Willkommen unterm Regenbogen

Beiträge mit Schlagwort ‘Bier’

„Unser täglich Brot gib uns heute“ – Nachgedachtes zum Wochenende…

Diese Zeile aus dem „Vaterunser“ fiel mir ein, als ich am Samstag bei der „Brotzeitstube“ einer Bäckerei, das Schild, „Pfingstmontag  wegen des Backverbotes geschlossen“ , sah.

Inzwischen ist es fast selbstverständlich, dass wir so ziemlich an jedem Tag der Woche,  Brot und anderes Gebäck kaufen können.

Ich frage mich, wie haben wir das vor Jahren gemacht, als alle Bäckereien jeden Montag und auch am Sonntag geschlossen hatten?
Natürlich gefällt es mir auch, am Sonntag Morgen frische Semmeln kaufen zu können. Es ginge aber auch ohne, es ist ja viele Jahre auch so gegangen.

Ob es den Bäckern so gefällt, auch noch am Sonntag so früh aufzustehen und backen zu müssen? Auch wenn das vielleicht abwechselnd und im Schichtbetrieb geht.

Manchmal schätzen wir gar nicht, was wir da haben… ist ja „nur“ Brot“ und…
Bei „Wasser und Brot“, ist eigentlich Synonym für karges Leben hinter Gittern.

Dabei ist Brot und noch die vielen Sorten die es hier gibt, eine Köstlichkeit. Ganz frisch gebacken und herrlich duftend, kann ihm kaum jemand widerstehn.

Dann schmeckt es auch so ganz ohne was drauf.  Und wer in Ländern ist, in denen es nicht so gutes Brot gibt, wird es noch mehr schätzen und es wird fehlen, auch ohne Hunger.

Und gar ohne Wasser kann der Mensch nicht lange überleben. Im Extremfall nur wenige Stunden, wie bei sehr heißen Temperaturen in der Wüste.

Ohne „Brot“ ginge es schon länger, weil der Körper von Reserven zehren kann.

Eine Alternative wäre „flüssiges Brot“ auf dem „Brotzeitbrett“…. 😉

20130517_185741 (800x579)

 Seit etwa 6000 Jahren sind Getreidepflanzen als Kulturform bekannt.  Emmer, Weizen, Gerste und Hirse…

Zwischen 6000 und 3000 v Chr. breitete sich das Getreide im ganzen Orient, Ägypten, China und Indien aus. Etwa 1000 Jahre später tauchte Roggen in Mitteleuropa auf.

Brot in dem Sinne, gab es trotzdem noch nicht.

Aus dem Mehl wurde mit Wasser, Milch und Fett ein Brei bereitet und dann eventuell auf heißen Steinen gebacken oder in die heiße Asche geschoben.

So machen das heute auch noch 60% der Weltbevölkerung.  Nur fahren wir jetzt mit ihrem „Hirsebrei“ spazieren und verantwortungslose, geldgierige Menschen spekulieren damit.

Folge: Täglich verhungern Menschen, weil sie sich ihr „täglich Brot“ nicht mehr leisten können!

Und manchmal frage ich mich, warum gerade Politiker, die manchmal auch ein großes „C“ für Christlich, in ihrem Parteinamen haben und das „Vaterunser“ publikumswirksam „beten“, nichts dagegen tun!

Geld kann man nicht essen, aber das würde ihnen wahrscheinlich erst auffallen, wenn sie selbst ihr „täglich Brot“ nicht mehr hätten.

Oder es geht ihnen wie der französischen Königin Marie Antoinette, sie wurde vom wütenden, hungernden Volk,  am 16.10.1793 mit der Guillotine hingerichtet.

Der Ausspruch: „Die Leute haben kein Brot? Sollen sie doch Kuchen essen!“…

Stammt übrigens nicht von ihr, sondern vom französischem Schriftsteller Rousseau.  Der in seinen Schriften immer wieder den Sittenverfall am Hofe  anprangerte.

Ein Ausgrabungsfund aus Bulgarien beweist, dass 300 v.Chr. bereits Backöfen bekannt waren. Allerdings waren die Fladen nach dem Auskühlen steinhart.  Konnten aber wieder eingeweicht werden.

In Finnland oder in manchen Alpenländern,  hat Brot manchmal noch heute, in der Mitte ein Loch, damit es auf einer Stange unter der Decke aufbewahrt werden kann. Keine Chance für Mäuse…  😉

Die Griechen verehrten Demeter als Göttin des Getreides und der Fruchtbarkeit.  Die römische Göttin des Getreideanbaus war Ceres… sie finden wir in unseren „Ceralien“ wieder…

Ehen wurden im Zeichen des Brotes geschlossen und eine schöne Tradition ist bis heute, das überreichen von Brot und Salz.

Um nochmals zum flüssigen Brot zu kommen:

Wie rief Rumpelstilzchen im Märchen, während es um`s Feuer hüpfte… „Heute back ich, morgen brau ich…“

Die ersten Brote waren ein raues Gemisch aus zerstoßenen Weizenkörnern und Wasser, das für mehrere Stunden an der Sonne stand (wo sich ein natürlicher Fermentierungsprozess vollzog) ehe es gebacken wurde. Bei dieser Art der Fermentierung entdeckte man (neben dem Sauerteig) auch das erste Bier. Backen und Brauen entwickeln sich in der Menschheitsgeschichte gemeinsam, wir sehen: es ist durchaus legitim von Bier, als „flüssigem Brot“ zu sprechen.

Quelle und noch mehr und ausführlichere Informationen zur Geschichte des Brotes,  findet man

HIER

Sonthofen hat übrigens auch eine Brauerei… das ist aber mal Stoff für einen eigenen Artikel… 😉

Natürlich gibt es für ein Lebensmittel mit so langer Geschichte und großer Bedeutung für die Menschen, auch ein Museum…in Ulm

Museum der Brotkultur

So, diesmal war es mal wieder ein längerer Artikel. Den Brot aber sehr wohl verdient hat!

Gedacht empfangen wir euch alle mit „Brot und Salz“, mögen Brot und Salz in euerm Hause nie fehlen. Genau das, bedeutet dieser Brauch.

Habt ein schönes Wochenende und…

Wir wünschen allen von , dass sie immer ihr „täglich Brot“ haben und es vielleicht ein wenig mehr achten.

Und vielleicht nicht mehr ganz so viele Schul-und andere Brote im Müll landen. Sie sind wertvoll!

Schlagwörter-Wolke

%d Bloggern gefällt das: