Willkommen unterm Regenbogen

Beiträge mit Schlagwort ‘Krieg’

Karim El-Gawhary Arabesken

Treffender kann man es nicht ausdrücken…. !

Blütensthaub

Ich wünsche mir, dass es eines Tages Medien geben wird, die genau so viel über in der Kälte gestorbene syrische Flüchtlinge im Libanon berichten, wie über einen Schneesturm in New York.

via: https://www.facebook.com/Karims.Arabesken?fref=photo

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Ich schlief und träumte….

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Von einer „Gattung Politiker“, die inzwischen längst ausgestorben zu sein scheint. Jemand der klug, vernunftbegabt, diplomatisch und gemeinsam mit der „Gegenseite“ bestrebt ist, die Völker zusammenzubringen. Damit sie innerhalb der Grenzen ihrer Länder, friedlich an einem Strang ziehen, anstatt aufzurüsten und sich zu bekriegen.
Dieses Ziel scheint heute weiter entfernt zu sein denn je. Im Gegenteil, es gibt Leute, die Krieg fordern.
75 Jahre, nachdem der 2. Weltkrieg am 1. September 1939, mit dem Überfall der Nazis auf Polen begann und dem fast 60 Millionen Menschen zum Opfer fielen.
Und an dessen Ende sich die Menschen schworen „NIE WIEDER KRIEG!“

Gibt es so jemanden noch? Ich glaubte nicht mehr daran und dann las ich ein Interview in der taz. Ein Interview mit dem ehemaligen amerikanischen Botschafter in Moskau zu Gorbatschows Zeiten, Jack Matlock. Und ich fand, was ich suchte. Leider ist es „nur“ der ehemalige Botschafter!
Wo sind solche Leute heute, um andere zur Vernunft zu bringen?! Und viele täten gut daran, auf Menschen wie Jack Matlock zu hören!
Ein sehr lesenswertes Interview und jemand, von dem viele noch etwas lernen könnten! Ein Interview zur heutigen Lage in Russland und der Ukraine, der Rolle der Nato in den letzten Jahrzehnten, was falsch gelaufen ist, mit Rückblicken in die Vergangenheit. Was der „Westen“ keinesfalls tun sollte, bzw. nie hätte tun sollen. Und damit Putins heutiges Verhalten provoziert hat.

Zum Interview hier klicken >>>>

Stattdessen werden selbst in Reden anlässlich einer Gedenkveranstaltung, auch zum Tode von Millionen Menschen aus Russland, härtere Strafen und Aufrüstung gefordert. Und das auch von einem ehemaligem deutschen Pastor! Beschämend!
Der „wind of chance“, weht schon wieder sehr kalt!

Konfrontation wird keinerlei Verständnis bringen und schon gar keine Vergebung.
Da helfen nur Gesten wie der Kniefall von Bundeskanzler Willy Brandt damals.
Und diese helfen manchmal auch, Unversöhnliche zu versöhnen.
Egal in welche Richtung!

Ich schlief und träumte, das Leben sei Freude
und sah, das Leben war Pflicht.
Ich handelte und siehe, die Pflicht war Freude.

Ranindranath Tagore

Ich schlief und träumte, jedermann würde es mit Freude als Pflicht ansehen, den Schwur der Menschen von damals zu erfüllen.
Es ist unsere Pflicht! Gut zu machen, geht es sowieso nicht mehr, aber neue Opfer könnte man verhindern!
Aber manche Märchen werden dann eben wirklich nicht wahr. Alles nur geträumt… !

Das auch zum Gedenken und zur Mahnung an ein ebenso schlimmes Ereignis in New York, welches ebenfalls sehr vielen unschuldigen Menschen das Leben gekostet hat. Und das sich heute wieder jährt. Ebenso „hoffentlich nie wieder!“

Gedanken zum Sonntag…

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Auch wenn sowas eher ungehört und wenig darüber nachgedacht verhallen und es auch wenig ändern wird, nichts sagen ist auch nicht besser….

