Willkommen unterm Regenbogen

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Von einer „Gattung Politiker“, die inzwischen längst ausgestorben zu sein scheint. Jemand der klug, vernunftbegabt, diplomatisch und gemeinsam mit der „Gegenseite“ bestrebt ist, die Völker zusammenzubringen. Damit sie innerhalb der Grenzen ihrer Länder, friedlich an einem Strang ziehen, anstatt aufzurüsten und sich zu bekriegen.
Dieses Ziel scheint heute weiter entfernt zu sein denn je. Im Gegenteil, es gibt Leute, die Krieg fordern.
75 Jahre, nachdem der 2. Weltkrieg am 1. September 1939, mit dem Überfall der Nazis auf Polen begann und dem fast 60 Millionen Menschen zum Opfer fielen.
Und an dessen Ende sich die Menschen schworen „NIE WIEDER KRIEG!“

Gibt es so jemanden noch? Ich glaubte nicht mehr daran und dann las ich ein Interview in der taz. Ein Interview mit dem ehemaligen amerikanischen Botschafter in Moskau zu Gorbatschows Zeiten, Jack Matlock. Und ich fand, was ich suchte. Leider ist es „nur“ der ehemalige Botschafter!
Wo sind solche Leute heute, um andere zur Vernunft zu bringen?! Und viele täten gut daran, auf Menschen wie Jack Matlock zu hören!
Ein sehr lesenswertes Interview und jemand, von dem viele noch etwas lernen könnten! Ein Interview zur heutigen Lage in Russland und der Ukraine, der Rolle der Nato in den letzten Jahrzehnten, was falsch gelaufen ist, mit Rückblicken in die Vergangenheit. Was der „Westen“ keinesfalls tun sollte, bzw. nie hätte tun sollen. Und damit Putins heutiges Verhalten provoziert hat.

Zum Interview hier klicken >>>>

Stattdessen werden selbst in Reden anlässlich einer Gedenkveranstaltung, auch zum Tode von Millionen Menschen aus Russland, härtere Strafen und Aufrüstung gefordert. Und das auch von einem ehemaligem deutschen Pastor! Beschämend!
Der „wind of chance“, weht schon wieder sehr kalt!

Konfrontation wird keinerlei Verständnis bringen und schon gar keine Vergebung.
Da helfen nur Gesten wie der Kniefall von Bundeskanzler Willy Brandt damals.
Und diese helfen manchmal auch, Unversöhnliche zu versöhnen.
Egal in welche Richtung!

Ich schlief und träumte, das Leben sei Freude
und sah, das Leben war Pflicht.
Ich handelte und siehe, die Pflicht war Freude.

Ranindranath Tagore

Ich schlief und träumte, jedermann würde es mit Freude als Pflicht ansehen, den Schwur der Menschen von damals zu erfüllen.
Es ist unsere Pflicht! Gut zu machen, geht es sowieso nicht mehr, aber neue Opfer könnte man verhindern!
Aber manche Märchen werden dann eben wirklich nicht wahr. Alles nur geträumt… !

Das auch zum Gedenken und zur Mahnung an ein ebenso schlimmes Ereignis in New York, welches ebenfalls sehr vielen unschuldigen Menschen das Leben gekostet hat. Und das sich heute wieder jährt. Ebenso „hoffentlich nie wieder!“

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Kommentare zu: "Ich schlief und träumte…." (24)

  1. Ein kleines bisschen passt der Brief eines Schriftstellers, den ich heute rebloggt habe, zu deinem Post:
    http://vollytanner.wordpress.com/2014/09/10/mein-schreiben-an-den-bundesprasidenten-gauck-als-reaktion-auf-seine-einladung-zu-einem-empfang/
    Ich wünsche mir sehr, sehr viele Menschen mit so einem Rückgrat, einer solchen Ehrlichkeit und einem solchen Charakter…

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  2. Einen schönen Abend liebe Ute ein wahrer Spruch von Leben leider ist das Leben kein Traum,Kriege und Terror wo fuhrt das alles hin.Fahren Morgen zur Ahr hoffenlich wird das Wetter gut.Lieber Gruß und einen schönen Freitag.Gruß Gislinde

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    • Danke liebe Gislinde, dir auch einen ganz schönen Abend und morgen dann eine schöne Zeit an der Ahr.
      Das Wetter soll wohl eher mäßig werden,ab Samstag aber immerhin trocken.

      Liebe Grüße
      Ute

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  3. Pauline schrieb:

    Es gibt nicht mehr und nicht weniger Kriege als zu allen anderen Zeiten, wir sind nur viel näher dran mit unseren modernen Medien, manchmal mittendrin. Solange es Menschen gibt, wird es immer Dumpfbacken geben, die sich den Schädel einschlagen und andere in Mitleidenschaft ziehen, liebe Ute ♥
    Sei lieb gegrüßt von der ♥ Pauline ❤

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    • Ja liebe Pauline, das mag sein. Heißt aber noch lange nicht, dass man jegliche Kriegstreiberei hinnehmen muss. Auch, wenn man vielleicht nichts ändern kann.

