Willkommen unterm Regenbogen

Archiv für Februar, 2016

Dicke Backen vom Mars oder so…

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Bei einem öffentlich-rechtlichen Radiosender ist mir am Wochenende das

Posting der (letzten) Woche >>>>

aufgefallen… Ich hoffe die geschätzte Leserschaft erinnert sich an die Schokoriegelrückrufaktion.

Zitat:

Eine Frage hab ich aber noch: Kennen sie eigentlich Victoria Mars? Die heißt wirklich so …Sie ist eine freundlich aussehende Frau mit Lockenkopf, die wegen ihnen – liebe Frau mit dem Plastikteil im Schokoriegel – wahrscheinlich ein paar schlaflose Nächte hatte. Victoria Mars ist die Aufsichtsratschefin des Familien-Unternehmens Mars. Der Konzern wird sich über ihre Beschwerde in etwa so gefreut haben wie ein Teenager über einen Pickel im Gesicht. Aber auch Mars hat dann alles richtig gemacht: Bei der Lebensmittelsicherheit darf kein Risiko eingegangen werden – auch wenn es bedeutet, dass Millionen von Schokoriegeln mit großem Aufwand zurück gerufen werden müssen. Vielleicht sollten sie sich mal treffen – sie, liebe Frau mit dem Plastik-Teil im Schoko-Riegel, und Victoria Mars. Vielleicht bietet Frau Mars ihnen zum Kaffee ja einen Schoko-Riegel an. Dabei können sie sich sicher sein: Da ist bestimmt kein Plastikteil drin.

Inzwischen hatte ich Bedenkzeit, bin mir aber immer noch nicht sicher, ob das nun Satire oder ernst gemeint ist.

Bei Satire wäre eindeutig zu sagen, beim  Postillon >>>>  geht es flüssiger, dem einen (Schoko-) Riegel vorzuschieben. 😉

Kann man das als „Profi“ ernst meinen?

Sicher war Mars.Inc mal ein Familienunternehmen und gut möglich, dass die ganze Familie noch von Schokoriegeln lebt. 😉

Und natürlich können auch Aufsichtsratsvorsitzende mit dem Namen Victoria Mars, Lockenköpfe haben und sehr nett sein.

Ebenso kann der Focus irren, bei der von ihm veröffentlichten Grafik irrt er aber nicht…

Mars ist inzwischen ein weltumspannender Konzern und er gehört zu den zehn „Großfamilien“, die u.a. bestimmen, was bei uns auf den Tisch kommt, im Futternapf unserer Tiere landet oder womit man dann die Wohnung wieder sauber bekommt und mehr.

Zur Grafik >>>>>

Schlaflose Nächte könnten schon einige gehabt haben. Ob es nun gerade Victoria Mars war, sei dahingestellt. Wie macht man aus dem vermaledeiten Plastikteilchen aus dem Munde einer Kundin, ein „Deckelchen“ was in aller Munde ist? Aber Dank auch der Medien, die eigentlich Gebühren bekommen, damit sie unabhängig sind, kennt man die Außerirdischen vom Mars, jetzt auch im letzten irdischen Winkel.
Ob Aufsichtsratschefinnen Lust und Zeit für ein Kaffeekränzchen haben, sei auch auf die Kaffeetafel gestellt.

Und ja, die Lebensmittelsicherheit, die ist natürlich wichtig. Deswegen gab es bei der Firma auch schon unsinnige Tests, die keiner verlangt hat… süße Mäuschen wurden mit Bestandteilen der Süßigkeiten zwangsernährt, mussten danach schwimmen, um die Rettungsplattform zu finden. Knuffige Ratten wurden erst mit Kakao gefüttert, hatten danach eine „Schönheits-OP“… nach einer Betäubung mit Kohlendioxid natürlich… und am Ende hieß es immer, Operation gelungen, Patient tot. Keinerlei Risiko. Wie nett, oder?
Nachzulesen hier >>>

Ganz vergessen zu erwähnen? Nur mal schnell was aktuelles, nettes posten wollen?
Auch Journalisten können mal was übersehen, klar. In letzter Zeit häufen sich aber die (verlorenen) „Übersichten“.

Ach ja, eine Frage hätte ich auch noch… zum Produkt eines anderen Familienunternehmens… zum Roundup Glyphosat.
Klar, ich fand die Vorstellung auch witzig, dass man 1000 Liter Bier trinken müsste, ehe man den gesetzlichen Grenzwert für Glyphosat erreicht.
Aber wieviele Liter Muttermilch muss ein Baby trinken? In der wurde Glyphosat nämlich auch gefunden. Ebenso in sehr vielen anderen Produkten, z.B. in denen Getreide ist, in Baumwolle und wahrscheinlich auch in den Radieschen aus dem Garten, wenn das Unkraut auf dem Weg neben dem Beet, mal wieder störte.
Wenn man dann mal zusammenzählt, muss man ja vielleicht gar kein Bier mehr trinken…;-)

In Kürze stimmt die EU ab, ob Glyphosat weiterhin erlaubt bleibt. Mal schauen, wer da nach Lebensmittelsicherheit fragt. Dummerweise nutzen da Plastikteilchen nichts.

Aber keine Angst, unsere Journalisten schreiben Artikel zur Beruhigung von besorgten Bürgen. Alles kein Problem!

Es gibt allerdings auch noch ein paar „unverkäufliche Einzelstücke“…
Die haben auch für das öffentlich-rechtliche Fernsehen, eine außerirdisch gute Reportage über die negativen Auswirkungen dieses „Mittelchens“ gemacht.

Der Schokoriegel scheint noch nicht ganz verloren.

Hier kann man die Doku anschauen >>>>

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(Das) Bild am Sonntag… ;-)

 

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Frühlingsbande…

Obwohl es nochmals kräftig geschneit hat, draußen sieht man (frau) ganz genau, dass der Frühling schon wieder sein blaues Band flattern lässt… fast einen Monat früher als letztes Jahr…. Zur Beruhigung für alle wintermüden und ungeduldigen Gemüter…

Die Fotos sind vom letzten Jahr, aber jedes Jahr aktuell und man kann die „blaue Bande“ in Hochform leuchten sehen. Deswegen wollen wir sie euch nicht vorenthalten… 😉

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Frühling läßt sein blaues Band
Wieder flattern durch die Lüfte
Süße, wohlbekannte Düfte
Streifen ahnungsvoll das Land
Veilchen träumen schon,
Wollen balde kommen
Horch, von fern ein leiser Harfenton!
Frühling, ja du bist’s!
Dich hab ich vernommen!

Eduard Mörike (1804-1875)

In dem Sinne… allen ein schönes und ein vielleicht nicht zu „blaues Wochenende“ mit vielen (Kro-) Küssen! 😉

Eure regenbogenlichter

 

Wenn es „eggt“…

Dieses Jahr eggte es wieder…am14.2., dem Sonntag nach Fastnacht. Beim Egga-Spiel, einem Fastnachtsbrauch aus vorchristlich-alamannischer Zeit. Um den Kampf der Menschen mit den Naturgewalten, deren Auswirkungen sie sicher heftig zu spüren bekamen.

Aufgeführt auf dem Marktanger. Alle 3 Jahre durch den Heimatdienst Sonthofen. Die Darsteller tragen handgeschnitzte Holzmasken, die den Rest des Jahres im Heimatmuseum ausgestellt sind. Früher waren es nur Männer/Buben, seit 1993 dürfen Mädchen /Frauen auch mitspielen. Auch an alten Spielen geht die neue Zeit nicht spurlos vorrüber. 😉

Ein „Zeremonienmeister“ erklärt, was beim pantomimischen Spiel passiert.

Es spielen mit… Bauer, Bäuerin, Bue (Sohn), Föhl (Tochter), Magd, Knecht, Kuh, Molle (Stier), Pferde, Sau, Katze, Hund, Gockeler (Hahn), Geißbock und natürlich die Hexe. Die überall aneggt, d.h.alles misslingen läßt.

