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DDR unterm Regenbogen…Tv-Tipp

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In der Vorschau gesehen und vielleicht interessant…

Morgen, am Dienstag dem 19.03.2013, um 22.05 im MDR

Der Film von Jochen Hick und Andreas Strohfeld…(43:40 min)

DDR unterm Regenbogen- Homosexuelle in der DDR

Beim MDR kann man dazu unter anderem Folgendes lesen…

Die Filmemacher Jochen Hick und Andreas Strohfeldt zeichnen die Lebensstationen von fünf Lesben und Schwulen nach, die im Spannungsfeld zwischen Obrigkeit, herrschender Sexualmoral und dem Drang nach sexueller Selbstbestimmung versucht haben, in der DDR ihren Platz zu finden.

Wen die Filmemacher da vor die Kamera geholt und was sie erlebt haben, kann man natürlich erst nach der Sendung beurteilen. Letztendlich hat sicher jeder seine ganz eigenen persönlichen Erfahrungen gemacht.

Persönliche Erfahrungen zu hören, ist aber sicher interessant.

Erfahrungen aus einer Zeit, in der der §175 noch in Kraft war. Er existierte seit dem 1. Januar 1872 und auch nach der deutschen Teilung, in beiden deutschen Staaten. In der Zeit des Nationalsozialismus, mussten homosexuelle Häftlinge im KZ den „Rosa Winkel“ tragen! Es gab über die Zeit verschiedene Fassungen und stellte sexuelle Handlungen unter Personen männlichen Geschlechts unter Strafe.
In der DDR auch Handlungen von Frauen und Männern an Jugendlichen. Seit 1957 wurde in der DDR niemand mehr wegen „einfacher Homosexualität“ verurteilt.1988 wurde der Paragraph (§151 in der DDR) ersatzlos gestrichen. Die letzte Sondervorschrift dazu, wurde allerdings erst 1989 aus dem DDR-Gesetzbuch gestrichen.

In der BRD wurde am 25. Juni 1969 eine Reform des Strafrechts verabschiedet und der Paragraph 175 geändert. Unter Strafe gestellt waren nur noch die „qualifizierten Fälle“. Bis dahin wurden aber Menschen deswegen verurteilt.
Im November 1973 verschwand auch diese Reglung und die Straffreiheit ab dem 18. Lebensjahr wurde eingeführt. Der Ausdruck „Unzucht unter Männern“ verschwand aus der Überschrift und wurde durch “ Homosexuelle Handlungen“ ersetzt.

Nach der Wiedervereinigung 1990, musste mit der Angleichung des Rechts entschieden werden, ob die Reglung auf das Beitrittsgebiet übertragen wird.
Daraufhin wurde der Paragraph 175 (erst) am 11. Juni 1994, auch in den alten Bundesländern ersatzlos gestrichen.

Quelle und ausführlichere Infos darüber, kann man beim Forum Recht online nachlesen.

Das ist aber noch nicht überall so, zum Beispiel Russland, Ungarn und auch bei solchen „Traumzielen“ wie den
Malediven

Passend zum Thema, ein sehr authentischer, einfühlsam gedrehter und berührender Film…bei dem man unbedingt auf die „leisen Töne“ und „Nebensätze“ achten sollte. Darstellerin der „Bardame“ in dem Film, ist Charlotte von Mahlsdorf ,Gründerin und Leiterin des Gründerzeitmuseums in Berlin. Nach einem rechtsradikalen Überfall im Jahre 1991, lebte sie eine Zeit lang in Schweden. 1992 erhielt sie das Bundesverdienstkreuz. Am 30. April 2002 starb sie bei einem Berlinbesuch.

„Coming Out“.

Erster und letzter „schwuler Film“ der DDR, gedreht vom leider viel zu früh verstorbenen Regisseur Heiner Carow (Kultfilm „Legende von Paul und Paula“).  Premiere am 9. November 1989, also genau am Tag des Mauerfalls!

Zur Zeit leider nirgends im TV, aber als DVD selbstverständlich erhältlich. Amazon Es gibt ihn natürlich auch bei anderen Anbietern.

Und nachdem wir die Doku angeschaut haben, sind unsere

Gedanken zu DDR unterm Regenbogen“… hier zu lesen…

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