      Allein was ich aus Familien-und Bekanntenkreis weiß und was für ein Unglück allein der 2. Weltkrieg (der erste auch schon) über sie gebracht hat, reicht.um 10 Kriege verhindern zu wollen.

      Und leider schlagen sich nie die „Dumpfbacken“ oder besser die Initiatoren den Schädel ein, sondern sie schicken die anderen, damit sie sich den Schädel einschlagen lassen, damit die ersteren dann abkassieren können. Die Gründe für Kriege sind fast immer wirtschaftlicher Art.

      Ganz liebe Grüße ❤
      Ute

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      • Pauline schrieb:

        Es geht nur ums Geld bei diesen unsinnigen Gemetzeln und IMMER müssen die „kleinen Leute“ den Kopf hinhalten, leider, liebe Ute.
        Sei ganz lieb gegrüßt von der ♥ Pauline ❤

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  4. Liebe Ute,
    die Welt ordnet sich neu und die Ressentiments blühen. Wir sitzen in einer Zeitenwende. Zudem findet sich eine unbesonnene wie gefährliche Tendenz zum Bellizismus. O tempora, o mores. Dazu kommt ein akuter Bildungsnotstand der nicht vor den Spitzen der Republik halt macht. Der Tropfen Hoffnung bleibt dass trotzdem aus einzelnen Personen der über den geistigen Tellerrand schauen sich kleinere Gruppen entwickeln und daraus letztendlich auch für die Majorität als Resultat die Erkenntnis, dass ein kommunikatives, bi-oder multilaterales Miteinander mehr Früchte trägt als Ignoranz und Ressentiments. Jetzt ist mehr denn je die Königsdisziplin der Politik gefragt: die Diplomatie. Manchmal muss man sich, wie z.B. Stephane Hessel, empören oder einen Traum haben. Hab‘ trotz des ernsten Themas einen schönen Abend.
    Liebe Grüße
    Stefan

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    • Das kann man nur hoffen lieber Stefan und dass sich Bellizismus nie durchsetzen kann!

      Denn sonst könnte die Zeitenwende, in der wir uns tatsächlich befinden, uns sehr schlecht bekommen.

      Denn die Erfahrungen, die ich im Familien-und Bekanntenkreis kennengelernt habe, möchte ich nie machen müssen. Wir würden das bitter bereuen, glaube mir. Schlimm genug, dass das jetzt schon Millionen Menschen erfahren müssen.
      Und Deutschland hat schon gar kein Recht, auf irgend jemanden mit dem Finger zu zeigen.
      Und ja, ich hoffe, es kommen mal wieder solche Menschen, wie der zitierte Botschafter.

      Dankeschön, für dich auch einen ganz schönen Abend.
      Morgen gibt es was Schöneres. Da könntest du dich fast zu Hause fühlen. 😉

      Liebe Grüße
      Ute

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      • Zweifel sind dennoch angebracht. Eine Zahl noch. Lt. UNHCR-Bereicht waren letztes Jahr 50 Millionen Menschen weltweit auf der Flucht. Davon 50% Kinder. Es werden neue Allianzen entstehen und kein Mensch kann vorhersehen, wie die Welt sich verändern wird. Das sie sich verändern wird, steht außer Frage.
        Da bin ich gespannt, was Du morgen schönes hervorzaubern wirst.
        Liebe Grüße
        Stefan

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      • Ja, es bleibt nur abzuwarten…

        So tolle Fotos wie du habe ich nicht, aber ich hoffe, das Flair kommt rüber…

        Liebe Grüße
        Ute

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      • Das Leben ist gleichsam schrecklich und schön zugleich. Behalten wir uns die Hoffnung und Contenance.
        Danke für Dein schönes Lob. Du besorgst den Flair und ich morgen die Musik 🙂
        Liebe Grüße
        Stefan

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      • Oh ja, Me(e)hr Musik… 🙂 Erinnert mich daran, dass die Woche ja schon fast wieder um ist.

        Liebe Grüße
        Ute

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  5. Schon langge nichts me(e)hr gehört von dir…..biste in den WINTERschlaf schon gegangen liebe UTE?????So wünsche ich dir einen guten TAG…..und eine gute ZEIT habe dich in keinster WEISE vergessen…..sodann in keinster WEISE im READER me(e)hr gesehen….HERZlichst ANDREA:))

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  6. ich kann und will dir bedenkenlos zu stimmen, mache es gut, Klaus

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