Willkommen unterm Regenbogen

Das Wochenende rückt näher und mit ihm vielleicht Ausflüge in die Natur…

Und manchmal kann man sie gut brauchen, die…

Kleinen Helferlein aus der Natur…  erst gestern Nachmittag, im Auwald, dort sind bei dem feucht-warmen Wetter, welches wir schon die ganze Zeit haben, die Mücken in Hoch (-zeits) -Stimmung.

In dem Fall sind es zwei „Brüder“ aus der Familie der Wegerichgewächse.
Breitwegerich und Spitzwegerich….

Wegerich galt schon den Heilern in uralter Zeit, als „Mutter der Heilpflanzen“ und Allheilmittel.

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Breitwegerich, (Plantago major)

Also wer einen (Insekten-) Stich hat, ein paar Blättchen von einem der Brüder pflücken, etwas zwischen den Fingern zerreiben und kneten, die „Masse“ auf den Insektenstich legen, hilft gegen das oft fast unerträgliche Jucken und Brennen.

Und hilft, Entzündungen in Grenzen zu halten.  Ebenso gut als „Blasenpflaster“, er hält Blasen an den Füßen in Grenzen. Ein Blatt mit einem Stein etwas breit walzen und in den Schuh, auf die aufgeriebene Stelle legen.

Perfekt auch, wenn einen ein böser Husten erwischt hat, das dann allerdings nicht mal eben so unterwegs. 😉
Wegerich wirkt wie natürliches Antibiotikum!

Breitwegerich und Spitzwegerich wachsen fast überall.  Breitwegerich sogar auf den Wegen, er ist „trittfest“. 

Die Namen werden auch entsprechend gedeutet…
Der deutsche Name Wegerich, althochdeutsch „Wegerih“, hat das ebenfalls althochdeutsche  „rich“ für König, im Namen.

Also der König der Wege.  Der lateinische Namen leitet sich von „planta“= Fußsohle und agere=Bewegung ab.  Die Blätter ähneln entfernt dem Abdruck einer Fußsohle.

Nach den Mythen ist es der Pflanzengeist des Wegerich, der Wanderern, auf dem Weg zurück ins irdische Leben, einen grünen Teppich auslegt, gegen die Widrigkeiten des Reisens schützt und heilend behilflich ist.

Ebenso wie die von Hades geraubte Fruchtbarkeitsgöttin Persephone, die auf dem „sakralen Pfad“, im Frühling mit ihrem licht-und samenspendenden Geliebten wieder zurückkehrt und Demeter nun wieder alles wachsen und grünen lässt.

Noch im Mittelalter hieß der Wegerich Herba proserpincacia. Proserpina ist ein Synonym für Persephone.

Bei den Germanen war es der Hellweg, der Weg ins Totenreich zu Frau Holle, die „Lichte“, die die Toten in der Anderswelt empfing.

Für Kräuterpfarrer Künzle hat der liebe Gott den Wegerich auf alle Wege gestreut, damit wir ihn immer bei der Hand haben.

Spitzwegerich wächst eher am Wegrand, er mag nicht so gern getreten werden.

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Spitzwegerich, Plantago lanceolata (für Lanze)

Spitzwegerich ist die Pflanze des Jahres 2014. Ihm wird eine noch etwas stärkere Wirkung zugeschrieben.

Beide wirken u.a. entzündungshemmend, fördern die Wundheilung, für Hauterkrankungen, Kratz-und Schnittwunden, Insektenstiche aller Art, Katarrhe der Atemwege, Magenerkrankungen, Geschwüre, gegen Zahn-und Ohrenschmerzen und sind Leberschützend.

Wegerichgewächse sind schon richtig gute Helferlein!

Wie man ihn zubereitet, findet man HIER >>>>
und HIER >>>>

Er ist wie Löwenzahn und andere Pflanzen, auch in der Küche zu gebrauchen!

 

 

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Kommentare zu: "Hier werden Sie geholfen…" (16)

  1. danke für den tollen tipp :O)

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  2. Danke für den Tipp.
    Muss mal schaun wie die in schwedisch heissen..
    Liegt wohl am Wetter das ich zur Zeit noch keine
    Müggen gesichtet habe.
    Desto mehr in NordSchweden..
    Liebe Grüsse und ein angenehmes Wochenende..
    Elke

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    • Im Auwald gibt es immer Mücken, durch das Wasser. Dieses Jahr allerdings extrem. Da kaum ein Tag vergeht, wo es nicht regnet, aber um die 20 Grad warm ist. An Rhein und Neckar entlang, muss es auch teilweise extrem sein. Da wo eben Hochwasser war.
      Im Norden und Osten, wo es heiß und trocken war, ist es sicher auch weniger.
      Ich habe mal nach Spitzwegerich gesucht, Breitwegerich findest du dort sicher auch.

      http://de.glosbe.com/de/sv/Spitzwegerich

      Dankeschön, das wünsche ich dir auch. Ich hatte heute frei (perfekt, schönes Wetter) und gehe dann in eine lange Arbeitswoche. 😉

      Liebe Grüße
      Ute

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  3. Claudia schrieb:

    Danke für den Tipp! Allen einen schönen Start ins WE

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  4. na, toll, dann mal ab ins Wochenende, beste Grüße, Klaus

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  5. Zitrone wirkt auch sehr gut bei Mückenstichen, bzw. bei Insektenstichen aller Art, einfach die Oberfläche einer halbierten Zitrone ein Weilchen auf die rote Stelle pressen. 😉 Und in der Apotheke gibt es ein Insektenspray auf ökologischer Basis – Anti-Brumm – das kann ich wärmstens empfehlen. 😉
    ♥liche Grüße!

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    • Ja und Zwiebel… nur hat man die eben nicht immer dabei…
      Und ja Anti-Brumm kenne ich… nur dran denken muss man… und bei einer Runde mit dem Hund, mal eben zwischenrein, brummen dann meist nur die Mücken, aber nicht das Anti-Brumm.. 😉
      In dem Fall greife ich dann gern auf den Wegerich zurück….

      Liebe Grüße
      Ute

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  6. In einem solchen akuten Fall nehmen wir immer Teebaumöl.
    Also bei Stichen.

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