Willkommen unterm Regenbogen

Beiträge mit Schlagwort ‘Brauch’

Heute ist Hochzeit…

Vogelhochzeit….  hier müssen sie vorher das Nest noch von Schnee und Eis befreien…wer findet es unter dem Schnee? 😉

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Fotos zum Vergrößern anklicken…

Der Brauch stammt noch aus vorchristlicher Zeit und um die Gunst von Naturgöttern zu gewinnen, standen Speisen hoch im Kurs.

Später wurden die Opfergaben der slawischen Stämme an die Götter, Geschenke der Erwachsenen für die Kinder.

Der heutigen „Vogelhochzeit“ liegen Naturbeobachtungen zu Grunde. Die Menschen sind froh, eine Hälfte des Winters überstanden zu haben, die Sonne gewinnt langsam an Kraft und einige Vogelarten beginnen schon mit Balz und Nestbau. Gestern holte sich ein Rotkehlchen>>> beim singen bereits ein rotes Kehlchen und eine Meise gab mit ihrem pink, pink den Takt an, während die Spatzen mit tschilp, tschilp, tschilp dazu fleißig  von Ast zu Ast hüpften…

In der Lausitz>>> ist der sorbische>>> Brauch noch sehr lebendig. Die Kinder füttern im Winter die Vögel und dürfen dafür an der Hochzeit teilnehmen. Sie stellen Teller oder Schüsseln ans Fenster und bekommen eine gebackene Elster.

In den Kindertagesstätten wird die Vogelhochzeit mit der Elster als Braut und dem Raben als Bräutigam gefeiert. Die Kinder sind als Vögel verkleidet, singen und spielen die „Vogelhochzeit“ nach. Für Erwachsene gibt es gesellige Abende, an denen die Vogelhochzeit vom sorbischen Nationalensemble aufgeführt wird.

Vogelhochzeit ganz traditionell in der sorbischen Tracht >>>> aus dem Raum Bautzen…

Und wer kennt es nicht, das Lied „Die Vogelhochzeit“ klick >>>>, mit den unzähligen lustigen Strophen…

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Woanders wird der Tag auch gefeiert. Am 25. Januar feiern die Kirchen Sankt Pauli Bekehrung (Bekehrung des Apostels Paulus). Und die Bauern haben natürlich auch immer einen passenden „flotten“ Spruch auf den Lippen. Wie…

An Pauli Bekehr, ist der Winter halb hin und halb her“ oder…

„St. Pauli Bekehrung hell und klar, so hofft man auf ein gutes Jahr“.

Dann hoffen wir mal… 😉

Und da ich gerne zum Tage Vögelchen backen wollte, machte ich mich auf die Suche und wurde beim Café Schönleben mit gebackenen Täubchen fündig…

Und fand noch eine Legende zur Vogelhochzeit. Alle Ledigen, die im Laufe des Tages zuerst ein Vogelpärchen sehen, werden in diesem Jahr heiraten.

Ist es aber nur ein einzelner Singvogel, müssen sie noch ein weiteres Jahr warten. Dann wünschen wir mal viel Glück.

Gebacken habe ich auch… am Design muss ich aber noch etwas „feilen“… 😉

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„Grüner Donnerstag“ ;-)

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Schon lange bevor Ostern zum christlichen Fest zur Auferstehung Jesu wurde, feierten die Menschen zur Frühlings-Tag und Nachtgleiche am 21. März.
Es wurden Osterfeuer angezündet und mit Tänzen und Liedern die Erdgöttin geweckt.
Nach dem langen Winter gab es wieder Grün. Ihm wurde große Heilkraft zugeschrieben, da es die ganze Kraft der aufsteigenden Säfte enthält.
Das damals unfreiwillige Fasten, wurde mit einer Kräutersuppe aus neun Kräutern gebrochen.
Besonders schmackhaft… Giersch, Vogelmiere, Brennesseln, Gänseblümchen, Bärlauch, Löwenzahn, Sauerampfer, Wegerich und Taubnessel…
Also nichts wie auf die Wiese… 😉

Und so wird daraus ein Gründonnerstags-Süppchen….

Zutaten:
1 bis 2 Handvoll klein geschnittener Kräuter
2 Tl Mehl
1 El Butter
2 Tassen Milch
1/2 Knoblauchzehe
Muskat
Salz
1 Tl Zitronensaft
1 Tl Parmesankäse (gerieben)

Aus Butter und Mehl eine Mehlschwitze bereiten, Milch dazu geben und glatt rühren.
Danach die Kräuter und Gewürze dazu geben und den Parmesan darüber streuen.

