Willkommen unterm Regenbogen

Archiv für die Kategorie ‘Geschichten’

 Flüstern in der Stille der Nacht….

Aber im königlichen Garten ward es lebendig; denn wenn die heilig stille Nacht sich herabsenkt auf die Erde, und Bäume und Blumen sich von den Menschen nicht mehr beobachtet sehen, dann neigen sich die Häupter zusammen und erzählen sich leise flüsternd das Treiben der eitlen Menschen; welches sie am Tage belauscht haben;

Der Abendwind ist ihr Freund und geheimnisvoll trägt er die Mitteilungen zu entfernteren Bäumen und Sträuchen, welche die freudvolle oder traurige Mähr wieder leise unter sich verbreiten. Oft kommt aber auf rauschendem Fittig der wilde Sturmwind und will die Bäume zwingen, ihn auch in die Geheimnisse einzuweihen; diese wollen aber keinen so wilden Bundesgenossen, der heimatlos durch die Räume stürmt und lieber geben sie brechend ihren Geist auf, ehe sie nur einen Gedanken an ihn verraten;

Die Eiche nur sieht mit unerschütterliche Ruhe aus dunklen Augen ihn an, und selten hat er noch einen Sieg über sie davon getragen.

 

Mit diesen schönen und bildmalerischen  Worten aus “ Orient und Occident: Erzählungen und Mährchen“ von Amalie Krafft, aus dem Jahr 1838!, möchten wir unseren Lesern einen traumhaft schönen Abend, eine gute Nacht und einen guten Wochenstart wünschen!

Und vielleicht hört der eine oder andere mal das Flüstern der  Bäume…;)

Mein Leben ist nicht auf einem Ponyhof…

Sondern im Tierpark Kunsterspring >>>>

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Darauf trinken wir einen… nicht ganz so „wönzigen“ (winzigen) Schluck. Prost!

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Passfoto… ich habe mir extra noch Stroh in den Pony flechten lassen. Cool, oder?
Aber denkt bloß nicht, dass ich ein Strohkopf wäre. 😉

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Ich kann natürlich noch größer werden. Ihr braucht mich nur anklicken oder mich in der Galerie anschauen.

Ich habe für euch noch ein schönes Märchen gefunden.
Die abenteuerlichen Hauptdarsteller (-innen) sind Collie Donna und so ein Pony wie ich.

Hier geht es zur Bildergeschichte… >>>>

Tauziehen…

Winter und Frühling ziehen zur Zeit am blauen Band des Frühlings… jeder an einem Ende.
Haauuu ruck!

Am Wochenende hatte eindeutig der Winter gewonnen… 😉

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Und bei Elke habe ich eine perfekt passende Geschichte dazu gefunden. Dankeschön! Hier haben die Kinder gleich die Schlitten rausgeholt. 😉

Der Streit zwischen Winter und Frühling>>>> Hier klicken…

 

 

Mitten im Sommer…

Guten Morgen… alle gut durch die kürzeste Nacht des Jahres gekommen?

Feiern wir den Sommer doch mit einem Blumenkranz, auch wenn das Wetter leider wenig sommerlich ist.

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Die zarte „Elfenblume“ muss in einer so „durchlässigen“ Nacht natürlich dabei sein…
Islandmohn. Überall blüht er jetzt. Selbst an der Hauswand.

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Und die Akelei verneigt sich und klatscht Beifall für den Klatschmohn…dessen zarte Blütenblätter im Wind aneinander „schlagen“.

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Die Bienen und Hummeln freuen sich auf rosige Zeiten und summen der Hundsrose ein Sommerlied.

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Auf der Streuobstwiese waren sie ja schon im Frühling und dank ihnen wachsen jetzt kleine Früchte heran.

