Willkommen unterm Regenbogen

Beiträge mit Schlagwort ‘2. Weltkrieg’

Wer kommt mit ins Kloster…St. Marienthal…?

Langweilig wird es mit Sicherheit nicht, denn dort ist (fast) immer was los…
Vom Osterreiten jetzt am Ostersonntag (Osterbrauch, bei dem die Saaten beritten und gesegnet werden), Frühlingsfest, Kräuterfest im Sommer, Winzerfest im Herbst und Adventsmarkt vor Weihnachten.
Übernachtungen sind möglich, Meditationen, Fastenwochen, Seminare, Familienfeiern, einen interessanten Garten der Bibelpflanzen gibt es und mehr.
Sehr engagiert auch in Sachen Natur-und Umweltschutz. Beispiel die „Klostereigenen“ Störche….mit Livecam…zum Beobachten.
Dort hat man die Zeichen der Zeit wohl nicht verschlafen und nimmt die Menschen mit. Auch mit ganz weltlichen Dingen.

Wir haben ein paar Fotos von einem „Ausflug“, den wir schon im Herbst gemacht haben.

„Kirche“ und „Hochzeitsglocken“ passten heute, wir haben heute ♥Hochzeitstag♥.
Und natürlich die Störche, als Frühlingsboten und Überbringer der Babys. 😉

Das Kloster Marienthal liegt ganz im Osten Deutschlands, an der Neiße, bei Ostritz, direkt an der polnischen Grenze.

Die erste Schenkungsurkunde stammt aus dem Jahr 1234, von Königin Kunigunde von Böhmen.

1683 fällt fast alles einem großen Brand zum Opfer. Er ermöglichte aber die barocke Anlage, die man heute noch sieht und die 1744 fertigestellt wurde.

Während des 2. Weltkrieges wird das Kloster von der SS anektiert. Es dient als Herberge zur „Kinder-Land-Verschickung“.

1945  weigern sich Äbtissin und Konvent, dem Räumungsbefehl der SS Folge zu leisten und verhindern somit eine Sprengung des Klosters.

„Nur“ die Neißebrücke wird in den letzten Kriegstagen gesprengt.
Ein Beispiel für die (versuchte) Zerstörung von Kulturgütern durch die Nazis.
Nur um „verbrannte Erde“ zu hinterlassen.
Es gibt noch mehr Bauwerke, deren Sprengung durch couragierte Menschen verhindert wurde. Nicht nur aus kirchlichen Kreisen.
Und oft unter Einsatz des eigenen Lebens.
Ein Drittel des Gesamtbesitzes ging nach 1945, nach der neuen neuen Grenzführung, an Polen.

Kurz nach der Restaurierung und umfangreichen Hochwasserschutzmaßnahmen, wird das Kloster im Jahre 2010, durch ein Hochwasser im August, schwer beschädigt. Die Renovierungsarbeiten sind auch jetzt noch nicht abgeschlossen.

In Polen war nach anhaltenden Regenfällen, der Damm eines Rückhaltebeckens gebrochen. Die Flutwelle richtete nicht nur dort viel Schaden an.

(U.a. auch in den Tierparks Görlitz und Zittau. Dort konnten nicht alle Tiere gerettet werden. Viele ertranken.)

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Papst Johannes Paul…

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Im Bildhintergrund…Am Kalavarienberg, direkt beim Kloster, gibt es einen kleinen Weinberg, den östlichsten Deutschlands.

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Die Störche, die ihr Nest auf dem Schornstein haben, waren leider schon weg…aber auf der Website des Klosters gibt es die Storchentagebücher der letzten Jahre, viele Fotos, interessante Infos und Filme von der Livecam, die den Jungstörchen auch schon mal das Leben gerettet hat, weil rechtzeitig entdeckt wurde, dass was nicht in Ordnung ist!

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Ein Video von ihnen…mehr gibt es noch bei Youtube

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Die Sägemühle…

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Und hier das kleine Flüsschen Neiße, das solchen Schaden angerichtet hat…

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Und sehr zu empfehlen, Brot und Kuchen aus der Klosterbäckerei. Dort wird noch nach traditioneller Art gebacken.

