Willkommen unterm Regenbogen

Archiv für 02/06/2014

Das „Eselsohr“ unter den Pflanzen…

Der Aronstab…
Ich meine zumindest, dass sie dazu gehören. Die genaue Bezeichnung dieser Art habe ich leider nicht gefunden.
Falls es jemand weiß, ich würde mich freuen, zu erfahren, welcher es ist!
Eventuell Arum apulum >>>
Und gut, dass ich die „Lauscher“ noch vor dem Urlaub fotografiert habe. Inzwischen hat die Stadt gemäht…und jetzt ist es vorbei mit dem großen Lauschangriff… 😉

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Ein Hüllblatt umgibt den Blütenkolben, an dem unten die weiblichen und oben die männlichen Blüten sitzen.

Der Kolben verströmt Aasgeruch und lockt so kleine Fliegen an. Diese dringen in den Trichter ein und bestäuben so die Pflanze.

Man nennt das auch eine Fliegenkesselfalle. Nicht „Häschen in der Grube“, sondern „Fliege in der Kesselfalle“ oder so.

Beim nächsten Foto ist aber eher eine „Blattschneideameise“ am Werk… rechts, relativ weit oben.

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Im August/September reifen die Früchte heran. Erst grüne Beeren (am Stiel), die dann rot werden. Die muss ich dann mal fotografieren. Ich weiß, wo noch welche stehen. Da wird nicht gleich gemäht.

Allerdings eine andere Art. Die Beeren stimmen aber überein…

Sie sind, wie die Pflanze auch, giftig und schmecken süß! Sie enthält Caliumoxalat und den Scharfstoff Aroin. Also nicht ungefährlich für Kinder. Selbst berühren kann Hautreizungen auslösen.

Auch giftig fürTiere… Rinder, Pferde, Schafe , Schweine, Hund Katze, Kaninchen, Meerschweinchen, Hamster und auch Vögel.

 

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Der Aronstab heißt auch Eselsohr (sehr ähnlich finde ich), Magenwurz, Pfaffenspint, Aronskelch, Entenschnabel, Fieberwurz, Fresswurz, Deutscher wilder Ingwer, Johannishaupt, Kalbsfuß, Kuhwurz, Pfaffenblut, Pfingstblume, Veronikawurz, Zahnkraut und Zehrwurz.

Der Name  bezieht sich auf den Blütenkolben, kommt wahrscheinlich vom ägyptischen aron und verweist eventuell auf die Bibel.

Auf das Alte Testament… aus 2. Mose  7, 10:

„Und Aaron warf  seinen Stab vor den Pharao und vor seine Knechte hin, und er ward zur Schlange.“

Folgende Sage könnte auch in dem Zusammenhang entstanden sein.

Als Josua und Kaleb ins gelobte Land geschickt wurden, nahmen sie einen Stab. An ihm trugen sie die große Weintraube und die anderen Früchte jenes Landes. Nachdem sie abgeladen hatten, steckten sie den Stab in die Erde und an dieser Stelle wuchs später die Aronswurzel.

Früher wurde der Aronstab gegen Lungentuberkulose eingesetzt. Hippokrates empfahl ihn gegen Katharre der Luftwege. Weiterhin wurde er bei Frauenleiden, Ohrenschmerzen und Magenleiden empfohlen.

Räuchern mit Räucherwerk aus ihm, soll gegen Schlangen und anderes Ungeziefer helfen.

In die Wiege von Kindern gelegt, soll er vor Unholden schützen. Hauptsache, sie kosten nicht davon.. 😉

 

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Die größte Blume der Welt, beheimatet in Sumatra, die  Titanenwurz (Zeitraffervideo hier klicken) >>>   die letztes Jahr  u.a. im Botanischen Garten Hamburg , in Leipzig und Washington blühte, gehört übrigens auch zu den Aronstabgewächsen. Michėle- Gedankensprünge (im Blogroll verlinkt) hat letztes Jahr sehr unterhaltsam und informativ darüber gebloggt.

Und viele (häufig angebotene)  Zimmer-und Gartenpflanzen, von denen ich nie gedacht hätte, dass sie zu den Aronstabgewächsen gehören!
Wer wissen will welche, bitte  Hier klicken >>>

Die „Ohren“ sind überall und lauschen in alle Richtungen, wie man auf dem Foto sehen kann.

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