Willkommen unterm Regenbogen

Beiträge mit Schlagwort ‘Käse’

Alles Käse oder was?

DSC_0272 (639x1024)

Der Käse ist schon eine Weile „verdaut“… 😉

Emmentaler aus dem Allgäu… das Emmental ist doch eigentlich in der Schweiz…. ist das nun alles Käse und in Kupferkesseln „abgekupfert“?

Alles nur „geklaut, gestohlen und geraubt“? Also Käse wurde im Allgäu schon lange hergestellt, allerdings eher zur kleinbäuerlichen Eigenversorgung.

Er wurde mittels Flößerei auf der Iller (Donau) bis nach Ulm und Passau gehandelt. Die Qualität war aber bei weitem nicht so gut wie in der Schweiz, Holland und Belgien.

DSC_3274 (1024x573)

Ende des 18. Jahrhunderts gab es schon einmal eine „Globalisierung“ und billige Baumwolle aus Amerika und Ägypten verdrängte das Leinen,

welches aus dem im Allgäu angebautem Flachs>>>>  hergestellt wurde.

So verloren viele Bauern ihre Erwerbsgrundlage und viele wanderten auch nach Amerika aus.

Etwas anderes musste her…

1815 wurde im schweizerischen Kiesen, in einer Talkäserei, ein exportfähiger, qualitativ hochwertiger Käse hergestellt.

Immer häufiger wurden solche große Laibe (bis zu einem Zentner), dieses temperaturunabhängig haltbarem Käse, ins Allgäu eingeführt.

Die unpasteurisierten Rohmilchkäse erzielten einen fast doppelt so hohen Preis und drohten zur Konkurrenz zu werden.

Die Allgäuer Bauern, Milchkäufer und Käsehändler versuchten deshalb, diesen Käse selbst herzustellen.  Der Oberstaufener Fuhrunternehmer und Käsehändler Josef Aurel Stadler holte 1821 zwei junge Schweizer, die in der Käserei von Weiler im Westallgäu (Richtung Bodensee) Allgäuer Emmentaler herstellten. 1823 wurde ein Allgäuer Älpler für seinen Käse ausgezeichnet.

1806 wanderte der Schweizer Franz Schelbert nach Deutschland aus. Er pachtete im heutigen Haldenwang-Wagenegg bei Kempten ein Gut und stellte Emmentaler Käse her.

Sein Sohn errichtete in Immenstadt im Allgäu eine Rundkäserei. Sie waren die ersten, die im Allgäu Emmentaler Käse produzierten.

Stadler war es auch, der Johann Althaus (* 9.9.1798  †20.6.1876) aus Lauperswil bei Langnau im Emmental, ins Allgäu holte.

Er produzierte 1827 die ersten traditionellen Zentner-Laibe nach Schweizer Art im Allgäu. In ganzjähriger Produktion und Reifung und in nennenswerter Menge.

Im Sommer auch auf der  hinteren Au-Alpe>>>   im Gunzesrieder Tal.

20131013_143902 (1024x585)

Hier weiter vorne im Tal… Alpe Vorsäß 1 von 3 … 😉

 

Im Winter in der Kirchstrasse 10 in Blaichach.

Dieses war der gräfliche Montfort-Rothenfelsische Sennhof mit Getreideanbau, Viehzucht, Milchwirtschaft, Pferdegestüt und Geflügelhof.

Da die Milch nur über den Winter für die Herstellung der großen Käselaibe reichte, schickte Besitzer Johann Florian Fritz,

den Sennen im Sommer auf die hintere Au-Alpe im Gunzesrieder Tal.

20121203_105004 (1024x590)

Nach vierjähriger Ehe und eiserner Sparsamkeit, kann Johann Althaus ein Gut in Sonthofen kaufen. 1835  eröffnete er dort eine eigene Sennerei.

In Richtung Hirschstraße bis zur Blumenstraße erstreckten sich ein Feld mit einem Nebengebäude.

Später kaufte er noch das hintere Retterschwang (bei Hindelang), welches heute den Prinzen Georg und Konrad von Bayern gehört.

20130604_151611 (1024x585)

Hier ein (gemaltes) historisches Bild von der Hirschbrauerei etwas weiter oben in der Hirschstraße. Dort wo links davon die Wiese ist, könnte das Feld in etwa gewesen sein.

Auf der Seite vom Brauereigasthof, findet sich auch eine Karte…>>>>

Das Haus Bahnhofstraße 16 musste 1998 abgerissen werden. Jetzt steht dort das Gebäude mit dem Balkon oben, rechts neben den zwei großen Lärchen.

Sie wurden angeblich 1870 durch französische Flüchtlinge gepflanzt und stehen unter Naturschutz.