Derzeit tobt in den (gleichgeschalteten) Medien eine Propagandaschlacht, dass es manchmal kaum noch zu ertragen ist!
Beispiel…Anfrage bei Spiegel Online, „Ob es denn Beweise für den vermeldeten Einmarsch der Russen in der Ukraine gäbe…“
Antwort… „Ob es denn Beweise dafür gäbe, dass es nicht so wäre“.
Genau sooooo, stellt man sich seriösen Journalismus vor! 😛
Diese erinnert doch sehr an die Zeit vor und während der vergangenen zwei Weltkriege, mit deren bekannten furchtbaren Auswirkungen!

Allen, die jetzt schon wieder „die Messer wetzen“, sei die Lektüre „unserer“ >>Briefe eines Soldaten<< HIER KLICKEN >>>> dringend empfohlen!!!!

(Unten auf der Seite ist jeweils der Link zu den nächsten Briefen)

Briefe eines Soldaten, der im letzten Weltkrieg seine letzte Ruhe (hoffentlich!), irgendwo in oder bei Stalingrad gefunden hat. Er wurde nie gefunden! Täter und Opfer zugleich! Und jetzt ist unweit davon wieder ein „Kriegsschauplatz“ und es wird gefühlt alles dafür getan, dass das so bleibt. 😦

Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen!

Krieg ist kein Spaß! Er produziert keine Helden, sondern nur Leid und Elend!

Von ihm profitieren nur einige Mächtige (…Konzerne, die für ihre Zwecke „Strohmänner“ benutzen und nie selbst in Erscheinung treten).
Ins „Feld“ schicken sie aber das „Fußvolk“, welches immer wieder auf’s Neue, auf deren Propaganda rein fällt und dies dann teuer bezahlt!!!!

Kriege wird es wohl erst nicht mehr geben, wenn diese Leute selbst ins Feld ziehen müssten und keiner mehr davon profitiert!

Gerade und vor allem auch beschämend für Deutschland, dass die 50 Millionen Toten allein des letzten Weltkrieges, scheinbar schon wieder vergessen sind und Worte und Taten schon wieder so weit auseinander klaffen!!!!

Und weil wir gerade bei „Kriegsschauplätzen“ sind, gestern verstarb ein ganz Großer, Peter Scholl-Latour.
Ein sehr kluger und unabhängiger Journalist und Autor, der in seinem Leben an vielen solcher Schauplätze unterwegs war und nie mit den Mainstream-Medien ging.
Er hinterlässt eine große Lücke in der Medienlandschaft, die mit heutigem „Personal“, kaum zu füllen sein wird.
Chapeau und unsere Verehrung Herr Scholl-Latour. Sie und Ihre Publikationen werden uns sehr fehlen!
Und der Platz an dem Sie sich jetzt befinden, ist hoffentlich friedlicher!
R.I.P

Als Abschluss noch etwas Ironie und der nächste Akt im Laienspiel für’s Volk zum Wochenende…
Die „innerirdischen Schlapphüte“ sollen ihre großen Ohren auch über dem Atlantik und Mittelmeer gehabt haben.
Na sowas, wer hätte das gedacht?! Die machen doch sowas nicht… da ist natürlich die größtmögliche Aufregung und Aufklärung angesagt! *hust*
HIER KLICKEN >>>>

Schämen „die“ sich nicht?!

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Nicht nur, dass deutsche Konzerne Zwangsarbeitern eine Entschädigung für die während der Nazi-Herrrschaft geleistete Arbeit verweigern und jahrelang prozessieren, bis auch der letzte Zwangsarbeiter gestorben ist….

Nein, auch die Deutsche Rentenversicherung wies jahrelang unter fadenscheinigen Begründungen, Rentenanträge von polnischen Juden zurück. Nicht für Zwangsarbeit, sondern für eine ihnen seit 1997! zustehende Ghettorente.