Und vielleicht tanzten dort heute Nacht ja die Elfen? Und es sind noch Funkelperlen zu entdecken… 😉

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Passend zu dieser Nacht hat Elke eine verzauber(n)te Geschichte…
„Die leise fröhliche Nacht“..hier klicken >>>

(Liebes-) Wort zum Sonntag…

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Woanders gibt es das Wort zum Sonntag und hier das Liebeswort zum Sonntag…. deswegen…

Wie versprochen, noch die Geschichte von der jungen hübschen Nonne aus dem Kloster Lindow>>>

Die Sage erzählt, dass im Kloster eine junge hübsche
Nonne lebte. Sie war von ihrem Vater gegen ihren
Willen hier untergebracht worden. Er war dahinter
gekommen, dass seine schöne Tochter einem Manne
in Liebe zugetan war, der dem niederen Stande an-
gehörte. Da sie sein Verbot, von dem Manne zu las-
sen, immer wieder übertrat, schickte er sie ins Klos-
ter. Besonders des Nachts soll sie immer wieder laut
geweint und gefleht haben. Alles Barmen aber konnte
den Vater nicht erweichen.
Kaum war sie einige Wochen im Kloster, da fanden
eines Morgens die anderen Nonnen ihre Zelle leer.
Wo man auch suchte, die schöne junge Nonne war
nicht zu finden. Man suchte den Garten und auch die
Klostermauer ab und hier entdeckte man an dem
abgebröckelten Gestein, dass sie in der Nacht, als
alles im Kloster schlief, entführt worden war, und
bald wusste man auch, dass der Entführer ihr Gelieb-
ter war.
Man weiß aber nicht, wo beide geblieben sind. Wäh-
rend die einen sagen, sie seien im Wutzsee ertrunken, be-
haupten die anderen, beide seien über den Sumpf glück-
licherweise entkommen. An der Stelle, wo beide über
die Mauer gestiegen sind, ist es bis auf den heutigen Tag
nicht geheuer. In der Mitternachtsstunde hört man es hier
oft scharren und kratzen, auch unverständliche menschliche
Laute mischen sich dazwischen.

Quelle: Ruppin-Kult-Tour

Im Ort Lindow hat die schöne Nonne „auf moderne Streetart“ auch ihren Platz gefunden. 😉

Liebe bezaubert halt immer wieder.
Über nicht standesgemäße Liebe ist man allerdings auch heute noch oft „Not amused“.
Und auch deswegen, ist die Sage immer noch aktuell.

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Keine Sage ist allerdings, dass ich seit Frei-tag bis nächsten Frei-tag, nicht Frei habe.  😉

Odysseus Odyssee am Odys-see… ;-)

(Sehr) frei nach Homer… hat der (aus Frankreich stammende) Künstler Tony Torrilhon dazu geschrieben…

Und die Geschichte nicht an den Odys-see ;-), sondern den Grienericksee in Rheinsberg (Mark) verlegt.

Die Odyssee ist eine der ältesten Dichtungen des Abendlandes, sie wird Homer zugeschrieben und wurde (nachweislich) im 8. Jahrhundert vor Christus erstmals schriftlich festgehalten. Sie beschreibt die Abenteuer des Odysseus von Ithaka auf der Heimkehr aus dem trojanischen Krieg.

Hier hat der Künstler eine der gestalteten Geschichten aufgeschrieben und gemalt. Vom Kampf mit dem Zyklop…

(Zum Vergrößern anklicken).

Die „Sirenen“ durften natürlich auch nicht fehlen. Wer kennt sie nicht…. 😉

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Wir hatten viel Freude beim betrachten der Holzfiguren, die nicht mit nur einem Augenzwinkern gearbeitet sind. 🙂

Der Künstler hat auch ein Ladengeschäft in Rheinsberg.

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DSC_0392 (1024x572)Zu finden an der Anlegestelle der Fahrgastschiffahrt.

„Unser“ Gastwirt hat uns gesagt, es gab durchaus kontroverse Diskussionen, ob das nun passt oder nicht.

Also wir finden, es passt perfekt. Cool, ein Hingucker, hat Spaß gemacht.

Aber über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten. 😉

Die Fotos können wieder einzeln angeklickt oder in der Galerie größer angeschaut werden.

Schönes Wochenende!

Dezemberfee….

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Eigentlich wollte ich ja nichts mehr posten….aber…erstens kommt es anders, als man (frau) zweitens denkt…

Ich habe gestern bei Elke eine zauberhafte Geschichte gefunden, die so gut zum letzten Tag des Jahres und auch ins neue Jahr passt, die möchten wir unsern Lesern nicht vorenthalten…
Als die Dezemberfee ein Lächeln zauberte… Hier klicken >>>

Nochmals allen Lesern einen guten Rutsch und für jeden Tag des neuen Jahres eine gute Fee und ein Lächeln… 🙂

Adventslichter….

Ein liebes Hallo an alle Leser!

Lange haben wir geschwiegen, die regenbogenlichter gibt es aber noch… 😉

Zuerst mal von ❤ Dank für die Anteilnahme am Tod meiner lieben Mutter. Eure lieben Zeilen haben mir sehr geholfen und Kraft gegeben.

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Das allein war es aber nicht. Sonntag sind wir damals zurück gekommen und ab Montag begann ein fünfwöchiger Lehrgang in München.

Das hieß 14 Stunden täglich unterwegs und abends und am Wochenende noch lernen. Ein wenig „haushalten“ musste ich ja auch noch, für mehr reichte es aber nicht mehr.

Der Lehrgang ist inzwischen beendet, in München „treibe“ ich mich aber immer noch rum… Praxisausbildung. Also geht es vorerst (fast) so weiter und meine Zeit ist rar.

Wir vergessen euch aber nicht!!!

 

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Für ein Adventsgesteck hat es aber inzwischen „gereicht“… wir sind diesmal weise, ähhhm weiß, mit einer „Schneeule“ unterwegs…

Und was könnte besser in die Adventszeit passen, als Geschichten. In dem Fall mal „Eulengeschichten“.

Bei  eulenwelt.de >>>>

gibt es eine wundervolle, dazu noch lehrreiche  Eulengeschichte von Petra Elsner. In 12 Teilen, illustriert mit wunderhübschen Bildern.

Also „fast“ ein Adventskalender. 😉

Allen die mögen, viel Lesevergnügen!

Wir hoffen, ihr hattet alle einen schönen 1.Advent und wir wünschen von Herzen eine besinnliche Adventszeit!

Ich hoffe, etwas mehr Zeit und Ruhe (und Zeit für Besuche) bleibt uns in den nächsten Wochen auch mal wieder. 😉

Hocherfreut sah ich auch gleich bei der „Streunerin“ einen „sagenhaften“ Wanderbericht aus Hinterstein und dem Tannheimer Tal, gleich hier um die Ecke…

Den wollen wir euch nicht vorenthalten…Hier klicken >>>>

Bringt ein Regenbogen Glück?

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Mara und Paul spielten draußen auf der Wiese, als ein Sommergewitter aufzog.
Es blitzte und donnerte kräftig und dann fielen auch schon die ersten dicken Tropfen.
Sie liefen schnell zur Scheune, um sich unterzustellen.
Und als durch die Ritzen in den Brettern der Scheune, die ersten Sonnenstrahlen blitzten, öffneten sie das Scheunentor, um nachzuschauen, ob es aufgehört zu regnen hatte.
Es regnete noch, trotz Sonne, aber den Himmel überspannte jetzt ein wunderschöner Regenbogen. Mara und Paul riefen wie aus einem Munde aus, „Oh wie schön!“
Weißt du was, sagte Mara, ich habe gehört, ein Regenbogen soll Glück bringen. Hmmm, sagte Paul und wie sollte er das tun? Aber ich weiß noch etwas ganz anderes. Du musst mir aber dein großes Indianerehrenwort geben, es niemandem zu erzählen! Mara antwortete, was weißt du denn, los sag schon, ich schweige wie ein Grab. Ehrenwort!
Okay kam von Paul, am Ende des Regenbogens soll ein Glückstopf mit Gold vergraben sein. Wäre das nicht cool, ihn zu finden? Dann könnten wir doch noch in Urlaub fahren. Ja, sagte Mara, vielleicht ans Meer! Dann lass uns doch das Ende des Regenbogens suchen! Und schon marschierten sie los.

Am Pfarrhaus war der Pfarrer im Garten, der sich freute, dass er heute nicht gießen musste. Ein Glück hat es geregnet.
Hallo Kinder, habt ihr den Regenbogen gesehen? „Ja klar Herr Pfarrer, gefällt er ihnen auch?“
Aber sicher, antwortete er und er ist ein Zeichen Gottes. Die beiden staunten, ein Zeichen? Ja sagte er, Gott vereinbarte nach der Sintflut mit Noah, dass nie wieder eine Sintflut alles Leben zerstören sollte. Mit den Worten: „Meinen Regenbogen habe ich in die Wolken gesetzt und er soll als Zeichen dienen, zwischen mir und der Erde“.
Oh, das ist aber ein Glück, so ein schönes Zeichen und Versprechen, danke, aber jetzt müssen wir los.

Am Ortsausgang kam ihnen ihr Physiklehrer entgegen, der ebenfalls den Regenbogen bewunderte. „Hallo ihr Zwei, wo wollt ihr denn hin?“
„Ach nur schnell zum Weiher, nach dem Gewitter quaken die Frösche dort, sicher ganz besonders laut“, antwortete Paul fast zu schnell.
Wisst ihr denn, wie so ein Regenbogen entsteht?“ Hmmmm, nicht wirklich, kam kleinlaut die Antwort.
Vereinfacht gesagt, wenn weiße Licht, in dem Fall das der Sonne, auf die vielen Regentropfen in der Atmosphäre trifft, wirken die wie lauter kleine Prismen.
Und zerlegen es in die Hauptfarben seines Spektrums. Und zwar in Rot, Orange, Gelb, Grün, Blau, Indigo und Violett.
Ah, wie bei den geschliffenen Glassteinen an unserer Wohnzimmerlampe, antwortete Mara ganz stolz.
Ja, genau, hast du ein Glück! Damit kannst du ja demnächst im Unterricht glänzen, ich verrate auch nichts. Habt viel Spaß am Weiher, tschüss!

Das Ende des Regenbogens war noch lange nicht erreicht, deswegen gingen sie schnell weiter. Am nahen Wäldchen sahen sie eine Frau am Waldrand sitzen, die traurig und mit Tränen in den Augen, hoch zum Regenbogen schaute. Guten Tag, warum schauen sie denn so traurig, der Regenbogen ist doch so schön, über den kann man sich doch freuen. Ja sagte die Frau, er ist wunderschön, aber mein lieber Hund ist vor kurzem über die Regenbogenbrücke gegangen und ich vermisse ihn so sehr. Er war mein bester Freund.
Paul schaute etwas erschrocken, dann fiel ihm aber sein Hoppel ein und sagte tröstend:“Oh, das tut mir leid, als mein Kaninchen Hoppel gestorben ist, war ich auch so traurig. Meine Mama hat aber gesagt, Hoppel gehe es gut, da wo er ist und irgendwann, könnte ich ihn dort sicher wiedersehen.“
Da stahl sich doch ein kleines Lächeln in das Gesicht der Frau und sie antwortete, deine Mama hat sicher recht, mein Junge. Es ist ein Glück, dass wir unsere Freunde dort finden können.

Vom Wäldchen aus, konnte man schon die kleine Stadt sehen, die nicht weit entfernt vom Dorf lag, in dem Mara und Paul wohnten. Und der Regenbogen schien genau dort zu enden. Komm, wir müssen weiter und sie liefen los. Auf dem Marktplatz angekommen, sahen sie eine Menge Leute, sehr viele davon, hatten Fahnen in den Regenbogenfarben, Pace oder Peace stand darauf. Mara und Paul drängten sich zwischen den Leuten durch, um mehr zu sehen. Vorne kamen sie neben ein paar Jugendlichen zu stehen, die zu ihnen sagten, cool, wenn ihr Knirpse auch zur Demo kommt, denn für euch ist Frieden am wichtigsten. Wieso Frieden? Und warum habt ihr alle Regenbogenflaggen? Ja weil wir gegen die Kriege demonstrieren, die einige verantwortungslose Menschen immer machen und alle anderen ins Unglück stürzen. Die Regenbogenflagge ist seit 1962 das Symbol der Friedensbewegung. Denn nur im Frieden gibt es Glück für die Menschen. Pace und Peace heißen übersetzt Frieden.
Aber der Regenbogen ist schon lange ein Symbol. Auch für den bekanntesten Anführer der Bauernkriege, den Prediger Thomas Müntzer, war es ein Symbol. Der Regenbogen fand sich auch auf der weißen Flagge der Aufständischen. Und als Thomas Müntzer am 15. Mai 1525 in Bad Frankenhausen seine letzte Predigt hielt, soll tatsächlich über weiten Teilen Mitteldeutschlands, bis Hessen, ein Halo, ein Regenbogenring um die Sonne, zu sehen gewesen sein. Er wertete das als Zeichen des Himmels. Leider wurden die Aufstände blutig niedergeschlagen. Das lag aber nicht am Regenbogen, sondern daran, weil die hohen Herren den einfachen Menschen kein Mitspracherecht gewähren wollten. Und Angst um ihre Macht und ihre Güter hatten.
Also liegt es auch an den Menschen selbst, ob sie anderen Glück gewähren, sagte Paul nachdenklich und mehr zu sich.