DSC_1863 (1024x533) (2)

Die großen Löcher fehlten dem Allgäuer Emmentaler aber vorerst noch. Da musste erst einer „nachbohren“ und 1840 Gärkeller nach Schweizer Vorbild einführen.

Als der Gemeindeobmann Johann Flübinger (Johann muss zu der Zeit ein absoluter Modename gewesen sein) und der Gemeindeschreiber Christian Badertscher am 13.4.1827 in der Amtsstube von Lauperswil, ein wohlwollendes Schreiben für die Ausstellung eines Reisepasses für einen Sohn ihrer Gemeinde aufsetzten, ahnten sie sicher nicht, dass man später mal für ihn in Sonthofen und Blaichach Gedenktafeln aufstellt und Plätze nach ihm benennt. Der Platz bei den Lärchen ist nach Johann Althaus benannt.

DSC_1864 (1024x545)

Es gibt an die 300 Nachkommen des eingewanderten Johann Althaus. Überall wo man im Allgäu auf den Namen Althaus trifft, sind das Nachkommen von ihm. Auch in Sonthofen, Fischen Oberthalhofen, Oberstdorf, im Walsertal, am Ammersee, bei München, bei und in Zürich, im Kanton Thurgau, selbst in Kanada und der USA. Sie wurden vom Schreiber erforscht und auf einer 12.60 m langen Rolle festgehalten.

Das Grab von Johann Althaus und seinem Bildnis, findet man bis heute auf dem Sonthofer Friedhof. Bei ihm liegt natürlich seine starke und fleißige Frau, die ihn um 10 Jahre überlebte.

Sie konnte ebenso gut käsen wie ihr Mann und stellte aus Sparsamkeitsgründen viele Dinge selbst her. Sie kannte sich auch mit Kräutern aus, was den Arzt ersparte.

DSC_3214 (561x1024)

DSC_3215 (1024x574)

Carl Hirnbein holte später noch zwei Holländer ins Allgäu, die die Weichkäsesorten Romadur und Limburger „mitbrachten“.

Mit der Käseproduktion und Alpwirtschaft kamen auch die ersten „Sommerfrischler“ und mit beidem, der wirtschaftliche Aufschwung im Allgäu.

70 Prozent der deutschen Emmentaler-Käseproduktion kommen heute aus dem bayrischen Allgäu.

Am Haus Hauptstraße Nr. 11 in Fischen (Restaurant Gaisbock), soll das Familienwappen der Familie Althaus zu sehen sein. Das ist aber wohl der Renovierung zum Opfer gefallen.

Es zeigt auf schwarzem Schild, ein altes Haus auf grünem Hügel und als Helmzier, über einer goldenen Krone, eine rote Rose zwischen zwei Füllhörnern.

DSC_3292 (1024x553)

Fazit… was war das nun? „Nur geklaut“ sicher nicht. Eher ein klein wenig „Werksspionage“, aber mehr Hilfe zur Selbsthilfe durch Einwanderer aus der Schweiz.

Die hier durchaus auch ihr „Glück machten“ und heimisch geworden sind. Herausgekommen ist noch eine Gegend mit feinem Käse.

Und sowohl das Allgäu, als auch die ursprünglichen Schweizer Heimatorte der „Einwanderer“, können stolz auf Johann Althaus und Co. sein.

Wer mal schauen oder auch probieren will… hier Links zur
Sennerei Gunzesried >>>>
Oder auch zur Sennerei Hüttenberg >>>>

Übrigens… in den USA ist Rohmilchkäse verboten. Was wird aus ihm, sollte TTIP kommen? Kein Normalbürger weiß, was verhandelt wird und was nachher dann noch für Gesetzeslücken auftauchen, die unsägliche Entscheidungen möglich machen. Das könnte unter Umständen richtig Käse werden. Nicht nur in Bezug auf Käse und Co. Siehe das Nafta- Abkommen zwischen den USA, Kanada und Mexiko. Von dem für TTIP kräftig abgekupfert wird…
Ein sehr guter Artikel…
Nafta- Versprochen – gebrochen… hier klicken >>>>

Und was für ein Glück, dass es immer Geschichtsschreiber gibt, die alles aufschreiben.

Im folgend verlinktem PDF-Dokument, ist noch viel mehr über Johann Althaus nachzulesen. Ebenso eine Kopie eines Briefes vom damaligen Inhaber der Käseexportfirma Lehmann & Co. in Langnau im Emmental, an ihn.

Aufbewahrt wird er in einem Buch aus dem Jahr 1828 in derselben Firma.

Zur Erzählung von Armin Müller …Hier klicken… >>>

 

 

Ausblicke….

