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Beiträge mit Schlagwort ‘Gedichte’

Gleichheit (und Gerechtigkeit…) Sonntagsgedanken…

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Gleichheit

Es ist kein Blümlein nicht so klein,
Die Sonne wird’s erwarmen,
Scheint in das Fenster mild herein
Dem König wie dem Armen,
Hüllt alles ein in Sonnenschein
Mit göttlichem Erbarmen.

Joseph von Eichendorff

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Fotos… Huflattich… zum Vergrößern anklicken…

Die Natur und die Sonne verschenken ihre Wärme und ihre Schönheit an jeden, ohne Ausnahme.
Zu gleichen Teilen und egal ob arm oder reich.

Der Wunsch nach Gerechtigkeit und Wohlergehen für alle, ist wohl ein Wunsch der Menschen von Anbeginn der Menschheit an.

Erfüllt hat ihn ihnen bis jetzt nur die Natur…. der es der Mensch aber sehr oft,

wirklich schlecht dankt, indem er rücksichtslosen Raubbau betreibt.

Lautlos

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Foto zum Vergrößern anklicken

Lautlos

Lautlose Stille dich umfängt-
Einsam ein Vogelnest in kahlen Zweigen hängt.
Die Vögel sind schon lang‘ entfloh’n,
an dein Ohr dringt nicht der leiseste Ton.

Nebel umhüllt die geschäft’ge Welt,
es scheint, als ob sie stille steht.
Selbst der Wind, der Ruhelose,
für diesen Moment, den Atem anhält.

Träumend reglos liegt der See,
kein Baum, kein Strauch sich bewegt.
Du vergisst das Hier und Jetzt, die Zeit.
Tief versinkt dein Blick-
In seinem klaren Spiegel der Unendlichkeit.

Alles wird eins mit ihm-
und du eins mit der lautlos ruhigen Welt.
Leiser Friede schließt deine Seele in sich ein.
Alltag und Sorgen sind ganz klein,
hüllt Nebel sie watteweich in Stille ein.

©regenbogenlichter

Das Gedicht ist unsere (Sonn-) tägliche Auszeit für unsere Leser. 🙂
Wir wünschen eine schöne, stille Zeit!

© Posted by regenbogenlichter

Die Zeit…

Sprüche des Konfuzius

Dreifach ist der Schritt der Zeit.

Zögernd kommt die Zukunft hergezogen.

Pfeilschnell ist das Jetzt entflogen.

Ewig still ruht die Vergangenheit.

Keine Ungeduld beflügelt
Ihren Schritt, wenn sie verweilt.
Keine Furcht, kein Zweifeln zügelt
Ihren Lauf, wenn sie enteilt.
Keine Reu‘, kein Zaubersegen
Kann die Stehende bewegen.

Möchtest du beglückt und weise
Endigen des Lebens Reise?
Nimm die Zögernde zum Rat,
Nicht zum Werkzeug deiner Tat,
Wähle nicht die Fliehende zum Freund,
Nicht die Bleibende zum Feind.
Dreifach ist des Raumes Maß.
Rastlos fort ohn‘ Unterlaß
Strebt die Länge fort in’s Weite;
Endlos gießet sich die Breite;
Grundlos senkt die Tiefe sich.

Dir ein Bild sind sie gegeben.
Rastlos vorwärts mußt du streben,
Nie ermüdet stille stehn,
Willst du die Vollendung sehn;
Mußt in’s Breite dich entfalten,
Soll sich dir die Welt gestalten;
In die Tiefe muß du steigen,
Soll sich dir das Wesen zeigen.

Nur Beharrung führt zum Ziel,
Nur die Fülle führt zur Klarheit,
Und im Abgrund wohnt die Wahrheit.

 Friedrich Schiller


Erst bei unserem zweiten Besuch in Freiburg habe ich entdeckt, dass an dieser Skulptur im Stadtgarten, der Anfang des Gedichts „Sprüche des Konfuzius“, von Friedrich Schiller geschrieben steht.  Da man mit Worten nicht lyrischer und zauberhafter umgehen kann, habe ich den Rest auch noch dazu geschrieben.

Wir wünschen viel Freude beim lesen.

Die Frühjahrsmüdigkeit…

Keine Ente… die Frühjahrsmüdigkeit greift um sich… selbst unter Enten… 😉

 

Und so schön… die vielen „Streublümchen“, die der Frühling jetzt überall verteilt…

Wir hoffen, alle hatten ein erholsames Wochenende und keinen beheizten Neoprenanzug nötig! 🙂

Vorfrühling

Es läuft der Frühlingswind
Durch kahle Alleen,
Seltsame Dinge sind
In seinem Wehn.

