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Beiträge mit Schlagwort ‘Eberesche’

Eine „Beere“ nicht nur für Vögel….

Noch eine Augustschönheit… die Beeren (oder besser Samen) der Eberesche… (auch Vogelbeerbaum genannt)…

Ihr Name leitet sich von „Aber“(-Glaube), also Schein-oder Falsche Esche ab. Ihre Blätter ähneln der Esche.
Der Eberesche wurden früher magische Zauber abwehrende Kräfte zugesprochen. In der Walpurgisnacht oder am 1. Mai wurde das Vieh damit „gepeitscht“ oder Zweige wurden an die Stalltür gesteckt.

Sie symbolisiert Fruchtbarkeit, Kindersegen, Gesundheit, Freude, Ausdauer, Durchsetzungsvermögen, Kraftübertragung und Schönheit.

Im keltischen Baumkreis ist die Eberesche das Zeichen der zwischen dem 1. und 10. April oder dem 4. und 13. Oktober Geborenen. Sie steht dabei für Feingefühl und Gerechtigkeitsinn.
Die keltischen Druiden glaubten, die Kraft der Eberesche könne Fluch und Unglück bannen und umpflanzten ihre Opfersteine und Kultstätten mit Vogelbeerbäumen.

Bei den Nordgermanen wurde die Vogelbeere dem Gott Thor oder Donnar geweiht. Thor war bei der Jagd in einen reißenden Fluss gestürzt und konnte sich nur retten, weil eine Eberesche ihm ihre Zweige reichte, an denen er sich festhalten konnte. Daher heißt der Baum in Norwegen auch Thorsbjörg (Thors Bergung). Aus dieser Geschichte ist die Vorstellung vom Glauben an die Kräfte der Vogelbeere erklärbar: Der Fluss entspricht dem Blutfluss, der durch den Saft des Baumes gestillt wird, die roten Beeren Feuer und Blitz, die gefiederten Blätter den Wolken. So schützen die Beeren das Haus vor Blitzschlag, der Baum wehrt böse Geister ab und die Kronspitzen gelten als Kohlgericht der Hexen zu Mitwinter.

Die Beeren (Samen), sind auch essbar, allerdings nicht roh, da sie roh leicht giftig sind. Sie regen den Stoffwechsel an, sind harntreibend und entzündungshemmend. In vielen Kräuterschnäpsen sind sie enthalten.

(Quelle: Forstbotanik Uni Freiburg ,wo man noch viele andere interessante Tatsachen über die Eberesche lesen kann.)

Wer Zeit und Lust hat… Hier findet man ein Rezept für Ebereschengelee….

Wir überlassen sie aber lieber den Vögeln, die brauchen Reserven für den kommenden Winter.

Bei uns am Haus, waren die letzten Tage schon unzählige Drosseln beim „Vogelbeeren-Festmahl“, inzwischen sind nur noch einige Reste auf dem Buffet vorhanden. 😉

Es gibt auch ein Volkslied über den „Vugelbeerbaam“… das posten wir hier aber nicht, wer den Text lesen und die Melodie hören will, kann das hier…

Vugelbeerbaam

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