Willkommen unterm Regenbogen

Beiträge mit Schlagwort ‘Geschichte’

Verwunschen….

Manchmal kommt man an Orte, die einen einfach „gefangen nehmen“. Sie haben eine Faszination der man nicht entkommen kann.

So ging es uns vor allem im Garten und Friedhof des am Wutzsee gelegenen Kloster Lindow.

Ein verwunschener Garten mit alten Bäumen, Gräbern vom Mitelalter bis zur Neuzeit, wucherndem Grün, dem Gesang der Vögel, summenden Insekten, Blumen und wohltuender Stille. Wir wussten vorher nur von „einer“ Klosterruine, den Rest haben wir erst dort oder im Nachhinein gelesen.

Theodor Fontane erging es wohl ähnlich. In seinem Roman „Der Stechlin“ setzt er dem Kloster mit der Domina Adelheid und Kloster Wutz ein Denkmal.

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Konventsgebäude, seit dem 18.10.1638 Ruine…
Zerstört durch die kaiserlichen Truppen unter Feldmarschall Gallas im 30jährigem Krieg.

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Keller… 😉

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Wo das Kreuz steht, war früher der Altar der Kirche, einem turmlosen, rechteckigen Saalbau. Gemauert aus Feldsteinen und Ziegeln. 1934 wurden die Grundmauern freigelegt und durch Mauern markiert.

Dort sind die Gräber der letzten Stiftsdamen. Denn das Kloster war vor allem verantwortlich für die Erziehung des weiblichen Nachwuchses adliger Familien und sollten jene ledig bleiben, für deren standesgemäße Unterbringung. Ob es ihnen immer gefallen hat und ob sie freiwillig dort waren, sei dahingestellt. Auf alle Fälle waren sie versorgt.

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Die Gräber sind streng nach Rangordnung zu Lebzeiten angeordnet.

Im Tode sind nach menschlichem Ermessen wohl auch noch nicht alle gleich. „Andere“ sehen das sicher anders…

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Die frühere Remise („Kutschengarage“) der Domina…

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Die eingezäunte Grabstelle ist die letzte Ruhestätte von einem der Klostermüller.

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Die Ruinen bieten auch anderen Lebewesen ein Zuhause. Wie Vögeln und hier Insekten… (die kleinen Löcher).

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Und die folgende junge Dame spielt bis heute eine ganz besondere und herzerwärmende Rolle im Kloster Lindow. Denn wie oben schon geschrieben, es waren sicher nicht alle freiwillig dort.

DSC_1357 (1024x572)Aber dazu in einem extra Post.

Im verlinkten PDF-Dokument von ruppin-kult-tour kann man alles über die Geschichte vom Kloster Lindow nachlesen und anschauen. Sehr interessant!

Die Fotos können wieder einzeln angeklickt oder in der Galerie größer angeschaut werden.

Kloster Lindow, PDF-Dokument….Hier klicken >>>>

Und hier der Link zur Stadt Lindow… Hier klicken >>>>

Erinnerungen im Panorama…

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Zum Holocoust-Gedenktag, 70 Jahre nach der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau durch die Sowjetarmee…

                                                                        Erinnern…!

                                    Vergessen….?

Verdrängen…?

 

Zu lange her? Vor unserer Geburt? Das waren nicht wir!? Ohne Erinnerung könnte uns das aber schnell passieren. Deswegen immer aktuell…!!!
Und deswegen…

Ansehen, Erinnern, niemals Vergessen!!!! 

 

Was geschah im Einzelnen zu dieser Stunde vor 70 Jahren… nachzulesen in 140 Zeichen in Tweets von Historikern….. Twitter, digitalpast >>>>

Anzuschauen… Grausame Folgen von Deutschlands Angriffskrieg….

 

Fotografisches 360 Grad-Panorama des Künstlers Yadegar Asisi aus dem am 13.02.1945 zerstörtem Dresden…   mittendrin…  wie damals…   HIER KLICKEN >>>>

Die ARD bietet ein kurzes Video, auch zum Download… HIKER KLICKEN >>>>

 

                                Schuld über Jahrhunderte…?

1349…. Freiburg (Breisgau)… Zeit der Pest…  Judenverfolgung

Verbrennung  fast aller Juden am 30. 01. 1349

 

                                                                                           Jüngere Neuzeit… Hexenverfolgung…  Höhepunkt 1550 bis 1650…

                                                                                      Bauernaufstände, 30jähriger Krieg… 1618 bis 1648…

                                                                                           Verschwenderischer Adel,  Armut der Bauern,  Zerstörung, Missernten, Unwetter, Seuchen…

                                                                                       Schuld?  Hexerei und Teufelsbuhlschaft…

 

                                                                                                                                                                                                                                            Revolutionär…

                                                                                                                                                                                                                         1789 bis 1799 französische Revolution,

                                                                                                                                                                                                 Und wenn sie kein Brot haben, sollen sie doch Kuchen essen.

Geschrieben etwa 1766 vom französischen Schriftsteller und Moralisten Jean-Jacques Rousseau, der gern die Dekadenz und den Sittenverfall des Adels anprangerte, welcher in Saus und Braus lebte, während das Volk darbte.

(Aber nicht von Königin Marie Antoinette, der das im Allgemeinen zugeschrieben wird!)

                                                                                                                                                                                                                         1848 Märzrevolution in Deuschland. Viele Tote auf allen Seiten.

Schuld? Die Gier einiger Menschen…

1914 bis 1918… Erster Weltkrieg…

17 Millionen Tote…

Vorläufer des zweiten Weltkrieges, ist der Nährboden für den Nazionalsozialismus in Deutschland und Faschismus in Italien. Welche dann die noch größere Katastrophe auslösten.

                                                                                                                                                                                      Die „goldenen“ Zwanziger….     für Manche….

                                                                                                                                                                Weimarer Republik

                                                                                                                                                                        Apruptes Ende 1929 mit dem Börsencrash und der folgenden Weltwirtschaftskrise

Immer (noch) schuldig….

                                                                                                                                                                         Millionen Arbeitslose, Armut, Verelendung, Hunger, Verzweiflung, Kriminalität…

30. Januar 1933… Ernennung Hitlers zum Reichkanzler durch Hindenburg…

27. Februar 1933  Reichstagsbrand und eine Notverordnung am darauffolgendem Tag, die alles verändern sollte.

Verbindendes Glied zwischen der NSDAP, der Deutschnationalen Volkspartei und den  Parteien der Mitte war der Antikommunismus.

Die Demokratie wurde nach und nach durch viel Propaganda und beginnendem Terror abgelöst. Konzentrationslager, Rassenideologie…

24.März.1933  Endgültige Machtergreifung der NSDAP und Hitlers durch das 4. Ermächtigungsgesetz,

auch mit Hilfe der konservativen Parteien und auch mit viel Rückenhalt in der Bevölkerung.

                                                                                                                                                                                        9. November 1933… Reichsprogromnacht (Reichskristallnacht)

Vom 7. bis 13. November 1938 wurden etwa 400 Menschen ermordet oder in

den Tod getrieben, 1400 Synagogen, tausende Wohnungen, jüdische Geschäfte,

Friedhöfe zerstört. Ab dem 10. November wurden ca. 30 000 Juden in

Konzentrationslagern inhaftiert, von denen viele starben.

Der Irrsinn des zweiten Weltkrieges… 1939 bis 1945

60 bis 70 Millionen Kriegstote! Unendliches Leid und Hass bis in die heutige Zeit! Millionen Menschen auf der Flucht, grausam ermordete Menschen.

„Feinde“…. die sich nicht kannten und sich vorher auch nichts getan hatten…. Ukraine, Stalingrad >>>>

Die unwiderbringliche Zerstörung von Kulturgütern.

Gibt es das heute nicht mehr? Was ist mit… Balkan, Syrien, Irak, Palästina, viele Staaten in Afrika…und immer wieder Ukraine?

Und es bleibt nur ein Schluss daraus… den, den die Menschen vor 70 Jahren auch schon gezogen haben…

Nie wieder Krieg!!!!

Lesestoff zum Thema…

Überleben in einem kleinen Kellerloch ganz nah bei Auschwitz… 

„Eine Handbreit Hoffnung“>>>>

(Über-) leben in München….Die Bücherdiebin >>>>

Wie wichtig erinnern und reden und dass keineswegs alles vergessen ist, zeigen schon wieder aktuelle Ereignisse. Die mit großer Sicherheit, aber auch auf vergangene Konflikte (zwischen Polen, der Ukraine und Russland) zurückzuführen sind. Es gab im Dezember schon Überlegungen, Putin wegen der aktuellen Konflikte mit der Ukraine, nicht einzuladen.

Wenn man die jetzigen Worte richtig versteht, wurde jetzt kein Staatsmann offiziell eingeladen (bis auf Poroschenko aus der Ukraine?). Der polnische Außenminister sprach in einem Interview davon, dass ukrainische Soldaten und nicht die der roten Armee (der viele Nationalitäten, auch Russen und Ukrainer angehörten) Auschwitz befreit hätten.

Herr Putin zündete bei einer Gedenkfeier im jüdischen Museum  mit Oberrabbiner Berel Lazar schwarze Kerzen an.

Leider sind selbst Gedenkfeiern nicht frei von Kommerz und Propaganda!

Hier der zugehörige Artikel bei der ARD HIER KLICKEN >>>

Dezemberfee….

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Eigentlich wollte ich ja nichts mehr posten….aber…erstens kommt es anders, als man (frau) zweitens denkt…

Ich habe gestern bei Elke eine zauberhafte Geschichte gefunden, die so gut zum letzten Tag des Jahres und auch ins neue Jahr passt, die möchten wir unsern Lesern nicht vorenthalten…
Als die Dezemberfee ein Lächeln zauberte… Hier klicken >>>

Nochmals allen Lesern einen guten Rutsch und für jeden Tag des neuen Jahres eine gute Fee und ein Lächeln… 🙂

Zerbrechliche Schönheiten zum Fest…

Heute in acht Tagen ist schon Heiligabend… höchste Zeit für Christbaumschmuck oder eigentlich schon zu spät…

Aber vielleicht ein Tipp für`s nächste Jahr… 😉

An unserem Weihnachtsbaum  gibt es schon seit Jahren eher (nicht billige) schöne Einzelstücke, die immer wieder sorgfältig verpackt und auf´s Neue verwendet werden.

Und ich entdecke mal wieder etwas, was unbedingt an unserem Baum hängen muss. Und ich „liebe“ ihn jedes Jahr aus´s Neue, mit dem „alten“ Baumschmuck.

Vor ein paar Jahren entdeckte ich Baumschmuck aus der alten Glasbläserstadt Lauscha (Thüringen), der mich sofort verzauberte.

Kein Wunder, der jetzige Inhaber entdeckte im Schuppen alte Porzellanformen  seiner Großeltern. Und so gibt es den zauberhaften Baumschmuck von damals, wieder und immer noch.

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Haberland-Baumschmuck

Und noch viel mehr…. Glaslädle Lauscha

 

Lauscha wurde 1597 durch den Bau einer Glashütte gegründet. 1835 entwickelte der Glasbläser Ludwig Müller-Uri das künstliche menschliche Auge aus Glas, in seiner modernen Form.

Bekannt wurde Lauscha durch seinen Christbaumschmuck. 1847 wurden durch einen Lauschaer Glasbläser die ersten Früchte und Nüsse aus Glas geschaffen. Diese waren vermutlich die Vorreiter der heutigen Christbaumkugeln. Zuerst wurde der Christbaumschmuck mit einer Zinn-Blei-Legierung verspiegelt, die 1870 durch  Silbernitrat abgelöst wurde. Um 1880 wurde Woolworth in Amerika auf die Lauschaer Erzeugnisse aufmerksam, daraufhin entwickelten sie sich schnell zum Exportschlager und wurden in großen Mengen exportiert. Zwischen 1870 und 1939 wurden ca. 5000 verschiedene Formen hergestellt. Der Christbaumschmuck wurde in Heimarbeit, von der ganzen Familie gefertigt und über die Sonneberger Verlagshäuser in alle Welt verkauft.

Viele Häuser in Lauscha sind regelrecht „verschachtelt“, da die Glasbläser je nach Kassenlage, immer wieder neue Räume anbauten, um ihren gefertigten Christbaumschmuck lagern zu können.

Die Vögel mit dem Glasschwanz gehören übrigens zu den ältesten Formen aus Lauscha.

Hier >>>>

gibt es ein paar vorweihnachtliche, gläserne Eindrücke aus Lauscha.

Dann wünschen wir allen Lesern recht viel Spaß beim Christbaum schmücken und dass das Sprichwort, „Glück und Glas, wie leicht bricht das“, nicht wahr wird.

Bringt ein Regenbogen Glück?

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Mara und Paul spielten draußen auf der Wiese, als ein Sommergewitter aufzog.
Es blitzte und donnerte kräftig und dann fielen auch schon die ersten dicken Tropfen.
Sie liefen schnell zur Scheune, um sich unterzustellen.
Und als durch die Ritzen in den Brettern der Scheune, die ersten Sonnenstrahlen blitzten, öffneten sie das Scheunentor, um nachzuschauen, ob es aufgehört zu regnen hatte.
Es regnete noch, trotz Sonne, aber den Himmel überspannte jetzt ein wunderschöner Regenbogen. Mara und Paul riefen wie aus einem Munde aus, „Oh wie schön!“
Weißt du was, sagte Mara, ich habe gehört, ein Regenbogen soll Glück bringen. Hmmm, sagte Paul und wie sollte er das tun? Aber ich weiß noch etwas ganz anderes. Du musst mir aber dein großes Indianerehrenwort geben, es niemandem zu erzählen! Mara antwortete, was weißt du denn, los sag schon, ich schweige wie ein Grab. Ehrenwort!
Okay kam von Paul, am Ende des Regenbogens soll ein Glückstopf mit Gold vergraben sein. Wäre das nicht cool, ihn zu finden? Dann könnten wir doch noch in Urlaub fahren. Ja, sagte Mara, vielleicht ans Meer! Dann lass uns doch das Ende des Regenbogens suchen! Und schon marschierten sie los.

Am Pfarrhaus war der Pfarrer im Garten, der sich freute, dass er heute nicht gießen musste. Ein Glück hat es geregnet.
Hallo Kinder, habt ihr den Regenbogen gesehen? „Ja klar Herr Pfarrer, gefällt er ihnen auch?“
Aber sicher, antwortete er und er ist ein Zeichen Gottes. Die beiden staunten, ein Zeichen? Ja sagte er, Gott vereinbarte nach der Sintflut mit Noah, dass nie wieder eine Sintflut alles Leben zerstören sollte. Mit den Worten: „Meinen Regenbogen habe ich in die Wolken gesetzt und er soll als Zeichen dienen, zwischen mir und der Erde“.
Oh, das ist aber ein Glück, so ein schönes Zeichen und Versprechen, danke, aber jetzt müssen wir los.

