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Wie die Erde „Falten“ bekam…

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Wie Mutter Erde Falten bekam…

Vor 200 Millionen Jahren hatte Mutter Erde noch ein ganz glattes Gesicht. Es bestand aus einem „Superkontinent“ namens Pangäa. Doch dieser zerbrach dann irgendwann und jetzt hatte Mutter Erde einen „Gesichtsausdruck“, in Form von mehreren Kontinenten.
Da Mutter Erde immer eine gute Feuchtigkeitscreme benutzte, drifteten die afrikanische und die europäische Platte wie auf einem Gletscher auseinander und zwischen ihnen entstand das Thetys-Meer. Ihn ihm gab es Becken, die durch Landbrücken getrennt waren. Ihn ihnen bewahrte Mutter Erde ihren Muschel-Korallen-und Algenschmuck auf. An den Rändern des Meeres hingegen, hatte ihr Gesichts-Puder in Form von Ton und Sand aus den Flüssen seinen Platz.
Da Mutter Erde im Inneren eine sehr hohe Körpertemperatur hat und immer mehr Schmuck hinzukam, versteinerte er durch das Gewicht mit der Zeit. Ebenso ihr Puder. Aus ihnen wurden verschiedene Gesteine.
So richtig gefiel Mutter Erde ihr Gesicht noch nicht, es waren noch einige Schönheits-OP’s nötig. Der afrikanische Kontinent driftete weiter nach Norden und drückte auf die Tränendrüsen. Das Meer wurde zusammengeschoben und die Schmuckplatten daraus, wurden unter das Festland des afrikanischen Kontinents geschoben. Vor 50 Millionen Jahren war dann das Grübchen, der Tiefseegraben, gut mit dem Gestein gefüllt, der Abstand wurde immer geringer und irgendwann stießen die Kontinente zusammen.
Afrika wollte aber immer noch nach oben, Richtung Norden. So wurde die „Gesteinshaut“ zusammengeschoben, gefaltet und über andere „Gesichtsplatten“ geschoben. Diese gefalteten Platten drückten nach unten, dieser Druck musste ausgeglichen werden und vor etwa 30 Millionen Jahren wölbte sich das Gestein nach oben und bildete ein Falten-Gebirge, welches Alpen heißt.

Die Veränderungen an Mutter Erdes Gesicht waren umfangreich. Das Oberste (jüngere Gestein) wurde nach unten gestapelt und umgekehrt. Manche Gesteine liegen heute hunderte Kilometer entfernt von ihrem Entstehungsort. Einzelne Teile des Gebirges erhoben sich bis 30 km Höhe (30 000 m).
Mutter Erde hat aber ein gutes Peeling, in Form von Wind und Regen. Und vor allem Gletschereis, denn als das nach den Eiszeiten schmolz, nahm das abfließende Wasser auch Gestein mit ins Tal.
Und sie lässt bis heute etwas an ihrem Gesicht „machen“. Die Verschiebung der Kontinente ist noch nicht abgeschlossen. Afrika rückt jedes Jahr um etwa 5 cm an Europa heran. Und die Alpen wachsen jedes Jahr eigentlich um ein bis zwei Zentimeter. Durch das genannte „Peeling“, bleibt davon aber nur etwa ein Millimeter pro Jahr übrig.
Wissenschaftler gehen davon aus, dass in 80 Millionen Jahren, auch das heutige Mittelmeer einer Gebirgskette weichen könnte.
(c) regenbogenlichter

Und was hier noch von Wölbung, Faltung und Peeling übrig geblieben ist, schaut jetzt auf sattgrüne Hügel und Wellen, die sich entlang der Iller ausbreiten.
Schaut auf Wiesen, die im Frühling leuchtend gelb vom Löwenzahn leuchten, im Sommer nach Heu (hin-und wieder auch nach Gülle) duften, im Herbst auf bunte Blätter und Seen und im Winter auf in der Sonne weiß glitzernden Schnee.
Die Berge haben viele entbehrungsreiche, harte Winter für die Bewohner gesehen, wie die Iller und ihre Zuflüsse (Breitach, Stillach und Trettach) das Land bei starkem Regen oder der Schneeschmelze, in ein Seenland verwandelte. Sie haben die Bewohner feiern sehen und alte Bräuche pflegen, die zum Teil noch aus der Zeit der Kelten stammen. Und Fruchtbarkeitsriten sind oder Geister vertreiben sollen. Wie das Bärbele-und Klausentreiben um Nikolaus herum.
Denn Opfer hat das Leben hier, auch immer wieder gefordert. Gegen diese Geister muss man etwas tun.

Es gibt aber auch gute Geister. Wie die Saligen. Die Berg-Feen… sie sind weiß gekleidet, können aber auch die Farbe vom Bergwald-oder See annehmen und sind den Menschen behilflich. Sie sind die Hüterinnen der Natur und der Wildtiere. Hat sich ein Jäger an ihren Rehen oder Gemsen vergriffen, kann es durchaus sein, dass sie ihn abstürzen lassen. Oder wenn der Mensch mal wieder zu weit gegangen ist, auch Lawinen oder Muren schicken.

Oder die hilfreichen „wilden Mändle“, die werden auch häufig in Sagen erwähnt. Sind aber eigentlich keine Sagengestalten, sondern gehen auf die rhätoromanischen „Ureinwohner“ zu vorchristlicher Zeit im Allgäu zurück. Die konnten den später kommenden Alemannen, sicher behilflich sein, hier zurecht zu kommen. Der einzige Ort, an dem der Tanz zu Ehren von Sonne, Mond und den Göttern noch aufgeführt wird, ist Oberstdorf. Das nächste Mal im Sommer 2015.
Näheres über die wilden Mändle kann man HIER NACHLESEN >>>> und Fotos gibt es auch!