Mara holte ihn aus seinen Gedanken, indem sie an seinem Hosenbund zupfte. Duuuu, Glückstopf suchen ist echt spannend, macht aber auch müde.
Ich könnte eine kleine Pause brauchen. Ich auch, antwortete Paul, komm wir gehen auf den Spielplatz dort drüben!
Auf dem Spielplatz hüpfte ein kleiner Junge in Gummistiefeln durch die Pfützen und quietschte vor Vergnügen, wenn es richtig spritzte. Auf der Bank am Rand saßen zwei junge Frauen Arm in Arm und schauten ihm lächelnd zu. Für Paul und Mara war auch noch Platz und sie setzten sich daneben. Am Buggy von dem Kleinen, entdeckten sie auch eine kleine Regenbogenflagge.
Jetzt schaute der Kleine herüber und kam neugierig dazu. Mama, wer sind die Zwei… und im nächsten Moment schaute er sie an: „Ich bin Markus und wie heißt ihr? Kommt ihr mit schaukeln?“ Mara lachte, ich bin Mara und das ist mein Bruder Paul und nein, geh du nur schaukeln, wir sind schon ziemlich lange unterwegs und wollen uns etwas ausruhen. Vielleicht geht ja deine Mama mit… oh ja, bitte Mama, schaukeln und umfasste die Knie beider Frauen.
Jetzt schauten Paul und Mara etwas verwundert, wer hatte zwei Mamas? Eine der jungen Frauen erklärte ihnen dann dass sie ein Paar wären, sich sehr lieb hätten und Markus, ihren Sohn, gemeinsam aufziehen würden.
Also wie bei uns Mama und Papa, überlegte Paul. Bei uns spielt aber Papa mit mir Fußball und wer macht das bei euch? Jetzt lachten die jungen Frauen, ja notfalls wir beide. Mara brannte auch schon die ganze Zeit eine Frage auf der Zunge, die musste sie jetzt unbedingt loswerden. Wir gehen schon die ganze Zeit dem Regenbogen nach und haben ihn schon einige Male gefunden. Und warum ist er bei euch an dem Buggy?
„Das ist das Symbol für die Lesben und Schwulen und alle Farben haben eine Bedeutung für unser Leben:
Rot steht für das Leben, Orange für Gesundheit, Gelb für das Sonnenlicht, Grün für die Natur, Königsblau für Harmonie und Violett für den Geist.
Alles was wichtig ist für ein glückliches Leben.“
Da ist es ja ein Glück, dass es den Regenbogen gibt und ihr euch gefunden und den kleinen Markus habt!
Dann lasst es euch gut gehen, viel Glück und passt gut auf den Kleinen auf, wir müssen jetzt wieder gehen. Sie winkten dem kleinen Markus auf der Schaukel zu und dann machten sie sich auf den Rückweg. Diesmal auf dem Weg am Fluss entlang.

Auf den großen Wiesen am Fluss, die bei Hochwasser überflutet wurden, hatte ein paar Leute ein großes Zelt aufgebaut. Ein richtiges Tipi, wie bei den Indianern. So wie Mara und Paul es aus Filmen kannten. Paul klatschte in die Hände und hüpfte los. In so einem Tipi möchte ich auch mal übernachten. Und schon fragte er den einen jungen Mann, was sie da tun würden. Zur Antwort bekam er, dass sie ein paar Tage so leben wollten, wie die Indianer früher. Auch wenn sie jetzt in Häusern und Reservaten lebten, was sie aber nicht immer glücklich machte. Wir achten wie die Indianer mehr auf die Natur. Das muss man, denn wenn die Menschen sie zerstören, wird es ein böses Ende nehmen. Aber vielleicht trifft ja auch die Prophezeiung der alten Indianerfrau von den Cree ein, dass ein neuer Stamm der Regenbogenkrieger erscheint, die die Erde wieder heilen.