Er hat sich gewiegt,
Wo Weinen war,
Und hat sich geschmiegt
In zerrüttetes Haar.

Er schüttelte nieder
Akazienblüten
Und kühlte die Glieder,
Die atmend glühten.

Lippen im Lachen
Hat er berührt,
Die weichen und wachen
Fluren durchspürt.

Er glitt durch die Flöte
Als schluchzender Schrei,
An dämmernder Röte
Flog er vorbei.

Er flog mit Schweigen
Durch flüsternde Zimmer
Und löschte im Neigen
Der Ampel Schimmer.

Es läuft der Frühlingswind
Durch kahle Alleen,
Seltsame Dinge sind
In seinem Wehn.

Durch die glatten
Kahlen Alleen
Treibt sein Wehn
Blasse Schatten.

Und den Duft,
Den er gebracht,
Von wo er gekommen
Seit gestern Nacht.

Hugo von Hofmannsthal

 

Kompliment…

an den ersten Frühlingstag…. der 1. März ist der metereologische Frühlingsanfang. Und außerdem ist heute der Tag der Komplimente. 🙂

Das Wetter heute, war dem Frühling mehr als würdig! Das Thermometer an der Wand auf dem Balkon, zeigte +18 Grad.

An diese Wand scheint zwar die Sonne (nur an die Wand, nicht auf das Thermometer), aber trotzdem war es einfach herrlich warm.

Kompliment lieber Frühling.

Heute haben wir sie entdeckt, unter einem Strauch versteckt… 😉

Dort wo nicht soviel Schnee hingekommen war und die Sonne ihn schon geschmolzen hat, läuteten die ersten Schneeglöckchen den Frühling ein… *freu*

Kompliment, wie sie es jedes Jahr wieder schaffen, gleich nachdem der Schnee weg ist, ihre weißen Glöckchen zu läuten…

Am späten Nachmittag waren wir dann noch am Siegelsee in Blaichach. Der macht seinem Namen alle Ehre und ist noch zum größten Teil mit Eis „versiegelt“. 😉

Als wir dann nach Hause kamen und in den Briefkasten geschaut haben, erwartete uns eine große Überraschung…. ein Brief, von ganz lieben Freunden aus Heidelberg…

*schüttel* *leichtraschel* Was ist da nur drin?!

Als ich den Brief geöffnet hatte, kam eine total süß geschriebene Karte (Kompliment…) zum Vorschein und diese zwei Tütchen…

Da wussten wir, was uns blüht… blühen sollte *gg*. 😉 *suuuuummmmm*  *freeeeuuuuuu*

Jetzt müssen wir nur noch Blumenkübel und Erde kaufen gehen und wenn der Frühling richtig gekommen ist, werde ich den Blumensamen säen und dann hoffen wir…

dass eine Hummel im Glück, sich  bald an den Blumen freuen kann, leckere, blumige Speisen und Desserts in lauer, nach Blumen duftender Luft vernascht und dazu

Hummel-summ-Musik hört. 😉

Ihr lieben zwei Heidelberger…vielen lieben Dank für diese schöne Überraschung!  Solche Geschenke sind für uns die Schönsten. Kompliment! Werde mir große Mühe geben, sie zum wachsen und blühen zu bringen und dann natürlich auch Fotos schicken (posten). Hoffe mal, das funzt…

Fühlt euch ganz lieb gedrückt, knutscha für Euch!

Ute, Andreas und Moshe

Ja und wenn das nicht ein schöner Frühlingsanfang  ist! 🙂

Frühling

Was rauschet, was rieselt, was rinnet so schnell?

Was blitzt in der Sonne? Was schimmert so hell?

Und als ich so fragte, da murmelt der Bach:

„Der Frühling, der Frühling, der Frühling ist wach!“

Was knospet, was keimet, was duftet so lind?

Was grünet so fröhlich? Was flüstert im Wind?

Und als ich so fragte, da rauscht es im Hain:

„Der Frühling, der Frühling, der Frühling zieht ein!“

Was klingelt, was klaget, was flötet so klar?

Was jauchzet, was jubelt so wunderbar?

Und als ich so fragte, die Nachtigall schlug:

„Der Frühling, der Frühling!“ Da wusst`ich genug!

Heinrich Seidel (1842-1906)

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