Willkommen unterm Regenbogen

20140621_125011 (800x461)

 

Noch ein Miniaturgarten aus Bad Wörishofen. Das Thema hieß Bibelgarten. Hmmmm… ziemlich phantasielos gestaltet, finden wir.
Biblische Symbole wie das Kreuz, erkennt noch jeder und auch die „gleichmäßig verteilten“ Töpfe mit den biblischen Pflanzen.
Immerhin an jedem Topf eine Pflanzenbeschreibung.

Ansonsten muss man schon sehr die eigene Phantasie bemühen, um sich die Pflanzen aus der Bibel im „Heiligen Land“ und die spannenden Geschichten dazu, vorzustellen.

Die Phantasie braucht man auch für das „Symbol“ im Vordergrund. Entweder steht es für das griechische „Alpha“…

Nach der Offenbarung 22, 13,

Ich bin das Alpha und das Omega, der Erste und der Letzte, der Anfang und das Ende.

Die Buchstaben stehen für den himmlischen Vater und Sohn, beide als Schöpfer und Vollender der Welt.

Da das „Alpha“ aber eine spitze „Nase“ und ein „Auge“ hat, denke ich vielleicht eher, dass das der große Fisch, aus dem Prophetenbuch Jona sein soll.

 

Der Prophet Jona

Das Buch Jona ist eine kleine, kunstvolle Erzählung. Ihr Schauplatz ist die einst mächtige Hauptstadt Assyriens, Ninive, die inzwischen untergegangen ist.

Jona erhält von Gott den Auftrag, der großen Stadt Ninive ein Strafgericht Gottes anzukündigen. Aber Jona fürchtet sich vor diesem Auftrag und versucht mit einem Schiff in die entgegengesetzte Richtung zu entkommen. Der Herr schickte einen großen Sturm und das Schiff geriet in große Seenot. Die Seeleute entschließen sich, Jona ins Meer zu werfen, danach wird es wieder still. Im Meer wird er von einem großen Fisch verschluckt. Nach drei Tagen speit ihn der Fisch wieder ans Land aus.
Nun ist er bereit, seinen Auftrag, den er von Gott erhalten hat, auszuführen.

Jonas Predigt in Ninive bewirkt, dass die Bewohner in sich gehen und Buße tun. Das Gericht findet nicht statt. Nur Jona ist nicht zufrieden. Er wollte den Untergang beobachten und ist nun beleidigt, dass er nicht stattfindet. Darüber beklagt er sich bei Gott. Gott aber, belehrt ihn mit Humor und Jonas muss zusehen, wie eine schattenspendende Staude, nach kurzer Zeit wieder verdorrt. Gott knüpft daran seine Antwort, mit der das Buch schließt:

Da sagte der Herr: »Schau her, du hast diese Staude nicht großgezogen, du hast sie nicht gehegt und gepflegt; sie ist in der einen Nacht gewachsen und in der anderen abgestorben. Trotzdem tut sie dir leid. Und mir sollte nicht diese große Stadt Ninive leid tun, in der mehr als hundertzwanzigtausend Menschen leben, die rechts und links nicht unterscheiden können und dazu noch das viele Vieh?« Jon 4,10-11)

Hinten ist auch eine dürre Staude, neben einer grünen zu entdecken…

Diese tolle Geschichte (nicht nur für Christen!) hätte man viel besser darstellen müssen. Ich bin sicher, es gab ziemlich viele Leute, die nichts damit anfangen konnten. Ich musste auch erst überlegen. Und letztendlich zeigt die Geschichte, dass auch Propheten sehr „menschlich“ waren. Mit Ängsten und einer gewissen Lust am „Elend“ anderer, was man täglich an den Autobahnen zum Beispiel, beobachten kann. Und sie zeigt auch, dass man in seinem Zorn nicht grenzenlos, sondern immer auch mitfühlend sein sollte.
Eine Metapher, die ich gern den Menschen in Israel und Palästina ans Herz legen würde. Womit wir wieder im „Heiligen Land“ wären, in dem es leider mal wieder ziemlich „unheilig“ ist.

Es könnte aber auch das Erkennungszeichen für die christliche Gesinnung sein. HIER NACHZULESEN >>>>
Das Symbol des Fisches, wurde bereits auf Wandmalereien in urchristlichen Grabmälern gefunden und deutet auf die wundersame Vermehrung von fünf Gerstenbroten und zwei Fischen, bei der Speisung der 5000 hin. Ich kenne das Symbol allerdings ohne „Auge“.
Und finde es wichtiger, christliche Gesinnung, wenn man sie hat, durch (gute) Taten kundzutun, als durch irgendwelche Symbole. Ein Symbol ist schnell irgendwo „hingepappt“, heißt noch lange nicht, dass man sich auch so verhält! Siehe das Nachwort zu Jonas Geschichte.

Aber wie schon gesagt, ein Garten, dessen Deutung wohl nur „Eingeweihten“ vorbehalten ist. Der „Rest“ kann die Phantasie spielen lassen und sich das (ihm) passende aussuchen. Dafür muss man aber erst wissen, um was es geht. 😉

20140621_125034 (800x459)

Schade, hoffentlich widmet sich nochmal jemand mit mehr Herz diesem schönen Thema, mit dem man viele Miniaturgärten gestalten könnte.
Und es ist auch alles andere, als ein Thema „von gestern“!
Mit dem obigen Garten, wird die evangelische Kirche wohl aber eher keinen Blumentopf gewinnen.;-)

Advertisements

Kommentare zu: "Eher Blumenfrust, als Blumenlust…beim „Bibelgarten“…" (13)

  1. Liebe Ute einen ganz lieben Grüß zur später Zeit wünscht dir Klaus und eine schöne Woche

    Gefällt mir

  2. Stimmt, der Fisch mit Auge ist mehr als ungewöhnlich.
    Aber vielleicht meinten sie, dass auch Fische Augen haben, wobei das ja stimmt.
    Die auf den Autos kleben, sind auch viel kleiner.
    Meist sind die Leute, die sowas am Auto haben aber echt christlich. Konnte schon einige kennenlernen.
    Aber der Garten da, ärmlich!
    deine Bärbel

    Gefällt mir

    • Vielleicht auch künstlerische Freiheit, wobei ich da nicht viel Kunst entdecken kann. 😉
      Kleiner hätte es auf die Größe dann wahrscheinlich überhaupt nicht gewirkt.

      Das ist durchaus möglich liebe Bärbel, wollte nur damit sagen, dass für christliches Tun nicht unbedingt Symbole nötig sind. 😉

      Aber wie schon gesagt, so weiß keiner richtig, was sie eigentlich wollten. Schade…!

      Liebe Grüße
      deine Ute

      Gefällt mir

  3. Claudia schrieb:

    Nun ist sie da, die Präsentation,die Dir am wenigsten gefallen hat. Du hast ja schon vor 2 Wochen geschrieben, dass Du darüber auch noch bloggen würdest. Und wir können sehen, dass Du recht hast. Schließe mich den anderen an. Ich würde schlicht und einfach „Bibelfriedhof“ statt „Bibelgarten“ dazu sagen.

    Oh weh, ich muss schon den ganzen Abend lang ein furchtbares Konzert mitanhören, da hier in der Nähe eine Konzerthalle bzw Freilichtbühne steht. Aber um 22 Uhr ist Schluss!

    Ein schönen Samstag abend wünscht Dir

    Claudia

    Gefällt mir

    • Grins, Bibelfriedhof trifft es auch… und ja, manchmal dauert es ein wenig. 😉

      Das Konzert dürftest du inzwischen überstanden haben, deswegen wünsche ich dir noch einen ganz schönen Abend.

      Liebe Grüße
      Ute

      Gefällt mir

  4. Hm, ja… Eine sehr dürftige Darstellung…
    Auf der Münchner Gartenmesse, die inzwischen, seitdem sie vom kleinen Messegelände M.O.C. ins große in Riem umgezogen ist, mehr eine Verkaufsshow für Schicki-Micki-Steh-rums und „Lifestyle“ geworden ist, hatte man vor Jahren mal versucht, das Thema „Biblische Speisen und Getränke“ umzusetzen. Das ist den Machern recht gut gelungen gewesen, ich schau mal bei Gelegenheit nach, ob ich davon noch Aufnahmen habe…
    Ein schönes Wochenende für dich und deine Lieben! ♥

    Gefällt mir

    • Dürftig trifft es…
      Und sicher ein interessantes Thema, falls du die Fotos noch findest, sicher „schön“ anzusehen.
      Und schade, wenn sowas zu Verkaufsshows für Lifestyle verkommt. Die Umsätze scheinen dies aber zu rechtfertigen .
      Dir auch ein ganz schönes Wochenende. ❤
      Bei mir auf Arbeit ist es warm und trocken. *gg*

      Liebe Grüße
      Ute

      Gefällt mir

  5. als Atheist sag ich mal, ich habe echt überlegt, was und wie ich mich dazu äußere, nun sag ich einfach, schönen Samstag, Klaus

    Gefällt mir

    • Lach, das ist doch ein Wort, den wünsche ich dir auch.
      Ansonsten sind die Pflanzen halt welche, die in den Geschichten in der Bibel und in der jeweiligen Vegetation vorkommen. Und sie wachsen sicher auch im Garten so manches Atheisten. 😉
      Und die Geschichten selbst, sind oft Geschichten aus der Menschheitsgeschichte, zum Teil auch mit wahrem Hintergrund und kleinen Fingerzeigen auf das menschliche Verhalten, nicht nur das von Gläubigen. Siehe mein Nachwort zu Jonas Geschichte. Und so manche Geschichte gab es auch schon, bevor sie in der Bibel stand. 😉
      Das noch von mir dazu…
      Liebe Grüße
      Ute

      Gefällt mir

  6. Fantasielos – da gebe ich dir recht. Eine Steigerung nach unten wäre noch, überall Putten hinzustellen. Da hat die Kreativität aber doll versagt.

    Liebe Grüße ins Wochenende,
    Anna-Lena

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Schlagwörter-Wolke

%d Bloggern gefällt das: