Willkommen unterm Regenbogen

Beiträge mit Schlagwort ‘Goethe’

Wir wollen unsern „alten Geheimrat Goethe“ wieder haben… ;)

Deutschlands Patrioten… Es gibt immer eine Altenative….

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Alternativ könnte man ja den Wählern gleich das „anbieten“, was sie angekreuzt haben. Was wenn ihnen die aber auch nicht gefällt?

Hartz…? Nein, eher schlecht bezahlte (Bürger-) Arbeit. Wenn Bürger Glück hat, bekommt er Arbeit.
Ansonsten ist es halt Pech, dumm gelaufen. Man kann auch mit Arbeit die Wohnung nicht bezahlen können.
Alternativ kann man das nicht nur in Paris, sondern auch schon in Ungarn haben.
Und damit die Leute, auch Familien mit Kindern, nicht den Tourismus stören, wurden sie an den Stadtrand von Budapest gedrängt.

Krankenhausaufenthalt nötig? Nur wenn man gut versichert ist. Die sind inzwischen privat und es ist am wichtigsten, dass sie schwarze Zahlen schreiben.
Diese Alternative kann man im Land der unbegrenzten Möglichkeiten schon länger testen.

Ohne Alternative hat Otto Normalverdiener den gleichen Steuersatz wie Millionäre. Eine Stufe… nur nicht beim Zuwachs auf dem Bankkonto.
Dieses Steuersparmodell ist nicht für Otto und Co.

Staatlich überwachte Sender statt Lügenpresse? Alternativ gibt es das schon in Polen oder der Türkei.

Frauen sollten Scheidungen vermeiden. Und 3 Kinder bekommen. Es dürfen jetzt auch Mädchen sein. Die werden später auch eingezogen. Schließlich haben wir Gleichberechtigung!

Nachzulesen im Wahlprogramm >>>>

Willkommen in der Weimarer Republik und noch früher. Apropos Weimar. Neben Goethe gab es dort noch Buchenwald. Aber darüber soll alternativ eher Schweigen im Walde sein. Weil das schon in der Steinzeit oder doch nicht so ruhmreich war?

Den klugen Herrn Geheimrat Goethe fände ich allerdings eine gute Alternative zu Leuten, die gemeint haben, sie wären alternativlos und sich jetzt mit 2 Prozent mehr Wählerstimmen und viel Ignoranz, noch als strahlender Wahlgewinner fühlen. Wie lange noch?

Hans Ferdinand Maßmann, schrieb über den Übergang vom teutschen zum altdeutschen Patriotismus (und Nationalismus) im 19.Jahrhundert,
folgendes und unter dem Link noch viel mehr lesenswertes.

Die Altdeutsche Bewegung>>>

„Sie wollten ihre Überzeugungen durch nationalpädagogische Maßnahmen auf das ganze Volk ausdehnen und benutzten die historischen Geisteswissenschaften um diesen Anspruch zu legitimieren.“

Weiterhin sinngemäß…

Neben dem idealisertem Germanentum, bezogen sie sich auch auf das Mittelalter, die frühe Neuzeit, sogar das damalige Gegenwartserlebnis der Völkerschlacht 1813 in Leipzig. Weiterhin sollte das Nationalbewusstsein durch eine deutsche Kirche religiös fundamentiert werden.
Luther und der Lutherismus hatte dafür eine überragende Bedeutung.

Steinzeit ist oft auch hochaktuell und das Volk wurde schon immer ge-Bild-et.

Dem alten Goethe entging dieser Übergang und die Konkurrenz der Konzepte nicht.
Jetzt folgen viele sehr kluge und lesenswerte Worte von Goethe, für Eilige die wichtigsten vorneweg.

An die T… und D…
Verfluchtes Volk! kaum bist du frei,
So brichst du dich in dir selbst entzwei.
War nicht der Not, des Glücks genug?
Deutsch oder teutsch, du wirst nicht klug.

 Aus Goethe, Sämtliche Werke, Band 1

Zahme Xenien

IX

»Sag, was enthält die Kirchengeschichte?
Sie wird mir in Gedanken zunichte;
Es gibt unendlich viel zu lesen,
Was ist denn aber das alles gewesen?«

Zwei Gegner sind es, die sich boxen,
Die Arianer und Orthodoxen.
Durch viele Säkla dasselbe geschicht,
Es dauert bis an das Jüngste Gericht.

Der Vater ewig in Ruhe bleibt,
Er hat der Welt sich einverleibt.

Der Sohn hat Großes unternommen:
Die Welt zu erlösen, ist angekommen;
Hat gut gelehrt und viel ertragen,
Wie das [?] noch heut in unsern Tagen.

Nun aber kommt der Heilig Geist,
Er wirkt am Pfingsten allermeist.
Woher er kommt, wohin er weht,
Das hat noch niemand ausgespäht.
Sie geben ihm nur eine kurze Frist,
Da er doch Erst‘ und Letzter ist.

Deswegen wir treulich, unverstohlen
Das alte Credo wiederholen:
Anbetend sind wir all‘ bereit
Die ewige Dreifaltigkeit.

Mit Kirchengeschichte was hab ich zu schaffen?
Ich sehe weiter nichts als Pfaffen;
Wie’s um die Christen steht, die Gemeinen,
Davon will mir gar nichts erscheinen.

Ich hätt auch können Gemeinde sagen,
Ebensowenig wäre zu erfragen.

Glaubt nicht, daß ich fasele, daß ich dichte;
Seht hin und findet mir andre Gestalt!
Es ist die ganze Kirchengeschichte
Mischmasch von Irrtum und von Gewalt.

Ihr Gläubigen! rühmt nur nicht euren Glauben
Als einzigen! Wir glauben auch wie ihr.
Der Forscher läßt sich keineswegs berauben
Des Erbteils, aller Welt gegönnt – und mir.

Ein Sadduzäer will ich bleiben! –
Das könnte mich zur Verzweiflung treiben,
Wenn von dem Volk, das hier mich bedrängt,
Auch würde die Ewigkeit eingeengt;
Das wäre doch nur der alte Platsch,
Droben gäb’s nur verklärten Klatsch.
»Sei nicht so heftig, sei nicht so dumm!
Da drüben bildet sich alles um.«

Ich habe nichts gegen die Frömmigkeit,
Sie ist zugleich Bequemlichkeit;
Wer ohne Frömmigkeit will leben,
Muß großer Mühe sich ergeben:
Auf seine eigne Hand zu wandern,
Sich selbst genügen und den andern
Und freilich auch dabei vertraun,
Gott werde wohl auf ihn niederschaun.

Wer Wissenschaft und Kunst besitzt,
Hat auch Religion;
Wer jene beiden nicht besitzt,
Der habe Religion.

Niemand soll ins Kloster gehn,
Als er sei denn wohl versehn
Mit gehörigem Sündenvorrat,
Damit es ihm so früh als spat
Nicht mög am Vergnügen fehlen,
Sich mit Reue durchzuquälen.

Laßt euch nur von Pfaffen sagen,
Was die Kreuzigung eingetragen!
Niemand kommt zum höchsten Flor
Von Kranz und Orden,
Wenn einer nicht zuvor
Derb gedroschen worden.

Den deutschen Mannen gereicht’s zum Ruhm,
Daß sie gehaßt das Christentum,
Bis Herrn Carolus‘ leidigem Degen
Die edlen Sachsen unterlegen.

Doch haben sie lange genug gerungen,
Bis endlich die Pfaffen sie bezwungen
Und sie sich unters Joch geduckt;
Doch haben sie immer einmal gemuckt.
Sie lagen nur im halben Schlaf,
Als Luther die Bibel verdeutscht so brav.
Sankt Paulus, wie ein Ritter derb,
Erschien den Rittern minder herb.
Freiheit erwacht in jeder Brust,
Wir protestieren all mit Lust.

»Ist Konkordat und Kirchenplan
Nicht glücklich durchgeführt?« –
Ja fangt einmal mit Rom nur an,
Da seid ihr angeführt.

Ein lutherischer Geistlicher spricht:

Heiliger, lieber Luther,
Du schabtest die Butter
Deinen Gesellen vom Brot,
Das verzeihe dir Gott!

Den Vereinigten Staaten

Amerika, du hast es besser
Als unser Kontinent, das alte,
Hast keine verfallene Schlösser
Und keine Basalte.
Dich stört nicht im Innern
Zu lebendiger Zeit
Unnützes Erinnern
Und vergeblicher Streit.