Man bekommt ihn im Laden im Kloster und auch in der rustikalen Klosterschenke (da übrigens auch Bier aus der Klosterbrauerei)…und man kann auch Stollen zu Weihnachten oder jetzt zu Ostern, Osterlämmer, Hasen und Osterbrot online bestellen. Es wird dann per Post versandt.

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Führungen sind immer um 15.00 Uhr. Ausführlichere Infos bekommt man auf der Website des

Klosters St. Marienthal

Es lohnt sich sehr, dort mal stöbern zu gehen!!!!

Wir wünschen allen Lesern ein frohes Osterfest!

kuesschen

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Briefe eines Soldaten…-letzte Worte-

Nachwort:
Der Brief vom 1.1.1943 war der letzte Brief von ihm. Die an ihn gesendeten Briefe kamen alle zurück.
Der innige Wunsch des Soldaten, einmal Urlaub zu haben und seine Lieben in die Arme schließen zu können, ist leider nicht mehr in Erfüllung gegangen, ebenso nicht der, den Frieden zu erleben.
Er hat seine letzte Ruhe und (hoffentlich) seinen Frieden, irgendwo in oder um Stalingrad gefunden. Wo genau, weiß niemand. Er wurde nie gefunden.

Seine Angehörigen sind übrigens nicht wütend auf die „Russen“ und auch nicht auf englische Bomberpiloten, die Städte wie Dresden in Schutt und Asche gelegt und tausenden Menschen Tod und Leid gebracht haben.
Sondern auf diejenigen, die das wirklich zu verantworten haben, wie z.B. General Paulus, der sich erst den Engländern ergeben hat (etwas, was er seinen Soldaten nicht zugestanden hat) und von ihnen anständig behandelt wurde. Und sich später den Russen „angedient“ und bis zu seinem Lebensende, in einer Villa auf dem „Weißen Hirsch“ (Prominentenviertel oberhalb von Dresden) gut gelebt hat.
Und auch so einige deutsche Großunternehmen stehlen sich bis heute heimlich, still und leise aus der Verantwortung, die sie eigentlich hätten. Und leben gut vom damals verdienten Geld.

Die Aussage der Angehörigen, dass Deutschland sich “ versündigt“ hat, kann man nur unterstreichen. Die nachfolgenden Generationen können daran nichts mehr ändern, aber haben sehr wohl die Pflicht und Schuldigkeit dafür zu sorgen, dass solche Leute nie wieder das Sagen haben!!!
Denn Krieg kennt keine Sieger, sondern nur Verlierer!

Zur Mahnung und gegen das Vergessen! für nachfolgende Generationen, zur Erinnerung und zum Gedenken aller, die durch Krieg und Gewalt um’s Leben gekommen sind oder ihnen schweres Leid zugefügt wurde.

Von guten Mächten treu und still umgeben,
behütet und getröstet wunderbar,
so will ich diese Tage mit euch leben
und mit euch gehen in ein neues Jahr.

Kehrreim: Von guten Mächten wunderbar geborgen,
erwarten wir getrost, was kommen mag.
Gott ist bei uns am Abend und am Morgen
und ganz gewiß an jedem neuen Tag.

Noch will das alte unsre Herzen quälen,
noch drückt uns böser Tage schwere Last.
Ach Herr, gib unsern aufgeschreckten Seelen
das Heil, für das du uns geschaffen hast.

Und reichst du uns den schweren Kelch, den bittern
des Leids, gefüllt bis an den höchsten Rand,
so nehmen wir ihn dankbar ohne Zittern
aus deiner guten und geliebten Hand.

Doch willst du uns noch einmal Freude schenken
an dieser Welt und ihrer Sonne Glanz,
dann wolln wir des Vergangenen gedenken,
und dann gehört dir unser Leben ganz.

Laß warm und hell die Kerzen heute flammen,
die du in unsre Dunkelheit gebracht,
führ, wenn es sein kann, wieder uns zusammen.
Wir wissen es, dein Licht scheint in der Nacht.

Wenn sich die Stille nun tief um uns breitet,
so laß uns hören jenen vollen Klang
der Welt, die unsichtbar sich um uns weitet,
all deiner Kinder hohen Lobgesang.

