem Tisch, blüht auch richtig schön und treibt immer neue Blüten…

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Navi defekt? Falsch abgebogen? ;-)

„Go west“ oder besser south, haben die sich wohl gesagt….

Irgendwie falsch abgebogen… die Vogtlandbahn im Allgäu… da hat wohl das Navi total versagt …   😉

„Bitte drehen Sie, wenn möglich, um“… das sind die falschen Hügel…  *gg*

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Mit dem Navi das ist natürlich nur ein Scherz… !

Die Privatbahn, die bei uns (auch) fährt, gehört zu Vogtlandbahn. Und so gibt es leihweise mal einen Triebwagen aus dem Vogtland… 😉

Summertime….

Höhenflüge… für dieTemperaturen…

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Träumen in der Blumenwiese…

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Ein „irrer“ Duft nach frischem Heu…

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Die „Löwen“ sind los… viele (bunte) Löwenmäulchen… 😉

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Himmlisch… weiß-blaue Ansichten… 🙂

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Es brummt… und summt… die Hummel – ein Lied vom süßen Nekar.. 😉

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Für euch soll’s wilde Rosen regnen… ❤

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Kuhglockengeläut… ohne Kuh und zum selber läuten… ein „Kuhglocken-Xylophon“.

Das funktioniert wirklich, hört sich richtig gut an, nur eine richtige Melodie bringe ich mit meinem fehlenden Musik-Talent nicht zusammen. 😉

Aber wer in das folgende Foto klickt, hört richtig schöne Musik… den „Ungarischen Tanz No.5 “ von Johannes Brahms. Nicht auf Kuhglocken, etwas feiner, auf Weingläsern gespielt. Wein und Tanz für einen schönen Sommerabend…

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Heute ist übrigens ein „magischer“ Tag… der Johannistag… HIER NACHZULESEN >>>>

 

 

Blumenlust statt Alltagsfrust…

Das ist doch ein perfektes Motto für ein freies Wochenende oder auch für den Wochenenanfang….

Und …

Ist auch der Slogan für  die „Miniatur-Garten“-Schau, die die Stadt Bad Wörishofen gerade wieder ausgerichtet hat. Sie ist noch bis zum 29. Juni anzuschauen.

Einmal waren wir schon zufällig da, es hat uns gut gefallen und so haben wir uns am Samstag gedacht, sind wir doch mal lustig und schauen uns an, was sie dieses Mal für Ideen hatten. 🙂

Es waren wieder sehr nette Ideen und eine (witzige) davon, hieß „Der mobile Garten“…

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Na wenn so ein Garten nicht mobil ist, dann wissen wir auch nicht… selbst die Kleinsten machen schon mit ihrem Dreirad mit. Und ziemlich früh losgegangen müssen sie auch sein. Damit sie mit ihren Gärten aus der Steiermark, auch pünktlich im Allgäu waren. *blinzel*

Und wer in der Heimatstadt von Pfarrer Kneipp, mal das kneippen mit der Kneipe verwechselt, für den ist die Pflanz-Schubkarre als „Beförderungsmittel“, vielleicht auch noch ganz hilfreich.

Und extra für den heutigen Beitrag, machen wir aus dem Slogan doch mal Blumenlust nach Herzenslust, statt Alltagsfrust…

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Das grüne (Blumenlust-) Herz Österreichs, ist doch genau richtig für Frau Waldspechts Montagsherz…

Die Fotos können wieder einzeln angeklickt und größer angeschaut werden.

Die anderen Miniaturgärten waren ebenso sehenswert… demnächst gibt es noch mehr Blumenlust bei den regenbogenlichtern…  😉

Und wer das Leben und Wirken des Pfarrers Sebastian Kneipp nicht kennen sollte, HIER >>>> ist es nachzulesen.

 

Brücken schlagen…

Nachdem wir schon bei „Kirche im Detail“ >>>> einen Ausblick auf den/das Viadukt in Obercunnerdorf gepostet haben, wollen wir ihn/es euch noch ein wenig näher bringen. 😉

Erst noch mal der Ausblick…

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Viadukt kommt aus dem Latainischen… via für „Weg“ und dulcere (ductum) für „führen.