Wenn die Erde krank ist und die wilden Tiere sterben,
ein neuer Stamm von Menschen wird erscheinen.
Der Stamm wird mit ganzer Kraft und Energie,
mit ihren Taten die Erde wieder natürlich und grün machen.
Er wird als Stamm der Regenbogenkrieger bekannt sein.

Erstmals veröffentlicht wurde diese Legende der Hopi, von den Geographen William Willoga und Vinsens Brown im Jahre 1962

Trotz allem, sollten wir auf die Natur achten, sonst wird es uns kein Glück bringen.

Als der Mann fertig mit erzählen war, schlug es von der Kirchturmuhr am Markt fünf Uhr und der Regenbogen war lange verschwunden.

Oh jetzt müssen wir aber schnell nach Hause, Mama wartet sicher schon. Obwohl ich ja so gern hier bleiben würde, sagte Paul mit einem kleinen Seufzer.
Den Glückstopf haben wir jetzt aber nicht gefunden, kam von Mara. Sie schlug sich im gleichen Moment die Hand vor den Mund. Jetzt hatte sie es doch ausgeplaudert. Der Mann lachte, ich verrate nichts, ich brauche zum Glücklichsein keinen Glückstopf. Mein Glück ist, die Schönheit und die Geheimnisse der Natur zu sehen. Den Glückstopf könnt ihr gerne haben, wenn ihr ihn irgendwann mal finden solltet.
Macht nichts, wir haben heute Nachmittag auch viel mehr gesehen und erlebt, als wir es vielleicht in einem Urlaub könnten. Und so ein schöner Nachmittag ist doch auch ein Glück. Wir brauchen auch keinen Glückstopf! How, Häuptling großer Bär hat gesprochen!
Und mit den Worten „jetzt aber los“, zog Paul seine Schwester an der Hand hinter sich her.

Zuhause angekommen, sagte ihre Mutter besorgt und ein wenig tadelnd zu ihnen, ja endlich, wo wart ihr denn? Wir sind dem Regenbogen gefolgt… Welchem Regenbogen, fragte die Mutter. Ja heute Nachmittag, nach dem Gewitter, hast du ihn nicht gesehen? Nein, ich hatte im Haus zu tun. Da hattet ihr ja ein Glück!
Ja hatten wir und was für eines, antworteten die Zwei wieder wie aus einem Mund.
Die Mutter lächelte und ja übrigens, am Ende des Regenbogens soll ein Glückstopf vergraben sein.
Paul und Mara warfen sich aber nur einen verschwörerischen Blick zu und sagten nichts.

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Ein herzliches Dankeschön geht an den netten Menschen, der nach „bringt Regenbogen sehen Glück“ gesucht hat. Das hat mich zu obiger Geschichte inspiriert. 🙂

Eher Blumenfrust, als Blumenlust…beim „Bibelgarten“…

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Noch ein Miniaturgarten aus Bad Wörishofen. Das Thema hieß Bibelgarten. Hmmmm… ziemlich phantasielos gestaltet, finden wir.
Biblische Symbole wie das Kreuz, erkennt noch jeder und auch die „gleichmäßig verteilten“ Töpfe mit den biblischen Pflanzen.
Immerhin an jedem Topf eine Pflanzenbeschreibung.

Ansonsten muss man schon sehr die eigene Phantasie bemühen, um sich die Pflanzen aus der Bibel im „Heiligen Land“ und die spannenden Geschichten dazu, vorzustellen.

Die Phantasie braucht man auch für das „Symbol“ im Vordergrund. Entweder steht es für das griechische „Alpha“…

Nach der Offenbarung 22, 13,

Ich bin das Alpha und das Omega, der Erste und der Letzte, der Anfang und das Ende.

Die Buchstaben stehen für den himmlischen Vater und Sohn, beide als Schöpfer und Vollender der Welt.

Da das „Alpha“ aber eine spitze „Nase“ und ein „Auge“ hat, denke ich vielleicht eher, dass das der große Fisch, aus dem Prophetenbuch Jona sein soll.