Von den Nazis in Ghettos gezwungen, leisteten, um zu überleben, auch Kinder schwerste Arbeit, oft für einen Teller Rübensuppe. Ihnen werden nun selbst die paar Euro Rente dafür verweigert.

Weil sie zum Beispiel vom Vorarbeiter geschlagen wurden. Somit werden sie als Zwangsarbeiter und nicht als Ghettoarbeiter eingestuft.

Das ist unglaublich und soooo beschämend!!! Zynischer geht es nicht mehr!

Im Gegensatz dazu, wurde bereits in den 1950´er Jahren gesetzlich festgeschrieben, dass SS-Angehörige ihre vollen Rentenbezüge erhalten!!!
Und sicher nicht nur 150€!

Da fällt einem nichts mehr ein! Der Gesetzgeber sollte dringend überprüfen, was in den Gesetzen steht!

Wenn man dann unsern Bundespräsidenten, wie kürzlich im Ghetto Theresienstadt, „große Reden“ schwingen hört oder mit einer Holocoust-Überlebenden durch Buchenwald gehen sieht, kommt einem, angesichts solcher Fakten, doch der Gedanke an Heuchelei in den Sinn!
Er sollte deswegen im Hinblick auf heutige Konflikte, „seinem“ Volk nicht vorwerfen, sich hinter der „großen Schuld“ zu verstecken ( O-Ton Herr Gauck), sondern sich wohl besser (auch) darum kümmern, dass den Opfern nicht (schon wieder) neues Unrecht angetan wird!

Den vollständigen Beitrag von Frontal 21, kann man HIER ANSEHEN >>>

Den Bericht vom Bundespräsidenten und der Holocoustüberlebenden (KZ Auschwitz) in Buchenwald, kann man HIER ANSCHAUEN >>>

Und weil wir gerade beim KZ Buchenwald sind…. dort wurde letzten Sonntag eine Gedenkstätte, u.a. für Dietrich Bonhoeffer, geschändet.
Nachzulesen HIER >>>

Den aufrichtigen Menschen und evangelischenTheologen Dietrich Bonhoeffer verehren wir sehr. Sein Gebet und später Lied, welches er seiner Verlobten zum Jahreswechsel 1944/45 aus der Haft geschickt hat, haben wir auch dem Soldaten gewidmet, dessen Briefe wir veröffentlicht haben.
Es hat, seit es Dietrich Bonhoeffer geschrieben hat, sicher viele Menschen getröstet.
Dietrich Bonhoeffer wurde wegen Wehrkraftzersetzung inhaftiert und am 9. April 1945 im KZ Flossenbürg hingerichtet. Seine letzten Lebenswochen verbrachte er im Kellerarrest in Buchenwald.

Von guten Mächten treu und still umgeben,
behütet und getröstet wunderbar,
so will ich diese Tage mit euch leben
und mit euch gehen in ein neues Jahr.

(Kehrreim)
Von guten Mächten wunderbar geborgen,
erwarten wir getrost, was kommen mag.
Gott ist bei uns am Abend und am Morgen
und ganz gewiß an jedem neuen Tag.

Noch will das Alte unsere Herzen quälen,
noch drückt uns böser Tage schwere Last.
Ach Herr, gib unsern aufgeschreckten Seelen
das Heil, für das du uns geschaffen hast.

Und reichst du uns den schweren Kelch, den bitteren,
des Leids, gefüllt bis an den höchsten Rand,
so nehmen wir ihn dankbar ohne Zittern
aus deiner guten und geliebten Hand.

Doch willst du uns noch einmal Freude schenken
an dieser Welt und ihrer Sonne Glanz,
dann wolln wir des Vergangenen gedenken
und dann gehört dir unser Leben ganz.

Lass warm und hell die Kerzen heute flammen
die du in unsere Dunkelheit gebracht,
frühr, wenn es sein kann, wieder uns zusammen
Wir wissen, dein Licht scheint in der Nacht.

Wenn sich die Stille nun tief um uns breitet
so laß uns hören jenen vollen Klang
der Welt, die unsichtbar sich um uns weitet,
all deiner Kinder hohen Lobgesang.

Dietrich Bonhoeffer

Und nein, Menschen die um ihre im Krieg gefallenen Angehörigen trauern, sind nicht glückssüchtig! (Auch O-Ton Herr Gauck)
Auch nicht die Angehörigen der Toten der heutigen Konflikte! Denn jeder Mensch, der in einem Krieg sein Leben lässt, ist einer zuviel!

Deswegen ist es viel besser, das Vermächtnis der Menschen einzulösen, die den Krieg erleben mussten.
„Es darf nie wieder ein Krieg von deutschem Boden ausgehen!“

Vielleicht würde er seine Meinung ja bei den Briefen aus Stalingrad ändern?
Am Charakter von Kriegen und dem Leid welches sie auslösen, hat sich bis heute nichts geändert!

Die Liedermacherin Bettina Wegner hat einen Song, der passender nicht sein könnte… „Soldaten“ HIER KLICKEN >>>

 

Zu denken geben sollte uns, wie manche (eigentlich gebildeten) Menschen heute über die Hinrichtung von Dietrich Bonhoeffer denken.
Neben anderem HIER NACHZULESEN >>>>

 

 

 

 

Dr. Jürgen Todenhöfer…Offener Brief an Herrn Gauck

Der Publizist Jürgen Todenhöfer hat einen offenen Brief an Bundespräsident Joachim Gauck veröffentlicht.
Nachzulesen beim Lokalkompass Jürgen Todenhöfer – Offener Brief an Joachim Gauck >>>>

Das hört sich sehr vernünftig an und es bleibt zu hoffen, dass ihn Herr Gauck und noch einige andere lesen!

Von unserer Seite sei noch gesagt… es gibt keinen „guten“ Krieg und es gibt auch keine Sieger, sondern nur Verlierer!
Er bringt allen Seiten nur Tod und Leid und erzeugt neuen Hass, ebenso wie die Frage der „Schuld“ nicht immer eindeutig zu klären ist!

Nachzulesen in den von uns veröffentlichten „Briefe eines Soldaten“… eigentlich „schuldig“ und dennoch Opfer. Und in Stalingrad „geblieben“….
Von skrupellosen Menschen, die am Krieg verdienen wollten, unfreiwillig geschickt, gegen Menschen zu kämpfen, die er nicht kannte und die ihm nie etwas getan hatten! Den Kopf voller Propaganda, von eben den am Anfang genannten skrupellosen Menschen.
Sie sind letztendlich nicht gestorben, sondern haben recht gut gelebt, von dem, was ihnen der Verkauf von Waffen, Gas (für die KZ) und anderem eingebracht hatte. Und drücken sich bis heute um Entschädigungen. Wie beschämend!
Und nur einigen mutigen und hartnäckigen Menschen ist es zu verdanken, dass sich wenigstens einige, doch noch verantworten mussten. Und nicht in Südamerika und anderswo verstecken konnten. Und eine der engagierten Personen, hätte auch Bundespräsidentin werden können….statt Herrn Gauck. Vielleicht wäre sie die bessere Wahl gewesen…
Darüber sollte ein Bundespräsident sprechen und nicht darüber, dass sich die Menschen hinter der „großen Schuld“ verstecken. Die ist wahrlich groß genug, die jetzigen Generationen haben nicht den Grund dafür gegeben. Aber gut zu hören, dass sich 62% der Menschen sehr wohl bewusst zu sein scheinen, was Krieg wirklich bedeutet. Herr Gauck scheint da aber nicht dazu zu gehören.

