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Beiträge mit Schlagwort ‘Baden-Württemberg’

Wort (e) zum Sonntag… (Hans-) Wurst oder nicht Wurst?

Das ist hier die Frage!

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Man merkt, wir sind mitten in der närrischen Zeit ….ein kräftiges Helau…oder Hallo? an die Landtags-Abgeordneten in Baden Württemberg…

Denn auch Abgeordnete werden alt und wichtig, ihre Altersvorsorge!

Sie machen nicht nur eine „Frühjahrsdiät“, nein, sie erhalten das ganze Jahr monatlich 7199€. Ein „Pfund“ mit man schon wuchern kann und bei dem man sicher nicht am Hungertuch nagen muss. Man kann sicher auch nicht unbedingt von einem abnehmenden Gehalt und über purzelnde Pfunde sprechen.

Mit der Parlamentsreform im Jahr 2008, erhielten sie einen kräftigen Nachschlag von 28! % auf ihren „Diäten-Teller“. Dafür sollten sie selbst für die Essensrationen im Alter sorgen und bekommen somit im Monat nochmals zusätzlich 1587! Pfunde auf die Rippen! Das entspricht nach Abzug der Steuern, dem Höchstbetrag, den man in die gesetzliche Rentenkasse einzahlen kann.

91 der 138 Abgeordneten fallen  unter die Neureglung, die anderen erhalten ihre Portionen noch aus dem anderen großen Steuertopf.

Die Teller in der Landtags-Kantine scheinen ziemlich groß zu sein, denn die Abgeordneten sind mit diesem Gourmet-Menü nicht zufrieden und wollen ein besseres. Sie wollen wieder das alte, gut abgehangene Stück Fleisch. Die größte gesetzliche Wurst ist ihnen zu klein und es ist dann auf einmal wohl nicht mehr Wurst, wenn es an die eigene Wurstpelle geht. Was ist mit der selbst angepriesenen, privatwürstlichen Küche? So als Zusatzspieß?

Da reibt sich Hanswurst Steuerzahler doch verwundert die vom Pfefferspray getrübten Augen. Schaut auf den Kalender und meint, es wäre schon der 1. April. Aber nein, wir hatten erst den 1. März!

Denn es gibt ziemlich viele Hanswürste, die wesentlich weniger als 1587 Pfunde im Monat auf den Rippen haben. Aber nicht um sich einen Altersbauch anzuessen, sondern um überhaupt ein Essen zu haben, die „Wohnküche“ zu bezahlen etc. Ihnen wird aber von den Altersunterversorgten und Anderen pfeffermühlenartig vorgebetet, sie müssten davon noch für’s Alter vorsorgen! Und haben als Rente, trotz lebenslangem „Wurschtelns“, gerade so den Sozialsatz. Ziemlich gepfeffert, oder?

Und eigentlich nicht verwunderlich, dass so manch‘ beleidigte Leberwurst die es sich leisten kann, nicht auf dem Diäten-Teller landen möchte, sondern seine Wurstfülle lieber in eines der Wurstparadiese bringt.

Vielleicht sollte in Baden Württemberg (und anderswo) mal nicht gegen Toleranz-Unterricht auf die Straße gegangen werden, sondern gegen derartige Völlerei. Toleranz-Unterricht schadet keinem, Völlerei aber schon. In dem Fall aber den Hans-und Leberwürsten, die dann ziemlich schlaff und leer am Haken im Selbstbedienungsladen hängen. Denn aus welchem Topf das Essen auch kommt, sie zahlen immer dafür.

Bleibt zu hoffen, dass sich keiner am Haken verschluckt!
Denn alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei…oder nicht?

