Willkommen unterm Regenbogen

Beiträge mit Schlagwort ‘Gedenken’

Abendgedanken…

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Gestern starben in Brüssel wieder viele unschuldige Menschen. Ihnen gilt unser Andenken.

Es gilt aber auch den unzähligen Menschen, die bereits durch völkerrechtswidrige Kriege, durch Bürgerkriege und Anarchie und vielleicht auch durch deutsche Waffen gestorben sind. Opfer auch in „sicheren Herkunftsländern“.
Wer hat damals um die Menschen in Bagdad getrauert, deren Körper durch die Hitze in die Bunkerwände eingebrannt wurden? Im TV sah das aus weiter Entfernung gefilmte aus, wie die Übertragung vom Silvesterfeuerwerk. Was fühlten deren Angehörige? Und pflanzt sowas nicht Hass in die Herzen? 😞
In Hamburg, Dresden und anderswo gab es im 2. Weltkrieg Ähnliches.

Und mit dem Nichtwollen von derartigen Kriegen ließen sich auch schon Wahlen gewinnen.

Irgendwie sind die Opfer aus Bagdad und anderswo, immer maximal eine Randnotiz wert. Vielleicht ja, weil es zuviele Opfer sind oder zu weit weg. Aber es drängt sich einem schon der Gedanke von Opfern erster und zweiter Klasse auf. Das darf so nie sein!

Und dann waren kürzlich noch die Worte der Mitarbeiterin aus der Kirchenredaktion, die den Hörern in den Tag mitgab, dass Menschen den Glauben brauchen um zu wissen, was „gut und böse“ ist.

Wenn dem so wäre, gäbe es kein „Paris“, kein „Brüssel“ und viele andere „Orte“ nicht.
Auch würde niemand Waffen segnen und Hexen verbrannt hätte auch keiner.
Glauben kann schnell zum Irrglauben werden.
Deswegen braucht man um gut und böse zu unterscheiden, Mitgefühl und das was man Herzensbildung nennt. Richtig verstandener Glauben kann dabei höchstens hilfreich sein.

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Gedenk-„Kultur“….

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Diese Gedenkstele für die Opfer des 2. Weltkrieges steht auf dem Parkplatz des Tierparks Neuruppin.
Den Grund, warum sie gerade dort steht, finde ich (gelinde gesagt) schon „erstaunlich“.

Nachzulesen in folgendem Text. (Foto zum lesen bitte anklicken.

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Gesehen wird sie an dieser Stelle aber vielleicht eher. 😉

Nicht rosa-rot, sondern „Weiße Rose…“

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Heute früh haben wir von der „rosa-roten Weltsicht“ gesprochen und am Abend wollen wir ein wenig in die Realität zurückkehren.

Heute wäre Sophie Scholl 93 Jahre alt geworden. Sie gehörte der Münchner Widerstandsgruppe „Weiße Rose“ an und wurde am 22. Februar 1943 von den Nazis ermordet.

Wir haben schon mal einen etwas ausführlicheren Artikel über sie geschrieben. HIER KLICKEN >>>>

Angesichts des Rechtsrucks in vielen Ländern Europas, bräuchte es viele solcher aufrechter und mutiger Menschen, wie es Sophie Scholl einer war!

R.I.P. Sophie Scholl

Gedenken an den Bombenangriff am 13.Februar 1945 auf Dresden…

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In der Nacht vom 13. auf den 14. Februar warfen britische Bomber in zwei Angriffswellen, erst eine Unzahl von Sprengbomben und danach etwa 650 000 Brandbomben ab.

Diese verursachten einen Feuersturm ohnesgleichen. Etwa 25 000 Menschen starben bei diesen Angriffen und einmalige Architektur- und Kunstgüter wurden für immer zerstört.

Dinge die der Feuersturm aufwirbelte und mit sich riss, fanden sich noch in 100 km Entfernung. Lebende „Fackeln“ sprangen in die Elbe und in Brunnen, deren Wasser aber bereits kochte. Bis zur Unkenntlichkeit verkohlte Tote, lagen noch Tage danach in den Straßen. Das zähflüssige Napalm, mit dem Hauptbestandteil Benzin, erreicht Brandtemperaturen von 800 bis 1200 Grad und lässt sich mit Wasser schlecht löschen oder abwaschen. Es verursacht schwerste, schlecht verheilende Brandverletzungen. Es wurde noch in vielen weiteren Kriegen eingesetzt. Japan, Korea, Vietnam, im Irak…

Diesen und den vielen Toten in anderen Städten, wollen wir gedenken.

Das darf nie wieder passieren! Und wir sollten aufpassen, dass die geistigen „Erben“ derer, die diesen Wahnsinn angezettelt haben, nie wieder Oberwasser bekommen!

Es sollte nie wieder Erwachsene geben, die auf dem Stand eines Kindes stehen geblieben sind und nur stotternd sprechen konnten, weil sie als Kind mit ansehen mussten, wie ihre Mutter verschüttet wurde!

Dafür stehen Gedanken wie die der 92jährigen Lieselotte Jakob, die den Angriff miterleben musste: (Quelle: Leben in der Frauenkirche)

„Unsere Erinnerungen sollen allen eine Mahnung sein! Wir sollten endlich gelernt haben, dass Krieg, Hass, Menschenverachtung, Diskriminierung, Unterdrückung, Ausbeutung in jeder Form und in welchen Ländern auch immer, nicht mehr sein dürfen!“

Diese Worte möchten wir sehr vielen ans Herz legen und ins Stammbuch schreiben!
Mit der dringenden Bitte darüber nachzudenken und danach zu handeln!