Waffen werden niemals Frieden schaffen!

Wenn man den Menschen helfen will, dann mit friedlichen Mitteln! Waffenlieferungen gehören nicht dazu!

Briefe eines Soldaten…-letzte Worte-

Nachwort:
Der Brief vom 1.1.1943 war der letzte Brief von ihm. Die an ihn gesendeten Briefe kamen alle zurück.
Der innige Wunsch des Soldaten, einmal Urlaub zu haben und seine Lieben in die Arme schließen zu können, ist leider nicht mehr in Erfüllung gegangen, ebenso nicht der, den Frieden zu erleben.
Er hat seine letzte Ruhe und (hoffentlich) seinen Frieden, irgendwo in oder um Stalingrad gefunden. Wo genau, weiß niemand. Er wurde nie gefunden.

Seine Angehörigen sind übrigens nicht wütend auf die „Russen“ und auch nicht auf englische Bomberpiloten, die Städte wie Dresden in Schutt und Asche gelegt und tausenden Menschen Tod und Leid gebracht haben.
Sondern auf diejenigen, die das wirklich zu verantworten haben, wie z.B. General Paulus, der sich erst den Engländern ergeben hat (etwas, was er seinen Soldaten nicht zugestanden hat) und von ihnen anständig behandelt wurde. Und sich später den Russen „angedient“ und bis zu seinem Lebensende, in einer Villa auf dem „Weißen Hirsch“ (Prominentenviertel oberhalb von Dresden) gut gelebt hat.
Und auch so einige deutsche Großunternehmen stehlen sich bis heute heimlich, still und leise aus der Verantwortung, die sie eigentlich hätten. Und leben gut vom damals verdienten Geld.

Die Aussage der Angehörigen, dass Deutschland sich “ versündigt“ hat, kann man nur unterstreichen. Die nachfolgenden Generationen können daran nichts mehr ändern, aber haben sehr wohl die Pflicht und Schuldigkeit dafür zu sorgen, dass solche Leute nie wieder das Sagen haben!!!
Denn Krieg kennt keine Sieger, sondern nur Verlierer!

Zur Mahnung und gegen das Vergessen! für nachfolgende Generationen, zur Erinnerung und zum Gedenken aller, die durch Krieg und Gewalt um’s Leben gekommen sind oder ihnen schweres Leid zugefügt wurde.

Von guten Mächten treu und still umgeben,
behütet und getröstet wunderbar,
so will ich diese Tage mit euch leben
und mit euch gehen in ein neues Jahr.

Kehrreim: Von guten Mächten wunderbar geborgen,
erwarten wir getrost, was kommen mag.
Gott ist bei uns am Abend und am Morgen
und ganz gewiß an jedem neuen Tag.

Noch will das alte unsre Herzen quälen,
noch drückt uns böser Tage schwere Last.
Ach Herr, gib unsern aufgeschreckten Seelen
das Heil, für das du uns geschaffen hast.

Und reichst du uns den schweren Kelch, den bittern
des Leids, gefüllt bis an den höchsten Rand,
so nehmen wir ihn dankbar ohne Zittern
aus deiner guten und geliebten Hand.

Doch willst du uns noch einmal Freude schenken
an dieser Welt und ihrer Sonne Glanz,
dann wolln wir des Vergangenen gedenken,
und dann gehört dir unser Leben ganz.

Laß warm und hell die Kerzen heute flammen,
die du in unsre Dunkelheit gebracht,
führ, wenn es sein kann, wieder uns zusammen.
Wir wissen es, dein Licht scheint in der Nacht.

Wenn sich die Stille nun tief um uns breitet,
so laß uns hören jenen vollen Klang
der Welt, die unsichtbar sich um uns weitet,
all deiner Kinder hohen Lobgesang.