Benutzt die Gegenwart mit Glück!
Und wenn nun eure Kinder dichten,
Bewahre sie ein gut Geschick
Vor Ritter-, Räuber- und Gespenstergeschichten.

Bei einer großen Wassersnot
Rief man zu Hülfe das Feuer,
Da ward sogleich der Himmel rot,
Und nirgend war es geheuer:
Durch Wälder und Felder kamen gerannt
Die Blitze zu flammenden Rotten,
Die ganze Erde, sie war verbrannt,
Noch eh die Fische gesotten.

Und als die Fische gesotten waren,
Bereitet‘ man große Feste;
Ein jeder brachte sein Schüsselein mit,
Groß war die Zahl der Gäste;
Ein jeder drängte sich herbei,
Hier gab es keine Faule;
Die Gröbsten aber schlugen sich durch
Und fraßen’s den andern vom Maule.

Die Engel stritten für uns Gerechte,
Zogen den kürzern in jedem Gefechte;
Da stürzte denn alles drüber und drunter,
Dem Teufel gehörte der ganze Plunder.
Nun ging es an ein Beten und Flehen!
Gott ward bewegt, hereinzusehen.
Spricht Logos, dem die Sache klar
Von Ewigkeit her gewesen war:
Sie sollten sich keineswegs genieren,
Sich auch einmal als Teufel gerieren,
Auf jede Weise den Sieg erringen
Und hierauf das Tedeum singen.

Das ließen sie sich nicht zweimal sagen,
Und siehe! die Teufel waren geschlagen.
Natürlich fanden sie hinterdrein,
Es sei recht hübsch, ein Teufel zu sein.

Wenn auch der Held sich selbst genug ist,
Verbunden geht es doch geschwinder;
Und wenn der Überwundne klug ist,
Gesellt er sich zum Überwinder.

Die reitenden Helden vom festen Land
Haben jetzt gar viel zu bedeuten;
Doch stünd es ganz in meiner Hand,
Ein Meerpferd möcht ich reiten.

Am Jüngsten Tag vor Gottes Thron
Stand endlich Held Napoleon.
Der Teufel hielt ein großes Register
Gegen denselben und seine Geschwister,
War ein wundersam verruchtes Wesen:
Satan fing an, es abzulesen.

Gott Vater oder Gott der Sohn,
Einer von beiden sprach vom Thron,
Wenn nicht etwa gar der Heilige Geist
Das Wort genommen allermeist:

»Wiederhol’s nicht vor göttlichen Ohren!
Du sprichst wie die deutschen Professoren.
Wir wissen alles, mach es kurz!
Am Jüngsten Tag ist’s nur ein….
Getraust du dich, ihn anzugreifen,
So magst du ihn nach der Hölle schleifen.«

Ich kann mich nicht betören lassen,
Macht euren Gegner nur nicht klein:
Ein Kerl, den alle Menschen hassen,
Der muß was sein!

Wolltet ihr in Leipzigs Gauen
Denkmal in die Wolken richten,
Wandert, Männer all und Frauen,
Frommen Umgang zu verrichten!

Jeder werfe dann die Narrheit,
Die ihn selbst und andre quälet,
Zu des runden Haufens Starrheit,
Nicht ist unser Zweck verfehlet.

Ziehen Junker auch und Fräulen
Zu der Wallfahrt stillem Frieden,
Wie erhabne Riesensäulen
Wachsen unsre Pyramiden.

Die Sprachreiniger
Gott Dank! daß uns so wohl geschah:
Der Tyrann sitzt auf Helena!
Doch ließ sich nur der eine bannen,
Wir haben jetzo hundert Tyrannen.
Die schmieden, uns gar unbequem,
Ein neues Kontinentalsystem.
Teutschland soll rein sich isolieren,
Einen Pestkordon um die Grenze führen,
Daß nicht einschleiche fort und fort Kopf,
Körper und Schwanz von fremdem Wort.

An die T… und D…
Verfluchtes Volk! kaum bist du frei,
So brichst du dich in dir selbst entzwei.
War nicht der Not, des Glücks genug?
Deutsch oder teutsch, du wirst nicht klug.

Ein ewiges Kochen statt fröhlichem Schmaus!
Was soll denn das Zählen, das Wägen, das Grollen?
Bei allem dem kommt nichts heraus,
Als daß wir keine Hexameter machen sollen,
Und sollen uns patriotisch fügen,
An Knittelversen uns zu begnügen.