Zum Andenken an die Opfer, sollen die Glocken der alten Frauenkirche läuten. >>>>

So, wie es die Menschen damals wohl gehört haben…

Das 2. historische Geläute (gute Simulation), der inzwischen wiederaufgebauten Frauenkirche. Ein Symbol für die Zerstörung, aber auch der Versöhnung und Hoffnung für Dresden.

Im neuen Geläute der Kirche, ist die Friedensglocke Jesaja, mit 1750kg Masse, die größte Glocke.

Sie erinnert jeden Werktag, nach dem 12.00Uhr-Stundenschlag, an

„die flackernde Sehnsucht nach Frieden“.

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(Christian Lehnert, Quelle: Leben in der Frauenkirche, auch für die folgenden Sätze.)

„Sie werden ihre Schwerter zu Pflugscharen machen“ (Jesaja 2,4) – diese biblische Hoffnung will hinein strahlen in alle Dunkelheiten der Gegenwart. Bei jedem Läuten erinnert uns die Jesaja-Glocke wie ein „dunkler Puls“, dass unser Bitten um Frieden, sich auf den Frieden in der ganzen Welt ausrichtet.

Zur Glockenweihe schrieb Christian Lehnert das auch bei  „Leben in der Frauenkirche“ nachzulesende, mahnende Gedicht.

Unsere Kerze für „Lichter der Versöhnung“ (18.30 Uhr an der Frauenkirche), soll hier leuchten…

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„Abendsegen“ ….

„Wenn der Himmel so leuchtet,  backen die Engel“…wurde mir als Kind immer gesagt. Man kann sie doch fast sehen oder? Und ihre schöne Musik hören… 😉

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Wer in das Foto klickt, hört den „Abendsegen“ aus der Oper „Hänsel und Gretel“ von Engel-bert 😉 Humperdinck.

Zu wunderschönen Bildern aus der Dresdner Frauenkirche, in der das Konzert der Staatskapelle Dresden, unter der Leitung von Christoph Eschenbach, stattfand.

In dieser Woche hätte der Soldat, dessen BRIEFE wir veröffentlicht haben, Geburtstag gehabt. Ihm und den vielen anderen, deren Wunsch, ihre Familien wiederzusehen oder sogar mit ihnen Weihnachten zu feiern, nicht in Erfüllung gegangen ist, soll die dritte Kerze am Adventskranz leuchten!

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Wie wichtig das Erinnern ist, zeigte am Donnerstag die Aussage eines Jugendlichen, dessen Gymnasium umbenannt werden soll. Es trägt bis jetzt den Namen vom sehr umstrittenen Wernher von Braun.(Beteiligung an der Kriegsführung des nationalsozialistischen Deutschlands und Schaffung der Vergeltungswaffe V2, sowie Einsatz von KZ-Häftlingen und Zwangsarbeitern für deren Bau).

Der Jugendliche sagte sinngemäß: „Der Name ginge für ihn in Ordnung, es gab zwar einige! Tote, aber es gäbe bei vielen Dingen Tote und wenn Neues erforscht werden soll, kann das passieren.“ Aha!

Und noch schlimmer, er hat das vielleicht seinem Physiklehrer nachgeplappert, dessen Meinungsäußerung vor der Kamera, sich schon sehr ähnlich anhörte!

Menschen die so denken sei gesagt, jeder Tote ist einer zuviel! Und für solcherart Wahnsinn schon überhaupt!!!

Friedrich Rückert

Engel umschweben uns

Engel umschweben uns,
Wo wir auch gehn,
Engel umgeben uns,
Wie wir uns drehn.

Doch wir erkennen sie
Nicht in dem Licht,
Und zu benennen sie
Wissen wir nicht.

Selber zu blenden uns
Scheinet der Glanz,
Wir von ihm wenden uns
Halb oder ganz.

Aber nun haben wir
Engel ein Paar,
Denen ja gaben wir
Namen fürwahr.

Und nicht vergaßen wir:
Wirklich einmal
Selber besaßen wir
Leiblich den Strahl.

Sollten wir wenden uns
Ab von dem Glanz?
Sollten verblenden uns
Halb oder ganz?

Nein!  wir erkennen euch
Freudig im Licht,
Und zu benennen euch
Zweifeln wir nicht.

Lächelnd ihr gebet uns
Wohl zu verstehn,
Dass ihr umschwebet uns,
Wo wir auch gehn.

Wir wünschen allen Lesern einen besinnlichen und schönen 3. Advent!

 

© Posted by regenbogenlichter

Es weht der Wind ein Blatt vom Baum…

Es weht der Wind ein Blatt vom Baum,
von vielen Blättern eines.
Das eine Blatt man merkt es kaum,
denn eines ist ja keines.
Doch dieses eine Blatt allein
war Teil von unserem Leben.
Drum wird dies eine Blatt allein
uns immer wieder fehlen.

Heute am Totensonntag, möchten wir all unser Lieben gedenken, die wir immer im Herzen haben.

Und in diesem Jahr besonders dem jungen Mann, dessen Briefe wir hier zur Zeit  posten. Wir haben ihn nie persönlich kennengelernt, aber durch seine Briefe ist er uns sehr nah.

Sie waren nicht Teil von unserm Leben, die Menschen, die letzte Nacht beim Brand in einer Textilfabrik in Bangladesh ums Leben gekommen sind, aber ein Gedenken haben sie auch verdient. Und da sie oft auch Kleidung für den deutschen Markt herstellen…wer weiß, wie viele Kleidungsstücke davon, in unsern Kleiderschränken hängen.

Das macht wieder deutlich, wie wichtig es ist, sich für die Verbesserungen der Arbeitsbedingungen dort einzusetzen.

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