Willkommen unterm Regenbogen

Beiträge mit Schlagwort ‘Bräuche’

– Magischer Johannistag –

20130704_124620 (800x479)

Ist morgen, am 24.6., auch Johanni oder Johannestag genannt…

Menschen haben schon sehr lange und zu vorchristlicher Zeit, die Gestirne und den Lauf der Sonne beobachtet. Und danach ihr Leben eingerichtet. Beweise dafür, sind Bauwerke wie das englische Stonehenge oder das irische Newgrange.
„Mittsommer“ und den höchsten Stand der Sonne, als Lebensspender, haben sie schon damals gefeiert.

Es ist eines der Feste, welches die Kirche „übernommen“ hat. Sie hat es auf den 24. Juni verschoben. Zu Ehren der Geburt, Johannes des Täufers. Die Sonnenwendfeuer sollten nun die (von Johannes) angekündigte Geburt Jesu (das Licht) verkünden.

Immer noch lebendige, alte Mythen und Glauben vermischen sich an diesem Tag.

Wie der Tanz um das Johannisfeuer. Es wird in der Nacht vor dem Johannistag entzündet.
Es hat mit der Symbolik von Sonne und Feuer und der Sonnenwende zu tun.

Im 12. Jahrhundert ist der Brauch des „Sonnenwendfeuers“ zum ersten Mal und ab dem 14. Jahrhundert häufig belegt.

Im Glauben des Volkes, sollte das Feuer böse Dämonen abwehren, die Krankheiten oder Viehschäden hervorrufen.
Hagelschäden sollten auch abgewehrt werden. Bei den schweren Unwettern, die es jetzt manchmal gibt, keine so schlechte Idee, oder?

In manchen Gegenden wird auch eine Strohpuppe ins Feuer geworfen.

Liebespaare springen durch das Feuer, mit einem Sträußchen Beifuß oder anderer geweihter Kräuterbuschen am Gürtel.
Das sollte reinigen und Glück in der Liebe bringen.

„Zu binden Kreuther zur Sonnenwend“

Kann man in alten Büchern lesen. Diesen Brauch der Kräuterbuschen gibt es immer noch, allerdings nicht zur Sonnenwende, sondern an Mariä Himmelfahrt, am 15. August.

Große Feuerräder wurden den Berg hinuntergerollt.

Es gab auch die Johanniskrone, die aus grünen Zweigen und Blättern geflochten wurde, auf dem Dorfplatz aufgehängt und abends mit Kerzen beleuchtet.
Ähnlich wie die Krone, die es jetzt noch in Schweden gibt. Dann wurde so viele Tage getanzt, wie die Krone grün war. Sind alle fit? 😉

20130704_124624 (800x480)

Der Johannistag ist auch „Lostag“…

Das Johanniskraut blüht, Johannisbeeren werden reif und in der Zeit rund um die Johannisnacht,
kann man besonders viele Johanniskäfer oder auch Glühwürmchen genannt, sehen.

Und ihr romantisches „Licht“, bringt sicher viele Augen und Herzen zum Leuchten.  Ich weiß von was ich rede. Wir haben mal ziemlich nahe an einem Bahndamm gewohnt, dort gab es sehr viele. Das Geheimnis ihrer Leuchtkraft, sind fluoreszierende Stoffe. Sie sind nicht nur fluoreszierend, sondern auch faszinierend. Das ist aber mal ein extra Thema.

Wenn man im Sommer das Schlafzimmerfenster auf hatte, haben uns auch manchmal welche ins „Bett gebracht“… Ganz romantisch…*träum*

Stichtag oder besser nicht mehr Stichtag ist auch. Ab dem 24. wird kein Spargel mehr gestochen und kein Rhabarber mehr geerntet. Der Rhabarber enthält dann zuviel Oxalsäure, die schädlich für den Magen ist.

20130704_124630 (800x467)

Wer gut hinhört, kann vielleicht im Meer oder in Seen, versunkene Glocken hören.
Oder am Mittag des Johannistages, können auch verwunschene Jungfrauen erlöst werden. Wer kennt eine? 😉

Die Sage von den Blumen unterm Kofkissen, ist auch hier wieder zu finden.

In vorchristlichen Zeiten kamen um Mitternacht, der keltische Cernunnos oder der römische Silvanus ( Götter der Wälder) vom Himmel gestiegen, um Korn und Wein zu segnen. Jetzt hat den “ Job“ der heilige Johannes „übernommen“.

Die Nazis bildeten (und bilden noch) sich ein, die Kelten wären ihre ureignen Urahnen, auch vom Geiste her, sie ordneten Feuer und Feiern staatlich an. Und haben es damit in Verruf gebracht. Zumindest für Deutschland. Die Kelten würden wohl meinen, all ihre bösen Dämonen wären unterwegs, wenn sie sehen würden, wer sich mit ihren Bräuchen brüstet.
Leider helfen gegen diese Dämonen, ihre magischen Bäume und Blumen nicht! 😦

Johanniskraut ist übrigens ein sonniges Pflänzchen. Es macht ein sonniges Gemüt… es macht empfindlicher für Licht. Deshalb Sonnenschutz nicht vergessen!

Und Kalle hat uns geschrieben, dass es zwar gelb blüht, aber rot färbt und damit an das Blut Johannes des Täufers erinnern soll. Ich habe nochmals nachgelesen…

Wenn man die Knospen des Johanniskrautes zerreibt, tritt ein Inhaltsstoff namens Hypericin aus, der rot färbt und „Blut des heiligen Johannes“ genannt wird.

Die Fotos können wie immer, einzeln angeklickt und größer angeschaut werden.

Advertisements

Mittsommer… Midsummer…Mittsommar

Heute ist Mittsommer… früh war die Sommersonnenwende… die Sonne erreichte auf der Nordhalbkugel ihren höchsten mittäglichen Stand.

20130618_050718 (1024x607)

Als Mittsommernacht, wird die Nacht vom 21. auf den 22. (diesmal Freitag zu Samstag) bezeichnet. An vielen Orten wird Mittsommerfest gefeiert.

Besonders in den skandinavischen Ländern und im Baltikum, wo die „weißen Nächte“ sind und es in der Nacht kaum dunkel wird,  sind die Bräuche dazu, besonders lebendig.

Um diese Zeit soll der Vorhang zur „Anderswelt“ durchlässig sein. Götter steigen auf einer unsichtbaren Leiter zur Erde herab, um das Korn zu segnen. Legt man sich unter einen Hollerbusch, soll man die Umzüge der Elfen und sie tanzen sehen. Die skandinavischen Trolle stehen hinter den Bäumen. Man muss aber aufpassen, sonst spielen sie einem auch mal Streiche.
Wie in „Ein Sommernachtstraum“ von Shakespeare. 😉

Der Morgentau sollte Mensch und Tier heilen. Etwas wurde in einer Flasche gesammelt und Bäcker verwandten ihn zum Backen von Brot und Brötchen. Man glaubte, sie wurden davon groß und fein.

Unverheiratete Mädchen pflücken in Schweden sieben verschiedene Wildblumen von den Wiesen. Sie müssen aber ganz still dabei sein. Der Strauß wird unters Kopfkissen gelegt und in den Träumen sollen sie sehen, wen sie mal heiraten.

Sie dürfen aber zu niemanden sprechen, von wem sie geträumt haben.
Sonst geht der Traum nicht in Erfüllung.

Und ein wenig ins Träumen, kommt man beim Ballett
„Ein Sommernachtstraum“ von der Hamburger Staatsoper.
Die Kommentare sind eigentlich überflüssig, Bilder und Musik sprechen für sich.

Quelle: Youtube

Die Inszenierung ist vom US-amerikanischen Tänzer, Choreograf, Ballettdirektor, Ballettintendanten John Neumeier, der 1942 in Milwaukee, Wisconsin geboren wurde.
Seit 1973 ist er Ballettdirektor des Hamburg Ballett, das jetzt im Juni, sein 40 jähriges Bestehen feiert.

Hamburg-Ballett

Wir wünschen allen eine zauberhafte und verzaubernde Mittsommernacht!

Ist der Winter schon zu Ende…?

Das könnte man zumindest meinen…

Schneemänner sind im Ausverkauf…und reduziert…

Schnell kaufen und nach Hause tragen… 😉

20130201_132548 (476x800)

Die Schneeglöckchen läuten auch schon fast… ich hab da was „läuten! hören… 😉

20130201_133413 (653x800)

Und manche graben auch schon um…. 😉

20130131_132235 (800x603)

Aber recht haben sie, die Maulwürfe…!

Morgen, am 2. Februar, ist Mariä Lichtmess oder Fest der Darstellung  des Herrn…

Er ist 40 Tage nach Weihnachten. Je nachdem, ob Weihnachten am 25. Dezember oder 6. Januar gefeiert wurde,

fiel der Tag entweder auf den 2. oder 14. Februar.  Letzteres war in Gallien der Fall.

Es wird vermutet dass, nachdem der 14. als Festtag „frei“ geworden war, er neu gefüllt und der Valentins-oder Vielliebchentag entstanden ist.

Für die Bauern begann nun die Feldarbeit, die Weihnachtszeit war offiziell zu Ende.

Für die Handwerker endete an dem Tag die Arbeit bei Kunstlicht. Diese begann am Montag nach dem 29. September, dem Gedenktag für Erzengel Michael.

Am Nachmittag bekamen Gesellen und Lehrlinge oft zur Feier des Tages frei und erhielt die Bezeichnung „Lichtblaumontag“, aus dem vielleicht der „blaue Montag“ entstanden ist.

Die Dienstleute wurden entlohnt und hatten einige Tage frei und besuchten ihre Verwandten. Dies wurde mit Festessen und Umzügen gefeiert.

Festgebäck an dem Tag waren Crépes, Pfannkuchen.Im Rheinland hießen sie Kreppchen, erinnert doch sehr an den französischen Originalnamen.

Der Hausfrau, die es schaffte, den ersten Pfannkuchen ohne Hilfsmittel so in der Pfanne zu wenden, dass er in der Mitte landete, ging das ganze Jahr das Geld nicht aus.  Aha… 😉

Die Bauernregel zum Tage…

Ist’s an Lichtmess hell und rein,
wird ein langer Winter sein.
Wenn es aber stürmt und schneit,
ist der Frühling nicht mehr weit.

Also bis jetzt  sieht es mal so aus, als ob hier morgen passendes Wetter für einen zeitigen Frühlingsbeginn ist. Mal sehen, ob sich das Wetter an die Bauernregel hält… 😉

Da die Zeit für den „blauen Montag noch nicht ran ist, wünschen wir allen ein ganz schönes Wochenende! 🙂

Schlagwörter-Wolke

%d Bloggern gefällt das: