Willkommen unterm Regenbogen

Beiträge mit Schlagwort ‘Faktorenhof’

Hier werden Sie geholfen…. ;-)

Der 10. des Monats ist „Türentag“…. und im Dezember werden viele Türchen geöffnet. 😉

Eine Tür aus dem schon von uns gezeigten  Dinkelsbühler Spital….

20130915_124809 (461x800)

Nach dem Schild an der Tür, ist dort die Dinkelsbühler Tafel.

Eigentlich ein Armutszeugnis, dass in so einem reichen Land, derartige Einrichtungen nötig sind!!!

Auch wenn es so einigen in der Politik,  jetzt schon wieder viel zu „sozial“ ist.

Vielleicht täte es gut, wenn diejenigen nach 45 Jahren (ehrlicher!) Arbeit, mal auf sowas angewiesen wären.

Damit sie auf den Boden der Tatsachen kommen!

Der Schmuck an der Tür ist interessant…

20130915_124751 (468x800)

Und noch ein Durchblick durch das große Hoftor… auf das Stadtcafé… wo „kleine und große Brötchen“ gebacken werden… 😉

20130915_124726 (800x460)

Und weil sie mit den Sternen (Windrosen?) so schön in die Weihnachtszeit passt, als Zugabe noch eine Tür aus dem Eibauer Faktorenhof…

20130815_160738 (800x459)

Die Fotos können wieder einzeln angeklickt, und größer angeschaut werden.

Wir wünschen allen Lesern, dass sich hinter jedem „Türchen“ des Adventskalenders was Schönes verbirgt. 😉

Das ist unser Beitrag für Kalles

logo_weltueren

© Posted by regenbogenlichter

Tag der „offenen“ Tür… ;-)

Die Tür des Wohngebäudes vom Eibauer Faktorenhof,  haben wir uns extra für den 10. Oktober „aufgehoben“…

Warum, erklären wir dann gleich noch…. aber erst mal die Tür…

20130815_154007 (800x473)

Die Aufsteller stören leider etwas, aber wenn sie nicht draußen sind, ist geschlossen und man kann das Museum nicht anschauen.

Das auf dem Schlussstein des reich verzierten Korbbogenportals befindliche Monogramm zeigt neben den Initialen des Baumeisters einen Anker.

Dieser Anker ist ein Hinweis darauf, dass der Auftraggeber und Bauherr, der Leinwandhändler Christian Zentsch, überseeische Handelsgeschäfte betrieb.

(Quelle: Offizielle Website vom Eibauer Faktorenhof)

Die Fenstergitter sind nach Florentiner Art geschmiedet….

20130815_154023 (800x459)

Der Raum auf dem nächsten Foto ist der Grund, warum wir den Artikel genau heute posten.

20130815_160424 (800x442)

Im Faktorenhof ist auch das Standesamt untergebracht, gegenüber ist in der alten Scheune ein Restaurant und das Paar kann auch dort in der Hochzeits-Suite „Schwalbennest“ übernachten.

Hochzeit ist das richtige Stichwort, denn der Initiator von „Türen der Welt“,

KALLE,

hatte genau heute vor drei Jahren seinen großen Tag…allerdings nicht im Faktorenhof. 😉

♥ Ihr lieben Heidelberger ♥ 

Zu euerm 3. Jahrestag alles Liebe, habt einen ganz schönen Tag und noch viele gemeinsame, glückliche Jahre!

Habt lieben Dank, dass ihr diesen wundervollen Tag mit uns geteilt habt. Wir denken heute noch gerne daran! ♥ 

Und… „Für euch soll`s rote Rosen regnen“… wenn ihr in unsere weißen Rosen klickt, hört ihr das Original! 🙂

Oder soll es lieber „Somewhere over the rainbow“ sein, das gibt es bei uns auch… es ist unter… „Leben unterm Regenbogen“ zu finden.

♥liebdrück♥  Ute, Andreas und Moshe.

weißerose

 Die Fotos können wieder angeklickt und größer angeschaut werden.

Unser Beitrag für…

logo_weltueren

Der Faktorenhof Eibau…Perle des ländlichen Barock…

Kürzlich haben wir über das Umgebindehaus (Hier klicken zum Artikel über das Umgebindehaus)   geschrieben, in denen auch Hausweber ihre Webstühle stehen hatten und Leinen gewebt haben.

Zuerst kauften die Weber das Garn selbst und verkauften das Leinen auf dem Markt. Später gab es Faktoreien, mit einem „Verleger“ und Leinwandhändler, für den die Weber arbeiteten und von dem sie das Garn kauften.

20130815_163727 (800x454)

Auftraggeber und Bauerherr vom Eibauer Faktorenhof (einem Dreiseithof) war der Leinwandhändler Christian Zentsch. Das Wohngebäude wurde 1717 erbaut.

Die Ausstattung und Ausgestaltung lassen den ehemaligen Reichtum ahnen.

20130815_151732 (800x461)

Im Wohnhaus befindet sich jetzt unter anderem das Heimatmuseum und es ist sehr lohnenswert, sich das Museum und die Räume anzuschauen!!!

20130815_160448 (455x800)

Die Delfter Motive im reich bemalten Hauptzimmer des Obergeschosses, deuten auf Handelsbeziehungen ins Ausland und nach Übersee hin.

20130815_160558 (800x454)

Decken und Wandmalereien erzählen von „geholten“ Schätzen und Handelszielen. Und Segenssprüche unterhalb der mit floralen Ornamenten bemalten Balkendecke,

sollen vom Fleiß des Hausherren künden und ihn beschützen.

20130815_160408 (800x466)

Dieses Wohnhaus hat eine überaus reiche Ausstattung.

Den Webern allerdings, die ihr Leinen in der Faktorei ablieferten, und somit den Reichtum begründeten, ging es weniger gut.

Sie verdienten sehr wenig und es ging ihnen ähnlich wie den schlesischen Webern unweit davon, die 1844  einen Aufstand gegen die sozialen Misstände wagten.

Vorher gab es schon wesentlich heftigere, dieser wurde nur von den „Medien“ am meisten beachtet.

Die völlig verarmten Leine-Weber, hatten vorher vergeblich beim König und bei der Kirche, um Hilfe gegen die ungerechte Bezahlung durch die Verleger und Hunger und Armut ersucht.

Denn selbst sehr lange Arbeitszeiten und die Mitarbeit ihrer Kinder, konnte ihre Lage nicht verbessern.

Denn durch die nur unvollständige „Bauernberfreiung“, auf Grund der Annektierung der schlesischen Provinz durch den preußischen König Friedrich, mussten viele noch Abgaben an Lehnherren und Kirche zahlen.

Dazu kam die billige „Maschinenarbeits-“ Konkurrenz aus dem Ausland, zum Beispiel aus England.

Heinrich Heine beschreibt das Befinden der Weber, den Aufstand und die gesellschaftlichen Misstände, in seinem dramatischen Gedicht: „Die schlesischen Weber“.

Und er hatte wohl richtig erkannt, dass sich in Deutschland eine Veränderung anbahnt, die dann 1848 auch kam.

Die schlesischen Weber

Im düstern Auge keine Träne,
Sie sitzen am Webstuhl und fletschen die Zähne:
Deutschland, wir weben dein Leichentuch,
Wir weben hinein den dreifachen Fluch –
Wir weben, wir weben!

Ein Fluch dem Gotte, zu dem wir gebeten
In Winterskälte und Hungersnöten;
Wir haben vergebens gehofft und geharrt –
Er hat uns geäfft und gefoppt und genarrt –
Wir weben, wir weben!

Ein Fluch dem König, dem König der Reichen,
Den unser Elend nicht konnte erweichen,
Der den letzten Groschen von uns erpreßt
Und uns wie die Hunde erschießen läßt –
Wir weben, wir weben!

Ein Fluch dem falschen Vaterlande,
Wo nun gedeihen Schmach und Schande,
Wo jede Blume früh geknickt,
Wo Fäulnis und Moder den Wurm erquickt –
Wir weben, wir weben!

Das Schiffchen fliegt, der Webstuhl kracht,
Wir weben emsig Tag und Nacht –
Altdeutschland, wir weben dein Leichentuch,
Wir weben hinein den dreifachen Fluch,
Wir weben, wir weben!
(Heinrich Heine, 1844)

Das Preußisch Königliche Kammergericht Berlin, verbot das Gedicht wegen des aufrührerischen Tones. Ein Rezitator, der es 1846 wagte, dieses Gedicht trotzdem öffentlich vorzutragen, wurde zu einer Gefängnisstrafe verurteilt.

Anmerkung: Den Arbeitern bei der englischen Billigkonkurrenz und anderswo, erging es nicht besser!
Und wie Klaus richtig anmerkt, in anderen Dimensionen, kann man durchaus Parallelen in die heutige Zeit ziehen.
Wieder können Menschen von ihrem Lohn nicht leben, zumindest in Deutschland durch Aufstockung vom Staat etwas abgefedert.
(Leider auch mit Steuergeldern die Gewinne vergrößert….).
Woanders nicht! Von den Lebensbedingungen bei der heutigen Billig-Konkurrenz in Asien gar nicht zu sprechen!

Die Geschichte scheint sich immer zu wiederholen. Deswegen ist es auch wichtig, die Geschichte zu kennen und vor allem Lehren aus ihr zu ziehen!

Schlagwörter-Wolke

%d Bloggern gefällt das: