Willkommen unterm Regenbogen

Beiträge mit Schlagwort ‘Hermann Löns’

Stachlige (Sommer-)Schönheiten…

Auf den ersten Blick (aus der Nähe) denkt man fast an eine einheimische Kakteenart… Disteln fand ich schon immer dekorativ…ein Inbegriff von Wärme und Hochsommer,

auch wenn sie für viele Unkraut sind… 😉

„Acker-Kratzdistel“

Aber sie sind nicht nur das, sie sind auch essbar… jetzt blühen sie aber schon, also Test erst nächstes Jahr möglich…

Vor der Blüte, von April bis Juni, werden die geschälten, weichen Stängel und die noch ganz jungen, kaum gestachelten Blätter geerntet und wie Spinat zubereitet oder sogar roh gegessen. Im Geschmack sind sie dem Sellerie ähnlich. Noch nicht aufgeblühte Knospen wie auch die Wurzeln können als Gemüse gekocht oder gedünstet werden. (Quelle: westline)

Weiterhin wird aus der Färberdistel, kaltgepresst, Distelöl hergestellt. Zum Braten ist es nicht geeignet, aber gut für Salate, Mayonaise etc. Es ist gut gegen Arteriosklerose und senkt das Thromboserisiko. Weiterhin ist es gut für die Haut. Bei Hunden soll es gegen Fellausfall wirken. Unserer Erfahrung nach, ist Nachtkerzenöl da noch besser.

Bienen, Hummeln und andere Insekten lieben wohl den Nektar der Disteln…auf ihnen kann man (fast) immer welche sehen..wie auf dieser „Nickenden Distel“ (so heißen die wirklich, weil sie ihr Blüten-Köpfchen senken)

Nickende Distel

Und das Jesuskind soll auf der Flucht nach Ägypten, dem Esel eine Distel als Futter angeboten haben. Dieser war erst sehr beleidigt, fraß sie dann aber doch und stellte fest, dass sie gut schmeckte.

Die ganze Geschichte, von Karl-Heinz Waggerl aufgeschrieben, kann man hier nachlesen…

Und dann gibt es noch den wunderschönen  Distelfalter , deren Raupen die Kratzdistel und Brennesseln als Nahrung bevorzugen.

Ebenso hübsch, der Distelfink / Stieglitz der gerne die Samen der Distel frisst.

Selbst verliebte Dichter haben lyrische Worte für die Distel gefunden… 😉

Wiesengras
Das Wiesengras ist lang und weich,
Die Sonne flammt und glüht,
Um rote Disteln zittert die Luft,
Die ganze Wiese blüht.

Wie Wachen, stark und scharf bewehrt,
Die Disteln uns umblühn,
Weich ist und lang das Wiesengras
Und deine Lippen glühn.

Deine glühenden Lippen zittern leicht,
Wie Blumenblätter im Wind,
Deine Lippen, die viel roter noch
Wie die roten Blumen sind.

Ich sehe die roten Blumen nicht,
Ich sehe dich nur an
Und küsse deinen roten Mund,
Solange ich küssen kann.

(Hermann Löns)

Die „zahmen“ Verwandten der stachligen Schönen, fangen auf unserm Balkon auch an zu blühen…

Zierdistel

Und zu guter Letzt`… die „Schönste“… (aller Disteln), die nur in den Bergregionen wächst…die Silberdistel… schon eher ein Kind des Herbstes…auf der Wiese muss man sie aber trotzdem nicht „stiebitzen“,

vor allem nicht in Naturschutzgebieten, wie bei uns in der Gegend.

Es gibt sie auch im Blumenladen zu kaufen, hoffentlich nicht aus geschützten Gebieten. 😉

Silberdistel

Ich habe selbst auch schon welche fotografiert, aber bei Weitem nicht so perfekt, deswegen habe ich mal auf ein Foto von Wikipedia zurückgegriffen…

Foto: Wikipedia/ Fritz Geller-Grimm

Und dann wäre da noch, keine Blume, aber als Liebhaber von Kabarett unbedingt zu erwähnen…die „Distel“ in der Berliner Friedrichstraße, „Der Stachel am Regierungssitz“…immer schön stachlig bleiben… 😉

Wie man sehen kann, ist die Distel alles andere als Unkraut…

Wir wünschen allen Lesern ein schönes Wochenende! 🙂

Bei Problemen mit dem kommentieren…mehrmals auf’s Kommentarfeld klicken, dann geht es auf… ♥ lichen Dank für den Hinweis Klaus! 🙂

Ich habe es gerade selbst getestet, ich kann zwar Text eingeben, aber nicht versenden… der Button fehlt… tut mir leid, vorerst also dann kein Senf von mir zu eueren Artikeln… 😦

Rot wie der Mohn…schön wie die Liebe…

Foto: Blue Rainbow (danke!)

Mohnblumen

Mit roten Feldmohnblumen
Hatt`ich dein Haar geschmückt,
Die roten Blumenblätter
Die sind nun alle zerdrückt.

Du bist zu mir gekommen
Beim Abendsonnenschein,
Und als die Nacht hereinbrach,
Da ließest du mich allein.

Ich höre die Stille rauschen
Und sehe die Dunkelheit sprühn,
Vor meinen träumenden Augen
Purpurne Mohnblumen blühn.

Hermann Löns

Und hier noch ein ganz alter Song, aus dem Jahr 1938, „Roter Mohn“, gesungen von Rosita Serrano, geboren am 10.6.1914 in Vina del Mar, in Chile und gestorben am 6.4.1997 in Santiago de Chile.

Wegen ihrer glockenhellen Stimme erhielt sie den Beinamen „Chilenische Nachtigall“.

In den 1930`er Jahren ging sie nach Europa und nachdem sie erst in Frankreich und Portugal gelebt hatte, siedelte sie 1936 nach Berlin über. 1943 beendete ein Haftbefehl ihre Karriere. Sie wurde während einer Konzertreise in Schweden, in Deutschland wegen Spionage denunziert. In Wahrheit soll sie mit den Einnahmen aus einem Wohltätigkeitskonzert,  jüdische Flüchtlinge unterstützt haben. Sie kehrte nicht nach Deutschland zurück und entging somit ihrer Verhaftung. Bis zum Ende des Krieges stand sie auf der schwarzen Liste der Nazis. (Quelle Wikipedia)

Allen eine schöne Samstag-Sommernacht und einen schönen Sonntag, so schön wie der Mohn und vielleicht ja mit viel Liebe. 🙂

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