Unser „Held der Woche“ ist….

unser Hund Moshe, der muss am Donnerstag zur Borreliose-Impfung 


zu Frau Doktor Neumaier

Borreliose ist eine von Zecken übertragene, ziemlich heimtückische und bei Mensch und Tier schwer erkennbare Krankheit. Menschen können, wenn sie unerkannt bleibt, schwere Lähmungen davontragen oder sogar im Rollstuhl landen. Leider gibt es die Impfung nur für Hunde. Moshe ist ein kleines Zeckentaxi…seine langen Ohren laden geradezu zum „einsteigen“ ein. Und manche Zecken stören sich noch nicht mal an den Zeckenmitteln, die man kaufen kann.

Aber Moshe hat schon ganz anderes überstanden, so wird er ganz brav sein und sich pieksen lassen. 😉 Frau Doktor hat auch echt ein Herz für Tiere…  🙂

Der nächste Winter kommt gewiss…

vielleicht schon am Donnerstag, wenn die Vorhersagen stimmen… 😉

Das hat sich wohl auch eine liebe Freundin gedacht und mir einen schönen Pullover gestrickt… (mit irgendwas muss Frau sich beim Fernsehen ja beschäftigen*gg* ) *frrreeeeuuuu* Dankeschön!!!

Er kam heute per Post und ist inzwischen nicht mehr neu… nein, er ist mit Perwoll gewaschen… 😉 und trocknet auf dem Wäschegestell auf dem Balkon… 🙂

Aber vorerst hatten wir Aussicht auf Frühling und…

auf die ersten Winterlinge und Krokusse unterm Balkon… da es heute trüb, windig und kühl war, waren sie leider in „Schlafstellung“…

Hoffen wir, dass die Bauernregel stimmt, die auf dem Kalenderblatt dieser Woche steht: „Wenn im März die Winde wehen,wird der Mai warm und schön“. Und da können wir schönes Wetter gut gebrauchen. 🙂

Tief blicken…

lässt auch die Liebe der Männer zu ihren Autos…. die werden vielleicht manchmal besser gepflegt als deren Frauen… aber Autos widersprechen eben auch nicht… 😉

Anmerkung: Nicht unser Auto und auch nicht mein Mann… 😉

Zweifelhafte Ausblicke

haben homosexuelle Paare, die in einer Lebenspartnerschaft leben. Vorerst können sie mal genauso wie andere Ehepaare, das Ehegattensplitting bei der Steuer nutzen. Aber nur solange, bis das Verfassungsgericht darüber entschieden hat. Es ist allerdings noch nicht klar, ob Bayern noch etwas einzuwenden hat. Mit einem Urteil ist dieses Jahr wahrscheinlich nicht zu rechnen. Sollte das Verfassungsgericht gegenteilig entscheiden, müssten die vorher nicht gezahlten Steuern, inclusive Zinsen nachgezahlt werden… nun ja… Staatliche Lotterie oder so… 😉

Alles Käse….

ist am Wochenende vom 9. bis 11. März in der Markthalle Sonthofen… da ist internationale Käsemesse… 🙂

Mit Blick auf den (vielleicht) neuen Bundespräsidenten...

eine ketzerische Frage… sollte sich ein (fast) Bundespräsident dafür aussprechen, die Linkspartei zu überwachen?

Befürwortet er damit nicht das Gleiche, was er an seinem vorherigen Staat kritisiert hat?

Gibt es nichts Wichtigeres zu überwachen, als die Linkspartei…? Manche haben da schon konfuse Ideen, aber eben nur Ideen und die werden seltsamerweise nicht überwacht.. Eigentlich sollte man aus den Ereignissen der letzten Zeit, Konsequenzen ziehen und wenn überhaupt, dann andere, aber nicht so diletantisch überwachen. Dazu würde ich von ihm mal gern was hören. Überhaupt für mich eher eine Sache, die das Innenministerium zu beurteilen hat. Das Wort „Überwachung“ sollte gerade jemandem wie Herrn Gauck, allerdings schon nachdenklich machen…?!

Für uns hat Herr Gauck noch zu wenig Abstand, ist nicht wirklich überparteilich und unsere Favoritin für das Amt ist immer noch Beate Klarsfeld, nominiert von den Linken, die Herr Gauck überwachen lassen will. Sie hat ausser Lippenbekenntnissen und viel Bla Bla wie andere, auch Ergebnisse (die im Interesse aller Deutschen sein sollten) vorzuweisen… und dafür hat sie unsere Achtung. Schade, warum sind die anderen Parteien nicht auf sie gekommen?!

Schöne Aussichten…

werden wir vielleicht Ende März haben… dazu aber später mehr… 🙂

Schlagwörter-Wolke

%d Bloggern gefällt das: