Willkommen unterm Regenbogen

Wollen wir… und schon gar nicht das Wochenende… das rollt an…

Für ganz Bequeme gibt es eine Roll(i)bank….

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Sonne, Schatten, versteckt oder nicht, kein Problem…

Das Sprichwort „Auf die lange Bank schieben“ heißt, etwas (Unangenehmes) vor sich her schieben… da ein Wochenende im Allgemeinen aber nichts Unangenehmes ist, braucht man auch nichts schieben… noch nicht mal die Roll(i)bank… 😉

Diese Redensart ist schon ziemlich altertümlich und kommt römisch daher. Denn sie stammt aus Zeit nach der Einführung des römischen Rechts. Denn zu diesen Zeiten, gab es bei der deutschen Gerichtsbarkeit noch keine Aktenberge. Noch kein Schlauberger hatte in einem Akt von Erfindungsgeist, die Akte erfunden. Aktenschränke, in denen man sie hätte stapeln können, gab es ebenfalls nicht. Dafür gab es aber (Schatz-) Truhen. Deswegen wurde seit dem 15. Jahrhundert, etwas „auf die lange Truhe gelegt“. Die Gerichtsbarkeit war wohl damals schon umständlich und hat alle Umstände genauestens geprüft und abge(ver-)handelt. Denn in der Truhe hatten die (inzwischen erfundenen) Akten, auch manchmal ihre (ewige) Ruhe. Seit dem 15. Jahrhundert jedoch, finden wir ganz unten in der Truhe, die Wendung, “ etwas auf die lange Truhe legen“, die auf eine schwerfällige Gerichtspraxis mit differenzierter Aktenbehandlung verweist. Besonders das Reichskammergericht, muss sprichwörtlich langatmig gewesen sein. Prozesse dort, konnten mehrere Jahrzehnte dauern. Selbst Bischöfen hat dies wohl hin und wieder zu lange gedauert. Denn 1499 mahnte Bischof Johann III. dieses Gericht, dass er befürchte, dass seine Sache „alsdann gantz uff die lange Bahn gesetzet würde“. Bahn heißt hier, der Weg durch die Instanzen. Und je länger es dauerte, um so längere Bänke brauchte man, auf denen dann die zusätzlich hinzugezogenen Schöffen Platz fanden.
Im 17. Jahrhundert ersetzte dann die „Bank“ endgültig die (das Wort) Bahn.
Heißt aber nicht, dass es in einer Bahn keine Bänke geben kann. Trotzdem müssen Gerichtsprozesse noch lange keine Bank sein, heißt sicher zum Ziel und zum Erfolg führen. Wenn sie aber auf die lange Bank geschoben werden, kann man schon mal eine Bank brauchen, weil diese oft nicht ganz billig sind.
Günstiger und nervenschonender, ist sicher das sitzen auf einer Parkbank.
Und dazu lernen kann man, wenn man eine Schulbank drückt. Das kann kostenlos oder auch umsonst sein. Oft aber auch ziemlich teuer. 😉

Hat man dann den Prozess gewonnen oder die Schulbank erfolgreich gedrückt, hat man sich schon Blumen verdient. Die dann vielleicht auf einer Blumenbank Platz finden.

Hier eine Blumenbank im wahrsten Sinne des Wortes… Blumen gießen sollte man aber nicht auf die lange Bank schieben, sonst gewinnt man keinen Blumentopf als Gärtner.  😉

 

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Zur Erholung und Abkühlung geht es zur krummen Lanke, in dem Lied spielt auch eine Bank eine große Rolle.
Hier ist das Lied von „Krumme Lanke“ , gesungen von Freddy Sieg…
HIER KLICKEN >>>>

Wir wünschen „durch die Bank“ allen ein schönes Wochenende! 🙂

 

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Kommentare zu: "(Nichts) auf die lange Bank schieben…" (20)

  1. Mit langen Bänken hab ich es auch nicht so, denn erfahrungsgemäß werden sie immer länger 😆 .

    Liebe Grüße
    Anna-Lena

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  2. Oder man könnte neudeutsch von Prokrastination sprechen. Danke für die kleine unterhaltsame Exkursion sozusagen durch die Bankgeschichte. Doch meinen Gruß an Dich für einen schönes Wochenende schiebe ich nicht auf 🙂
    Liebe Grüße
    Stefan

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    • Lach, ja Bankgeschichte… darauf bin ich nicht gekommen. 🙂
      Und ich glaube, das spreche ich lieber „altrömisch“ oder so… 😉
      Herzlichen Dank und ich schiebe es ebenfalls nicht auf und gebe die Wünsche gern zurück…
      Liebe Grüße
      Ute

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  3. Ahaaaaaa! 😀 Wieder was dazu gelernt! 😉
    Hab ein schönes Wochenende, liebe Ute!

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  4. DANKE 🙂 ❤

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  5. Bei dir kann man so viel lernen und Inspirationen finden. Hoffentlich habe ich bald mal ganz viel Zeit, um mehr und länger in deinem Blog zu schmökern.
    Ein lieber Samstagsgruß und habt es schön bei diesem herrlichem Wetter!
    Elke

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    • Das freut mich sehr liebe Elke.
      Und ich wünsche dir ganz viel Zeit, für deine schönen Geschichten und vielleicht, dass du das selber lesen, nicht auf die lange Bank schieben musst. 😉
      Herzlichen Dank und den Gruß gebe ich gerne zurück. Genießt den Sommer!

      Liebe Grüße
      Ute

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  6. Danke für diese tolle Geschichtsstunde, liebe Ute.
    Die Blumenbank ist zauberhaft.
    Stimmt, das Blumengießen sollte man früh am Morgen und oder am Abend machen.
    deine Bärbel

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  7. Das wäre RAT–SAME….hab ein gutes WEEKEND…..HERZlichst ANDREA:))

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  8. ach so ist das, Klaus

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  9. Nun weiss ich auch mal wie diese Redensart entstanden ist! L.G. Diva

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