Am Ortsausgang kam ihnen ihr Physiklehrer entgegen, der ebenfalls den Regenbogen bewunderte. „Hallo ihr Zwei, wo wollt ihr denn hin?“
„Ach nur schnell zum Weiher, nach dem Gewitter quaken die Frösche dort, sicher ganz besonders laut“, antwortete Paul fast zu schnell.
Wisst ihr denn, wie so ein Regenbogen entsteht?“ Hmmmm, nicht wirklich, kam kleinlaut die Antwort.
Vereinfacht gesagt, wenn weiße Licht, in dem Fall das der Sonne, auf die vielen Regentropfen in der Atmosphäre trifft, wirken die wie lauter kleine Prismen.
Und zerlegen es in die Hauptfarben seines Spektrums. Und zwar in Rot, Orange, Gelb, Grün, Blau, Indigo und Violett.
Ah, wie bei den geschliffenen Glassteinen an unserer Wohnzimmerlampe, antwortete Mara ganz stolz.
Ja, genau, hast du ein Glück! Damit kannst du ja demnächst im Unterricht glänzen, ich verrate auch nichts. Habt viel Spaß am Weiher, tschüss!

Das Ende des Regenbogens war noch lange nicht erreicht, deswegen gingen sie schnell weiter. Am nahen Wäldchen sahen sie eine Frau am Waldrand sitzen, die traurig und mit Tränen in den Augen, hoch zum Regenbogen schaute. Guten Tag, warum schauen sie denn so traurig, der Regenbogen ist doch so schön, über den kann man sich doch freuen. Ja sagte die Frau, er ist wunderschön, aber mein lieber Hund ist vor kurzem über die Regenbogenbrücke gegangen und ich vermisse ihn so sehr. Er war mein bester Freund.
Paul schaute etwas erschrocken, dann fiel ihm aber sein Hoppel ein und sagte tröstend:“Oh, das tut mir leid, als mein Kaninchen Hoppel gestorben ist, war ich auch so traurig. Meine Mama hat aber gesagt, Hoppel gehe es gut, da wo er ist und irgendwann, könnte ich ihn dort sicher wiedersehen.“
Da stahl sich doch ein kleines Lächeln in das Gesicht der Frau und sie antwortete, deine Mama hat sicher recht, mein Junge. Es ist ein Glück, dass wir unsere Freunde dort finden können.

Vom Wäldchen aus, konnte man schon die kleine Stadt sehen, die nicht weit entfernt vom Dorf lag, in dem Mara und Paul wohnten. Und der Regenbogen schien genau dort zu enden. Komm, wir müssen weiter und sie liefen los. Auf dem Marktplatz angekommen, sahen sie eine Menge Leute, sehr viele davon, hatten Fahnen in den Regenbogenfarben, Pace oder Peace stand darauf. Mara und Paul drängten sich zwischen den Leuten durch, um mehr zu sehen. Vorne kamen sie neben ein paar Jugendlichen zu stehen, die zu ihnen sagten, cool, wenn ihr Knirpse auch zur Demo kommt, denn für euch ist Frieden am wichtigsten. Wieso Frieden? Und warum habt ihr alle Regenbogenflaggen? Ja weil wir gegen die Kriege demonstrieren, die einige verantwortungslose Menschen immer machen und alle anderen ins Unglück stürzen. Die Regenbogenflagge ist seit 1962 das Symbol der Friedensbewegung. Denn nur im Frieden gibt es Glück für die Menschen. Pace und Peace heißen übersetzt Frieden.
Aber der Regenbogen ist schon lange ein Symbol. Auch für den bekanntesten Anführer der Bauernkriege, den Prediger Thomas Müntzer, war es ein Symbol. Der Regenbogen fand sich auch auf der weißen Flagge der Aufständischen. Und als Thomas Müntzer am 15. Mai 1525 in Bad Frankenhausen seine letzte Predigt hielt, soll tatsächlich über weiten Teilen Mitteldeutschlands, bis Hessen, ein Halo, ein Regenbogenring um die Sonne, zu sehen gewesen sein. Er wertete das als Zeichen des Himmels. Leider wurden die Aufstände blutig niedergeschlagen. Das lag aber nicht am Regenbogen, sondern daran, weil die hohen Herren den einfachen Menschen kein Mitspracherecht gewähren wollten. Und Angst um ihre Macht und ihre Güter hatten.
Also liegt es auch an den Menschen selbst, ob sie anderen Glück gewähren, sagte Paul nachdenklich und mehr zu sich.

Mara holte ihn aus seinen Gedanken, indem sie an seinem Hosenbund zupfte. Duuuu, Glückstopf suchen ist echt spannend, macht aber auch müde.
Ich könnte eine kleine Pause brauchen. Ich auch, antwortete Paul, komm wir gehen auf den Spielplatz dort drüben!
Auf dem Spielplatz hüpfte ein kleiner Junge in Gummistiefeln durch die Pfützen und quietschte vor Vergnügen, wenn es richtig spritzte. Auf der Bank am Rand saßen zwei junge Frauen Arm in Arm und schauten ihm lächelnd zu. Für Paul und Mara war auch noch Platz und sie setzten sich daneben. Am Buggy von dem Kleinen, entdeckten sie auch eine kleine Regenbogenflagge.
Jetzt schaute der Kleine herüber und kam neugierig dazu. Mama, wer sind die Zwei… und im nächsten Moment schaute er sie an: „Ich bin Markus und wie heißt ihr? Kommt ihr mit schaukeln?“ Mara lachte, ich bin Mara und das ist mein Bruder Paul und nein, geh du nur schaukeln, wir sind schon ziemlich lange unterwegs und wollen uns etwas ausruhen. Vielleicht geht ja deine Mama mit… oh ja, bitte Mama, schaukeln und umfasste die Knie beider Frauen.
Jetzt schauten Paul und Mara etwas verwundert, wer hatte zwei Mamas? Eine der jungen Frauen erklärte ihnen dann dass sie ein Paar wären, sich sehr lieb hätten und Markus, ihren Sohn, gemeinsam aufziehen würden.
Also wie bei uns Mama und Papa, überlegte Paul. Bei uns spielt aber Papa mit mir Fußball und wer macht das bei euch? Jetzt lachten die jungen Frauen, ja notfalls wir beide. Mara brannte auch schon die ganze Zeit eine Frage auf der Zunge, die musste sie jetzt unbedingt loswerden. Wir gehen schon die ganze Zeit dem Regenbogen nach und haben ihn schon einige Male gefunden. Und warum ist er bei euch an dem Buggy?
„Das ist das Symbol für die Lesben und Schwulen und alle Farben haben eine Bedeutung für unser Leben:
Rot steht für das Leben, Orange für Gesundheit, Gelb für das Sonnenlicht, Grün für die Natur, Königsblau für Harmonie und Violett für den Geist.
Alles was wichtig ist für ein glückliches Leben.“
Da ist es ja ein Glück, dass es den Regenbogen gibt und ihr euch gefunden und den kleinen Markus habt!
Dann lasst es euch gut gehen, viel Glück und passt gut auf den Kleinen auf, wir müssen jetzt wieder gehen. Sie winkten dem kleinen Markus auf der Schaukel zu und dann machten sie sich auf den Rückweg. Diesmal auf dem Weg am Fluss entlang.

Auf den großen Wiesen am Fluss, die bei Hochwasser überflutet wurden, hatte ein paar Leute ein großes Zelt aufgebaut. Ein richtiges Tipi, wie bei den Indianern. So wie Mara und Paul es aus Filmen kannten. Paul klatschte in die Hände und hüpfte los. In so einem Tipi möchte ich auch mal übernachten. Und schon fragte er den einen jungen Mann, was sie da tun würden. Zur Antwort bekam er, dass sie ein paar Tage so leben wollten, wie die Indianer früher. Auch wenn sie jetzt in Häusern und Reservaten lebten, was sie aber nicht immer glücklich machte. Wir achten wie die Indianer mehr auf die Natur. Das muss man, denn wenn die Menschen sie zerstören, wird es ein böses Ende nehmen. Aber vielleicht trifft ja auch die Prophezeiung der alten Indianerfrau von den Cree ein, dass ein neuer Stamm der Regenbogenkrieger erscheint, die die Erde wieder heilen.

Wenn die Erde krank ist und die wilden Tiere sterben,
ein neuer Stamm von Menschen wird erscheinen.
Der Stamm wird mit ganzer Kraft und Energie,
mit ihren Taten die Erde wieder natürlich und grün machen.
Er wird als Stamm der Regenbogenkrieger bekannt sein.

Erstmals veröffentlicht wurde diese Legende der Hopi, von den Geographen William Willoga und Vinsens Brown im Jahre 1962

Trotz allem, sollten wir auf die Natur achten, sonst wird es uns kein Glück bringen.

Als der Mann fertig mit erzählen war, schlug es von der Kirchturmuhr am Markt fünf Uhr und der Regenbogen war lange verschwunden.

Oh jetzt müssen wir aber schnell nach Hause, Mama wartet sicher schon. Obwohl ich ja so gern hier bleiben würde, sagte Paul mit einem kleinen Seufzer.
Den Glückstopf haben wir jetzt aber nicht gefunden, kam von Mara. Sie schlug sich im gleichen Moment die Hand vor den Mund. Jetzt hatte sie es doch ausgeplaudert. Der Mann lachte, ich verrate nichts, ich brauche zum Glücklichsein keinen Glückstopf. Mein Glück ist, die Schönheit und die Geheimnisse der Natur zu sehen. Den Glückstopf könnt ihr gerne haben, wenn ihr ihn irgendwann mal finden solltet.
Macht nichts, wir haben heute Nachmittag auch viel mehr gesehen und erlebt, als wir es vielleicht in einem Urlaub könnten. Und so ein schöner Nachmittag ist doch auch ein Glück. Wir brauchen auch keinen Glückstopf! How, Häuptling großer Bär hat gesprochen!
Und mit den Worten „jetzt aber los“, zog Paul seine Schwester an der Hand hinter sich her.

Zuhause angekommen, sagte ihre Mutter besorgt und ein wenig tadelnd zu ihnen, ja endlich, wo wart ihr denn? Wir sind dem Regenbogen gefolgt… Welchem Regenbogen, fragte die Mutter. Ja heute Nachmittag, nach dem Gewitter, hast du ihn nicht gesehen? Nein, ich hatte im Haus zu tun. Da hattet ihr ja ein Glück!
Ja hatten wir und was für eines, antworteten die Zwei wieder wie aus einem Mund.
Die Mutter lächelte und ja übrigens, am Ende des Regenbogens soll ein Glückstopf vergraben sein.
Paul und Mara warfen sich aber nur einen verschwörerischen Blick zu und sagten nichts.