Zur Geschichte dieser Bahnstrecke und der Viadukte…

Dieser „führt“ über eine Senke an der ehemaligen Bahnstrecke Löbau-Zittau. Am 25. Juni 1845 erhielt Löbau-Zittauer Eisenbahn-Gesellschaft die Konzession zum Bau der Strecke von Löbau nach Zittau.
Die Strecke wurde am 10. Juni 1848 eröffnet. Der erste Zug verkehrte von Zittau nach Löbau, gezogen von der Dampflokomotive „Zittau“. Auf der Rückfahrt zog die Dampflokomotive „Löbau“ den Zug.
Es ist also keine Erfindung der heutigen Zeit, Zügen Namen zu geben!

Am 1. Januar 1871 ging die Strecke in das Eigentum der königlich sächsischen Eisenbahnen über.

Am Ende des 2. Weltkrieges versuchte die Wehrmacht viele dieser Bauwerke zu sprengen. Bei diesem Viadukt ist es ihr nicht gelungen. Einige mutige Menschen hatten unter Einsatz ihres Lebens die Zünder entfernt!
Beim nächsten Viadukt in Herrnhut, ist es der Wehrmacht leider gelungen und so war eine durchgängige Verbindung erst wieder am 4.August 1945 möglich.
Am 24. Mai 1998 wurde der Personenverkehr auf dieser Strecke eingestellt. Und somit verlor sie im Prinzip ihren gesamten Verkehr. Endgültig stillgelegt wurde sie am 28. Februar 2003.
Im Jahr 2007 pachtete die Deutsche Regionaleisenbahngesellschaft den Abschnitt Niedercunnersdorf – Löbau. Allerdings nicht für den Personenverkehr.

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Bereits bei den alten Römern gab es zahlreiche Viadukte. Besonders bekannt aber, die Äquadukte, die oft über viele Kilometer als Wasserleitung fungierten. In Griechenland schon im 6. Jahrhundert vor Christus!

Und die 11  Äquadukte für Rom, hatten eine Gesamtlänge von 400 km!

Ein Viadukt ist immer auch eine Brücke. Führen mehrbögige Brücken über Gewässer, werden sie aber oft nicht als Viadukt bezeichnet.

Die Aussage bei Wikipedia, dass eine Brücke nicht nur trennt, sondern auch verbindet, ist sehr treffend.
Eigentlich verbinden Brücken für mich hauptsächlich und trennen weniger!

Denn „Brücken schlagen“ ist nicht umsonst das Synonym für „eine Verbindung herstellen“ oder „Kontakte knüpfen“. Also sich mit Anderen verbinden. Und was gibt es Besseres?

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Der kleine fleißige „Bauersmann“ auf dem Foto oben, hat doch den Durchblick… oder?

Noch mehr Durchblicke…

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Die Wildrose und das Perlenkleid…

Zum Mittsommer mal wieder eine Geschichte für alle großen und kleinen „Kinder“.

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Der Sommer war ins Land gezogen und hatte Sonne und Wärme mitgebracht. Unter einem Baum hatte eine weiße Wildrose ihr Zuhause. Sie trug ein duftiges weißes Sommerkleid mit gelbem Oberteil. Dieses und ihren sanften Duft, mochten Bienen und Hummeln sehr gern. Sie kamen sie oft besuchen und hielten ein summendes Schwätzchen mit ihr. Die Wildrose war sehr gastfreundlich und bewirtete sie mit feinem Nektar und Blütenstaub.
Dann drehte sie sich in die Sonne und ließ sich vom warmen Sommerwind streicheln. Ihr Blütenblätterrock wehte lustig und der Wind nahm ihren feinen Duft mit. Dieser kitzelte die Vorrübergehenden in der Nase, sie sogen ihn tief ein und sagten:“ Es duftet nach Sommer“!

Ihr Baum stand nahe an einem Bach und während sie und ihr Baum tranken und sich in der größten Mittagshitze erfrischten, erzählte er ihnen leise plätschernd Geschichten von dem, was er auf seinem Weg alles gesehen hatte. Und das war eine Menge.
Oben in der Baumkrone war auch lustiges Treiben, da waren junge Vogeleltern eingezogen. Die Wildrose musste nur immer aufpassen, dass die Piepser nicht ihr schönes Kleid bekleckerten.

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Abends, wenn der Mond seine große runde Laterne in die Bäume hängte, spielten die Grillen auf der Wiese am Bach zum Tanz auf. Viele Tiere der Nacht fanden sich ein, Fledermäuse, Mücken, Nachtfalter und die Johanniskäfer, auch Glühwürmchen genannt, brachten sogar Laternen mit, mit denen sie lustig blinkten.
Selbst die zarten Blumenelfen kamen vorbei, schaukelten in den Ranken der Wildrose und benetzten sich mit dem Tau auf ihr, damit sie gut dufteten.
Nur der alte Graureiher fühlte sich manchmal in seiner Nachtruhe gestört und war über dem Ärger schon ganz ergraut.
Streichquartett und Tanz gingen bis zum frühen Morgen. Bis die Vögel ihr Morgenkonzert begannen und damit die Sonne lockten, die dann gähnend und mit rotem Gesicht, über den Horizont schaute. Denn sie hatte die ganze Nacht schon die andere Erdhalbkugel beschienen.

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Das ging einige Zeit, Tag für Tag so weiter. Eines Morgens jedoch, war es irgendwie anders. Die Sonne strahlte schon früh sehr warm und auch der sonst so schöne, kühle und ihr lustige Komplimente ins Ohr säuselnde Sommerwind, schlief wohl noch. Es wurde drückend und heiß. Die Ameisen, die sich jeden Morgen zum Frühstück, Honigtau von den Blattläusen holten, liefen ganz eilig an ihr hoch und wieder runter.
Die kühnen Schwalben, die auch Kinder im nahen Stall zu versorgen hatten, übten heute wohl den Tiefflug. Aber wenigstens die Bienen und Hummeln kamen wie gewohnt auf ein Schwätzchen.

Gegen Mittag fingen hinter den Bergen dicke Wolken an aufzuquellen. Und verdeckten schon einen Teil, von dem irgendwie nicht mehr ganz so blauem Himmel. Was hatten die heute so Wichtiges, dass sie sich so aufplustern mussten? Nach und nach waren sie auch nicht mehr weiß, sondern ihr Gesicht verfinsterte sich zusehends.

Erst dachte die Wildrose schon, der Sommerwind wäre jetzt doch noch aufgewacht, aber nein, es war sein größerer Bruder, der Windstoß. Er kam bei ihr vorbei, um ihr zu sagen, dass sie sich gut festhalten solle. Denn sein mächtiger Onkel, der Gewittersturm, sei schon ziemlich nah. Und seine Tanten, die Gewitterwolken, konnte man schon in der Ferne grollen hören, dass sie ja so schwer an dem Wasser zu tragen hätten und es wohl bald ausschütten müssten.
Sie bräuchten nur noch blitzschnell Hilfe.

Nun hatten es auch die Bienen und Hummeln eilig. Denn ihre Pollenhöschen durften nicht nass werden. Sonst kamen sie nicht mehr heim und konnten ihre Kinder und die Königin nicht mehr versorgen. Und Vorräte für den Winter hatten sie dann auch nicht.

Die Rose rief ganz erschrocken aus:“Oh nein! Was wird dann aus meinem schönen Kleid!“. Es waren aber alle schon weg und keiner hörte sie.

Und schon fuhr ein mächtiger Blitz wie ein Windsurfer über den Himmel. Die Wolkentanten bedankten sich mit einem lauten Donner und schütteten an Wasser aus, was sie nur konnten.
Im nu war die Rose nass und wurde vom Sturmwind zerzaust! Sie konnte sich nur an ihren Baum schmiegen und etwas unter seinen Blättern Schutz suchen.

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Irgendwann hatten es die Wolkentanten nicht mehr so schwer und grollten nur noch wenig. Jetzt konnten sie viel leichter weiterziehen. Und auch der Onkel Gewittersturm war müde geworden und hatte sich wieder hingelegt. Hinter den Wolken schaute schon die Sonne hervor und schickte ihre Strahlen zu den Wolken, damit sie bessere Laune bekamen und nicht mehr grollten.

Am Himmel erschien ein wunderschöner Regenbogen. Er strahlte und leuchtete in den schönsten Farben. Und er blickte voller Bewunderung auf die wilde Rose und sagte zu ihr:“Du bist wunderschön!“.
Erst da wagte es die Rose, an sich herunter zu sehen und sah, dass sie ein mit den schönsten Perlen besticktes Kleid an hatte.
Nun strahlte sie über ihr ganzes Gesicht und schmiegte sich glücklich an ihren Baum.

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Seit dieser Zeit trägt diese und vielleicht auch noch andere Wildrosen, ein mit wundervollen Perlen besticktes Kleid.

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Und ihr Baum ist sehr stolz auf seine wunderschöne Gefährtin.

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Die Fotos können wieder einzeln angeklickt oder in der Galerie größer angeschaut werden.

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