Geschrieben von Dietrich Bonhoeffer
Einem Theologen, der das Gebet (und später auch Lied), seiner Verlobten aus der Haft, zum Jahreswechsel 1944/45 schickte. Geschrieben in auswegloser Situation, er wurde wegen „Wehrkraftzersetzung“ von der Gestapo festgenommen und später hingerichtet.

Und hier noch ein Beispiel, wie manch (studierter!) Zeitgenosse, heute über Dietrich Bonhoeffer denkt…

Am 24.11.2012 wurde auf dem Sonderburschentag in Stuttgart, der Chefredakteur der Verbandszeitung, Norbert Weidner, abgewählt.
Dies geschah auf Betreiben des national-liberalen Flügels. Und hier von der Münchner Burschenschaft Arminia-Rhenania, der auch der innenpolitische Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag, Herr Uhl (CSU) angehört. Beim letzten Treffen scheiterten sie noch damit. Es gibt auch noch einen rechtsextremen -ultranationalen Flügel.

Weidner hatte Dietrich Bonhoeffer als „Landesverräter“ und seine „Hinrichtung als rein juristisch gerechtfertigt“! bezeichnet.
Es besteht ein Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Bonn gegen ihn. Weidner wehrt sich dagegen, im Januar soll es zum Prozess kommen.

Hans Peter Uhl sitzt im Bundestag und wo (auf welchen gut bezahlten Posten in Wirtschaft etc.)  sitzen die Rechtsradikalen-Ultranationalen?

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Briefe eines Soldaten…-12-

Rußland den 30.12.1942

Meine liebe Mutti!
Heut erhielten wir endlich wieder einmal Post seit langer Zeit. Es sind nun schon 7 bis 8 Wochen her, da ich keine Post mehr von Euch erhalten habe. Heut erhielt ich nun endlich einen Brief vom 18.11. worüber ich mich sehr gefreut habe…..
Päckchen habe ich leider noch keines erhalten können….

Rußland den 31.12.1942

Meine liebe Mutti!

Heut schnell noch ein kleines Brieflein zur Jahreswende. An solchen Tagen denkt man oft und gern an die Heimat. Wie geht es Euch denn sonst?
Mir geht es soweit noch ganz gut. Bloß die Verpflegung, wenn die etwas besser sein würde. Wir sind alle schon mächtig runtergekommen. Aber das ist ja kein Wunder.
Als Mittagverpflegung bekommen wir eine Wassersuppe und nichts weiter drin, als ein Stückchen Pferdefleisch, durch den Wolf gedreht. Und das muß man noch mit der Lupe suchen.

Als Abendkost gibt es eine Scheibe Brot, 2cm dick und eine Fingerkuppe Butter und ein Stückchen Pferdewurst.
Das ist die Verpflegung für einen Tag.
Kannst du dir vorstellen, was wir für einen Kohldampf schieben?

Für nochmals alles Gute zum Jahreswechsel und wir wollen hoffen, daß uns das nächste Jahr bessere Zeiten bringt.

Rußland den 1.1.1943

Meine liebe Mutti!

Heut ist nun der erste Tag im neuen Jahr und ehe er sich zum Ende neigt, will ich ihn mit einem Brieflein an dich, liebe Mutti, enden.

Wie seid ihr denn ins neue Jahr hinein gekommen?
Hoffentlich gut. Bin gerade zu dieser Zeit auf Posten gewesen und habe meine Gedanken bei euch schweifen lassen.
Aber als ich 1 Uhr abgelöst wurde, habe ich mir noch einen schönen Grog gebraut.

Nun wollen wir hoffen, daß uns das neue Jahr bessere Zeiten bringt. Vor allen Dingen den gewünschten Frieden.

Wie geht es Euch Lieben sonst noch? Mir geht’s soweit noch gut, was ich von Euch ebenfalls hoffe.

Für heut empfangt nun recht herzliche Grüße von Euerm lieben…

Herzliche Grüße an meine lieben Geschwister!

Briefe eines Soldaten…-11-

Rußland den 25.12.1942

Meine liebe Mutti!

