Willkommen unterm Regenbogen

Haben wir auch „gesessen“…

Manchmal finden sich „Schätzchen“, da wo man sie nicht vermutet. Und so passiert es, dass unter anderem ein Wagen der Berliner U-Bahn, gebaut 1927 in Dessau, in Rheinsberg auftaucht. Und wieder hergerichtet wird.
Lebendige Geschichte… der Wagen erzählt Geschichten…

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Die Dachstützen sind vom Bahnhof Ostkreuz, aus dem Jahre 1902 und der Verein hat sie kostenlos von der DB erhalten.

Jetzt haben sie wieder den dunkelgrünen DR-Anstrich, mit dem die Verzierungen gut zu sehen sind.

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Der Wagen war bis 1968 im Einsatz, wurde kurzzeitig als Arbeitswagen eingesetzt und dann als Reserve abgestellt.

1973 wurde er verschrottet. In ihm hängen noch die Streckenfahrpläne von 1968, in denen die „Geisterbahnhöfe“ verzeichnet sind. D.h. die Westberliner U-Bahn durchfuhr dort unterirdisch die Bahnhöfe, oben waren sie zugemauert.

Am 10.05.1984 wurde der Wagen an die Mercedes Niederlassung am Salzufer in Berlin verkauft und diente dort als Verkaufswagen. Bis auf Tische und Spiegel (dort befand sich früher Reklame), die von Mercedes nachgerüstet wurden, ist die Einrichtung noch original.

Prominente Autokäufer mussten übrigens ein Autogramm hinterlassen. Es gab schon ein „illustres“ Publikum.

Obige Daten… Auszugsweise von den, durch den Verein im Wagen ausgelegten Infos.

AG Rheinsberger Bahnhof click…>>>>>

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2006 sollte er endgültig verschrottet werden. Jürgen Graf, Ehrenbürger der Stadt Rheinsberg und Ehrenmitglied des Vereins, veranlasste die Überführung nach Rheinsberg.

Zur offiziellen Einweihung kam auch ein prominenter Politiker, der schon einmal das passende Lied auf einen gelben Wagen gesungen hat. 😉 Mir fiel er sofort ein… Wer weiß wer da war?

Zum Schluss noch das abfotografierte Infoblatt mit den technischen Daten…

Wie immer…anklicken zum Vergrößern…

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Das Museum ist absolut genial… immer Dienstag Nachmittag geöffnet und auch zu anderen Zeiten gibt es (sehr kompetente) Führungen auf Anfrage.

Das war so klasse, da gibt es noch mehr zu berichten. In einem anderen Post. Am 29. und 30. August ist Bahnhofsfest!

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Kommentare zu: "Hoch auf dem gelben Wagen…." (31)

  1. Lese ich „Rheinsberg“, denke ich sofort an eines meiner Lieblingsbücher eines meiner Lieblingsautoren, hier in den Kommentaren schon erwähnt, und in Gedanken beamie ich mich zurück auf eine Zeitreise. Wie viele Geschichten und Erinnerungen hier in den alten Waggons stecken. Wenn sie erzählen könnten … doch das denke ich immer, wenn ich besonders magische oder interessante Orte oder Dinge sehe. Fantasiemagie eben.
    Und bevor ich nun hier anfange, eine Geschichte zu fabulieren, verneige ich mich in Ehrfurcht vor einem guten Artikel und winke dir ein Abschiedshallo zu.
    Herzlichst
    Ele

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    • Ja ein ganz klein wenig sind wir auch auf Fontanes Spuren gewandelt. Und vielleicht fällt dir ja mal eine schöne Geschichte für deine Seiten ein.