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Ein herzliches Dankeschön geht an den netten Menschen, der nach „bringt Regenbogen sehen Glück“ gesucht hat. Das hat mich zu obiger Geschichte inspiriert. 🙂

Abendgeschichte….

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Ich habe gerade bei Anna-Lena

eine wunderschöne,berührende Geschichte gelesen. Die wollen wir den Lesern, die nicht bei ihr lesen gehen, nicht vorenthalten.
Luftschlossgedanken >>>>

Und ich glaube, außer uns, bauen noch viele Menschen Luftschlösser und finden in ihnen die Lieben, die sie vermissen und neue Kraft.  ❤

Danke liebe Anna-Lena, für diese wundervolle Geschichte!

Im Dornröschenschlaf geträumt…

Hier war wohl die 13. Fee auch nicht eingeladen mitzufahren und zur Strafe hat sie einen Zauber verhängt, dass die Bahnstrecke fortan in tiefen Schlaf fallen soll.
Schrankenwärter gibt es schon lange keinen mehr und sein ehemaliger Arbeitsplatz, wäre nicht mehr nur ein einfaches Holzhäuschen, sondern ein sehr luftiges, einfaches Holzhäuschen. Der Zahn der Zeit nagt an allem.

Aber wer genauer hinhört, kann sie noch hören die Bahn. Die Bahn aus längst vergangenen Zeiten…Man hört sie schon aus der Ferne pfeifen, das Geräusch des Dieselmotors oder gar noch das rhythmische Schnaufen einer Dampflok.
Wer kommt mit auf eine kleine Bahnreise in die Vergangenheit?
Bitte einsteigen und die Türen schließen (das ging damals noch nicht selbsttätig), unser Zug fährt ab.

An einem schönen Sommermorgen…
Es läutet und Schrankenwärter Paul geht zur Schranke…
Er fängt an, an der Kurbel zu drehen. Bimm, bimm…
Herr Müller, der jeden Tag in die Stadt zur Arbeit fährt, kommt schnellen Schrittes herbei und schwenkt dabei seinen Hut. „Halt, halt, ich muss noch durch damit ich den Zug erreiche“. Dicht gefolgt vom kleinen Franz, dessen Schultasche beim laufen auf dem Rücken auf und ab wippt. „Ich aaauuuch!“. Sonst bekomme ich wieder einen Eintrag, weil ich zu spät komme. Der Schrankenwärter hält beim drehen kurz inne und die Zwei schlüpfen noch durch.
Nun muss er aber die Schranke schließen. Bimm, bimm die Bäume schließen sich, fallen mit leisem Scheppern auf den Schrankenbock und wippen etwas nach…. Klack, tock tock, tock..
Herr Kunze flucht am Lenkrad seines Autos…“Mist… hoffentlich kommt der Zug bald, sonst komme ich zu spät zu meinem Termin“.

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Die Schienen flüstern schon mit leisem Singsang, „Bald kommt der Zug und Räder aus Stahl putzen uns blitzblank. Hallo Schotter und ihr Schwellen, ist unser Bett auch fest genug und seid ihr bereit, sein Gewicht zu halten?“ Die Schwellen antworten mit einem leisen Knarren und die warme Morgensonne entlockt ihnen den altbekannten Terpentingeruch.
Der Schrankenwärter ist in seinem Häuschen verschwunden, um zu melden, dass die Schranken geschlossen sind.
An der Schranke stehen inzwischen etliche Leute. Oma Lenz, die zum einkaufen will und die Meiers, mit zwei großen Koffern, diversem Handgepäck und ihren Zwillingen an der Hand. Sie wollen in Urlaub fahren. Müssen aber erst zum Zug aus der Gegenrichtung. Herrn Meier ist von der Kofferschlepperei warm geworden und er wischt sich mit einem riesigen karierten Taschentuch den Schweiß von der Stirn. Die Zwillinge sind schon ganz aufgeregt, und nerven ihre Mutter. „Mama, wann kommt jetzt der Zug?“. Die ist aber in Gedanken woanders und sinniert darüber, ob sie nicht doch noch das geblümte Kleid hätte mitnehmen sollen. Und brummt nur ein „gleich, gleich“.
Lärmend und lachend findet sich noch eine Schulklasse ein, die heute Wandertag hat. „Hurra, gleich kommt ein Zug! Fahren wir heute auch noch Zug?“
Aus dem nahen Bahnhof ertönt ein langgezogener Pfiff. Man kann hören, wie die Lok sich mühen muss, ihre Last am Zughaken, bergauf in Bewegung zu setzen.

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Der Schrankenwärter steht inzwischen wieder draußen und schaut in Richtung Bahnhof. Er mahnt einige übermütige, besonders neugierige Buben, nicht auf der Schranke zu lümmeln. „Davon kommt der Zug auch nicht schneller und davor, seht ihr genauso viel.“ brummt er in seinen Bart.
Und schon kann man die Lok auch sehen, die Schienen summen, die Sträucher und Gräser neben dem Gleis, weht der Fahrtwind zur Seite, als wolle er sich den Weg frei blasen. Der Lokführer gibt einen kurzen Pfiff, um Schrankenwärter Paul und die Wartenden zu grüßen. Als der Zug über den Bahnübergang fährt, winken die Kinder jubelnd. Und die Leute im Zug, unterwegs zu Arbeit, zur Oma oder zu einem Ausflug, winken lachend zurück.
Nachdem der Zug über den Bahnübergang gefahren ist, geht der Schrankenwärter wieder zur Kurbel und öffnet die Schranken.

Die Schulklasse stürmt los, Herr Meier hebt ächzend die Koffer an und die Zwillinge hüpfen an Frau Meiers Hand. Oma Lenz nimmt ihren Einkaufskorb und nun kann endlich auch Herr Kunze losfahren, er gibt Gas und braust los, eine dicke Wolke aus seinem Auspuff hinterlassend.

Der Schrankenwärter schaut ihnen nachdenklich hinterher, um dann in seinem Häuschen auf den Anruf für den nächsten Zug zu warten.

Wieder senkt sich Stille über Schwellen, Gleise und die Schranken. Und auch über das luftige Holzhäuschen.

Und von nun an schlafen die Schienen wieder und träumen davon, dass sie Stahlräder blitzblank putzen und die Schranken, dass sie jemand schließt, damit der Zug vorbeifahren kann. Und der Schrankenwärter? Vielleicht ja von den vielen unterschiedlichen Menschen vor seiner Schranke.

Ob ihr Traum wohl in Erfüllung geht?

Ziemlich sicher bleibt es ein Traum!
Denn heute brausen wir Computergesteuert in klimatisierten Zügen dahin, auf speziell dafür gebauten Strecken, durch Tunnel und ohne Bahnübergänge. Die wären bei den Geschwindigkeiten viel zu gefährlich. Vereinzelt gibt es sie noch, die Schrankenwärter Paul. Aber auch ihre Arbeitsplätze werden irgendwann nur noch „luftige Häuschen“ sein.
Aber den Traum von der Eisenbahn, die Menschen zusammenbringt, um sie letztendlich am gewünschten Ziel, wieder in ihr eigenes Leben und vielleicht in neue Träume zu entlassen, träumen noch viele. Und er wird auch heute noch wahr.

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Und für Eisenbahninteressierte aus dem „Jetzt und Heute“… das „Teil“, welches  über den Wegweiser zum Supermarkt hinausragt, ist ein gelbes „W“, Ra 11,  das „Wartesignal“ für Rangierfahrten…nähere Infos….HIER KLICKEN >>>>
Dieses Signal gibt es auch heute noch.

Die Fotos können wieder zum Vergrößern angeklickt werden.

 

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Barocke Kirche St.Barbara

Da Pfingsten die Entsendung des Heiligen Geistes und die Kirchengründung gefeiert wird, heute mal eine Kirche.

Die barocke Kirche in Obercunnersdorf. Wir hatten gerade noch Glück und die riesige Rhododendronhecke stand gerade noch in voller Blüte.

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Fotos zum Vergrößern anklicken…

Die Kirche steht auf einer kleinen Erhebung inmitten des Dorfes. Sie wurde 1690/91 an der Stelle einer seit Ende 14.Jh bestehenden St.-Barbara-Kapelle gebaut. Zu dieser Zeit siedelten sich in Obercunnersdorf immer mehr Exulanten aus Böhmen an, die wegen ihres evangelischen Glaubens, ihre Heimat verlassen mussten.  Bis 1749 wurde die Kirche deswegen noch dreimal erweitert. Den Innenraum prägt ein farbenfroher Altar (aus dem Jahre 1696), die verzierte Kanzel, die Kassettendecke sowie zwei Leuchter aus böhmischem Glas. Die beiden Emporen laufen um den gesamten Innenraum herum. Die barocken Malereien an der unteren Empore stammen zum Teil aus dem Vorgängerbau.

 

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Der Innenraum ist wunderschön und sehr sehenswert! Die  oben erwähnten Malereien, waren zum Teil übermalt und wurden erst wieder freigelegt und restauriert.

Leider war sie verschlossen, wohl notwendig, da Diebe inzwischen nicht mal mehr vor Kirchen halt machen. 😦

Wer etwas Zeit und Interesse mitbringt, kann vorher mit Herrn Hans-Jürgen Heinrich eine Kirchenführung vereinbaren. Tel. 035875 – 60220.

Zwei Blicke in den Innenraum gibt es trotzdem, auf der Website von Obercunnersdorf…

Foto 1 Hier klicken >>>>

Foto 2 Hier klicken >>>>


Und hier die (neue) Website der Orte… Gemeinde Kottmar

Ein paar schöne Details von außen, posten wir mal extra…

Tulpenrot…

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Die Fotos können wieder einzeln angeklickt oder in der Galerie größer angeschaut werden…

 

Die Tulpe

Andre mögen andre loben,
Mir behagt dein reich Gewand,
Durch sein eigen Lied erhoben.
Pflückt dich eines Dichters Hand.
In des Regenbogens sieben
Farben wardst du eingeweiht,
Und wir sehen, was wir lieben,
An dir zu derselben Zeit.

Als mit ihrem Zauberstabe
Flora dich entstehen ließ,
Einte sie des Duftes Gabe
Deinem hellen, bunten Vlies.

Doch die Blumen all, die frohen,
Standen nun voll Kummers da,
Als die Erde deinen hohen
Doppelzauber werden sah.

„Göttin! o zerstör uns wieder,
Denn wer blickt uns nur noch an?“
Sprach’s die Rose, sprach’s der Flieder,
Sprach’s der niedre Thymian.
Flora kam, um auszusaugen
Deinen Blättern ihren Duft:
„Du erfreust“, sie sagt’s, „die Augen,
Sie erfreun die trunkne Luft“.

August  Graf von Platen

Tulpen haben wohl in der Blumenwelt, die so ziemlich spektakulärste Geschichte.  Sie stammen ursprünglich aus der Türkei. Der Franzose  Charles de L’Écluse brachte sie 1593 mit nach Holland.

Dort brach später eine regelrechte „Tulipanomie“ aus.  Mancher versetzte für sie sein gesamtes Hab und Gut! Drei Tulpenzwiebeln der berühmten Sorte „Semper Augustus`“ erreichten 1637 einen Preis von 30 000 Gulden!

Zum Vergleich…. Ein Amsterdamer Grachtenhaus kostete damals 10 000 Gulden und Rembrandt erhielt für sein Gemälde „Die Nachtwache“, 1600 Gulden.

Der Sonnenkönig Ludwig XIV. importierte angeblich jährlich 4 Millionen Tulpenzwiebeln. Und es heißt, dass der Staat daran fast zugrunde gegangen wäre.

Und die Tulpen verursachten den ersten Börsencrash der Geschichte. 1637 fand in Alkmaar die schicksalhafte Auktion statt, bei der die Tulpenzwiebeln zum letzten Mal Höchstpreise erzielten.

 

Diese und andere „Unglaublichkeiten“ aus der Geschichte der Tulpen,  kann man hier nachlesen… HIER KLICKEN >>>>

 

 

Hasenmädchens aufregender Ausflug…

Zum Ostermontag eine Geschichte aus dem „wahren“ Leben… allerdings schon im letzten Sommer passiert… 😉

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Es war und ist ein kleines Hasenmädchen, das hatte ein schönes Zuhause und im Sommer durfte es mit seinen Freunden auch mal draußen auf der Wiese mümmeln.

Es war ein besonders hübsches Mädchen und hatte den Pony immer modisch gestylt. Es sah aus, als hätte sie zwei Hörnchen.

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Irgendwann war es ihm aber zu langweilig und es dachte sich, hinter der Hecke ist die große weite Wiesenwelt, die habe ich gar noch nie gesehen.

Also machte es sich in einem unbeobachteten Moment auf die Hasenfüße, um die große, weite Welt hinter der Hecke zu erkunden.

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Aber wo war es da nur hingeraten, eine Steinwüste, mit langen Eisen dazwischen, hohen Mauern und immer wieder kamen große Ungetüme, die es bis jetzt nur gehört hatte.

Wie kommt man da nur hoch???

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Aber neben der Steinwüste gab es auch eine schöne kleine Wiese, mit leckerem Klee und anderen Kräutern. Und die Wurzeln erst. Hasenmädchen musste nur mit den Vorderpfötchen etwas graben.

Hier war sie auch sicher vor den Ungetümen, sie machten nur einen Höllenlärm beim Vorbeifahren.

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Ein Blumenkübel-Hasenhäuschen hatte sie auch. Sie musste sich zwar etwas ducken, um darunter zu schlüpfen, dann war sie aber sicher und keiner sah sie.

Dort waren nämlich immer viele Leute unterwegs, alle die sie sahen, wollten sie fotografieren, weil sie so niedlich war. Aber von jedem lässt sich so ein Hasenmädchen nicht fotografieren. 😉

Manchmal sehnte sie sich aber schon nach ihrem Zuhause. Heiß war es und keiner ihrer Hasenfreunde war da. Niemand stellte ihr einen Napf mit etwas Feinem  zum mümmeln hin.

Aber woher sollten ihre Möhrchenschäler wissen, wo sie war?

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Am zweiten Abend fühlte sie sich schon ziemlich allein. Vielleicht kam er mit einem der Ungetüme. Mal an der Schiene lauschen… 😉

Auf einmal kam jemand um die Ecke, der aussah, wie einer ihrer Möhrchenschäler. Und dreimal hoppel, er war es. Er hatte sie gefunden. Juhuuu!

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Er sagte strahlend zum Hasenmädchen, ja wo warst du denn? Glücklich nahm er sie hoch, knuddelte sie, gab ihr einen dicken Schmatz und ging mit ihr nach Hause.

Anmerkung: Was das niedliche Häschen erkunden wollte, weiß ich nicht.   Ich habe es jedenfalls zwei Tage beim Bahnhof gesehen. Allerdings erst abends, wenn es ruhiger wurde.

Zum Glück kam am zweiten Abend der Besitzer und hat es geholt. 🙂

Die Fotos können wieder einzeln oder in der Galerie größer angeschaut werden.

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