Heut ist nun 2. Feiertag bei Euch, wir merken ja nichts davon. Ihr werdet bei Kaffee und Kuchen sitzen, wir haben nicht mal unsere Weihnachtspäckchen erhalten können.
Wir haben schon 2 Monate keine Post mehr bekommen, aber die Lage in der wir uns befinden, erlaubt es nicht.

Als Weihnachtsgeschenk haben wir ein halbes Brot und einen Wiegebraten bekommen. Aus Pferd, was jetzt unsere Hauptnahrung ist.
Ferner bekamen wir noch 3 Zigaretten. Aber wir waren froh, daß wir uns wenigstens an diesem Tage, einmal satt essen konnten.

Sonst geht es mir noch gut, was ich von Euch ebenfalls hoffe.

Nun sei sehr herzlich gegrüßt von
Deinem lieben Jungen….

Rußland den 29.12.1942

Meine liebe Mutti!

Heut wieder ein paar Zeilen an Dich. Ich weiß nicht, ob wieder eine Postsperre eintritt.
……
Jetzt ist eine schlechte Zeit für uns, aber es wird auch wieder eine bessere für uns kommen. Deswegen mache Dir keine Sorgen wegen mir geht es soweit noch ganz gut.

Bloß ist jetzt durch die Lage, in der wir uns befinden, das Essen sehr knapp.
Wenn wenigstens die Päckchen ankommen würden, dann wäre uns schon geholfen.
Der Mensch muß vieles aushalten, so werden wir auch das aushalten. Aber nieder kriegt uns der Russe doch nicht.
…….
Nun ist bald wieder ein Jahr herum und wir wollen hoffen, daß uns das neue Jahr den gewünschten Frieden bringt.
Aber Mutti, ich glaube fest, daß wir ehe das Frühjahr kommt, zurückkommen. Vielleicht nach der Ukraine oder sogar Deutschland oder Frankreich.
Glaube kaum, daß wir noch eine Offensive machen. Uns gehen alle Pferde kaputt, weil wir kein Futter haben. Unsere Kompanie hat noch von 150 Pferden, 10 Stück.

Und wer weiß, wie lange die noch leben werden. Ist bloß gut, das wir die haben, sonst sähe es mit dem Essen ganz mies aus.
……
Nun seid für heut recht herzlich gegrüßt
Euer…..

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Briefe eines Soldaten…-10-

Russland den 24.12.1942

Meine liebe gute Mutti!

Heute ist nun Weihnachten. Habe Euch schon lange nicht mehr geschrieben, aber an diesem Tage will ich’s nicht versäumen, Euch ein paar Zeilen zu schreiben. Denn an diesem Tage wird wohl jeder mit seinen Gedanken zuhause weilen.
Ja nun ist’s schon das 3. Weihnachten, daß ich nicht zuhause sein kann. Aber man hat sich nun schon daran gewöhnt. Aber es ist sehr schade, daß keine Post nicht gegangen ist, denn dadurch sind unsere Päckchen auch nicht angekommen. Na da essen wir sie später.

Jetzt wird es wieder ein bischen besser, da kann ich Euch wieder öfter schreiben. Erst konnten wir überhaupt nicht schreiben und dann wöchentlich einen Brief. Also liebe Mutti, mach dir ja keine Sorgen um mich, denn mir geht’s gut.
Wir haben unsern Bunker mit dem Wenigen, was wir haben, schön angeputzt, damit wir wenigstens ein bischen weg bekommen, das Weihnachten ist.
Aber es ist schon sehr schade, daß es hier nicht ein bischen was grünes gibt. Wir haben uns eben durch malen behelfen müssen.
Aber trotzdem wollen wir stolz sein, unsere Heimat vor dem Übel schützen zu können.
…….
Habt Ihr wieder einen schönen Weihnachtsbaum? Liegt bei Euch auch so viel Schnee?
Hoffentlich habt Ihr meine lieben Weihnachtsgrüße in Empfang nehmen können.
……..
Nun seid alle recht herzlich gegrüßt von Euerm lieben…..

