Willkommen unterm Regenbogen

Beiträge mit Schlagwort ‘Heilige’

Die EI(S)-Schnee-Heiligen ;-) sind im Anmarsch…

Die Annahme beruht auf den jahrhundertealten Erfahrungen und Beobachtungen der Bauern, bereits lange vor Beginn jeglicher, offizieller Wetteraufzeichnung.
Allerdings, das hat einige Haken….
Die gregorianische Kalenderreform war zwar schon 1582, aber nur in katholischen Gebieten. In den nicht katholischen, flächendeckend erst in den Jahren 1700 bis 1752. Sprich, es wurden die Tage verschoben, aber nicht die der Heiligen. Es ergibt sich ein Unterschied von 11 Tagen, in denen die Bauern das Wetter wahrscheinlich über viele Jahre nach dem alten, julianischen Kalender beobachtet haben. Es war schon immer wichtig, auf dem neuesten Stand zu sein. 😉
Somit erreicht der Kühlschrank erst etwa ab dem 23. Mai die „volle Dröhnung“…was sehr oft zu beobachten ist.
Die Sonne heizt uns im Mai schon ganz gut ein, schafft es aber schneller, das Land zu erwärmen, als den Altlantik. An der Westflanke der Luftmassengrenze bilden sich Tiefs, die dann kühle Luft nach Mitteleuropa bringen. Wenn der Wind dann nachts auch mal schlafen will und sich (auf’s Ohr) legt, kann es schon mal Frost geben.
Da in Deutschland sehr unterschiedliche klimatische Bedingungen herrschen, ist eine flächendeckende Vorhersage nicht wirklich möglich.
Nichts desto Trotz, kühler wird es trotzdem oft um diese Zeit. Wie dieses Jahr auch….

Außerdem ziemlich fies, alles den Heiligen in die Schuhe zu schieben, die da gerade Gedenktag haben… was können sie für Petrus „Werkelei“ in  seiner Wetterküche… 😉

Frostnächte soll es diesmal keine geben, deswegen behelfen wir uns mal mit einem „EI(S)-Schnee-Heiligen“, der letztens beim Kuchenbacken entstanden ist. Das Eiweiß, aus dem man Eischnee schlägt, will auch ehrenvoll behandelt werden. Bei Eigelb darin, ist die „Schneekanone kaputt“… und wer so „geschlagen“ wird, ist auch ein „Märtyrer“… 😉

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Die Heiligen mögen uns verzeihen, dass wir sie hier schon etwas „Unheilig“ „verwurstet“ haben…das ist natürlich mit Augenzwinkern zu lesen.
Als „Abbitte“ wenigstens ihre Gedenktage, wann und wo sie gelebt haben und für was sie Patrone sind. Soweit das bekannt ist. Manches ist auch nur Vermutung. Ihre Geschichten und Legenden sind eigentlich auch interssant, manchmal auch ziemlich gruslig. Sie haben sehr oft mit der Christenverfolgung im römischen Reich zu tun. Und zimperlich waren Menschen noch nie. Bis heute…

Fangen wir mit dem 11. Mai und dem Heiligen Mamertus von Vienne an. Dieser gilt in Norddeutschland als erster Eisheiliger. Wieder eine Frage des (unterschiedlichen) Klimas, die kühle Luft zieht langsam von Nord nach Süd…

Sein Name ist vom Kriegsgott Mars abgeleitet…
Geboren um 400 in Frankreich, also ein Gallier… 😉
Gestorben 477
Ab 461 war er Bischof von Vienne, setzte Marcellus im Jahre 463 als Bischof ein und geriet deswegen mit Papst Hilarius in Streit.

Er ist Patron der Ammen, Hirten und der Feuerwehr. Gegen Krankheiten der Brüste, Fieber und Dürre.

Der Patron vom 12. Mai ist Pankratius, „der alle Besiegende“…
Geboren 289 in Phrygien in der heutigen Türkei.

Verwaister Sohn eines reichen Römers, der mit seinem Onkel nach Rom reist und dort zum christlichen Glauben übertritt…sich mit seinem ererbten Geld für verfolgte Christen einsetzt und als er mit 14 Jahren nicht von seinem Glauben ablässt, hingerichtet wird. Sein Grab ist in den Katakomben unter der Kirche S. Pancrazio , in der Via Aurelia. Wohin eine Christin den Leichnam, unter Einsatz ihres eigenen Lebens, gebracht hatte.

Er ist Patron der Erstkommunikanten und Kinder, der Ritter, der jungen Saat und Blüte, gegen Meineid, falsches Zeugnis, Krämpfe, Hautkrankheiten und Kopfschmerzen.

Der 13. Mai ist der Gedenktag für Servatius von Tongern, „Der Gerettete“…
Angeblich jüdischer Sohn aus Armenien, der der „Heiligen Sippe“ entstammen soll.

Geboren Anfang des 4. Jahrhunderts in Armenien (ist umstritten)
Gestorben am 13. Mai 384 in Maastricht

Manche Legenden erzählen, dass er mit einem Holzschuh erschlagen wurde, andere, dass er seinen Tod ahnend, nach Maastricht gegangen sei, weil er dort begraben werden wollte.
Sein Grab befindet sich tatsächlich in Maastricht, vor den Mauern der damaligen Stadt, an der Straße nach Köln. Die Servatius Kirche steht auf seinem Grab und ist die älteste der Niederlanden.

Er ist der Patron der Lahmen, Schlosser und Tischler. Gegen Fußleiden, Rheumatismus, Todesfurcht, Frostschaden! Mäuse-und Rattenplagen und das Lahmen von Tieren.
Patron der Städte Maastricht, Goslar, Limburg an der Lahn und Quedlinburg.
Sein Grab soll 70 Jahre lang nie mit Schnee bedeckt gewesen sein, obwohl die Umgebung schneebedeckt war. So erfüllte sich seine Weissagung. 😉

Am 14. Mai ist Gedenktag für Bonifatius von Tarsus „Der gutes Schicksal bringende“…

Geboren ? In Rom…
Gestorben um 306 in Tarsus in Kilikien, in der heutigen Türkei.
Er musste durch siedendes Pech sterben…

Bonifatius war kein Christ, er sollte Reliquien der christlichen Märtyrer aufspüren und zurückholen.  Beeindruckt durch die zu Tode gefolterten, ließ er sich selbst taufen.

Der Priester und Missionar Wynfreth (geboren um 673) benannte sich nach ihm. Er ist  Patron der Bierbrauer, Feilenmacher, Schneider, Thüringens und des Bistums Fulda.

Und… eine Blume für die Dame…

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15. Mai Der Gedenktag der Sophia von Rom

Geboren ? in Rom
Gestorben 304 in Rom

Sie ist die Patronin gegen Spätfröste und für das wachsen der Feldfrüchte.
Sie starb wahrscheinlich den Martertod während der Christenverfolgung.

Und dann gibt es noch die „Klappernde Ute“, wie ein Freund immer sagt. Die ist aber keine Heilige und klappert an allen Tagen, bis es wieder wärmer ist. 😉

4.12…..Barbara-Tag…

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St. Verena (rechts) und Frauenkapelle in Fischen…
Historisch Gesichertes über die Heilige Barbara ist kaum bekannt.

Die Entstehung der Legende, scheint vor dem 7. Jahrhundert im byzantinischen Raum, im Lebensraum Nikomedien (östlich von Konstantinopel, dem heutigen Istanbul) zu liegen.

Die Legende nennt als Martyriums-und Todeszeitpunkt, die Regierungszeit des Kaisers Maximus Daia (305, 310-313). Über Byzanz gelangte die Legende dann vor 700 nach Italien.

Die goldene Legende (die „Legenda aurea“) erwähnt im 13. und 14. Jahrhundert die heilige Barbara noch nicht. Sie wurde wohl erst im 15. oder 16. Jahrhundert, um die heilige Barbara

ergänzt. Um diese Zeit wurde in der Volksfrömmigkeit auch der „heilige Daniel“, der in der Löwengrube gesessen hatte,  abgelöst.

Seit dem 14. Jahrhundert wurden die Bergbaugebiete in Sachsen, Böhmen und Schlesien, besondere Verehrungsgebiete der heiligen Barbara. Die Verehrung im Alpenraum (außer Tirol) entstammt überwiegend einer Gegenreformation im 17. und 18. Jahrhundert. Im Ruhrgebiet zog die Verehrung mit den Bergarbeiten im neu gegründeten Bergbau ein.

Die Legende erzählt, dass ein schönes Mädchen namens Barbara, von ihrem Vater Dioskuros, alles bekam, was ein reicher Kaufmann seiner Tochter bieten konnte. Ein schönes Haus, gute Bildung etc. Damit sie nicht Christin wurde oder sich zu einer Heirat verleiten ließ, durfte sie sich in einem Turm eine Wohnung einrichten.

Sie wurde von einem Freund des bekannten Dichters Origines unterrichtet. Von ihm erfuhr sie von der Christenlehre und ließ sich taufen. Um einen Betraum zu haben, bat sie ihren Vater um die Einrichtung eines Badezimmers, was er ihr auch erfüllte. Sie leiß ein drittes Fenster einbauen, als Lob des Dreifaltigen Gottes.

Ein junger Mann von hohem Stand und Vermögen hielt schließlich um ihre Hand an. Ihr Vater war nicht abgeneigt und als er von seiner unternommenen Reise zurückkam, eröffnete ihm Barbara, dass sie einen Heiden nicht heiraten werde. Der Vater reagierte jähzornig und drohte mit dem Schwert.

Barbara floh vor ihrem Vater und Felsen verbargen sie vor den Blicken der Verfolger. Ein Hirt verriet sie aber an ihren Vater, der sie erst selbst misshandelte und als das nicht half, zum Landpfleger Martians brachte. Er sollte sie wegen Hochverrats zum Tode verurteilen. Als die Schmeicheleien Martians nicht halfen, verprügelte er sie derart, dass niemand glaubte, dass sie die Nacht im Verlies überleben würde.

Der Engel des Herrn soll  aber alle Wunden, über Nacht geheilt haben und ihr Beistand versprochen. Martians rechnete dies seinen Göttern zu.

Erneut wurde Barbara schwer misshandelt, blieb aber standhaft. Barbara wurde von Martians zum Tode verurteilt. Ihr Vater bat sich aus, die Rolle des Scharfrichters übernehmen zu dürfen. Man trieb die nackte Barbara auf einen Hügel und ihr Vater enthauptete sie.

Später wurde in die Legenden eingefügt, dass der Heiligen in dem Moment versprochen wurde, dass keiner der sie anruft, ohne Sterbesakramente sterben müsse.

Auf dem Nachhauseweg wurde ihr Vater vom Blitz erschlagen.

In Zeiten, in denen von einem strengen „Richter Gott“ ausgegangen wurde, war ein tägliches Gebet zur heiligen Barbara, wegen der Verheißung zwingend.

Sie gilt als Patronin der Sterbenden, aber auch der Bergleute. Sie wird aber als „nicht gesicherte Heilige“, nicht im Römischen Heiligenkalender geführt.

Barbara bildet mit Katharina und Margareta, die Gruppe der „drei heiligen Madln“, unter den 14 Nothelfern.

Auch in vorchristlichen Zeiten, war der 4. Dezember schon ein besonderer Tag. Es erschienen am Vortag Frau Holle, Bertha, Perchta, Holda und andere verzauberten Gestalten.

Heute sind hier die „Bärbele“ mit viel Getöse unterwegs und bis zum 4. Dezember findet man das Barbarakraut-Winterkresse

In den Alpen nennt man die Barbarazweige „Barbarabaum“.

Was sagt uns die Legende… in früheren Jahrhunderten war die Verheißung wichtig und für Bergleute, dass sich für Barbara die Felsen geöffnet haben.

Damit ihre gefährliche Arbeit nicht zur Todesfalle wird.

Wenn man die Betonung des Namens in Barbára ändert, erhält er die Bedeutung „die wilde, ungebildete Andere“, also die nicht angepasste, nicht eingegliederte. Sie war in der damaligen Gesellschaft wohl eine Geächtete. Der Turm steht für die Weltsicht, sie schaut mit ihrer Sicht auf die Welt, egal wie die anderen denken.

Und sie ist Lichtbringerin. Als der Advent noch an Martini begann, eröffnete das Licht, das in die Dunkelheit getragen wird, die Zeit auf die Vorbereitung der Ankunft des Herrn.

Was am Barbaratag wie tot aussieht, wird an Heiligabend blühen, das Leben in seiner Fülle zeigen. In der längsten Nacht des Jahres, wird mit den Blüten der Sieg des Lichts angekündigt.

Noch wesentlich mehr Informationen, kann man diesem, sehr guten und informativen Artikel über Barbara entnehmen.

Aus ihm stammt auch das von uns Geschriebene.

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