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Eher Blumenfrust, als Blumenlust…beim „Bibelgarten“…

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Noch ein Miniaturgarten aus Bad Wörishofen. Das Thema hieß Bibelgarten. Hmmmm… ziemlich phantasielos gestaltet, finden wir.
Biblische Symbole wie das Kreuz, erkennt noch jeder und auch die „gleichmäßig verteilten“ Töpfe mit den biblischen Pflanzen.
Immerhin an jedem Topf eine Pflanzenbeschreibung.

Ansonsten muss man schon sehr die eigene Phantasie bemühen, um sich die Pflanzen aus der Bibel im „Heiligen Land“ und die spannenden Geschichten dazu, vorzustellen.

Die Phantasie braucht man auch für das „Symbol“ im Vordergrund. Entweder steht es für das griechische „Alpha“…

Nach der Offenbarung 22, 13,

Ich bin das Alpha und das Omega, der Erste und der Letzte, der Anfang und das Ende.

Die Buchstaben stehen für den himmlischen Vater und Sohn, beide als Schöpfer und Vollender der Welt.

Da das „Alpha“ aber eine spitze „Nase“ und ein „Auge“ hat, denke ich vielleicht eher, dass das der große Fisch, aus dem Prophetenbuch Jona sein soll.

 

Der Prophet Jona

Das Buch Jona ist eine kleine, kunstvolle Erzählung. Ihr Schauplatz ist die einst mächtige Hauptstadt Assyriens, Ninive, die inzwischen untergegangen ist.

Jona erhält von Gott den Auftrag, der großen Stadt Ninive ein Strafgericht Gottes anzukündigen. Aber Jona fürchtet sich vor diesem Auftrag und versucht mit einem Schiff in die entgegengesetzte Richtung zu entkommen. Der Herr schickte einen großen Sturm und das Schiff geriet in große Seenot. Die Seeleute entschließen sich, Jona ins Meer zu werfen, danach wird es wieder still. Im Meer wird er von einem großen Fisch verschluckt. Nach drei Tagen speit ihn der Fisch wieder ans Land aus.
Nun ist er bereit, seinen Auftrag, den er von Gott erhalten hat, auszuführen.

Jonas Predigt in Ninive bewirkt, dass die Bewohner in sich gehen und Buße tun. Das Gericht findet nicht statt. Nur Jona ist nicht zufrieden. Er wollte den Untergang beobachten und ist nun beleidigt, dass er nicht stattfindet. Darüber beklagt er sich bei Gott. Gott aber, belehrt ihn mit Humor und Jonas muss zusehen, wie eine schattenspendende Staude, nach kurzer Zeit wieder verdorrt. Gott knüpft daran seine Antwort, mit der das Buch schließt:

Da sagte der Herr: »Schau her, du hast diese Staude nicht großgezogen, du hast sie nicht gehegt und gepflegt; sie ist in der einen Nacht gewachsen und in der anderen abgestorben. Trotzdem tut sie dir leid. Und mir sollte nicht diese große Stadt Ninive leid tun, in der mehr als hundertzwanzigtausend Menschen leben, die rechts und links nicht unterscheiden können und dazu noch das viele Vieh?« Jon 4,10-11)

Hinten ist auch eine dürre Staude, neben einer grünen zu entdecken…

Diese tolle Geschichte (nicht nur für Christen!) hätte man viel besser darstellen müssen. Ich bin sicher, es gab ziemlich viele Leute, die nichts damit anfangen konnten. Ich musste auch erst überlegen. Und letztendlich zeigt die Geschichte, dass auch Propheten sehr „menschlich“ waren. Mit Ängsten und einer gewissen Lust am „Elend“ anderer, was man täglich an den Autobahnen zum Beispiel, beobachten kann. Und sie zeigt auch, dass man in seinem Zorn nicht grenzenlos, sondern immer auch mitfühlend sein sollte.
Eine Metapher, die ich gern den Menschen in Israel und Palästina ans Herz legen würde. Womit wir wieder im „Heiligen Land“ wären, in dem es leider mal wieder ziemlich „unheilig“ ist.

Es könnte aber auch das Erkennungszeichen für die christliche Gesinnung sein. HIER NACHZULESEN >>>>
Das Symbol des Fisches, wurde bereits auf Wandmalereien in urchristlichen Grabmälern gefunden und deutet auf die wundersame Vermehrung von fünf Gerstenbroten und zwei Fischen, bei der Speisung der 5000 hin. Ich kenne das Symbol allerdings ohne „Auge“.
Und finde es wichtiger, christliche Gesinnung, wenn man sie hat, durch (gute) Taten kundzutun, als durch irgendwelche Symbole. Ein Symbol ist schnell irgendwo „hingepappt“, heißt noch lange nicht, dass man sich auch so verhält! Siehe das Nachwort zu Jonas Geschichte.

Aber wie schon gesagt, ein Garten, dessen Deutung wohl nur „Eingeweihten“ vorbehalten ist. Der „Rest“ kann die Phantasie spielen lassen und sich das (ihm) passende aussuchen. Dafür muss man aber erst wissen, um was es geht. 😉

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Schade, hoffentlich widmet sich nochmal jemand mit mehr Herz diesem schönen Thema, mit dem man viele Miniaturgärten gestalten könnte.
Und es ist auch alles andere, als ein Thema „von gestern“!
Mit dem obigen Garten, wird die evangelische Kirche wohl aber eher keinen Blumentopf gewinnen.;-)

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