Sagst du »Gott«, so sprichst du vom Ganzen;
Sagst du »Welt«, so sprichst du von Schranzen.
Hofschranzen sind noch immer die besten –
* * * schranzen fürchte, die allerletzten.

Hatte sonst einer ein Unglück getragen,
So durft er es wohl dem andern klagen;
Mußte sich einer im Felde quälen,
Hatt er im Alter was zu erzählen.
Jetzt sind sie allgemein, die Plagen,
Der einzelne darf sich nicht beklagen;
Im Felde darf nun niemand fehlen –
Wer soll denn hören, wenn sie erzählen?

Die Deutschen sind recht gute Leut,
Sind sie einzeln, sie bringen’s weit,
Nun sind ihnen auch die größten Taten
Zum ersten Mal im Ganzen geraten.
Ein jeder spreche amen darein,
Daß es nicht möge das letzte Mal sein.

Die Franzosen verstehn uns nicht;
Drum sagt man ihnen deutsch ins Gesicht,
Was ihnen wär verdrießlich gewesen,
Wenn sie es hätten franzö’sch gelesen.

Epimenides‘ Erwachen. Letzte Strophe
Verflucht sei, wer nach falschem Rat,
Mit überfrechem Mut,
Das, was der Korse-Franke tat,
Nun als ein Deutscher tut!
Er fühle spät, er fühle früh,
Es sei ein dauernd Recht;
Ihm geh es, trotz Gewalt und Müh,
Ihm und den Seinen schlecht!

Was haben wir nicht für Kränze gewunden!
Die Fürsten, sie sind nicht gekommen;
Die glücklichen Tage, die himmlischen Stunden,
Wir haben voraus sie genommen.
So geht es wahrscheinlich mit meinem Bemühn,
Den lyrischen Siebensachen;
Epimenides, denk ich, wird in Berlin
Zu spät, zu früh erwachen.
Ich war von reinem Gefühl durchdrungen;
Bald schein ich ein schmeichelnder Lober:
Ich habe der Deutschen Juni gesungen,
Das hält nicht bis in Oktober.

Was die Großen Gutes taten,
Sah ich oft in meinem Leben;
Was uns nun die Völker geben,
Deren auserwählte Weisen
Nun zusammen sich beraten,
Mögen unsre Enkel preisen,
Die’s erleben.

Sonst, wie die Alten sungen,
So zwitscherten die Jungen;
Jetzt, wie die Jungen singen,
Soll’s bei den Alten klingen.
Bei solchem Lied und Reigen
Das Beste – ruhn und schweigen.

Calan empfahl sich Alexandern,
Um jenen Rogus zu besteigen.
Der König fragte, so die andern
Des Heeres auch: »Was willst du zeigen?«
»Nichts zeigen will ich, aber zeigen,
Daß vor dem Könige, dem Heere,
Vor blinkend blitzendem Gewehre
Dem Weisen sich’s geziemt zu schweigen.«

»Warum denn aber bei unsern Sitzen
Bist du so selten gegenwärtig?«
Mag nicht für Langerweile schwitzen,
Der Mehrheit bin ich immer gewärtig.

Was doch die größte Gesellschaft beut?
Es ist die Mittelmäßigkeit.

Konstitutionell sind wir alle auf Erden;
Niemand soll besteuert werden,
Als wer repräsentiert ist.
Da dem also ist, Frag ich und werde kühner:
Wer repräsentiert denn die Diener?

Wie alles war in der Welt entzweit,
Fand jeder in Mauern gute Zeit:
Der Ritter duckte sich hinein,
Bauer in Not fand’s auch gar fein.
Wo kam die schönste Bildung her,
Und wenn sie nicht vom Bürger wär?
Wenn aber sich Ritter und Bauern verbinden,
Da werden sie freilich die Bürger schinden.

Laßt euch mit dem Volk nur ein,
Popularischen! Entschied‘ es,
Wellington und Aristides
Werden bald beiseite sein.

Besonders, wenn die Liberalen
Die Pinsel fassen, kühnlich malen,
Man freut sich am Originalen;
Da zeigt sich nun ein jeder frei:
Er ist von Kindesbeinen tüchtig,
Sein Urteil ist ihm nur gewichtig,
Die Kunst ist selbst schon Tyrannei.

Ich bin so sehr geplagt
Und weiß nicht, was sie wollen,
Daß man die Menge fragt,
Was einer hätte tun sollen.

Mir ist das Volk zur Last,
Meint es doch dies und das:
Weil es die Fürsten haßt,
Denkt es, es wäre was.

»Sage mir, was das für Pracht ist?
Äußre Größe, leerer Schein!« –
O zum Henker! Wo die Macht ist,
Ist doch auch das Recht, zu sein.

Bürgerpflicht
Ein jeder kehre vor seiner Tür,
Und rein ist jedes Stadtquartier.
Ein jeder übe sein‘ Lektion,
So wird es gut im Rate stohn.

»Warum denn wie mit einem Besen
Wird so ein König hinausgekehrt?«
Wären’s Könige gewesen,
Sie stünden alle noch unversehrt.

Geburt und Tod betrachtet ich
Und wollte das Leben vergessen;
Ich armer Teufel konnte mich
Mit einem König messen.

»Der alte, reiche Fürst
Blieb doch vom Zeitgeist weit,
Sehr weit!« –
Wer sich aufs Geld versteht,
Versteht sich auf die Zeit,
Sehr auf die Zeit!

»Geld und Gewalt, Gewalt und Geld,
Daran kann man sich freuen;
Gerecht- und Ungerechtigkeit,
Das sind nur Lumpereien.«

Die gute Sache kommt mir vor
Als wie Saturn, der Sünder:
Kaum sind sie an das Licht gebracht,
So frißt er seine Kinder.

Daß du die gute Sache liebst,
Das ist nicht zu vermeiden;
Doch von der schlimmsten ist sie nicht
Bis jetzt zu unterscheiden.

Grabschrift, gesetzt von A. v. J.

Verstanden hat er vieles recht,
Doch sollt er anders wollen;
Warum blieb er ein Fürstenknecht?
Hätt unser Knecht sein sollen.

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Schönheit vor dem Zaun…

Die schönsten Blumen blühen oft im „Verborgenen“ und nicht im gut gepflegten Garten… 😉

Wie diese Akelei, der die wenige Erde zwischen Fußweg und Gartenzaun reichte, um so schön zu blühen…

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Foto zum Vergrößern anklicken.. .

 

Schön erhebt sich der Aglei
und senkt das Köpfchen herunter.
Ist es Gefühl oder ist’s Mutwill?
Ihr ratet es nicht.

Johann Wolfgang von Goethe

 

Sie wird auch Marienhandschuh, Elfenhandschuh, Gotteshut, Taubenblume oder Venuswagen genannt.

Akelei wirkt wundstillend, desinfizierend, beruhigend.

Die  Akelei symbolisiert Lebenskraft, Überwindung irdischer Begrenzung, umfassendes Heil, Triumph, Erlösung, Dreieinigkeit, Lobpreis Gottes.

Und  Frauen die Akelei verschenken, wünschen sich einen Mann, der kühn, entschlossen ist. Also lieber jung und kühn, als reich und feige.

Am Aschermittwoch ist alles vorbei…

Nur der Kater bei so manchem wahrscheinlich nicht… 😉

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Foto zum Vergrößern anklicken…

Wenn keine Narren auf der Welt wären, was wäre dann die Welt?

(Johann Wolfgang von Goethe)

Und wir hoffen, es war nicht alles für die Katz`… 😉

Uns streut man heute übrigens keine Asche auf’s Haupt, sondern weiße Flöckchen. Draußen ist alles weiß „gezuckert“. Vielleicht als Ersatz für Krapfen in der Fastenzeit? 😉
Aber jetzt wohl doch eher für die Katz‘. Des Winters Abschied. Denn die Vögel geben früh trotzdem schon ein Frühlingskonzert!
Und dann hoffen wir mal, dass das andere Sprichwort, „Vögel die am Morgen singen, holt abends die Katz'“, nicht zutrifft! 😉
Der Brauch mit dem Asche auf’s Haupt streuen, stammt übrigens aus der Antike. Im Altertum streuten sich die Menschen als Zeichen der Trauer, die Asche der verstorbenen Verwandten auf Kleider und Haupt. Diese Tradition hat sich mit dem Aschekreuz auf der Stirn am Aschermittwoch, bis heute erhalten.
Jetzt gilt der Ausspruch als Zeichen für Reue und Sühne.

So, das war sprichwörtlich dann hoffentlich nicht für die Katz’… 😉

Und wenn wir schon mal einen Kater (fotografiert) haben, ist er etwas verspätet – „Asche auf’s Haupt“ 😉 –
doch gleich noch außer Konkurrenz für Kalles…

Alles für die Katz`>>>>

Eure regenbogenlichter

Weiße Rose… White Rose…

Die Münchner Widerstandsgruppe „Weiße Rose“ mit dem „Kern“ Hans und Sophie Scholl, Alexander Schmorell, Christoph Probst, Willi Graf und Professor Huber, verteilten in den Jahren 1942 und 43 insgesamt sechs Flugblätter. Weitere Studenten, Schüler, Lehrer, Professoren, Ärzte, Schriftsteller und Buchhändler hatten losen Kontakt zu der Gruppe.

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Die ersten Flugblätter wurden im kleinen Kreis ausgesuchter Adressaten verteilt. Im Januar 1943 erschien das fünfte Flugblatt, in einer Auflage von 6000 bis 9000. Es tauchte in mehreren Städten Süddeutschlands und Österreichs auf. Im Februar 1943 gab es nächtliche Aktionen, in denen an Müncher Gebäuden schriftliche Parolen, wie „Nieder mit Hitler“ etc. angebracht wurden.

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Das sechste Flugblatt richtete sich an die Münchner Studentenschaft und forderte vor dem Hintergrund der Schlacht um Stalingrad auf, sich von dem nationalsozialistischem System zu befreien. Bei der Verteilung am 18. Februar 1943, wurden die Geschwister Scholl beobachtet und verhaftet.
Am 22. Februar 1943 wurden sie, zusammen mit Christoph Probst, zum Tode verurteilt und noch am gleichen Tag hingerichtet.
Ein weiterer Prozess fand am 19. April 1944 statt. In ihm wurden Graf, Schmorell und Huber ebenfalls zum Tode verurteilt und hingerichtet. Bis Mitte Oktober 1944 fanden fünf weitere Prozesse statt, in denen Freiheitsstrafen bis zu 12 Jahren ausgesprochen wurden.
Ironie der Geschichte…. „Blutrichter“ Roland Freisler, der diese und andere Prozesse führte, starb bei einem Bombenangriff der Aliierten, am 3. Februar 1945 in Berlin.

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Innerhalb des Hauptgebäudes der Münchner Ludwig Maximilians-Universität, erinnern eine steinerne weiße Rose und ein Bild, mit den darüber eingemeißelten Namen der Mitglieder, an die Widerstandsgruppe. Seit 1997 errichtete der Verein Stiftung Weiße Rose e.V., eine DenkStätte mit einer Dauerausstellung. Im Februar 2005 wurde am Lichthof eine Bronze-Büste von Sophie Scholl enthüllt.

Der Schwurgerichtssaal im Münchner Justizpalast, in dem der Prozess stattfand, ist als Gedenkstätte ausgestaltet und kann werktags besichtigt werden. (Außer in den Zeiten, in denen die juristischen Prüfungen stattfinden.)

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Die Gruppe „Weiße Rose“ war in der Jugenbewegung einzigartig. Alle anderen Gruppen betätigten sich wenig politisch.

Rosen, ihr blendenden
Balsam versendenden!
Flatternde, schwebende,
Heimlich belebende,
Zweiglein beflügelte,
Knospen entsiegelnde,
Eilet zu blühen.
Johann Wolfgang von Goethe

Eilet zu blühen….

Zum Andenken an diese mutigen Menschen und der vielen Namenlosen, die sich diesem unmenschlichem System entgegen gestellt haben!
Wir sollten sie nie vergessen!

Wie wichtig das ist, zeigt die Tatsache, dass viele Gewaltverbrechen jetzt nochmals auf rechte Urheberschaft untersucht werden… Hier klicken >>>>

Am 18. Februar 2014 um 20.00 Uhr, findet im Lichthof der Ludwig Maximilians-Universität, ein Konzert an der Weiße Rose-Orgel und Lesung statt.
Eintritt frei!
Nähere Infos und weitere Veranstaltungen gibt es auf der Website der Stiftung Weiße Rose e. V. >>>>

Die Fotos können einzeln angeklickt und größer angeschaut werden.

Rosig….?

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Rosen, ihr blendenden,
Balsam versendenden!
Flatternde, schwebende,
Heimlich belebende,
Zweiglein beflügelte,
Knospen entsiegelnde,
Eilet zu blühn.

Johann Wolfgang von Goethe

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Kürzlich haben wir seit langem mal wieder, einen Strauß Rosen gekauft. Diesem rosa konnte ich nicht widerstehen.

Im Allgemeinen lasse ich aber die Finger davon, da die Arbeitsbedingungen der Arbeiter in Kenia und anderswo, oft alles andere als rosig sind.

Und sie starke Pestizide fast ohne jeglichen Schutz versprühen müssen.

Mein Mann sagt immer, damit vergiften sie Menschen, es ist ihm gar nicht recht. Ich muss ihm recht geben.

Dazu kommt noch Lagerung und Transport. Ein Strauß Sommerblumen vom Markt, ist mir da eigentlich schon lieber. Die sind von hier.

Inzwischen findet man zwar einen Herkunftsnachweis (Nummer) an den Sträußen, nur braucht es dann erst mal Recherchearbeit, um sich über die Farmen zu informieren.

Wer tut das beim Einkaufen? Die einzigen Rosen, bei denen sich man halbwegs darauf verlassen kann, dass die Bedingungen passen, sind wohl die fair gehandelten.

Nur die, bekommt man in nur sehr wenigen Blumenläden und nicht mal eben so beim einkaufen.

Denn die Arbeit und den Lohn, brauchen die Menschen ja schon. Zu dem Preis, zu denen sie jetzt verkauft werden, kann allerdings nicht viel dabei rumkommen.

Und ob sie die Flächen nicht auch für den Anbau von Gemüse /Getreide brauchen?

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Die Fotos können wieder einzeln angeklickt oder in der Galerie größer angeschaut werden.

Noch ein Wort zu „Fairtrade“… es gibt eine vewirrende Anzahl von Siegeln und nicht überall wo „fair“ draufsteht, ist auch „fair“ drin!

Der NABU hat drei wichtige Siegel aufgelistet….HIER KLICKEN

Und „Oeko-Test“ hat schon im letzten Jahr, 79 gängige Artikel getestet. Bei weitem nicht alle fair! Auch aus unserer Landwirtschaft!

HIER KLICKEN!

©Posted by regenbogenlichter

Das Leuchten des Sommers…

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Foto zum Vergrößern anklicken

Auch das ist Kunst, gehört zu Gottes Gaben,
aus ein paar sonnenhellen Tagen
sich so viel Licht ins Herz zu tragen,
dass, wenn der Sommer längst schon ist verweht,
das Leuchten immer noch besteht.
(Goethe)

Wir sind dabei, uns Licht ins Herz zu tragen…und wünschen allen einen wundervollen Sommertag! 😉

Ich ging im Walde so vor mich hin…

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Ich ging im Walde

Ich ging im Walde
So vor mich hin,
Und nichts zu suchen,
Das war mein Sinn.
Im Schatten sah ich
Ein Blümlein stehn,
Wie Sterne blinkend,
Wie Äuglein schön.

Ich wollt es brechen,
Da sagt‘ es fein:
Soll ich zum Welken
Gebrochen sein?

Mit allen Wurzeln
Hob ich es aus,
Und trugs zum Garten
Am hübschen Haus.

Ich pflanzt es wieder
Am kühlen Ort;
Nun zweigt und blüht es
Mir immer fort.

Johann Wolfgang von Goethe

Im Walde war es nicht gerade, aber schon ziemlich weit weg von irgendwelchen Gärten. Denn das ist ein „gezogener“ Krokus, kein wild wachsender, die es hier auch gibt..

Schon erstaunlich, wie sich Blumen so manchmal vermehren und wo sie von ganz allein und ohne Pflege wachsen.

Ausgegraben haben wir es übrigens nicht. Das soll mal schön dort wachsen und  vielleicht gibt es ja mal viele kleine Küsschen. 😉

Allen ein (Kro-) Küsschen zum „Freutag“ ! Eure/Ihre regenbogenlichter.

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