      Dankeschön und liebe Grüße zurück
      Ute

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  2. Ich liebe alte Züge und Salonwaggons 🙂 Eine Reise nach Rheinsberg wird für mich immer interessanter!
    Liebe Grüsse – Uta

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  3. Und dafür ein Hoch für Deine Entdeckungen, Ute. Dazu kommt die literarische Brücke zu Rheinsberg über Fontane und Tucholsky. Und drüben habe ich gelesen, dass man früher um die 40km/h schnell gefahren ist…und trotzdem ans Ziel kam. Früher wurde mehr gereist, heute wird fast nur noch gehetzt.
    Der gelbe Wagen hat etwas besonderes wie auch die Inneneinrichtung. Wenn man das alles mit der Moderne vergleicht leuchten nicht nur bei den Nostalgikern die Augen.
    Liebe Grüße aus dem heute mal sonnigen Norden, wenn auch mit einer steifer Brise.
    Genieße das Wochenende
    Stefan

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    • Das Hoch gebe ich für deinen Kommentar gerne zurück. Dem kann man nur zustimmen. Und reisen in dem Sinne, gibt es wirklich kaum noch. Vielleicht ja im Orientexress. Aber für den muss Otto Normalverdiener lange sparen.
      Und Fontanes und Tucholskys Spuren finden sich dort überall.
      Schön dass ihr wenigstens Sonne hattet. Genießt sie. 🌞 Hier gab es eher Novemberfeeling. Inclusive Regen und Temperaturen. Der Sommer holt noch Luft. Vielleicht ja mit eurer steifen Brise. 😉
      Liebe Grüße aus dem freien Wochenende
      Ute

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      • Das freut mich. Danke für Dein Lob. Extrem schade und ein Verlust ist es, dass Reisen ohne Stress nur noch in der 1. Luxusklasse machbar ist.
        Mich lockte das heutige sonnige Wetter, trotz Wind, nach draußen und Fotos werden bei mir noch folgen 🙂
        Für morgen soll der Wettergott mal wieder in Farbeimer der Grauen Farbe fallen. Da hilft vielleicht noch Rudi Carrell mit „Wann wird´s mal wieder richtig Sommer“.
        Liebe Grüße und genieße, nach der langen Arbeitswoche, das freie Wochenende
        Stefan

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      • Auf die Fotos freue ich mich schon. Und Sonne lockt mich auch immer.
        Dankeschön und euch eine angenehme Nachtruhe
        Ute

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  4. Sieht sehr schick aus, Ute! Sowohl die Überdachung mit den Zierstützen als auch die Inneneinrichtung des gelben Waggons. – Der Herr Scheel wurde ja bereits erwähnt … ^^
    Irgendwie hatten die Sachen früher schon einen besonderen Stil. Da kommt manchmal das moderne Zeugs von heute gar nicht mit.

    LG Michèle

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  5. Sag bloß, der Herr Scheel ist noch immer so mobil, um die Einweihung zu feiern?
    (Ich wusste bis eben noch nicht einmal, dass er noch lebt.)

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  6. Hoch auf dem gelben Wa-agen sitz ich beim Schwager vorn.
    So schöne alte Waggons sind immer was Besonderes
    deine Bärbel

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  7. Hello from Alberta, Canada … habe Sie durch Gisel gefunden … wunderschoener blog !!! Ich vermisse mit dem Zug zu fahren … aber tue das immer, wenn ich in Deutschland bin … Love, cat.

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  8. ja, die hatten schon was drauf zu früheren Zeiten, schönen Samstag, Klaus

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  9. Ein Schmuckstück 🙂

    GlG Mathilda ❤ 🌻

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  10. Wünsche dir ein gutes Wochenende lieber Gruß Gislinde

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  11. Auf meiner heutigen Fotocollage kannst du blühende Malven sehen (aus dem Samen, den du mir geschickt hast) 🙂 . Eine wunderschöne tieflila Farbe 🙂 .

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  12. Der Sänger war wohl Walter Scheel?
    Ein schönes Stück Geschichte hast du da in Rheinsberg entdeckt 🙂 .
    Sähen die Wagen heute so von innen aus, wären das wahre Luxuxfahrten.

    Liebe Grüße
    Anna-Lena

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    • Wohl wahr… die Freiburger Verkehrsbetriebe hatten eine historische Staßenbahn im „Regelbetrieb“. Einmal hatten wir das Glück, mit ihr fahren zu können. Das war, wie das Weinfest zu dem wir gefahren sind, ein schönes Erlebnis.
      Das Rätsel um den Sänger löse ich später auf. Vielleicht will ja noch jemand raten. 😉

      Liebe Grüße
      Ute

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  13. Da müssen wir wohl mal wieder in Rheinsberg Halt machen! Ein schöner Bericht. 🙂

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