 

Der Prophet Jona

Das Buch Jona ist eine kleine, kunstvolle Erzählung. Ihr Schauplatz ist die einst mächtige Hauptstadt Assyriens, Ninive, die inzwischen untergegangen ist.

Jona erhält von Gott den Auftrag, der großen Stadt Ninive ein Strafgericht Gottes anzukündigen. Aber Jona fürchtet sich vor diesem Auftrag und versucht mit einem Schiff in die entgegengesetzte Richtung zu entkommen. Der Herr schickte einen großen Sturm und das Schiff geriet in große Seenot. Die Seeleute entschließen sich, Jona ins Meer zu werfen, danach wird es wieder still. Im Meer wird er von einem großen Fisch verschluckt. Nach drei Tagen speit ihn der Fisch wieder ans Land aus.
Nun ist er bereit, seinen Auftrag, den er von Gott erhalten hat, auszuführen.

Jonas Predigt in Ninive bewirkt, dass die Bewohner in sich gehen und Buße tun. Das Gericht findet nicht statt. Nur Jona ist nicht zufrieden. Er wollte den Untergang beobachten und ist nun beleidigt, dass er nicht stattfindet. Darüber beklagt er sich bei Gott. Gott aber, belehrt ihn mit Humor und Jonas muss zusehen, wie eine schattenspendende Staude, nach kurzer Zeit wieder verdorrt. Gott knüpft daran seine Antwort, mit der das Buch schließt:

Da sagte der Herr: »Schau her, du hast diese Staude nicht großgezogen, du hast sie nicht gehegt und gepflegt; sie ist in der einen Nacht gewachsen und in der anderen abgestorben. Trotzdem tut sie dir leid. Und mir sollte nicht diese große Stadt Ninive leid tun, in der mehr als hundertzwanzigtausend Menschen leben, die rechts und links nicht unterscheiden können und dazu noch das viele Vieh?« Jon 4,10-11)

Hinten ist auch eine dürre Staude, neben einer grünen zu entdecken…

Diese tolle Geschichte (nicht nur für Christen!) hätte man viel besser darstellen müssen. Ich bin sicher, es gab ziemlich viele Leute, die nichts damit anfangen konnten. Ich musste auch erst überlegen. Und letztendlich zeigt die Geschichte, dass auch Propheten sehr „menschlich“ waren. Mit Ängsten und einer gewissen Lust am „Elend“ anderer, was man täglich an den Autobahnen zum Beispiel, beobachten kann. Und sie zeigt auch, dass man in seinem Zorn nicht grenzenlos, sondern immer auch mitfühlend sein sollte.
Eine Metapher, die ich gern den Menschen in Israel und Palästina ans Herz legen würde. Womit wir wieder im „Heiligen Land“ wären, in dem es leider mal wieder ziemlich „unheilig“ ist.

Es könnte aber auch das Erkennungszeichen für die christliche Gesinnung sein. HIER NACHZULESEN >>>>
Das Symbol des Fisches, wurde bereits auf Wandmalereien in urchristlichen Grabmälern gefunden und deutet auf die wundersame Vermehrung von fünf Gerstenbroten und zwei Fischen, bei der Speisung der 5000 hin. Ich kenne das Symbol allerdings ohne „Auge“.
Und finde es wichtiger, christliche Gesinnung, wenn man sie hat, durch (gute) Taten kundzutun, als durch irgendwelche Symbole. Ein Symbol ist schnell irgendwo „hingepappt“, heißt noch lange nicht, dass man sich auch so verhält! Siehe das Nachwort zu Jonas Geschichte.

Aber wie schon gesagt, ein Garten, dessen Deutung wohl nur „Eingeweihten“ vorbehalten ist. Der „Rest“ kann die Phantasie spielen lassen und sich das (ihm) passende aussuchen. Dafür muss man aber erst wissen, um was es geht. 😉

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Schade, hoffentlich widmet sich nochmal jemand mit mehr Herz diesem schönen Thema, mit dem man viele Miniaturgärten gestalten könnte.
Und es ist auch alles andere, als ein Thema „von gestern“!
Mit dem obigen Garten, wird die evangelische Kirche wohl aber eher keinen Blumentopf gewinnen.;-)

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