Nicht satirisch nachzulesen bei der Stuttgarter Zeitung >>>>

In ebenso nicht satirischen Zahlen… wenn alles so bliebe wie es ist, müsste Baden Württemberg im Jahr 2040, allein für die Beamtenversorgung bis zu einem Viertel! des Staatshaushaltes ausgeben. Alle anderen „Versorgungsempfänger“ kämen dann noch hinzu.
Genaue Zahlen nachzulesen in der Wirtschaftswoche >>>>

Aus aktuellem Anlass… + Buchtipp…

Wenn man nach dem kürzlichen Outing von Herrn Hitzlsperger so im WWW unterwegs war, konnte man viele Meinungen lesen… u. a. viel Zustimmung, aber auch genervt sein vom Medien-Hype ( können wir verstehen, Herr Hitzlsperger war dafür aber nur der Auslöser, der Hype kam von den Medien) und dass Leute, die das gar nicht möchten, „ständig“ die sexuellen Präferenzen anderer auf’s Auge gedrückt bekommen.
Auch, was so ein Outing nach der Karriere noch bringen soll, höchstens was für ein Buch…
Homosexualität wird mit Exhibitionismus verglichen… etc.

Woher das kommt, kann man nur vermuten. Eventuell von gewissen Sendungen, für die sich leider immer wieder Leute finden, die dann, wenn der Tag lang ist, alles Mögliche (und Unmögliche) erzählen. Was ihnen nachher sicher oft nicht gut bekommt, aber Hauptsache, diese Medien hatten ihre Sensation. 😦
Mit dem öffentlichem Outing von Herrn Hitzlsperger hat das alles aber sicher gar nichts zu tun!!!
Woanders hatten wir zumindest noch nicht das Gefühl, übermäßig von irgendwelchen Outings „belästigt“ zu werden. Oder ist da was an uns vorbeigegangen?

Ein so genanntes „Coming -out“ (wörtlich übersetzt: „aus sich herauskommen“) ist leider! immer noch nötig!
Für diejenigen selbst und um zumindest das persönliche Umfeld zu informieren und damit die Menschen sich an den Gedanken gewöhnen und akzeptieren können, dass da jetzt jemand ist, der/die eben schwul oder lesbisch ist und das was er/sie fühlt, selbstverständlich auch leben möchte.
Denn das ist noch lange nicht für alle selbstverständlich!
Nur wenige Menschen schaffen und wollen es, das über längere Zeit oder dauerhaft, heimlich zu leben.
Bei „öffentlichen Personen“, kann auch mal ein öffentliches Coming-out nötig sein! „Angst“ vor „ständigen Outings“ braucht aber wohl keiner haben.
So weit, sind wir noch lange nicht!

Was auch mal wieder eine aktuelle Unterschriftenaktion, der sich auch die zwei großen Kirchen in Baden-Württemberg angeschlossen haben, beweist. Die Landesregierung will einen Toleranz-Unterricht einführen, bei dem auch das Thema Homosexualität fächerübergreifend und gleichgestellt mit dem im Grundgesetz festgeschriebenen Schutz von Ehe und Familie, behandelt würde.
Gegner und die Kirchen wenden sich dagegen, weil die Jugendlichen in ihrer sexuellen Entwicklung beeinflusst werden könnten.
Eigentlich sollte inzwischen bekannt sein, dass man diese Entwicklung weder nach der einen, noch der anderen Seite beeinflussen kann! Homosexualität ist nicht ansteckend und kann auch nicht „beigebracht“ werden. Es ist jeder so, wie der liebe Gott ihn geschaffen hat! Gelehrt werden, kann aber Wissen darüber und damit Vorurteile verringert!
Damit könnte auch die erhöhte Suizidrate unter homosexuellen Jugendlichen verringert werden, die nicht, wie in der Petition behauptet, von der reinen Homosexualität kommt, sondern vom Umgang Anderer mit ihr!

Diesen Punkt bemängelt auch eine Gegenpetition. Ob man im geplanten Toleranzunterricht noch andere Diskriminierungsthemen bespricht, darüber wird geredet werden müssen und das wäre sicher auch wünschenswert und gut.

Ansonsten sollten sich die ewig Gestrigen schon mal überlegen, was sie da nicht haben wollen. Selbst im katholischen Bayern wird das bereits im Unterricht thematisiert.

Laut der SPD Baden-Württemberg, enthält der Entwurf bei weitem nicht nur das! Aber das Thema scheint schon arg diskussionsbedürftig zu sein!

Die Unterschriftenlisten zeigen aber das Denken der Bevölkerung.
Die Petition gegen den Bildungsplan zeichnet bereits über 100 000 Unterschriften, die der Befürworter, 42 000.