Und manchmal denken sich die Berge hier, „Es gibt Berge, die speien Feuer und Rauch aus dem heißen Herz von Mutter Erde. Ihnen bringen die Menschen Speisen und andere Opfer, um die dort wohnenden Götter zu besänftigen. Das möchten wir auch mal können!“
Letztens müssen sie das auch gedacht haben und zufällig schwebte gerade eine Wolke mit einem „Geist“ vorüber. Dieser hat ihnen den Wunsch zumindest im Kleinen erfüllt… es sieht zumindest mal so aus, wie man auf den Fotos sehen kann. 😉
Das ist natürlich der Phantasie entsprungen!

Die Erd- Geschichte der Alpen, so ganz ohne Schönheitsmittelchen, aber gut und wissenschaftlich erklärt, kann man HIER >>> nachlesen

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Galerie

Wenn Elfen tanzen….

Heute mal eine Bildgeschichte für alle großen und kleinen Träumer, Romantiker und „Naturgeister“… 😉

Baumgeist Moosbart Knollennase hat mir doch kürzlich geflüstert, dass in mondhellen, warmen Sommernächten die Elfen tanzen….

Wenn sich der Mond im spiegelglatten Wasser spiegelt…

Tanzen sie auf einer Wiese unter Bäumen…

Im taufrischen Gras…

Frau Spinne hat ihnen ein zartes Kleid gewebt…

Und Hummeln und Bienen haben ihnen feinsten Nektar von der Elfenblume gesammelt…

Sie wiegen sich in zarten Blüten….

und winden sich feine Kränzchen und Kronen…und stecken sich Blumen ins Haar…

Baden im Elfensee…

Im strahlenden Licht der Königskerze…

Natürlich sehen sie auch nach den Blumen, Pflanzen, Käfern, Bienen und allem anderen auf ihrer Wiese.

Wenn sie dann müde sind, gehen sie in ihr begrüntes Baumschloss schlafen…wie man sehen kann, steht es auf „Beinen“ und es kann gut sein, dass es mal an einer anderen Stelle steht. 😉

Wer ganz aufmerksam und leise durch die Natur geht, kann sie ja vielleicht wispern und lachen hören, ihre zarte Musik,

sie in einer Blume schaukeln oder auf einem Ast oder Stein sitzen sehen….

Elfentanz

Nachts bei hellem Mondenschein,
tanzen im Tau die zarten Elfelein.
Blumen, Bienen und Käferlein,
stimmen in den Reigen ein.

Sie schweben, wispern, musizieren, lachen.
Lauschen Geschichten vom plätschernden Bache.
Wesen aus einer anderen Welt-
strahlend schöner Zauber unterm Sternenzelt.

Tau glitzert ihren Haaren, ihren Kleidern-
Doch beim ersten Morgensonnenlicht,
ziehen sie ins Land der Träume-
schlafen unter grünen Bäumen ein,
bis wieder Glockenblumen läuten und
sich wiegen im warmen Abendwind.
©Ute

In dem Sinne, wünschen wir allen ein wunderschönes Wochenende… und vielleicht sieht der eine oder andere mal die Welt ein wenig anders…durch die Augen eines Kindes…

Klaus hat mich mit seinem Kommentar darauf gebracht, dass man noch einige Infos hier aus dem Allgäu dazuschreiben könnte…

Denn auch hier gibt es eine reiche Sagenwelt… zwei Sagengestalten möchte ich hier erwähnen…

Zum einen die  Saligen Fräulein  das bedeutet selig, gut, gesegnet. Sie stammen noch aus vorchristlicher Zeit, sind im gesamten Alpenraum verbreitet und sie schützen die Natur und die Tiere. Ihre Erscheinung ist vielfältig, je nachdem, ob sie im schimmernden Grün des Bergwaldes, in klaren Bergseen oder im strahlenden Gletschereis zu Hause sind. Frevelnde Menschen, die Gemsen jagen, lassen sie abstürzen oder lösen Lawinen und Steinschläge aus, wenn Menschen ihre Grenzen überschreiten. Sie erscheinen aber auch unvermittelt auf Bergbauernhöfen und helfen den Menschen bei ihrer schweren Arbeit und bringen Segen und Wohlstand. Man könnte sie auch Bergfeen nennen.

Und dann wären noch die Wilden Männle. Sie waren früher bis in den Harz oder in den Thüringer Wald verbreitet. sie lebten auf den Bergen, ernährten sich von Kräutern und die Gemsen waren ihre Geissen. Sie waren den Menschen gut gesinnt, sie halfen beim pflügen, pflügten nachts den Acker, halfen beim holzen und hüteten das Vieh.
In Oberstdorf wird diese Sage noch lebendig gehalten, dort gibt es aller 5 Jahre einen Wilde Männle-Tanz Am Bahnhof in Oberstdorf kann man eine Skulptur davon bewundern…

In Island gibt es übrigens einen Elfenbeauftragten. Bevor dort eine neue Straße oder anderes gebaut wird, schaut man zuerst, ob an der Stelle keine Elfen wohnen. Ist dies der Fall, wird die Straße an einer anderen Stelle gebaut.

Hier noch ein Seite auf der man viel über Elfen und Naturgeister lesen kann.

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