Dazu passt Knoblauchbrot, Baguette etc.

Bei mehr Personen die Zutaten entsprechend „aufstocken“.
Das geht natürlich auch mit anderen Kräutern, je nach Wunsch…

Wir hoffen, es sagt jetzt keiner erschrocken oder erstaunt…„Ach du grüne Neune“…
Das wäre dann eine dritte und die netteste Erklärung für den Ausspruch, dessen Herkunft nicht ganz geklärt ist.

Eine davon ist, dass er von Jahrmärkten stammt, auf denen aus Spielkarten die Zukunft gelesen wurde.
Die Pik Neun heißt im deutschen Blatt „Grün Neun“ und diese Karte bedeutet nichts Gutes.

Oder vom Berliner Wallner-Theater aus dem 19. Jahrhundert, in der Blumenstraße 9, mit Haupteingang am Grünen Weg.
Dort wurden oft satirische oder gesellschaftskritische Stücke gespielt.
Das Vorgängerlokal „Conventgarden“ hatte schon einen schlechten Ruf und in ihm wurde ebenfalls zeitweise Theater gespielt.

Allen Lesern einen schönen Gründonnerstag!

Am Aschermittwoch ist alles vorbei…

Nur der Kater bei so manchem wahrscheinlich nicht… 😉

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Foto zum Vergrößern anklicken…

Wenn keine Narren auf der Welt wären, was wäre dann die Welt?

(Johann Wolfgang von Goethe)

Und wir hoffen, es war nicht alles für die Katz`… 😉

Uns streut man heute übrigens keine Asche auf’s Haupt, sondern weiße Flöckchen. Draußen ist alles weiß „gezuckert“. Vielleicht als Ersatz für Krapfen in der Fastenzeit? 😉
Aber jetzt wohl doch eher für die Katz‘. Des Winters Abschied. Denn die Vögel geben früh trotzdem schon ein Frühlingskonzert!
Und dann hoffen wir mal, dass das andere Sprichwort, „Vögel die am Morgen singen, holt abends die Katz'“, nicht zutrifft! 😉
Der Brauch mit dem Asche auf’s Haupt streuen, stammt übrigens aus der Antike. Im Altertum streuten sich die Menschen als Zeichen der Trauer, die Asche der verstorbenen Verwandten auf Kleider und Haupt. Diese Tradition hat sich mit dem Aschekreuz auf der Stirn am Aschermittwoch, bis heute erhalten.
Jetzt gilt der Ausspruch als Zeichen für Reue und Sühne.

So, das war sprichwörtlich dann hoffentlich nicht für die Katz’… 😉

Und wenn wir schon mal einen Kater (fotografiert) haben, ist er etwas verspätet – „Asche auf’s Haupt“ 😉 –
doch gleich noch außer Konkurrenz für Kalles…

Alles für die Katz`>>>>

Eure regenbogenlichter

Der Storch ist schuld… ;-)

An diesem Fotomotiv, welches mir letzte Woche vor die Linse kam…der Storch war als „Schuldiger“ für den angekommenen Nachwuchs schnell ausgemacht, aber ob er das wirklich war???? 😉

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Der Klapperstorch

Was klappert im Hause so laut? Horch, horch!
Ich glaub, ich glaube, das ist der Storch.

Das war der Storch. Seid, Kinder, nur still,
Und hört, was gern ich erzählen euch will.

Er hat euch gebracht ein Brüderlein
Und hat gebissen Mutter ins Bein.

Sie liegt nun krank, doch freudig dabei,
Sie meint, der Schmerz zu ertragen sei.

Das Brüderlein hat euer gedacht,
Und Zuckerwerk die Menge gebracht,

Doch nur von den süßen Sachen erhält,
Wer artig ist und still sich verhält.

Adelbert von Chamisso (1781-1838)

In vielen Ländern Europas ist es Brauch, bei Kindersegen einen Holz-Storch auf dem Dach anzubringen.
Den Glauben, dass der Storch die Kinder bringt, gab es zuerst in Skandinavien.
Demzufolge beißt der Storch die Frau ins Bein, sie muss das Bett hüten und der Storch bringt ihr das Baby.

Der Ursprung des Glaubens, liegt vermutlich im Miteinander der liebevollen, monogam lebenden Storcheneltern und ihrer Jungen.
Störche sind auch oft an Teichen, Sümpfen, Brunnen und Mooren zu sehen (weil sie dort Futter finden).
Nach altem germanischem Glauben halten sich dort auch die Seelen der Kinder auf.

