Willkommen unterm Regenbogen

Beiträge mit Schlagwort ‘Biologie’

Es gibt (nicht nur) einen Morgenstern…

Bei uns an diesem Wochenende…quasi ein Wochenende unter den „Morgensternen“… 😉
Hier kommt Christian Morgenstern zum Zweiten….
Heute begeben wir uns auf’s Glatteis… 😉

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Wenn’s Winter wird

Der See hat eine Haut bekommen,
so daß man fast drauf gehen kann
und kommt ein großer Fisch geschwommen,
so stößt er mit der Nase an.

Und du nimmst einen Kieselstein
und wirfst ihn drauf, so macht es klirr.
und titscher-titscher-titscher-dirr…
Heißa du lustiger Kieselstein!
Er zwitschert wie ein Vögelein
und tut als wie ein Schwälblein fliegen-
doch endlich bleibt mein Kieselstein,
ganz weit, ganz weit auf dem See draußen liegen.

Da kommen Fische haufenweis
und schaun durch das klare Fenster vom Eis
und denken der Stein wäre was zum essen;
doch so sehr sie die Nase ans Eis auch pressen,
das Eis ist zu dick, das Eis ist zu alt
sie machen sich nur die Nasen kalt.

Aber bald, aber bald
werden wir auf eigenen Sohlen
hinausgehen können und den Stein wiederholen.

Christian Morgenstern

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Wer kennt das noch? Ich hatte beim lesen des Gedichtes, gleich das schöne alte Kinderspiel im Kopf und das klirren in den Ohren.
Was sicher auch an Herrn Morgensterns „Lautmalerei“ liegt…
Eigentlich könnte man es ja mal wieder probieren. Aber dafür muss der Winter schon noch etwas „eisen“. 😉
Allen die es auch probieren wollen, viel Spaß dabei und noch etwas vom dazu benötigten Winter! 🙂

Wie Fische den Winter überleben können, erklärt sich wie folgt…
Wassermoleküle mit einer Temperatur von 4 Grad (genau 3.98) haben eine „Anomalie“ und eine höhere Dichte, als alle anderen Wassermoleküle. Damit sinken sie auf den Grund des Sees ab und Wasser mit anderer Temperatur (egal ob kälter oder wärmer) lagert sich auf ihm ab. Normalerweise würde warmes Wasser ( niedrige Dichte) nach oben steigen und kaltes ( hohe Dichte) nach unten sinken.
Somit haben die Fische immer eine Wasserschicht, in der sie überleben können, sofern der See tief genug ist.
Ganz genau kann man das HIER>>> nachlesen.

Damit hätten wir die „Sonntagsschule“ für heute auch gleich abgehakt…. 😉

Sonnen (-blumige) Erinnerungen…

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An sonnendurchflutete Sommer-Urlaubstage, sind an einem verregnet grauem (Arbeits-) Sonntag genau das Richtige. Keine andere Blume steht wohl mehr für die sommerliche Leichtigkeit. 🙂

Weitgereist sind sie, die Sonnenblumen.
Ihre Heimat ist das westliche Nordamerika und Mexiko.
Eine „Kreuzfahrt“ haben sie auch schon gemacht, spanische Seefahrer brachten sie mit.
Zuerst schmückte der Adel seine Gärten damit und „Sonnenkönig“ Ludwig ließ um 1660 eine Münze mit ihrem Abbild prägen.

Ihr wissenschaftlicher Name ist Helianthus annuus und sie bringen ein ganzes „Körbchen“ voll Samen, sprich Sonnenblumenkerne mit und ihre Familie ist deshalb die der Korbblütengewächse.

Göttliches….Schon die Azteken verehrten die „Sonnenkinder“ als Abbild des Sonnengottes und krönten die Priesterinnen ihrer Sonnentempel damit.

Die Sonnenblumenkerne „gehen auch runter wie Öl“ 😉
In Osteuropa und Russland erkannte man zuerst die Nützlichkeit, dort wurde sie bereits im 19. Jahrhundert zur Ölgewinnung angebaut.
Fitmacher und Kraftpaket Sonnenblume…. Sonnenblumenkerne bestehen zur Hälfte aus hochwertigem Öl, das viele Vitamine, Kalzium, Magnesium, Eisen, Selen und ungesättigte Fettsäuren enthält, die unser Körper selbst nicht bilden kann.

Ein „Glück“ war dies eine ganz „normale“ und keine „Gigant-Sonnenblume“, die werden bis 4.80 m hoch.
Wir nehmen ja keine Leiter zu den Ausflügen mit. 😉

Sonnenkind und „Wendehals“ Sonnenblume…Durch den Lichtrezeptor Phototropin, strecken sich die Zellen auf der beschatteten Seite schneller. Vermutlich durch einen Anstieg des Pflanzenhormons Auxin. Dadurch wendet sich der Blütenstand der Sonne entgegen. Heliotropismus nennt man das. Nachts und in der Morgendämmerung schaut sie nach Osten und verfolgt dann mit ihren Blüten den Lauf der Sonne.
Diese Bewegung wird durch Motorzellen in einem fexiblen Teil des Stammes (Pulvinus) ermöglicht.

Sagenhaftes….
Ihre Blütenblätter erinnern doch sehr an den Strahlenkranz des Sonnengottes Helios aus der griechischen Mythologie. Sein Name taucht ja auch in Bezeichnungen wie „Heliotropismus“ auf.
Helios musste den Sonnenwagen, der von vier Pferden gezogen wurde, über den Himmel lenken. Vor ihm ging Eos, die Morgenröte und am Abend folgte die Mondgöttin Selene. Alles Kinder von Hyperion und Theia.

Clytia hat sich für Helios extra in eine schöne Sonnenblume verwandelt, damit sie ihn immer anhimmeln kann. Er wählte trotzdem eine Andere.

„Kunstblume“… Für Künstler war die Sonnenblume schon immer inspirierend. Die schönsten Sonnenblumen aller Zeiten, hat wohl Vincent van Gogh gemalt. 😉

Wissenschaftlich betrachtet, hat dieses Empfinden aber wohl auch mit seiner Auswahl und der Mischung der Farben zu tun.

Ebenso die „Proportionen“ der echten Sonnenblume. Mathematiker fanden heraus, dass die Anordnung und die Längenverhältnisse aller Blütenblätter der „goldigen“ Sonnenblume, exakt dem „goldenen Schnitt“ entsprechen und sie deshalb von den Menschen als besonders ästhetisch empfunden werden.

Da muss was dran sein. Es gibt wohl wenige Menschen, denen Sonnenblumen nicht gefallen. Uns zaubern sie jedenfalls immer ein Leuchten in die Augen und ins Herz.

Wir wünschen allen einen schönen Sonntag mit Sonne im Herzen, dem Leuchten der Sonnenblumen in den Augen und einen sagenhaft göttlichen Start in die neue Woche, in der die Arbeit runtergeht wie Sonnenblumenöl. 😉
Eure regenbgenlichter

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