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Beiträge mit Schlagwort ‘Eisenbahnfähre’

Wie kommt man zum Fährmann?

Kürzlich berichteten wir vom technischen Denkmal, der ehemaligen Eisenbahnfähre in Fürstenberg.  Zum Artilkel hier >>>> klicken.

Heute liefern wir den (Fuß-) Weg dorthin nach….

Vom Marktplatz biegen wir rechts ab und lassen dabei den „Supermarkthund“ mit (Einkaufs-) Körbchen rechts im Hundekörbchen „liegen“…

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An dem schönen Gebäude war leider keine Info, was das früher mal war.
(Sonst sehr häufig und gut in der ganzen Gegend. Looob!)

Das Wappen welches zu sehen ist, ist das der Stadt Fürstenberg/Havel und zeigt den  Stargarder Arm >>>
mit Schleife in Silber und goldenem Ring in der Hand auf rotem Schild.

 

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Eine Nummer kleiner, aber sehr hübsch mit dem Fachwerk…

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Jetzt wird es märchenhaft… sehr kreative Anwohner… 😉

Vom Rotkäppchen mit dem Wolf…

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Zum gestiefelten Kater…

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Hin zu Schneeweißchen und Rosenrot…

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Modernes Schloss für Aschenputtel?

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Am Ende der „Gartenstraße“ folgt die Brücke, über die man gehen muss…Leider haben sie die Rollifahrer vergessen… Schade bei einer so neuen Brücke…
Danach geht es immer gerade aus, der Nase nach durch den Wald. Es war auch ausgeschildert.

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Rückblick zum Markt mit der Stadtkirche, von dem wir gekommen sind…

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Schöne Ausblicke…

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Und irgendwann im Mai, wird der Auwald durch den man geht, zum duftenden Maiglöckchenwald.

Sowas haben wir im Harz schon mal gesehen und genossen.

Leider war es in Fürstenberg nur fast so weit… 😉

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Die Fotos können wieder einzeln angeklickt oder in der Galerie größer angeschaut werden…

Fährmann hol über…

In dem Fall ein technisches und geschichtliches Denkmal…

„Urlaubssichtung“ vom letzten Jahr  … in Fürstenberg (Havel)…

Die (ehemalige) Eisenbahnfähre über die Havel.

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Offiziell sollte die Fähre für die Faserstoff GmbH in Fürstenberg gebaut werden. Diese, Glühstrümpfe für Gaslaternen herstellende Firma, ging aber 1926 in Konkurs. 1929 kaufte das Heereswaffenamt die Firma. Um die seit dem Versailler Vertrag (also der nach dem 1. Weltkrieg geschlossene Friedensvertrag aus dem Jahr 1919) verbotene! Lagerung und Produktion von Waffen zu verschleiern, wurde der Name beibehalten.

Ab 1934 wurden dort Geschosshülsen für die Wehrmacht produziert und mussten in die Lufthauptmunitionsanstalt nach Strelitz gebracht werden. Ein Brückenbau wurde vom Wasserbauamt nicht genehmigt, deswegen wurde die Fähre gebraucht. Die Gleisanlagen mit Anschluss an die Strecke Britz-Fürstenberg, wurden 1936 fertiggestellt.

Der Fährbetrieb wurde 1934 aufgenommen und erst 1993 wieder eingestellt. Seitdem steht die Fähre unter Denkmalsschutz.

 

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Die Fähre wurde in der damaligen ostpreußischen Werft Schichau gebaut, hat eine Länge von 34.18 m und eine Breite von 5.18 m.

Die Tragfähigkeit soll 170 Tonnen betragen haben. Dabei stieg der Tiefgang von 70 cm, auf 1.30 m.

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Während des 2. Weltkrieges wurden auch Häftlinge aus dem nahe gelegenem KZ Ravensbrück  in Waggons verfrachtet und mit der Fähre in die Faserstoff GmbH gebracht, um dort Zwangsarbeit zu verrichten.

Das KZ war ein Lagerkomplex mit vielen Außenlagern. Unter anderem auch ein Siemens-Lager, in dem weibliche Häftlinge Zwangsarbeit für Siemens & Halske leisteten.

Auf dem Foto unten beschreibt eine Inhaftierte aus Ravensbrück, dass sie bei einem Bombenangriff einfach ins Kesselhaus der Faserstoff GmbH gesperrt wurden und am Schluss die scharfkantigen Späne vom Drehen, per Hand in Eisenbahnwaggongs verladen mussten.
Hier noch >>> aus dem „Kalender der Erinnerung“ …der Bericht über eine Ordensfrau, die am Karfreitag, den 30. März 1945 in die Gaskammer ging, damit eine Mutter leben konnte.

Die Fotos können alle angeklickt und größer angeschaut werden.

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Die Personalsituation bei der Faserstoff GmbH ab 1942… 1943 kamen auf eine männliche deutsche Arbeitskraft, 2,37 ausländische Arbeitskräfte, sprich Zwangsarbeiter.

 

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Und für Eisenbahnfans… ich weiß nicht, ob die sich noch in dem Lokschuppen versteckt…  😉

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Ab 1945 wurde die Fähre von der Roten Armee für den Transport von Brennstoffen und Militärgütern benutzt. Die Faserstoffwerke waren jetzt Reperaturstelle für LKW und Panzer.

Dem Sägewerk Fürstenberg oblag der Betrieb der Fähre, welches damit hauptsächlich Schnittholz transportierte. Und von der zuständigen Reichsbahndirektion Greifswald den Auftrag hatte, die sowjetische Seite zu bedienen. Übrigens die einzige „Besatzungsmacht“ (mit 27 Millionen Toten im 2. Weltkrieg), die Deutschland „frei“ gegeben hat.

1993 wurde der Betrieb eingestellt und 2013 wurde sie aus dem Wasser gehoben.

Seitdem bemüht sich eine Interessengemeinschaft von Bürgern, Vereinen und der Stadtverwaltung, die Fähre denkmalsgerecht zu erhalten.

 

Solche Denkmale erzählen die Geschichte sehr lebendig und anschaulich. In dem Fall sogar über mehrere Generationen…

Das war ein sehr interessanter Ausflug!

Deswegen soll das noch ein Beitrag von „Schreiben gegen Rechts“ von Anna Schmidt und nicht nur das, sein.

Ein Beitrag der zeigt, dass Menschen leider nicht aus ihrer Geschichte  lernen und irgendwie drauf und dran sind, schon wieder die gleichen Fehler zu machen.

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