Das Leben der Störche beeindruckte schon die Menschen im römischen und griechischem Altertum.
Die Jungvögel umsorgen auch ihre kranken Eltern, indem sie sie füttern und schützen.
Folge war das -Storchengesetz- “ Lex Ciconaria“, das Kinder verpflichtete, sich um ihre Eltern zu kümmern, wenn sie alt sind.
Er galt im alten Rom aber auch als Delikatesse und wurde gegessen!

In ganz Westeuropa gilt der Storch auf dem Dach als Glücksbringer und Frühlingsbote.
In vielen Gegenden werden tellerförmige Gestelle als Nisthilfe angebracht. Früher sehr oft Wagenräder.

Der Adimstorch heißt in Afrika „Regenstorch“, weil seine Ankunft mit der Regenzeit zusammenfällt.
Rund um den Tschadsee werden Podeste als Nisthilfe aufgestellt.

„Da brat‘ mir einer ’nen Storch“…. 😉
(Ausruf der Überraschung/Verwunderung)
Herkunft des Sprichwortes: Nach einer biblischen Speisevorschrift ( 3. Mose 11) darf der Storch nicht gegessen werden. Sein Fleisch galt auch als ungenießbar.
Außerdem genoss er abergläubische Verehrung ( Glücksbringer, verjagt man ihn, bringt das Unglück).
Nur scherzhaft wird der Storch in der Renaissance gelegentlich als Leckerbissen genannt.
Der gebratene Storch ist somit der Ausdruck des nie Geschehenen und unerhört Neuem.

Klapper di klapp, einen schönen Tag! Ihre/Eure regenbogenlichter.

Ein Vogel wollte Hochzeit halten…

Vogelhochzeit

Ùbermorgen, am 25.01., ist „Vogelhochzeit“….

Der aus vorchristlicher Zeit stammende Brauch beruht auf mystische Vorstellungen unserer Vorfahren.

Um die Gunst der Naturgötter zu gewinnen, brachte man Opfer, in Form von Speisen an die Ahnen…

Mit der Abnahme des Glaubens an die Macht der Geister, wandelte man die Opfergaben an die Ahnen, in Geschenke an die Kinder um.

Die in der heutigen Zeit am 25. Januar von Kindern gefeierte Vogelhochzeit, hängt mit Beobachtungen aus der Tier- und Pflanzenwelt zusammen.

Um diese Zeit beginnen bereits einige Vogelarten zu nisten und Eier zu legen.

Die Menschen warten nach dem Winter auf den erwachenden Frühling.

Der Ursprung des Brauches der Vogelhochzeit, ist die Lausitz
In einigen Gegenden ist der Brauch in der Familie noch weit verbreitet. Für die Kinder steht dann ein Teller mit Süßigkeiten oder gebackenen Vögeln auf dem Fensterbrett. Oft gibt es auch Aufführungen und Umzüge bei den Kindertagesstätten.

Die Gaben stehen auch für den Dank der Vögel für die Winterfütterung.

Wir finden, das ist ein schöner Brauch und erinnert auch dran, die Vögel im Winter nicht zu vergessen… und selbst Erwachsene freuen sich sicher über eine süße Überraschung… 😉

Das Lied „Die Vogelhochzeit“ ist schon sehr alt…

Der Text der Vogelhochzeit ist bereits im Wienhäuser Liederbuch überliefert, dessen Entstehungszeit auf etwa 1470 datiert wird.

Ein um 1530 in Nürnberg gedrucktes „fliegendes Blatt“ sowie ein weiterer, 1613 hergestellter Druck, zeugen von der Verbreitung des Liedes in der Frühen Neuzeit. Die zugehörige Melodie ist seit Anfang des 17. Jahrhunderts nachweisbar.

In seiner 1778 erschienenen Sammlung (die heute unter dem Titel Stimmen der Völker in Liedern bekannt ist) gibt Johann Gottfried Herder ein wendisches Volkslied von der Vogelhochzeit wieder, das von Goethe wörtlich in seinem 1789 verfassten Die Fischerin übernommen wird. ( Quelle Wikipedia)

Inzwischen existieren allerdings ziemlich viele Textvarianten, wahrscheinlich auch, weil es Spass macht, noch eine Strophe dazuzudichten. 😉

Vogelhochzeit

Die Vögel wollten Hochzeit halten
In dem grünen Walde.
Fi di ra la la
Fi di ra la la la la

Der Auerhahn, der Auerhahn
Der war der würd´ge Herr Kapellan.
Fidiralala . . . .

Die Amsel war die Braute,
Trug einen Kranz von Rauten.
Fidiralala . . . . .

Die Drossel war der Bräutigam,
Die Amsel war die Braute.
Fidiralala . . . . .

Brautmutter war die Eule,
Nahm Abschied mit Geheule.
Fidiralala . . . . .

Die Eule, die Eule,
Die bracht´ die Hammelkeule.
Fidiralala . . . . .

Das Finkelein, das Finkelein,
Das führt das Paar zur Kammer ´nein.
Fidiralala . . . . .

Der Finke, der Finke
der bracht der Braut zu Trinke
Fiderallala….

Die Fledermaus, die Fledermaus
Da zieht die Braut die Strümpfe aus.
Fidiralala . . . . .
(Anmerkung: Wer wohl auf die Fledermaus bei der Vogelhochzeit gekommen ist? *blinzel*)

Die Gänse und die Anten,
Das war’n die Musikanten.
Fidiralala . . . . .

Der Hahn, der krähte: „Gute Nacht“
Da ward die Lampe ausgemacht.
Fidiralala . . . . .

Das Haselhuhn, das Haselhuhn,
das sagte: »Wünsche wohl zu ruh’n!«
Fidiralala . . . .

Brautmutter war die Henne,
nahm Abschied mit Geflenne.
Fidiralala . . . .

Der Hennig krähet: Gute Nacht!
Nun wird die Kammer zugemacht.
Fidiralala . . . . .

Der Kiebitz, der Kiebitz,
Der macht so manchen losen Witz
Fidiralala . . . . .

Frau Kratzefuß, Frau Kratzefuß
Gibt allen eien Abschiedskuß.
Fidiralala . . . . .

Der Kuckuck kocht das Hochzeitsmahl,
Fraß selbst die besten Brocken all.
Fidiralala . . . . .

Der Kuckuck schreit, der Kuckuck schreit,
Er bringt der Braut das Hochzeitskleid.
Fidiralala . . . .

Der Kuckuck und der Kolibri
das sind die Herren Musizi
Fiderallala….

Die Lerche, die Lerche,
Die führt die Braut zur Kerche.
Fidiralala . . . . .

Der Marabu, der Marabu,
Hielt sich dabei den Ohren zu.
Fidiralala . . . .

Die Meise, die Meise
Die bringt der Braut die Speise.
Fidiralala . . . .

Die Meise, die Meise,
Die sang das Kyrieleise.
Fidiralala . . . . .

Die Nachtigall, sehr elegant,
Die war der Musje Bräutigam.
Fidiralala . . . . .

Der Papagei, der Papagei,
der macht‘ darob ein groß Geschrei.
Fidiralala . . . .

Der Pfau mit seinem bunten Schwanz
Macht mit der Braut den ersten Tanz,
Fidiralala . . . . .

Der Pinguin, nicht spröde,
Der hielt die Hochzeitsrede.
Fidiralala . . . .

Die Puten, die Puten
Die machten breite Schnuten.
Fidiralala . . . . .

Der Rabe, der Rabe,
Der bracht‘ die erste Gabe.
Fidiralala . . . .

Der Reiher, der Reiher
der bracht´ der Braut den Schleier
Fiderallala…

Rotkehlchen klein, Rotkehlchen klein,
Das führt‘ die Braut ins Kämmerlein.
Fidiralala . . . .

Die Schnepfe, die Schnepfe
setzt auf den Tisch die Näpfe
Fiderallala….

Der Seidenschwanz, der Seidenschwanz,
Der bracht der Braut den Hochzeitskranz.
Fidiralala . . . . .

Der Spatz der kocht das Hochzeitsmahl,
Verzehret die schönsten Bissen all.
Fidiralala . . . . .

Der Sperber, der Sperber,
Der war der Hochzeitswerber.
Fidiralala . . . . .

Der Sperling, der Sperling,
Der bringt der Braut den Trauring.
Fidiralala . . . .

Der Stare, der Stare,
Der flocht der Braut die Haare.
Fidiralala . . . . .

Die Taube, die Taube,
Die bringt der Braut die Haube.
Fidiralala . . . .

Der Uhuhu, der Uhuhu,
Der macht die Fensterläden zu.
Fidiralala . . . . .

Der Uhu, der Uhu,
Der bringt der Braut die Hochzeitsschuh.
Fidiralala . . . .

Der Wiedehopf, der Wiedehopf,
Der schenkt der Braut ein’n Blumentopf.
Fidiralala . . . . .

Der Zeisig, der Zeisig,
Der futtert gar fleißig.
Fidiralala . . . . .

Nun ist die Vogelhochzeit aus,
und alle ziehn vergnügt nach Haus.
Fidiralala . . . . .

Nun ist die Vogelhochzeit aus,
vielleicht ist schon der Storch im Haus.
Fidiralala . . . . .

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