Mehr Infos und entsprechende Links, gibt es HIER>>>>

Hinweis: Die Petitionen können von allen unterzeichnet werden, auch aus dem Ausland!

Und vielleicht ändert sich ja irgendwann doch das Denken, dass sich niemand mehr outen muss, sondern einfach leben und lieben kann.

Nach langem Vorwort und aus oben genannten Gründen, nun endlich zum Buch, einer sicher besseren „Quelle“, als so manche TV-Sendung…
Da das von Herrn Hitzlsperger noch nicht zu haben ist*, einem Buch, welches schon länger auf dem Markt ist, aber noch immer aktuell.
Und eines der wenigen Bücher, die es geschafft haben, den Weg in mein „Herz“ zu finden!

*Ironie… ob es da überhaupt mal eines geben wird, wissen wir natürlich nicht…

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Sein Titel ist „Daniel“ von Frank Makowski geschrieben.

Klappentext:

„Dieses ist eine wahre Geschichte.
Alle Personen sind nicht frei erfunden
und jede Ähnlichkeit mit noch lebenden Personen
ist kein Zufall.
Es ist die Geschichte meines Coming-outs, meiner ersten
großen Liebe und deren Ende. Es ist ein Aufruf und eine
Ermutigung an alle, ihr Schwulsein zu akzeptieren, es
zu leben und es zu lieben.“
Frank Makowski

Zum Autor:

Frank Makowski ist (war zu dem Zeitpunkt) 27 Jahre alt
und lebt seit seiner Geburt in Aachen.
Er ist der jüngste von zwei Söhnen und wuchs
in einer gutbürgerlichen Familie behütet auf.
Seine Hobbys, die Elektronik und den PC,
machte er zum Beruf.
Spät erst merkt er, dass er schwul ist und
dass es im Leben auch noch etwas anderes gibt,
als Arbeit.

Frank Makowski schildert sehr ehrlich, offen und gefühlvoll seinen Weg zum Coming-out. Seine ersten Gefühle, Ahnungen, das Wegschieben derselben, denn… „es kann nicht sein, was nicht sein darf“. Schließlich das (An-) Erkennen seines Schwulseins, das Erleben der ersten großen Liebe und das große Glück, endlich das ausleben zu dürfen, was er fühlt.
Aber auch, die immer schwerer drückende Angst, sich zu outen. Eventuell abgelehnt zu werden, Freunde oder Familie zu verlieren und im Job nicht mehr anerkannt zu werden.
Alles andere, schreibt und beschreibt der Autor wesentlich besser und inniger.

Ein absolut berührendes und beeindruckendes Buch. Für Menschen, die gern wissen möchten, wie man(n) sich in dieser Situation fühlt und alle, die einfach die berührende und dazu noch wahre Geschichte, einer großen Liebe lesen möchten.

Gewidmet hat Frank Makowski das Buch Daniel, seiner ersten großen Liebe. Ohne den er nicht gleich den Mut gefunden hätte, das zu leben was er fühlt!

Sein Vorwort soll unser Nachwort sein…

In diesem Buch, welches meine Erinnerung ist,
auf der ersten Seite des Kapitels,
in dem der Tag beschrieben wird,
an dem ich dich zum ersten Mal traf
kann man die Worte lesen,
hier beginnt ein neues Leben.

Aus dem Buch Vita Nuova von Dante Alighieri

Hinweis unsererseits, bei Interesse am Buch, bitte unbedingt lesen!

Der Autor schildert wirklich alles offen und ehrlich, dazu gehört auch die Liebe im „Bett“ und nicht nur Küsse!
Leser, die sowas nicht lesen möchten, seien hiermit „gewarnt“.
Allerdings kann man das auch „auslassen“ und bei der „Zigarette danach“ weiterlesen.
Den „Faden“ verliert man trotzdem nicht.
Und wer alles liest, wird schnell feststellen (falls er es noch nicht weiß), dass innige Liebe immer schön ist,
egal ob zwischen Mann und Frau, zwischen Männern oder Frauen.

Erschienen 2001 im Himmelstürmer Verlag. ISBN 3-934825-12-5

Zu bestellen unter anderem HIER

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