 

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Diese sieht zwar so aus, ist aber nicht in dem Sinne gemeint, was wir uns in der heutigen Zeit unter einer Hexe vorstellen. Gemeint sind die bösen Geister, an die unsere Altvorderen glaubten und denen sie, Schlechtes was ihnen widerfuhr, zuschrieben.

-Unser Hexenbild stammt wohl eher aus den bösen Träumen so manches Kirchenmannes. Und die wurden für viele unschuldige Menschen zum Nachtmahr, zum Albtraum. Und wenn er nicht gerade „ketzerische Thesen an Kirchentüren nagelte“, glaubte übrigens auch Martin Luther an Hexen und empfahl ihre Verfolgung.

Die letzte in Deutschland als schuldig verurteilte „Hexe“, war übrigens  1775  Anna Maria Schwegelin, eine Dienstmagd aus Kempten. Das Todesurteil wurde aber wohl nicht vollstreckt.-

Das Spiel handelt davon, dass der Bauer mit dem Knecht und Bue das Feld bestellen will. Die Magd ist mit Flachs (-stroh) brechen, denn früher wurde im Allgäu viel Flachs (  Lein>>>  ) angebaut, beschäftigt. Das Stroh muss gebrochen werden, damit es später versponnen werden kann. Die Bäuerin hat ebenfalls in Haus und Küche zu tun und `s Föhl richtet inzwischen eine Brotzeit für alle her.

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Nur will an diesem Tag nichts so richtig klappen. Es „eggt“ an allen Ecken und Enden…

Die Hexe ist dazwischen gefahren und bringt alles durcheinander.  Macht das Vieh scheu, verdirbt das Essen, das Geschirr und selbst die Katze fliegt. Und das mit Feld bestellen, wird auch nichts.

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Alle beginnen die Hexe zu jagen, schließlich spürt der Hund sie auf und sie kann gefangen werden. Eine aus Stroh endet dann im Funkenfeuer am Abend.

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Alle freuen sich und tanzen.

Die Masken sind ziemlich schwer und es ist eine ziemliche Leistung, damit die etwa 45 Minuten zu spielen. Das Ganze zu fotografieren, scheint aber auch anstrengend zu sein. 😉

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Um ganz vorn zu stehen und das Spiel selbst fotografieren zu können, muss man sich schon sehr früh „anstellen“. Oder von der Presse sein… 😉 Wir waren vorher noch unterwegs und sind erst zum Umzug (der vorher durch die Stadt stattfindet) gekommen. Deswegen gibt es nur Fotos von der anschließenden „Ehrenrunde“ der Darsteller.

Am Brunnen vor dem Rathaus in Sonthofen -von Joseph Michael Neustifter (Eggenfelden)-  kann man die Figuren vom Egga-Spiel immer betrachten.

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Nicht geeggt hat es übrigens beim Wetter. Es hat  währen des Egga-Spiels gehalten und trocken heim gekommen sind wir auch noch. 😉

Wir sehen uns hinter dem Regenbogen…

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Moshe * 2002  † 04.02.2016

Der Hund ist das einzige Wesen auf Erden, das Dich mehr liebt als sich selbst.
(Josh Billings/ Henry Wheeler Shaw, Schriftsteller USA )

Unser lieber kleiner Freund Moshe!

Die Zeit mit dir ist viel zu schnell verflogen und wir hätten dich so gern noch länger bei uns behalten. Leider war dein Lebenslicht heruntergebrannt und wir mussten dich gehen lassen.

Wir hatten dich genauso lieb und du fehlst uns so sehr. Du warst so ein liebes Kerlchen und immer gerne bei uns in „deiner Hundehütte“. Bis zuletzt hast du es genossen und „gelacht“, wenn wir dich geknuddelt haben.

Bis wir uns hinter der Regenbogenbrücke wiedersehen, hast du immer einen Platz in unseren Herzen!

 

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