Briefe eines Soldaten… -8-


Rußland den 14.11.1942

Liebe ….!
Heut erhielt ich von dir die lieben Zeilen, die Du …. Brief beigefügt hast. Worüber ich mich sehr gefreut habe und dir von Herzen danke.
Mich freut es immer sehr, etwas von Euch zu hören.
…………

Mit Urlaub, das ist so eine Sache, aber vielleicht habe ich nach Weihnachten einmal das Glück.
Sonst ist es bei uns sehr kalt geworden, das paßt uns garnicht richtig.
Aber die Zeit ist da und der Winter macht sich mit seiner Macht bemerkbar.
Wir hausen sogar noch in den Erdlöchern. Wir sind von der Ob. Heeresleitung zum Panzergrenadier ernannt worden.
Wie geht es dir sonst noch liebe….?

Für heut empfange recht Herzliche Grüße
von deinem lieben Bruder ….

Rußland den 16.11.1942

Meine liebe gute Mutti!

Will dir schnell noch ein paar Zeilen schreiben, obwohl es schon sehr spät ist. Aber ich habe sowieso gleich wieder Wache.
Heute früh haben wir unsere Winterstellung bezogen, aber leider doch noch bei Stalingrad. Es ist die Riegelstellung nördlich von Stalingrad. Wir liegen auch bald wieder in der Steppe, aber es ist zum aushalten. Wir haben uns zehn einen guten Bunker gebaut, der etwas abhält.
Nun werden wir uns noch ein bischen wohnlich machen. Ein russisches Koffergramophon haben wir uns organisiert, damit wir auch ein bischen Musik haben.
……
Hoffe doch bald einmal auf Urlaub kommen zu können. Denn bei uns ist jetzt eine neue Aufstellung gemacht worden und da bin ich bestimmt mit dabei.
Wäre wirklich froh, wenn es mit dem Urlaub einmal klappen würde. Denn ich würde zu gern wieder einmal bei Euch sein. Aber vor Weihnachten wird es nicht mehr werden.

Will aber froh sein, wenn es überhaupt einmal wird.

Nun noch etwas zu dem ersten Kilo-Päckchen, was du mir geschickt hast, glaube am 13.8., habe ich noch nicht erhalten und auch kein 200gr Päckchen.
Die sind bestimmt verschütt gegangen. Denn auf Post und Muni-Züge haben die Russen es abgesehen.

Für heut will ich schließen, mach dir keine Sorgen wegen mir, mir geht es gut, hoffe von Euch dasselbe.
Nun sei recht herzlich gegrüßt von deinem lieben Jungen
….
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Briefe eines Soldaten… -7-

f. U. den 11.11. 1942

Meine liebe gute Mutti!

Nun ist wieder ein Tag vergangen, den ich nicht geschrieben habe.
Aber heute will ich’s nur nicht wieder versäumen….
Ist’s bei Euch auch schon so kalt?
Aber die Zeit ist eben da und wie lange wird es dauern, da ist der erste Advent und dann bald Weihnachten.
Dieses Jahr ist nun schon das dritte Weihnachten, was ich nicht bei Euch sein konnte. Aber vielleicht ist‘ s nächstes Jahr besser.
Oder sollte ich einmal das Glück haben auf Urlaub zu kommen? Das wäre doch herrlich! Sehne mich bald zu sehr mit dem Gedanken.

Nun will ich zum Schluß kommen, wie geht es meinen lieben Geschwistern und dem kleinen….
Wenn ich werde einmal zu Besuch kommen, wird er über den fremden großen Bruder staunen.

Für heute alles Gute
von Euerm lieben…

Rußland den 19.11.1942

Meine liebe gute Mutti!
Nun wird’s aber wieder einmal Zeit, daß ich Euch gedenke. Heut nun schon wieder der 3. Tag, das ich nicht geschrieben habe.
Bei uns gibts jetzt viel Arbeit. Denn bei einer Riegelstellung ist allerhand zu beachten. Aber sonst brauchst Du Dir keine Sorgen um mich machen.

Uns geht es soweit noch ganz gut.
Hoffe das es bei Euch allen auch der Fall ist…..

Für heut Schluß, schreibe Euch bald einmal wieder.
Nun sei Du und meine lieben Geschwister recht herzlich gegrüßt und alles Gute
Euer lieber Junge….

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