Geschrieben von Dietrich Bonhoeffer
Einem Theologen, der das Gebet (und später auch Lied), seiner Verlobten aus der Haft, zum Jahreswechsel 1944/45 schickte. Geschrieben in auswegloser Situation, er wurde wegen „Wehrkraftzersetzung“ von der Gestapo festgenommen und später hingerichtet.

Und hier noch ein Beispiel, wie manch (studierter!) Zeitgenosse, heute über Dietrich Bonhoeffer denkt…

Am 24.11.2012 wurde auf dem Sonderburschentag in Stuttgart, der Chefredakteur der Verbandszeitung, Norbert Weidner, abgewählt.
Dies geschah auf Betreiben des national-liberalen Flügels. Und hier von der Münchner Burschenschaft Arminia-Rhenania, der auch der innenpolitische Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag, Herr Uhl (CSU) angehört. Beim letzten Treffen scheiterten sie noch damit. Es gibt auch noch einen rechtsextremen -ultranationalen Flügel.

Weidner hatte Dietrich Bonhoeffer als „Landesverräter“ und seine „Hinrichtung als rein juristisch gerechtfertigt“! bezeichnet.
Es besteht ein Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Bonn gegen ihn. Weidner wehrt sich dagegen, im Januar soll es zum Prozess kommen.

Hans Peter Uhl sitzt im Bundestag und wo (auf welchen gut bezahlten Posten in Wirtschaft etc.)  sitzen die Rechtsradikalen-Ultranationalen?

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Briefe eines Soldaten…-12-

Rußland den 30.12.1942

Meine liebe Mutti!
Heut erhielten wir endlich wieder einmal Post seit langer Zeit. Es sind nun schon 7 bis 8 Wochen her, da ich keine Post mehr von Euch erhalten habe. Heut erhielt ich nun endlich einen Brief vom 18.11. worüber ich mich sehr gefreut habe…..
Päckchen habe ich leider noch keines erhalten können….

Rußland den 31.12.1942

Meine liebe Mutti!

Heut schnell noch ein kleines Brieflein zur Jahreswende. An solchen Tagen denkt man oft und gern an die Heimat. Wie geht es Euch denn sonst?
Mir geht es soweit noch ganz gut. Bloß die Verpflegung, wenn die etwas besser sein würde. Wir sind alle schon mächtig runtergekommen. Aber das ist ja kein Wunder.
Als Mittagverpflegung bekommen wir eine Wassersuppe und nichts weiter drin, als ein Stückchen Pferdefleisch, durch den Wolf gedreht. Und das muß man noch mit der Lupe suchen.

Als Abendkost gibt es eine Scheibe Brot, 2cm dick und eine Fingerkuppe Butter und ein Stückchen Pferdewurst.
Das ist die Verpflegung für einen Tag.
Kannst du dir vorstellen, was wir für einen Kohldampf schieben?

Für nochmals alles Gute zum Jahreswechsel und wir wollen hoffen, daß uns das nächste Jahr bessere Zeiten bringt.

Rußland den 1.1.1943

Meine liebe Mutti!

Heut ist nun der erste Tag im neuen Jahr und ehe er sich zum Ende neigt, will ich ihn mit einem Brieflein an dich, liebe Mutti, enden.

Wie seid ihr denn ins neue Jahr hinein gekommen?
Hoffentlich gut. Bin gerade zu dieser Zeit auf Posten gewesen und habe meine Gedanken bei euch schweifen lassen.
Aber als ich 1 Uhr abgelöst wurde, habe ich mir noch einen schönen Grog gebraut.

Nun wollen wir hoffen, daß uns das neue Jahr bessere Zeiten bringt. Vor allen Dingen den gewünschten Frieden.

Wie geht es Euch Lieben sonst noch? Mir geht’s soweit noch gut, was ich von Euch ebenfalls hoffe.

Für heut empfangt nun recht herzliche Grüße von Euerm lieben…

Herzliche Grüße an meine lieben Geschwister!

Schlagwörter-Wolke

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